Archiv der Kategorie: Kultur

Meine Lesungen/Film-Abende 2018/2019/2020/2021

Präsentiert werden/wurden Texte aus den 2017 bis 2021 erschienenen Büchern sowie zwei 2019 entstandene Dokumentarfilme

die Bücher:

„DA WAR MEHR ALS BITTER FELD“ http://www.stoerfall-zukunft.de/?s=Bitter+feld

 

“Zukunft … oder keine“ http://www.stoerfall-zukunft.de/?s=Zukunft)

 

„Ein.Stein“  https://www.stoerfall-zukunft.de/ein-stein-kommt-selten-allein/

 

„Alter Mann, was tun“ https://www.stoerfall-zukunft.de/alter-mann-was-tun-19-versuche-zu-ueberwintern/

 

die Filme:

 

Kuba- fast die gesamte Wahrheit

Paris Belle Epoque – eine Spurensuche

 

Termine 2021

16. Juli, 19 Uhr im „Kultureck OTTO  ZWO“, Düsseldorf

Kuba – fast die gesamte Wahrheit (Dokumentarfilm)

Der Abend gehört Cuba, den Freunden von der Insel, die an diesem Nachmittag um ein authentisches Ambiente bemüht sind. Eingebettet darin der Versuch, die rote Insel im blauen Meer jenseits extremer Deutungen zu finden, zu beschreiben und zu lieben. Der Autor des beiliegenden Films greift mitten ins Leben und schildert tabulos, was ihm auffällt, missfällt und Respekt abfordert.

 

11. September, 19 Uhr im „Kultureck OTTO  ZWO“, Düsseldorf

Paris BelleEpoche – eine Spurensuche (DokumentarFilm)

Jetzt, da der Hype für die goldenen Zwanziger aufgeht, bietet sich ein Blick auf Paris geradezu an. Doch bereits das Fin de Siècle und die Belle Epoque ließen Kreativität, Leichtigkeit und Trubel hochkochen – ganz so, als hätten sie dem ersten Weltkrieg auch von der gegenüber liegenden, der vorlaufenden Zeit zujubeln wollen. Beidseitig und während der Katastrophe schufen Schriftsteller, Bildende Künstler und Komponisten Unglaubliches. Sie schrieben, malten, deklamierten und jubilierten, stritten, verzweifelten und prügelten sich. Wobei Vorurteile und nationalistisches Gebaren immer auch üble Blüten trieben.

Der vorliegende Dokumentarfilm führt direkt in diese Zeit und an diese Tatorte, unmittelbar hinein in ein Ambiente, das bis heute fesselt.

 

28. September, 19:30 Uhr in der StadtteilBibliothek Düsseldorf-Gerresheim

„Alter Mann, was tun? – 19 Versuche zu überwintern“  Lesung aus dem 2021 erschienenen gleichnamigen Buch

… Was ich Euch/Ihnen anbieten will, ist ein Buch, das von Stil und Botschaft her selten auf den Tisch kommt. Ich habe mich auf eher ungewöhnliche Weise mit dem Altern befasst und dabei alles, was zum Thema gehört, tabulos aufgeblättert. Nein, das ist keine bösartige Nabelschau! Wohl aber eine satirisch-kritische Analyse dessen, was wir alle erleben. Freilich aus Blickwinkeln und Perspektiven, die unüblich sind. Denn Altern bedeutet 2020/2021 nicht einfach … alt werden. Es ist ein Vorgang in einer verkehrten Welt, in der sich Menschen alt wünschen und Alte ihre jüngeren Kinder überleben. In der die Kontroverse zwischen Jung und Alt, zwischen Leuten, die dem RKI, der STIKO und Christian Drosten auf der einen und Coronaleugnern, Querdenkern und Impfgegnern auf der anderen Seite befremdliche Formen annimmt und … all das zu einem Mix aufkocht, aus dem jeder fliehen möchte … aber

nicht kann.

