Alle Beiträge von Ulrich Scharfenorth

Geht wirklich alle Kraft in die Entwicklung angepasster Impfstoffe?

Niemand weiß, wieviele Varianten von Sars-Cov 2 wann, wo und in welcher Vielfalt/Struktur auftreten werden. Zahlreiche Wissenschaftler sequenzieren, was das Zeug hält. Andere proben die Anpassung bereits vorhandener Impfstoffe an die derzeit bedrohlichste Variante Omikron (wobei unklar ist, welche Kraft in die Massenproduktion der profitträchtigen, bereits entwickelten Impfstoffe und welche in die notwendige Forschung fließt – auch hier könnten GewinnInteressen gesellschaftliche Erfordernisse konterkarieren). Ob laufende Untersuchungen Sinn machen, ob die Ergebnisse nicht viel zu spät vorliegen und es nicht wichtiger wäre, multiple Lösungen zu entwickeln, weiß also niemand. Dabei könnte schon morgen eine sehr viel tödlichere VirusMutante auftauchen. In Frankreich wurde Anfang der Woche B.1.640.2 entdeckt. Wie immer, weiß man zunächst überhaupt nichts über Wesen und Eigenschaften – nur, dass dieser Typ über 23 Mutationen auf  dem SpikeProtein verfügt. Nachfolgende Quellen geben den derzeitigen Stand der Forschung wieder – so man denn meint, dass chinesische und kubanische Anstrengungen auf diesem Gebiet keiner Erwähnung bedürfen …

Bild: Pharmazeutische-Zeitung.de

https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/coronavirus/omikron-impfstoffe

https://www.spiegel.de/wissenschaft/b-1-640-2-das-ist-zur-neuen-corona-variante-bekannt-a-7900b729-5f43-4cbf-8cce-5a2ae7b1bad1

 

Wenn schon Impfpflicht, dann richtig!

Wie dumm muss man sein, wenn man für ärztliches Personal und Pflegekräfte die Impfpflicht androht https://www.zusammengegencorona.de/impfen/gesundheits-und-pflegeberufe-impfen/was-das-gesundheitspersonal-ueber-die-corona-schutzimpfung-wissen-muss/, ohne beim monatlichen Gehalt 1.000 Euro zuzulegen. Immerhin dürften im Vorfeld der angedrohten Maßnahme weiteres „impfresistentes Personal“ die Flucht ergreifen. Das aber kommt einer Katastrophe gleich. Bereits jetzt existiert ein wachsender Exodus, der auf Überlastung und Burnout zurückzuführen ist. Da wäre es doppelt angesagt, geberischer zu agieren. Zwar würden auch dann Impfgener abwandern, doch bereits abgewanderte Kräfte könnten „zurückgelockt“ werden. Vermutlich bedarf es hier zu Lande des kompletten Desasters, bevor das Geld in die richtigen Kanäle geleitet wird. Theoretisch könnte auch die Impfpflicht ein Abwandern des medizinischen Personals verhindern, weil das Ausweichen von Protestlern keinen Sinn machte. Ich vermute allerdings, dass die Impfpflicht nur unter größten Anstrengungen umsetzbar wäre – wenn sie denn überhaupt gerichtsfest ist.

Bild: Apotheken Umschau

Die alten KernkraftThesen kriechen aus den Löchern

Ich halte es für prinzipiell falsch, eine Technologie anzuwenden, von der nicht nur Gefahren für Mensch und Umwelt ausgehen, sondern auch völlig unkalkulierbare Belastungen – die folgende Generationen betreffend https://www.dw.com/de/faktencheck-ist-atomenergie-klimafreundlich-was-kostet-strom-aus-kernkraft/a-59709250. Die Diskussion darüber hat endlos oft stattgefunden und ist auf Merkels „Befehl“ hin zu Ungunsten der Kernenergie beendet worden. Hier von einer fukushimabedingten PanikReaktion zu sprechen, ist heute wieder en vogue. M. E. völlig zu Unrecht. Man kann sicher darüber diskutieren, ob es angesichts des Braunkohleausstiegs sinnvoll gewesen wäre, die bestehenden deutschen AKWs einige Jahre länger zu betreiben als bisher vorgesehen. Doch zweifellos ist es ein Irrweg, Subventionen für die Entwicklung neuer Kraftwerkstypen auszureichen – wie das vor allem Frankreich fordert. Zumal Deutschland sehr bald beweisen wird, dass es ohne den „strahlenden Horror“ auch geht. Neue Kraftwerke, wie sie derzeit konzipiert werden, dürften alte Vorbehalte nur bedingt ausräumen, und zu spät kämen sie auch. Das sieht auch Mycle Schneider, Autor des World Nuclear Industry Status Reports (WNISR),  so: „Atomkraft ist etwa viermal so teuer wie Wind oder Solar und der Bau dauert fünfmal so lang. Wenn man alles einkalkuliert, liegt man bei 15 bis 20 Jahren Vorlaufzeit für ein neues AKW.“ Die Welt müsse die Treibhausgase binnen der nächsten zehn Jahre in den Griff bekommen. „Und in den nächsten zehn Jahren kann die Atomkraft keinen nennenswerten Beitrag leisten.“

Antony Froggatt, Forscher und Politikberater an der britischen Denkfabrik Chatham House, unterstützt diese Sichtweise. „Atomenergie ist keine Lösung für den Klimawandel.“ Eine Kombination aus zu hohen Kosten, den Folgen für die Umwelt sowie mangelnder öffentlicher Unterstützung sprächen gegen die Kernenergie.

https://www.dw.com/de/faktencheck-ist-atomenergie-klimafreundlich-was-kostet-strom-aus-kernkraft/a-59709250

https://aktion.campact.de/klima/taxonomie/empfehlen#form

Sinnvoll über Wasserstoff nachdenken!