 

10. November, 18 Uhr, im ev. Gemeindezentrum Düsseldorf-Knittkuhl, am Mergelsberg 3, 40629 Düsseldorf

U. a. Texte aus „Alter Mann, was tun? – 19 Versuche zu überwintern“

 

Termine 2020

15. März 2020, 17:00 Uhr in der KULTURkneipe im LUX

PARIS Belle Epoque – eine Spurensuche

weitere Veranstaltungen sind wegen der CORONA-Krise nicht vorgesehen

 

Termine 2019

„Licht und Schatten“ – Sommermatinee im Arkadenhof

1. September 2019, 11 Uhr 30

Ulrich Scharfenorth liest aus

 

„Zukunft … oder keine“ und aus „DA  WAR  MEHR  ALS  BITTER FELD“

Obertor 3, 40878 Ratingen

 

Cuba – die ganze Wahrheit 

CubaAbend mit Dokumentarfilm

  1. September um 17:00

von Ulrich Scharfenorth, Carlos Serrano und Amparo Cesar

Der Nachmittag gehört Cuba, den Freunden von der Insel, die an diesem Nachmittag um ein authentisches Ambiente bemüht sind. Eingebettet darin der Versuch, die rote Insel im blauen Meer jenseits extremer Deutungen zu finden, zu beschreiben und zu lieben. Der Autor des beiliegenden Films greift mitten ins Leben und schildert tabulos, was ihm auffällt, missfällt und Respekt abfordert.

KULTURkneipe im LUX
Turmstr. 5 – 40878 Ratingen

2 Tage im November 

Präsentation zu 30 Jahre Mauerfall

20. Oktober 2019 um 15 Uhr

von Ulrich Scharfenorth
Der Autor seilt sich weit ab – bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhundert und er landet unmittelbar zur Wende an der Grenze zwischen Ost- und WestBerlin. Er geht den vielfältigen Stimmungen der auch für ihn bedeutsamen Zeit nach und vermittelt, wie der Umbruch die Lebenssituation vor allem der Ostdeutschen verändert. Für sie bleibt das Tanzen und das  Hacken der Spechte an der Mauer eine Episode. Etwas, das heftig nachwirkt und bis heute beides zulässt: die langsam erblühenden Landschaften und Menschen, die eben das in Frage stellen.

Friedrich-Wolf-Gedenkstätte

Alter Kiefernweg 5 – 16515 Oranienburg/OT Lehnitz

 

2 Tage im November 

Präsentation zu 30 Jahre Mauerfall

  1. November um 19 Uhr

von Ulrich Scharfenorth
Der Autor seilt sich weit ab – bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhundert und er landet unmittelbar zur Wende an der Grenze zwischen Ost- und WestBerlin. Er geht den vielfältigen Stimmungen der auch für ihn bedeutsamen Zeit nach und vermittelt, wie der Umbruch die Lebenssituation vor allem der Ostdeutschen verändert. Für sie bleibt das Tanzen und das  Hacken der Spechte an der Mauer eine Episode. Etwas, das heftig nachwirkt und bis heute beides zulässt: die langsam erblühenden Landschaften und Menschen, die eben das in Frage stellen. Musikalisch begleitet wird das Ganze durch Stephan Wipf (Piano).

Angermunder Kulturkreis e. V.

Graf-Engelbert-Str. 9 – 40489 Düsseldorf

 

2 Tage im November 

Präsentation zu 30 Jahre Mauerfall

20. November um 19:30 Uhr

von Ulrich Scharfenorth
Der Autor seilt sich weit ab – bis in die  80er Jahre des letzten Jahrhundert und er landet unmittelbar zur Wende an der Grenze zwischen Ost- und WestBerlin. Er geht den vielfältigen Stimmungen der auch für ihn bedeutsamen Zeit nach und vermittelt, wie der Umbruch die Lebenssituation vor allem der Ostdeutschen verändert. Für sie bleibt das Tanzen und das  Hacken der Spechte an der Mauer eine Episode. Etwas, das heftig nachwirkt und bis heute beides zulässt: die langsam erblühenden Landschaften und Menschen, die eben das in Frage stellen.

In Kontrast zu diesem eher ernsten Programmabschnitt  stehen einige Kurztexte, die auf humoristische Weise eine Art Gleichgewicht herstellen. Musikalisch begleitet wird das Ganze durch Samir Kandil (Piano).

Salon Goethe

Goethestraße  62 – 47799 Krefeld

 

2 Tage im November 

Präsentation zu 30 Jahre Mauerfall

  1. November um 19  Uhr

von Ulrich Scharfenorth

Der Autor seilt sich weit ab – bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhundert und er landet unmittelbar zur Wende an der Grenze zwischen Ost- und WestBerlin. Er geht den vielfältigen Stimmungen der auch für ihn bedeutsamen Zeit nach und vermittelt, wie der Umbruch die Lebenssituation vor allem der Ostdeutschen verändert. Für sie bleibt das Tanzen und das  Hacken der Spechte an der Mauer eine Episode. Etwas, das heftig nachwirkt und bis heute beides zulässt: die langsam erblühenden Landschaften und Menschen, die eben das in Frage stellen. Musikalisch begleitet wird das Ganze durch Samir Kandil (Piano).

Gemeindesaal der Bartholomäus Kirche

Eggerscheidter Str 44b – 40883 Hösel

 

PostSkriptum

15. Dezember 2019, 17 Uhr

Ulrich Scharfenorth liest – gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Literaturkreises ERA –    Gedichte, u.a. „Geschenke“  https://www.stoerfall-zukunft.de/?s=Geschenke

Jugend- und Kulturzentrum LUX

Turmstraße 5 – 40878 Ratingen

 

Termine 2018

27.2., 19:30 Uhr             Stadtbücherei Erkrath-Hochdahl (3. Präsentation von „DA WAR MEHR ALS BITTER FELD“)

10.3 , 16 Uhr                   „Solleillade“ Goltsteinstraße 51A, 50968 Köln

18.4. , 14:30 Uhr             Diakonie Zentrum Plus, Grafenberger Allee 186, 40237 Düsseldorf

20.4. , 19:00 Uhr           Galerie Roland Brozio, Berheimer Str. 15, 41515 Grevenbroich

22.4. , 15:00 Uhr               Café Modigliani, Wissmannstraße 6, 40219 Düsseldorf

(gemeinsam mit Barbara Ming)

11.5. , 19:30 Uhr               LiteraturSalon Gabriel, Kronenstraße 26; 40217 Düsseldorf

17.5. , 15:00 Uhr               Diakonie Zentrum Plus Angermund, Graf-Engelbert-Straße 47, 40489                                           Düsseldorf

19.6. , 19:30 Uhr               Stadtbücherei Gerresheim, Heyestraße 4, 40625 Düsseldorf

21.10., 17 Uhr Café shu shu, Liliencronstr. 1, Düsseldorf-Rath

2. 12. , 17 Uhr,  Ratinger KULTURkneipe im LUX, 40878 Ratingen (im Rahmen von „KLARTEXT“)

 

 

 

Zwanzig „Blaue Salons“

 

 

 

Barbara Ming moderiert ..

Reminiszenzen: Zwischen 2001 und 2021 – also im Laufe von 20 Jahren – gingen in der Ratinger Dr.-Kessel-Straße 20 „Blaue Salons“ über die Bühne. Ziel der Veranstaltungen war die Präsentation von Kunst und Literatur – insbesondere die Förderung von jungen Talenten. Die auftretenden Künstler, Veranstalter und Kunstförderer kamen aus unterschiNora Gommringer, Julia edlichen Bereichen – unter ihnen Trompeter, Dieter Sdun, Julia Hagemann, Axel Hippe, Kajo Scholz, Bernd Wiesemann, Christoph Wanner-Krause, Bernd Schultz, Karin Velinova, Ralf Blaha, Oliver Führmann, Jürgen Preuß, Karl-Heinz Brokerhoff, Norbert Bauer, Erwin Wuillemet, Klaus Eimer, Tobias Dietrich und … viele andere.