Grüner Wasserstoff wird der Energieträger der Zukunft. Darüber hat der MDR in einer sehr plausiblen Sendung vor Kurzem berichtet https://www.ardmediathek.de/video/mdr-wissen/ist-wasserstoff-die-kohle-der-zukunft/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy81MDA0Zjc5MS0yMTIzLTQwNDEtYjYyMS0xYTY4MDUxNDg5ZTI/. Doch bis wir soviel Wasserstoff haben, dass sämtliche Kohle, sämtliches Öl und  Erdgas ersetzt und die CO2-Emissionen quasi auf Null reduziert werden können, werden noch viele Jahrzehnte vergehen. Aktuellen Einschätzungen zufolge könnten in Deutschland jährlich etwa 800 Milliarden kWh alternativer Strom erzeugt werden, was für den TotalÜbergang in die Wasserstoffwelt bei weitem nicht ausreicht. Entweder sehr viel zusätzlicher Strom oder sehr viel zusätzlicher Wasserstoff müssten aus dem Ausland importiert werden – so man denn weltweit am herkömmlichen Wachstum festhielte. Über mögliche Lösungen hierfür habe ich bereits berichtet https://www.stoerfall-zukunft.de/13-november-2021-hallo-freunde-hier-wieder-die-aktuellen-schlagzeilen-aus-dem-bloghaus/. Sehr viel wichtiger wäre es allerdings darüber nachzudenken, wie Energie in großem Stil eingespart werden könnte – nämlich dadurch, dass man die Lebensdauer von Produkten durch sinnvollere Konstruktion und Reparatur radikal erhöht. Es ist leider bezeichnend für die heutige Diskussion, dass derartige Entwicklungslinien nur spärlich oder aber garnicht aufgezeigt werden. Offenbar deshalb, weil kaum jemand an das Weiterbestehen der Menschheit ohne Kapitalismus – und damit Wachstum – glaubt. Herkömmliches Wachstum aber ist endlich und letztlich tödlich, weil es alle für das Überleben der Menschheit erforderlichen Ressourcen aufbraucht/zerstört. Es ist nicht nur kontraproduktiv, sondern zutiefst unmoralisch, dass das bis heute mit den WachstumsExzessen verbundene VerschwenderGehabe weiter fortgesetzt wird. U.a. dadurch, dass Unternehmen die Lebensdauer von Produkten durch Einbau von Fehlstellen künstlich herabsetzen, um den Kauf neuer Erzeugnisse (und damit das für den KAP notwendige Wachstum) zu generieren https://www.stoerfall-zukunft.de/13-november-2021-hallo-freunde-hier-wieder-die-aktuellen-schlagzeilen-aus-dem-bloghaus/. Wir brauchen auch an dieser Stelle ein völlig neues Denken, die Überlegungen eines Gero Jenner https://www.sinn-schaffen.de/klima/ob-wir-das-schaffen-eine-andere-bessere-welt/. Also, HABECK, aufgewacht und ganzheitlich denken. Menschliches Leben geht auch, wenn wir morgen genausoviel produzieren wie heute und … in 50 Jahren nahezu alles im Kreislauf fahren. Ein Land allein kann das natürlich nicht stemmen. Doch im Verbund mit all den Menschen und Ländern, die das mit Blick auf eine weiterhin lebbare Zukunft für richtig und zwingend erachten, gelingt das.

https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/erneuerbare-energien-in-zahlen#ueberblick

Wo bleiben die Strategien gegen die Flut?

„Mit künstlicher Intelligenz gegen die Flut“. Wenn ich so etwas in der Rheinischen Post lese, kommt mir der Kaffee hoch. Da wurde in Wuppertal ein eher primitiver PegelSensor entwickelt (nichts gegen die Erfindung!) und zu Hightech hochstilisiert. Und gleichzeitig der Eindruck erweckt, als ob Pegelmessungen Überschwemmungen abwenden könnten. Was ich derzeit aus den Überflutungsgebieten im Rhein-Erft-Kreis und im Aartal höre, ist trotz des großartigen Einsatzes tausender Helfer eher furchterregend https://www.swr.de/report/report-mainz-vom-14/-/id=233454/did=25455886/nid=233454/3xp3s/index.html. Nicht nur, dass viele Betroffene bis heute kein Geld bekommen haben – man baut die zerstörten Häuser und Hallen an den alten Standorten auf. Als ob nicht jederzeit dieselbe Flut über dieselbe Gegend hereinbrechen könnte. Zwar wird niemand die perfekte Lösung gegen neue Desaster aus dem Boden stampfen können. Doch es allein bei besseren Warnkonzepten zur Rettung von Menschenleben zu belassen, ist höchst sträflich. Wofür, frage ich, werden die zur die Beseitigung der Flutfolgen geschätzten 20 Milliarden (+?) Euro tatsächlich ausgegeben – für die Wiederherstellung des alten, gefahrenträchtigen Zustandes oder (vor allem) für Maßnahmen, die das Entstehen der tödlichen Flut von vornherein ausschließen? Ich denke an die Renaturierung bebauter Flächen, von Bach- und Flussläufen, an Versiegelungsverbote, neue TalsperrenKonzepte und dergleichen. Das Beschimpfen von Gemeinden, die gerade aufs Gegenteil hinaus sind, hilft jedenfalls nur marginal weiter https://www.lokalkompass.de/marl/c-politik/negativpreis-dinosaurier-des-jahres-2021-flaeche-in-der-groesse-des-saarlands-von-versiegelung-bedroht_a1673686. Hier muss endlich strategisch gedacht werden, denn … der Klimawandel wird uns nicht nur mehr Tornados, sondern auch weitere Schlagregen bescheren….

8. Januar 2022: Hallo Freunde, hier wieder die aktuellen Schlagzeilen aus dem Bloghaus

Was ist los mit Deutschland? Werden Freiheit und Demokratie weiterhin der Deutungshoheit von  Chaoten überlassen – oder findet sich endlich jemand, der richtig auf den Tisch haut? Bild: Menschen-in-Haunau.de

https://www.stoerfall-zukunft.de/weiter-aufweichen-oder-linien-ziehen-was-ist-los-mit-deutschland/

Es ist ein Skandal, dass die Impfpflichtgegner auch an diesem Samstag in Düsseldorf demonstrieren dürfen, obwohl die Stadt das verboten hatte. Das Verwaltungsgericht hatte dieses Verbot aus formalen Gründen aufgehoben, weil es der Stadt nach Auslaufen der „Bundesnotbremse“ nicht gestattet sei, versammlungsrechtliche Entscheidungen in Sachen Corona zu fällen https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-corona-demonstration-darf-samstag-durch-die-stadt-ziehen_aid-65119033. Angesichts der exponentiell steigenden Coronazahlen ist dieser Einspruch, der Inhalt und Substanz der Sache ausdrücklich ausschließt, eine Idiotie. Weiß doch inzwischen jeder denkende Mensch, dass die Proteste der Impfgegner – oft ohne Maske und Abstand – zu einem weiteren, noch stärkeren  Anstieg der Infektionen führen. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass die Zusammenrottung von zehntausend Leuten in der Bevölkerung oft missverstanden wird. Denn bei den Demos geht es nur marginal um Proteste von Düsseldorfern. Vielmehr werden die netzaffinen Akteure über Busse und Bahnen aus ganz NRW – zuweilen auch aus ganz Deutschland – herangekarrt. Dass sie eine verschwindende Minderheit in unserem Lande repräsentieren wird auch deshalb, weil sich die Medien auflage- und einschaltquotengeil vor allem auf krawallige Szenerien stürzen, immer wieder verwischt.

Diese bewusst schiefe Darstellung der Gesamtsituation ist extrem gefährlich, weil sie den Zulauf bei Querdenkern sichtbar unterstützt. Das Mindeste, was die Politik jetzt leisten müsste, wäre eine Gesetzesänderung – die das Verbot von „gefährlichen“ Versammlungen auch dann ermöglicht, wenn die epidemische Notlage vor Ort nicht gilt – die Verhinderung einer solchen Zusammenrottung aber aus besagten Gründen dringend geboten wäre.

Bild: Menschen-in-Haunau.de

 

 

Niemand weiß, wieviele Varianten von Sars-Cov 2 wann, wo und in welcher Vielfalt/Struktur auftreten werden. Zahlreiche Wissenschaftler sequenzieren, was das Zeug hält. Andere proben die Anpassung bereits vorhandener Impfstoffe an die derzeit bedrohlichste Variante Omikron (wobei unklar ist, welche Kraft in die Massenproduktion der profitträchtigen, bereits entwickelten Impfstoffe und welche in die notwendige Forschung fließt – auch hier könnten GewinnInteressen gesellschaftliche Erfordernisse konterkarieren). Ob laufende Untersuchungen Sinn machen, ob die Ergebnisse nicht viel zu spät vorliegen und es nicht wichtiger wäre, multiple Lösungen zu entwickeln, weiß also niemand. Dabei könnte schon morgen eine sehr viel tödlichere VirusMutante auftauchen. In Frankreich wurde Anfang der Woche B.1.640.2 entdeckt. Wie immer, weiß man zunächst überhaupt nichts über Wesen und Eigenschaften – nur, dass dieser Typ über 23 Mutationen auf  dem SpikeProtein verfügt. Nachfolgende Quellen geben den derzeitigen Stand der Forschung wieder – so man denn meint, dass chinesische und kubanische Anstrengungen auf diesem Gebiet keiner Erwähnung bedürfen …                                 Bild: Pharmazeutische-Zeitung.de

https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/coronavirus/omikron-impfstoffe

https://www.spiegel.de/wissenschaft/b-1-640-2-das-ist-zur-neuen-corona-variante-bekannt-a-7900b729-5f43-4cbf-8cce-5a2ae7b1bad1

 

 