Alles hat seine Zeit – der Literaturkreis ERA stellt seine Arbeit ein

Alles im Leben hat seine Zeit. Das ist ein Satz, der häufig so dahingesagt ist. Da klingt ein wenig Pseudo-Weisheit durch und auch etwas Tröstliches. Denn dieser kleine Satz hat es im wahrsten Sinne „in sich“.

Nach über 30 Jahren endet in diesem Herbst die Existenz des Literaturkreises ERA als eingetragener, gemeinnütziger Verein. Und somit verabschiedet sich für Ratingen und die Region, Düsseldorf eingeschlossen, eine literarische Gewichtung.

Denken wir zuerst an die Herausgabe von elf Anthologien, sämtlich gefördert durch die Stadt Ratingen – beginnend mit der 8sprachigen Ausgabe von „WortPartner“ zum 725sten der Stadt. Denken wir an die jährlichen Kloster- oder Arkadenhöfe als openair, an die poetischen Glühwürmchen-Wanderungen im Angertal zur Mittsommernacht (die erstmalig 2002 als Euroga-Projekt von sich reden machten), an die Aktion „Blätterwald“ im Poensgen-Park, an die vielfältigen Lesungen mit Musik am und im Trinsenturm und an die mehr als 140 KULTURkneipen-Events, von denen ein großer Teil im Jugend- und Kulturzentrum LUX stattfand.

Nicht nur Corona hat seit fast zwei Jahren für Abstand, ausgefallene Veranstaltungen und einen Mangel an literarischem Austausch gesorgt. Auch andere Zeichen deuteten auf ein bevorstehendes Ende hin. Es verabschiedet sich Ende September auch mit „Spiel+Buch“ das Ehepaar Frohns, das in den Ruhestand gehen wird. Uwe Frohns war nach Gisela Schöttler (im Klosterhof) viele Jahre der Moderator aller ERA-Lesungen auf der kleinen Seebühne am Arkadenhof.

Auch die ERA-Autoren sind in die Jahre gekommen. „Und so ist das der richtige Moment, sich ebenfalls zu verabschieden“, so die Ratinger Schriftstellerin und erste Vorsitzende der Autorengruppe. Ihr Lebenspartner Ulrich Scharfenorth, selbst Autor und Moderator der KULTURkneipe, stimmt in diese Aussage ein: „Positiv in Erinnerung zu bleiben und vielleicht sogar ein wenig vermisst zu werden, ist das, was wir uns wünschen.“

Und so können die Initiatoren dieses Formats KULTURkneipe durchaus stolz darauf sein, dass sie der Öffentlichkeit Literatur zum freien Eintritt nahe zu bringen vermochten. Da stand eine Nora Gomringer auf der Bühne, die heute zu den Ingeborg-Bachmann-Preisträgerinnen gehört. Zu erleben waren u.a. auch eine Julia Trompeter, die mit großen deutschen Literaturpreisen aufwarten kann oder eine international bekannte Eva Zeller, die im Pen den Austausch mit Autoren wie Heinrich Böll pflegte.

Und es gab herausragende Bühnen-Projekte in Regie und Zusammenarbeit, genannt seien hier „Brecht und der 17. Juni“, „Die lange lange Straße lang“ nach Wolfgang Borchert, „Ernte ohne Dank“, „Nachtschattengewächse“ oder „Frau Bauchnabel wohnt in Oberhausen“ (Schwarzlichttheater mit Texten von Hans Arp).

Jährlich veranstaltete die ERA, sei es über den Verein oder die einzelnen Mitglieder selbst, bis zu 100 Veranstaltungen und Lesungen, nicht nur im direkten regionalen Umfeld, sondern auch in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.