Wie dumm muss man sein, wenn man für ärztliches Personal und Pflegekräfte die Impfpflicht androht https://www.zusammengegencorona.de/impfen/gesundheits-und-pflegeberufe-impfen/was-das-gesundheitspersonal-ueber-die-corona-schutzimpfung-wissen-muss/, ohne beim monatlichen Gehalt 1.000 Euro zuzulegen. Immerhin dürften im Vorfeld der angedrohten Maßnahme weiteres „impfresistentes Personal“ die Flucht ergreifen. Das aber kommt einer Katastrophe gleich. Bereits jetzt existiert ein wachsender Exodus, der auf Überlastung und Burnout zurückzuführen ist. Da wäre es doppelt angesagt, geldmäßig zuzulegen. Zwar würden auch dann Impfgener abwandern, doch bereits abgewanderte Kräfte könnten „zurückgelockt“ werden. Vermutlich bedarf es hier zu Lande des kompletten Desasters, bevor das Geld in die richtigen Kanäle geleitet wird. Theoretisch könnte auch die Impfpflicht ein Abwandern des medizinischen Personals verhindern, weil das Ausweichen von Protestlern keinen Sinn machte. Ich vermute allerdings, dass die Impfpflicht nur unter größten Anstrengungen umsetzbar wäre – wenn sie denn überhaupt gerichtsfest wäre.                                                                                       Bild: Apotheken Umschau

Besucht/besuchen Sie Banksy! Er wird euch/Ihnen weiteren Schmerz zufügen …

https://mystery-banksy.com/

BestsellerAutor

Bernhard Schlink kritisiert die politische Kultur der Westdeutschen – nicht durchgängig, aber in einem wichtigen Teilbereich. M. E. völlig zu Recht …

https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2021/52178/bernhard-schlink-ueber-ost-und-west-und-voelkisches-denken

Ich werd euch schon die Flötentöne beibringen!

Am 10. Januar ist Tag der Blockflöte . Goertz hat dazu den gewohnt witzigen Kommentar geliefert https://rp-audio-artikel.blogs.julephosting.de/2693-new-episode. Leider ist er im Netz nur sichtbar, wenn man sich mit der RP gemein macht, sprich: die Anmeldeformalitäten bedient

https://de.wiktionary.org/wiki/jemandem_Fl%C3%B6tent%C3%B6ne_beibringen                                                                                                                           Foto: absolutweiß GmbH

Die für 2022 vorgesehene Erhöhung der HartzIV-Bezüge für alleinstehende Erwachsene von 446 auf 449 Euro, also um 0,7% mutet wie ein schlechter Witz an. Denn sie steht in krassem Widerspruch zur derzeitigen Preisentwicklung. Für 2022 wird eine Inflationsrate zwischen 3,1 und 3,5% vorausgesagt – wenn es denn wegen Corona nicht schlimmer kommt. Dumm für die vom Wohlstand Ausgeschlossenen. Sie müssen auch unter sozialdemokratischer Ägide weitere Einbußen hinnehmen …

https://www.gegen-hartz.de/news/hartz-iv-bundestag-erhoehung-der-regelsaetze-fuer-2022-ab

 

Wellermann

war gestern, was kommt morgen?  https://www.youtube.com/watch?v=qP-7GNoDJ5c

Ich halte es für prinzipiell falsch, eine Technologie anzuwenden, von der nicht nur Gefahren für Mensch und Umwelt ausgehen, sondern auch völlig unkalkulierbare Belastungen – die folgende Generationen betreffend https://www.dw.com/de/faktencheck-ist-atomenergie-klimafreundlich-was-kostet-strom-aus-kernkraft/a-59709250. Die Diskussion darüber hat endlos oft stattgefunden und ist auf Merkels „Befehl“ hin zu Ungunsten der Kernenergie beendet worden. Hier von einer fukushimabedingten PanikReaktion zu sprechen, ist heute wieder en vogue. M. E. völlig zu Unrecht. Man kann sicher darüber diskutieren, ob es angesichts des Braunkohleausstiegs sinnvoll gewesen wäre, die bestehenden deutschen AKWs einige Jahre länger zu betreiben als bisher vorgesehen. Doch zweifellos ist es ein Irrweg, Subventionen für die Entwicklung neuer Kraftwerkstypen auszureichen – wie das vor allem Frankreich fordert. Zumal Deutschland sehr bald beweisen wird, dass es ohne den „strahlenden Horror“ auch geht. Neue Kraftwerke, wie sie derzeit konzipiert werden, dürften alte Vorbehalte nur bedingt ausräumen, und zu spät kämen sie auch. Das sieht auch Mycle Schneider, Autor des World Nuclear Industry Status Reports (WNISR),  so: „Atomkraft ist etwa viermal so teuer wie Wind oder Solar und der Bau dauert fünfmal so lang. Wenn man alles einkalkuliert, liegt man bei 15 bis 20 Jahren Vorlaufzeit für ein neues AKW.“ Die Welt müsse die Treibhausgase binnen der nächsten zehn Jahre in den Griff bekommen. „Und in den nächsten zehn Jahren kann die Atomkraft keinen nennenswerten Beitrag leisten.“

Antony Froggatt, Forscher und Politikberater an der britischen Denkfabrik Chatham House, unterstützt diese Sichtweise. „Atomenergie ist keine Lösung für den Klimawandel.“ Eine Kombination aus zu hohen Kosten, den Folgen für die Umwelt sowie mangelnder öffentlicher Unterstützung sprächen gegen die Kernenergie.

https://www.dw.com/de/faktencheck-ist-atomenergie-klimafreundlich-was-kostet-strom-aus-kernkraft/a-59709250

https://aktion.campact.de/klima/taxonomie/empfehlen#form

 

telegram – die Plattform für Morddrohungen. Scholz muss endlich Härte zeigen, wenn Proteste nichts fruchten …

https://www.tagesschau.de/investigativ/funk/todesdrohungen-telegram-101.html

https://taz.de/Deutsche-Politik-attackiert-Telegram/!5819085/

  Typisch deutsches Mittelmaß: Sucht man im Netz nach den besten Kabarettisten, findet man zwar Wilfried Schmickler, zehnmal öfter aber nur Commedy-Dumpfbacken https://www1.wdr.de/unterhaltung/kabarett-und-comedy/kuenstler/comedians-a-bis-z-100.html. Der TOP-Akteur Pelzig, alias Frank-Markus Barwasser, ist gar nicht erst aufgeführt …

https://www.youtube.com/watch?v=1BPGvb8GByE

https://www.youtube.com/watch?v=i1Y9P10OUKQ

Antirassismus ja,

aber nicht so! Canan Topcu hat bemerkt, das deutsche Pendel immer mal zu weit ausschlagen. Wie man weiß, ist das ein typisches Zeichen der Zeit, das sich bei Disskussionen zu Antisemitismus, „Genderismus“, Identität u. ä. in gleicher Weise breit macht.

https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2021/52175/canan-topcu-ueber-identitaet-rassismus-und-antirassismus

Klassik hoch 3 – klaviristischer geht’s nicht   https://www.youtube.com/watch?v=0nU06kd_9hk   

 

Grüner Wasserstoff wird der Energieträger der Zukunft. Darüber hat der MDR in einer sehr eindrucksvollen Sendung vor Kurzem berichtet https://www.ardmediathek.de/video/mdr-wissen/ist-wasserstoff-die-kohle-der-zukunft/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy81MDA0Zjc5MS0yMTIzLTQwNDEtYjYyMS0xYTY4MDUxNDg5ZTI/. Doch bis wir soviel Wasserstoff haben, dass sämtliche Kohle, sämtliches Öl und  Erdgas ersetzt und die CO2-Emissionen quasi auf Null reduziert werden können, werden noch viele Jahrzehnte vergehen. Aktuellen Einschätzungen zufolge könnten in Deutschland jährlich etwa 800 Milliarden kWh alternativer Strom erzeugt werden, was für den TotalÜbergang in die Wasserstoffwelt bei weitem nicht ausreicht. Entweder sehr viel zusätzlicher Strom oder sehr viel zusätzlicher Wasserstoff müssten aus dem Ausland importiert werden – so man denn weltweit am herkömmlichen Wachstum festhielte. Über mögliche Lösungen hierfür habe ich bereits berichtet https://www.stoerfall-zukunft.de/13-november-2021-hallo-freunde-hier-wieder-die-aktuellen-schlagzeilen-aus-dem-bloghaus/. Sehr viel wichtiger wäre es allerdings darüber nachzudenken, wie Energie in großem Stil eingespart werden könnte – nämlich dadurch, dass man die Lebensdauer von Produkten durch sinnvollere Konstruktion und Reparatur radikal erhöht. Es ist leider bezeichnend für die heutige Diskussion, dass derartige Entwicklungslinien nur spärlich oder aber garnicht aufgezeigt werden. Offenbar deshalb, weil kaum jemand an das Weiterbestehen der Menschheit ohne Kapitalismus – und damit Wachstum – glaubt. Herkömmliches Wachstum aber ist endlich und letztlich tödlich, weil es alle für das Überleben der Menschheit erforderlichen Ressourcen aufbraucht/zerstört. Es ist nicht nur kontraproduktiv, sondern zutiefst unmoralisch, dass das bis heute mit den WachstumsExzessen verbundene VerschwenderGehabe weiter fortgesetzt wird. U.a. dadurch, dass Unternehmen die Lebensdauer von Produkten durch Einbau von Fehlstellen künstlich herabsetzen, um den Kauf neuer Erzeugnisse (und damit das für den KAP notwendige Wachstum) zu generieren https://www.stoerfall-zukunft.de/13-november-2021-hallo-freunde-hier-wieder-die-aktuellen-schlagzeilen-aus-dem-bloghaus/. Wir brauchen auch an dieser Stelle ein völlig neues Denken, die Überlegungen eines Gero Jenner https://www.sinn-schaffen.de/klima/ob-wir-das-schaffen-eine-andere-bessere-welt/. Also, HABECK, aufgewacht und ganzheitlich denken. Menschliches Leben geht auch, wenn wir morgen genausoviel produzieren wie heute und … in 50 Jahren nahezu alles im Kreislauf fahren. Ein Land allein kann das natürlich nicht. Doch im Verbund mit all den Menschen und Ländern, die das mit Blick auf eine weiterhin lebbare Zukunft für richtig und zwingend erachten, gelingt das.

https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/erneuerbare-energien-in-zahlen#ueberblick

 

 

  SerienGucker sind bei Corona

doppelt verzweifelt. Will sagen: irgendwie kaputt, wenn die FolgeStaffeln ihrer Favoriten noch im Set stecken. Die Behauptung, dass man in den Mediatheken oder bei Netflix alles finde, ist nämlich total abwegig. Man kann da natürlich nach anderen Schätzen suchen. Doch die sind – sofern man nicht gezielt informiert ist – zu 80 und mehr Prozent untauglich. Man scrollt also stundenlang, beginnt etwas Neues, klickt das aber, weil es Mist ist, jedesmal aus und beginnt von Neuem. Für all diejenigen, die sich hier wieder finden, empfehle ich ein paar  Titel und hoffe, dass die nicht schon verbrannt sind …