Gesagt sein soll an dieser Stelle, dass das Ratinger Medienzentrum die Autorengruppe stets unterstützt hat und Publikationen zur Ausleihe im Bestand führt. Das betrifft die Anthologien wie auch die Bücher aller Ratinger ERA-Schriftsteller. Auch die Presse hat in all den Jahren ERA-Aktivitäten angekündigt oder wohlwollend begleitet. Über gut geschriebene Rezensionen zu Neuerscheinungen durfte man sich immer freuen. Dank gebührt weiterhin der Stadt Ratingen für die finanzielle Unterstützung der Anthologien, ohne die alle Herausgaben gar nicht möglich gewesen wären. Und zu guter Letzt gehört der dickste Dank dem Team des LUX!!!

Soweit das Thema Abschied.

Es gibt auch ein Augenzwinkern. Denn so ganz verschwindet die Gruppe nicht! Schließlich ist ja nur das „e.V.“ gefallen. „Wir werden uns weiterhin treffen und weiterhin austauschen. Und jeder von uns wird seine eigenen Lesungen planen und durchführen. Das wollen wir durch einen Verteiler im Internet bekanntgeben, für den sich Interessierte gerne anmelden können.“

Und so bleibt die Autorin Barbara Ming auch künftig eine Ansprechpartnerin, sei es für Schriftsteller-Kollegen oder für Literatur-Interessierte. Das kann gerne das ganze Jahr über sein oder auch bei künftigen poetischen Wanderungen, zur Mittsommernacht im Angertal.

 

Zu feige, um das Ganze ethisch sauber darzustellen?

Ich will mich mit dem Thema nicht lange aufhalten. Aber das, was zu „Stella“ unbedingt gesagt werden muss, gehört in besagten Beitrag https://www.freitag.de/autoren/katharina-schmitz/mach-mir-ein-kind. Es geht um eine jüdische Frau, die, von der Gestapo erpresst, ihre jüdischen Mitbürger an die Nazis verrät. Dieser Sachverhalt bedarf der Erläuterung/ehrlichen Aufarbeitung. Auch wenn im Freitag an anderer Stelle dazu geschrieben wurde (ich habe nichts gefunden), muss hier ein entsprechender Verweis stehen. Ich habe in dem sehr beeindruckenden Fernsehfilm „Die Unsichtbaren“ einiges über Stella erfahren https://www.daserste.de/unterhaltung/film/filmmittwoch-im-ersten/sendung/die-unsichtbaren-126.html und Würgers Roman bisher nicht gelesen. Ich erwarte einfach eine Aufklärung, oder geht es wieder einmal um gewisse Unantastbarkeiten, um Tabus, die uns von der Wirklichkeit entfernen.

Ich habe das satt.

 

Immer noch oben druff!

Völlig unklar, warum der Gursky schon wieder preiswürdig wurde https://www.wn.de/NRW/3507677-Auszeichnungen-Fotokuenstler-Andreas-Gursky-erhaelt-rheinischen-Kulturpreis. Wo er doch schon zudekoriert ist und eher im Mittelfeld deutscher Fotografie – also zwischen 0 und 0,1 Cappa umherturnt https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Capa.

Ja, ja, man hat den Eindruck, dass es vor allem Gurskys Seilschaften sind, die hier nachschieben. Und erinnert sich an andere ähnlich gelagerte Fälle. Immer kommen die, die schon in Klagenfurt, die schon in Frankfurt das Preisgeld abkassiert haben, auf neue Podeste. Als ob – wer auch immer- verpflichtet wäre, leistungsunabhängige Lebensunterhalte zu gewährleisten. Kohle für eine einzige Leistung, die lebenslang ausgelutscht wird? Ein MattäusEffekt? https://de.wikipedia.org/wiki/Matth%C3%A4us-Effekt Ein Teufel, der immer auf den größten Haufen scheißt?