The Sinner https://www.youtube.com/watch?v=ZC5KegLy8Js

Yellostone https://www.youtube.com/watch?v=sQ1VPI1gH40

Vom Reich zur Republik https://www.youtube.com/watch?v=mbSYMbxa4VM (und weitere 7 Teile)

The Queens Gambit https://www.youtube.com/watch?v=gijHVZ5YW4g

Rohwedder https://www.youtube.com/watch?v=aL3OIGK7KL8

Krieg und Frieden https://www.youtube.com/watch?v=7DfV5bGVfMc

The Tudors https://www.youtube.com/watch?v=OtCQVtBvAbU

Versailles https://www.youtube.com/watch?v=tTdvx2lR3cM

  

„Mit künstlicher Intelligenz gegen die Flut“. Wenn ich so etwas in der Rheinischen Post lese, kommt mir der Kaffee hoch. Da wurde in Wuppertal ein eher primitiver PegelSensor entwickelt (nichts gegen die Erfindung!) und zu Hightech hochstilisiert. Und gleichzeitig der Eindruck erweckt, als ob Pegelmessungen Überschwemmungen abwenden könnten. Was ich derzeit aus den Überflutungsgebieten im Rhein-Erft-Kreis und im Aartal höre, ist trotz des großartigen Einsatzes tausender Helfer eher furchterregend https://www.swr.de/report/report-mainz-vom-14/-/id=233454/did=25455886/nid=233454/3xp3s/index.html. Nicht nur, dass viele Betroffene bis heute kein Geld bekommen haben – man baut die zerstörten Häuser und Hallen an den alten Standorten auf. Als ob nicht jederzeit dieselbe Flut über dieselbe Gegend hereinbrechen könnte. Zwar wird niemand die perfekte Lösung gegen neue Desaster aus dem Boden stampfen können. Doch es allein bei besseren Warnkonzepten zur Rettung von Menschenleben zu belassen, ist höchst sträflich. Wofür, frage ich, werden die zur die Beseitigung der Flutfolgen geschätzten 33 Milliarden Euro tatsächlich ausgegeben https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/natur-katastrophen-schaeden-versicherungen-100.html – für die Wiederherstellung des alten, gefahrenträchtigen Zustandes oder (vor allem) für Maßnahmen, die das Entstehen der tödlichen Flut von vornherein ausschließen? Ich denke an die Renaturierung bebauter Flächen, von Bach- und Flussläufen, an Versiegelungsverbote, neue TalsperrenKonzepte und dergleichen. Das Beschimpfen von Gemeinden, die gerade aufs Gegenteil hinaus sind, hilft jedenfalls nur marginal weiter https://www.lokalkompass.de/marl/c-politik/negativpreis-dinosaurier-des-jahres-2021-flaeche-in-der-groesse-des-saarlands-von-versiegelung-bedroht_a1673686. Hier muss endlich strategisch gedacht werden, denn … der Klimawandel wird uns nicht nur mehr Tornados, sondern auch weitere Schlagregen bescheren….

 

Weiter aufweichen oder Linien ziehen? Was ist los mit Deutschland?

Keine Ahnung, ob es der Jahreswechsel oder aber eine latente Befürchtung aus dem Vorjahr ist: Ich halte die Demokratie in Deutschland für akut bedroht. Ja, es treibt mir geradezu die Wut ins Gesicht, wenn ich sehe, wie die Politik Macht und Werte des Rechtsstaates außer Acht lässt, in Frage stellt oder gar ausverkauft. Was ich hier völlig klar zu sehen vermeine, hat auch mit Corona zu tun. Denn Corona wirkt (das ist wirklich nicht von mir) wie ein Brennglas. Die Seuche hat gezeigt – und sie zeigt es noch immer – wie ungerecht, wie schwach und fragil, wie nachlässig und durchsetzungsschwach die deutsche Politik, unser gesellschaftliches, unser föderatives System ist. Wir erleben das im Brennglas selbst, dort, wo der Staat weder in der Lage ist, Verordnetes durchzusetzen, noch die Bereitschaft zeigt, wichtige, besonders gefährdete Mitglieder der Gesellschaft ausreichend zu schützen und leistungsgerecht zu bezahlen*.  Wir erleben das bei unzureichender Aufarbeitung von NSU-Verbrechen, bei fehlender oder schleppender staatlicher Hilfe in den Überschwemmungsgebieten, bei überinterpretierenden Flüchtlings-, Gender-, Rassismus-, Antisemitismus und Identitätsdiskussionen, bei fehlenden oder inkompatiblen Polizei- und Krankheitsregistern, bei Ignoranz und geduldetem Unmut, was die sachliche Aufarbeitung der deutsch-deutschen Geschichte angeht. Wir erleben eine „Multi-Kulti-Toleranz“ gegenüber  kriminellen Clans, bei Gefährdern, ja selbst bei Messerstechern, die immer mal durch die Hintertür abdriften können. Wir erleben totales Stillschweigen, wenn es um ein ungewolltes, aber dennoch relevantes Zusammenspiel von Schleppern und Seerettern geht, wenn irgendwann deutlich angesagt werden müsste, dass kurdische Flüchtlinge, die zwischen Polen und Belarus stranden, Wirtschafts- und nicht Flüchtlinge aus akuter Not heraus sind.