Alles ist möglich.

Dabei gibt es eine Vielzahl talentierter, oft noch fähigerer Akteure, die ebenfalls auf die Leiter wollen – und auch müssten. Doch denen fehlen einfach noch Netzwerke, Verbindungen, über die erfolgreich promotet wird. Schlimmstenfalls aber auf dieselbe Weise, wie das heute mit den schon oben Befindlichen geschieht.

Wo kein Kläger ist, ist ein Richter

Wieder ein Grund zum Ausrasten: Gerhard Richter stellt vier Arbeiten zum Thema „Birkenau“ vor. Wie immer segelt der Mann im Mainstream und macht natürlich auch mit Holocaust Kohle. Wobei mal wieder nicht klar ist, ob das Motiv exzessiv verpinselt oder gar nicht getroffen wurde. Immerhin könnte sich RP-Redakteurin Annette Bosetti vorstellen, dass hier gleichsam mehrere „MissstimmungsSzenen“ – so die desolate Situation im Irak oder Auszüge aus dem Syrienkrieg – porträtiert sein könnten http://www.rp-online.de/kultur/richters-requiem-aid-1.5743905.

 
Bei so viel Beliebigkeit fallen mir weitere NullART-Kunstwerke ein – die finsteren quergeteilten Brammen (oder sind es hohle Tonnen?) vor dem Düsseldorfer Ständehaus oder der Kasten mit Drehspänen, der kürzlich im Ratinger Museum zu sehen war. Metalldiebe, bitte zugreifen! fällt mir da ein, und was Richter angeht: Ich bin sicher, dass er sich auch über die Flüchtlingsbewegung hermacht, um Euros zu ziehen. Und die Rheinische Post wird wieder auf dem Bauch liegen – vor ihm  und … klaglos.

Kultur für Leute mit wenig Geld – eine bemerkenswerte Initiative!

Kultur _für_Arme_22_1_16Nach dem Prinzip der „Tafel“ sollen demnächst auch „übrig gebliebene“ kulturelle Leistungen, sprich: nicht in Anspruch genommene Eintrittskarten zu kulturellen Veranstaltungen kostenfrei an bedürftige Bürger abgegeben werden. Der Ratinger Verein „Kulturliste e.V. “ soll sich darum kümmern (Ratinger Wochenblatt vom 21. Januar 2016).

Ab Januar 2016 gibt es erste Tickets

Der gemeinnützige Verein freut sich auch über weitere Vereinsmitglieder oder Sponsoren, die mit ihren Beiträgen helfen, laufende Kosten zu decken. Ungefähr ab Januar 2016 ist mit der ersten Ausgabe von Karten zu rechnen. Die Kulturliste e.V. ist derzeit über das Amt für Kultur und Tourismus auf der Minoritenstraße zu erreichen.

Infos unter www.stadt-ratingen.de.

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Wa(h)re Werte oder ein Diskurs über moderne Scheinwelten

Wenn  man heute die Werte-Diskussionen  verfolgt, gerät man schnell in Kontroversen. Denn einige, für meine Begriffe sehr einseitig aufgestellte Experten verkürzen den Begriff  – auf die um sich greifende „Vergeldlichung“ aller Dinge https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/wer-kein-was-der-ist-ein-nichts. Das greift zu kurz!

Wenn man heute als Mittsiebziger den Verlust von Werten beklagt, kommt recht schnell die Frage, was man damit denn meine. Bläst man dann lehrerhaft ins Horn, geht nichts mehr. Ihr mit eurer antiquierten Moral, tönt es aus den Mündern der Jüngeren, und wo dies wegbleibt, entnimmt man es den Gesichtszügen des Gegenüber – eines Menschen, der sich schnell auf etwas wie Anstand besinnt und das Ganze eher denkt, denn herausschreit. Wa(h)re Werte oder ein Diskurs über moderne Scheinwelten weiterlesen