Der „infame Witz ist“, dass die deutsche Politik auf Druck des BDI Wirtschaftsflüchtlinge durchaus einlassen möchte – wenn sie denn qualifiziert sind und deutschen Personalmangel beseitigen helfen. Nur funktioniert das nicht so sortiert. Und es ist auch ein widerlicher Brain Drain, der arme Länder um ihre wenigen ausgebildeten und fluchtmutigen Arbeitskräfte bringt. Klar: In diesen armen Ländern gibt es oft keine Arbeit für ausgebildete Einheimische. Was dann keinesfalls heißen darf: Diese Leute absaugen. Sondern: Die Situation in diesen Ländern verbessern helfen, damit die besten, ich meine: die o.a.  Leute am Aufbau teilnehmen können. Die bisherige deutsche Politik zielt auf Absaugen, was nur dazu führt, dass arme Länder noch ärmer und unterstützungsbedürftiger werden. Ein irrsinniger Irrweg- der nur „liefernden Konzernen“ Vorteile verschafft (subventionierte Entwicklungshilfe).

Der deutsche Staat ist nicht fähig durchzugreifen, wenn Coronaleugner unmaskiert und ohne Abstände einzuhalten auf verbotenen Spaziergängen unterwegs sind. Dabei wäre es ein Leichtes, das fehlende Signal zu setzen, dabei wäre es echt weinfach, zehn oder zwanzig Leute einzukesseln und spürbar abzustrafen. Einfach um abzuschrecken. Der deutsche Staat ist ebenso unfähig durchzugreifen, wenn die organisierte Kriminalität Blasen schlägt. Razzien der Polizei verkommen zu reinen ShowVeranstaltungen ohne sichtbare Folgen (welcher Clanchef ist je im Gefängnis gelandet, welcher unfähige Ermittler/Ministerpräsident zurückgetreten?). Deutschland ist heute der Hort von Tausenden Verbrechern, von potentiellen Schläfern, die nahezu unbehelligt darauf aus sind, das deutsche Rechtssystem auszuhebeln/zu stürzen. Wir bieten denen, die das Grundgesetz verlachen, umgehen oder öffentlich attackieren, Rechte, die es so nirgendwo gibt und scheitern an den bestbezahlten Anwälten dieser Klientel. Ganz gleich, ob es dabei um Neonazis, ClanChefs oder Impfverweigerer geht.

Menschenrechte, Meinungs- und Versammlungsfreiheit werden hier zu Lande als heilige, unantastbare Güter geführt, obwohl auch sie individueller Verantwortung und roter Linien bedürfen. Nichts davon darf grenzenlos verfügbar, sprich: leistungslos abgreifbar sein – ist es aber vielfach.

Der Rechtsstaat wird heute von drei Seiten bedroht: Von denen, die ihn aufkündigen/stürzen wollen, von denen, die ihn ausnutzen, dann aber zu bequem sind, um ihn zu schützen und von denen, die den Kanal von all den Misshelligkeiten übervoll haben. Wer die akute Gefahr nicht sieht, sollte wissen, dass die derzeit noch überschaubare Schar von naziaffinen Querdenkern in unserer freiheitlichen, dieser so falsch verstandenen Demokratie schnell, vielleicht sogar exponentiell wachsen kann – sofern es die Bedingungen hergeben. Demokratie und Freiheit implizieren immer auch Verantwortung, gegenseitigen Respekt und ein striktes Bemühen um den Selbsterhalt. Doch gerade hier liegen die schlimmsten Versäumnisse.

Für meine Begriffe braut sich hier etwas zusammen, was schlimmer ist als die „Machtübernahme der Migranten durch reine Vermehrung“ (pfui Teufel, Herr Sarrazin!), hier etabliert sich Stück für Stück etwas, das ich sehr verkürzt  AfD-Staat nennen möchte.

*ich denke an das medizinische Personal in Krankenhäusern und ArztPraxen, an die Polizisten, an die Mitarbeiter des Ordnungsamtes, an die Zahntechnik-MTAs (die in die Mündern von Ungeimpften blicken müssen!), an  Menschen, die tausende von SupermarktKassen bedienen …

Bild: Menschen-in-Hanau.de

 

 

 

Der Wahnsinnige in London

106.000 Neuinfektionen an einem Tag! Keine Frage: Boris Johnson nimmt bewusst die Durchseuchung der Bevölkerung in Kauf – ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Vermutlich stecken maßgebliche Vertreter der angeschlagenen Wirtschaft hinter dieser „Strategie“  https://www.tagesschau.de/ausland/europa/grossbritannien-omikron-101.html

Man kann nur hoffen, dass der britische Weg keine Nachahmer findet. Und dass Berichte über eine gewisse Harmlosigkeit von Omicron der Wahrheit entsprechen.

Soviel Blindheit ist kaum auszuhalten

Ganz recht: Bis jetzt hat sich gegenüber Merkel nicht viel verändert. Eine wirtschaftsliberale Ansage der FDP, eine russland- und chinafeindliche Position der Grünen, und nun auch noch die Nackenschläge der Seeheimer. Vor allem Letzteres kann einem die Wut hochtreiben. Rechte SPDler sind erfahrungsgemäß CDUler – nur eben nicht so ehrlich. Bei den Schwarzen steht drin, was sie wollen und sie machen auch so.

Ja, leider hat sich in dieser auf Veränderung getösten Regierung ein konservativer Haufen gebildet, der uns bereits jetzt Probleme bereitet. Denn niemand kann glauben, dass eine völlig unerfahrene Beerbock, eine ebenso blinde WiederBundeswehrFrau Lambrecht, geschweige denn der von Vorurteilen berauschte RusslandBashing-Nachquatscher Michael Roth etwas Gutes bewegen kann https://www.spiegel.de/politik/deutschland/michael-roth-spd-ueber-russland-wir-sollten-nicht-auf-putins-propaganda-reinfallen-a-71490b2a-d930-46db-a183-6aae7784bb3d. Statt das Minsker Abkommen kraftvoll mit neuem Leben zu erfüllen, folgt man quasi sklavisch den amerikanischen Vormachtansprüchen und Hetztiraden. Und begreift nicht im Mindesten, dass die latente Gefahr eines heißen Konflikts ausschließlich durch Gespräche, durch Kooperation, durch eine insgesamt friedliche Haltung beseitigt werden kann.

Alles andere habe ich erst vor Kurzem ausführlich erläutert https://www.stoerfall-zukunft.de/3949-2/

Das Gebot der Stunde: Auch Ungeimpfte menschlich behandeln!

Ich bin – das stelle ich mal ausdrücklich voran – ein strikter Impfbefürworter. Aber auch ein Mensch, der Menschlichkeit einfordert – andererseits aber instrumentalisierten Mitleidsbotschaften nicht auf den Leim geht. Man kann und muss wirkliche Not erkennen und ihr nachgehen!

Es gibt eine mir unbekannte Zahl von Ungeimpften, die aus der Unkenntnis von Sachlagen heraus in Geiselhaft geraten sind. Vor allem deshalb, weil sie als Vorerkrankte davor gewarnt worden sind, sich impfen zu lassen – von welchem Arzt auch immer. Leider liegen erst seit kurzer Zeit Erkenntnisse darüber vor, dass nahezu niemand zwingend vor einer Impfung geschützt werden muss. Das – so Dr. Marc Hanefeld im NDR Corona-Update vor zwei Tagen – könne allenfalls auf Allergiker zutreffen https://www.ndr.de/nachrichten/info/Sonderfolge-Geruechte-und-Fake-News-zur-Impfung-einordnen,audio1030648.html. Schon seit Anfang der Pandemie wird von vulnerablen Gruppen gesprochen, also von sehr alten oder vorerkrankten Menschen, die die Impfung ganz im Gegenteil besonders nötig haben. Weil Corona sie wegen ihres angegriffenen Gesundheitszustandes besonders hart treffen könnte. Was Gesunde noch einigermaßen gut wegstecken könnten, bedeute bei Vorerkrankungen oftmals den sofortigen Tod.

Schlimm, dass falsche Schlussfolgerungen und Fake-News so weit verbreitet wurden und viele Menschen YouTube, Instagramm und Telegram mehr vertrauen als seriösen Dokumentationen wie dem NDR Corona-Update, dass bislang 105 mal alles zur Pandemie umfassend und wissenschaftlich begründet erläuterte. Heute sind diese Menschen quasi gefangen, auch deshalb, weil es ihnen schwerfällt, ihre „Verirrung“ zuzugeben, sprich: sich selbst zu korrigieren und neu zu handeln. Ein zutiefst menschliches Problem!

Leider befasst sich die Politik mit betroffenen Randgruppen zu wenig, was Letztere oft in massive Probleme bringt. Wer schon in die beschriebene Falle geraten ist, muss die Chance bekommen, aus ihr herauszukommen – ohne sein Gesicht zu verlieren. Wenn mir eine Freundin schreibt, dass sie MS-bedingt mit einer akute Blasenschwäche zu tun und dann in der Öffentlichkeit das Problem hat, als Ungeimpfte keine für sie offene Toilette zu finden (da 2G!) –  ist das ein nicht hinnehmbarer Skandal! Immerhin hatte sie wegen der MS mehr Angst vor einer Impfung als vor Corona, der sie mit einer selbst verordneten Isolation zu entkommen hoffte. Als Frau, die nicht Fahrrad fährt und kein Auto besitzt, hatte sie zudem das Problem, eine Teststation zu erreichen. Zu Fuß war es wegen besagter Blasenschwäche nicht zu erreichen – es sei denn sie nähme eine beschämende Wildpinkelei irgendwo in der Landschaft in Kauf (wozu sie schließlich gezwungen war). Ohne Test ein öffentliches Verkehrsmittel zu benutzen, um die Teststation zu erreichen, wagte sie nicht. Das hätte ihr teuer zu stehen kommen können.

Mein Fazit: Die Politik muss sich intensiver mit Ungeimpften – die eine Diskussion zulassen – beschäftigen und diesen einen Ausweg in die Normalität ermöglichen. Menschen wie meiner Freundin muss ein Sonderausweis ausgestellt werden, der ihr die Toilettenbenutzung auch ohne 2G gestattet.  Darüber hinaus müssen Leute wie sie durch mobile TestTeams aufgesucht werden – auf telefonische oder MailAnfrage hin. Es ist nicht hinzunehmen, dass auf Impfverweigerer wie meine Freundin dadurch Impfdruck ausgeübt wird, dass man ihr die fundamentalen menschlichen Zuwendungen vorenthält. Nicht Zwang zur Peinlichkeit ist hier das richtige Mittel der Wahl sondern Hilfestellung, kombiniert mit Aufklärung. So wird aus einem Impfgegner friedlich manch Impfbefürworter. PUNKT!

https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/ungeimpfte-impfstoffe-aengste-bremen-100.html

Bild: St. Galler Tagblatt