29. Januar 2021: Hallo Freunde, hier wieder die aktuellen Schlagzeilen aus dem BLOGhaus

 

Das Corona-Bulletin :

 

Erbärmliches Tauziehen zwischen EU und AstraZeneca

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/astrazeneca-eu-impfstoff-101.html

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ema-empfehlung-astrazeneca-101.html

 Die Infektionszahlen sind eine Hilfsgröße, von der man nur bedingt etwas ableiten kann. Denn diese Zahlen werden nur dort registriert, wo aufgrund von Verdachtsfällen/Symptomen getestet wurde. Folglich gibt es eine hohe Dunkelziffer, denn was wirklich in der Bevölkerung vor sich geht, weiß niemand. Denn die Gesundheitsämter sind bei Inzidenzen über 50 nicht in der Lage, Infektionsfälle nachzuverfolgen. Infektionszahlen könnten nur dann ein brauchbares Indiz sein, wenn sie das Ergebnis von regelmäßigen repräsentativen Tests in der Bevölkerung wären. Weil dann alle Menschengruppen, auch solche ohne Symptome erfasst würden. Solche Test werden aber nicht durchgeführt – vermutlich deshalb nicht, weil die Kosten dafür immens wären.

https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/corona-statistik-unklarheit-bei-der-zahl-der-neuinfektionen-17136291.html

! Da hab‘ ich mal die Wut gekriegt !

https://www.stoerfall-zukunft.de/da-hab-ich-mal-die-wut-gekriegt/

Die Situation in Alten- und Pflegeheimen, aber auch die von einzeln lebenden Senioren/Seniorinnen ist skandalös!!! https://www.stoerfall-zukunft.de/tote-ueber-tote-und-niemand-legt-kosequent-die-bremse-ein/

 

Hunde werden knapp und infiziert

https://www.tagesschau.de/inland/tierheime-corona-krise-101.html

https://www.tagesschau.de/inland/akk-spuerhunde-101.html

Die Kultur ist auch in CoronaZeiten nicht totzukriegen – sie findet neue Formen der Präsenz und … viele Menschen, die ihr aus der Isolation heraus zujubeln. Gottseidank!

https://www.youtube.com/watch?v=_D-SOPycBUo

Christian Zeller, Mitbegründer der Initiative Z#ZeroCovid  vertritt die Auffassung, das nur das strikte Herunterfahren der Infektionen auf nahezu Null Inzidenz, sprich: ein total harter Lockdown die Pandemie beseitigen kann. Dem steht die Meinung entgegen, dass man Covid 19 niemals werde beseitigen können. Man müsse sich dauerhaft auf ein Leben mit der Pest einrichten …

https://digital.freitag.de/0421/wir-koennen-die-pandemie-eindaemmen/

Der Streit um die Impfstoffe ist voll entbrannt … Schlecht, wenn man in Peru lebt. Dort geben sich Tausende als Versuchskaninchen hin – aber die Bevölkerung geht bei Impfstofflieferungen leer aus … Staaten, die die private Impfstofforschung subventionierten, sollten die Produzenten zur Umsatzbeteiligung und zur Vergabe von Lizenzen zwingen … Viele der Superreichen, aber auch Militärs und andere Ganoven haben sich den Impfstoff bereits gesichert … Jetzt muss mit Überfällen auf die Impfstoffdepots/-transporte und mit Impfstofffälschungen gerechnet werden …

https://www.youtube.com/watch?v=a4R0VRphtdQ

https://www.ardmediathek.de/daserste/video/panorama/panorama-vom-21-januar-2021/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS8zN2Y1Nzg1MS0yNWVkLTRjZDUtOTM1NS1kNDM5ZTA1Mzk2YmU/

https://www.deutschlandfunkkultur.de/patentierung-von-corona-impfstoff-toedlich-exklusiv.2162.de.html?dram:article_id=490464

https://www.nw.de/nachrichten/panorama/22943586_Impfvordraengler-in-Spanien-und-Kanada-sorgen-fuer-Empoerung.html

Ich empfehle das CoronaUpdate, das an jedem Dienstag vom NDR produziert wird. Es gibt inzwischen 76 Folgen, die ausführlich und verständlich über Corona informieren  https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684_page-2.html

Christian Drosten hat seit März 2020 Recht, wenn er behauptet, dass Kinder genauso Infektionstreiber seien können wie Erwachsene https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/fakt/videosextern/kinder-als-pandemietreiber-100.html 

… und er warnt vor zu frühen Lockerungen

https://web.de/magazine/news/coronavirus/virologe-christian-drosten-warnt-fruehen-lockerungen-lockdown-35478414

Auf der einen Seite die Bazouka, auf der anderen ein unglaublicher Geiz. Hartz-IVer, und hier vor allem die Alleinerziehenden, erleben massives Elend. Eine Schande, dass die CDU in der GroKo jede nachhaltige (auch  coronabedingte) Aufstockung der Bezüge ablehnt. https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/corona-hartz-iv-armut-grundsicherung-not-100.html

Wenn wir doch mehr Leschs hätten …

https://web.de/magazine/wissen/wissenschaft-technik/harald-lesch-verschwoerungsmythen-klimawandel-aliens-35434888

   Corona kann auch richtig Freude bereiten!

https://www.youtube.com/watch?v=lXyqaDkE7PU

Ich habe die Medien echt satt. Weil sie viel Ungares verbreiten, damit Unsicherheit und Angst befördern und selbst nichts löten können. Meist ist nur Draufhauen angesagt. Zu konstruktiver Hilfe ist kaum jemand bereit … (von wenigen Ausnahmen abgesehen)

https://www.stoerfall-zukunft.de/statt-polemik-bitte-mehr-konkretes/

https://www.stoerfall-zukunft.de/da-hab-ich-mal-die-wut-gekriegt/

Gute Idee oder heiße Luft ?

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/von-der-leyen-setzt-auf-neue-einheit-zur-corona-pandemie-abwehr-17165698.html

Zoe Beck: Wie also wird sie sein, meine Dystopie über die Welt mit dem Impfstoff? Ganz einfach: Niemand hat etwas gelernt. Niemand ändert irgendwas. Der Traum der Allermeisten ist in Erfüllung gegangen, und alles ist wieder wie vor Corona …

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/niemand-stirbt

UND  WAS  GIBT  ES  SONST NOCH?

Dreht uns Nawalny das Gas ab?    https://www.stoerfall-zukunft.de/3405-2/

Gero Jenner führt einen interessanten Vergleich. Dabei geht es um die Frage, ob Freiheit und Demokratie in den USA ebenso untergehen könnten wie im alten Rom …

https://www.gerojenner.com/wp/in-rom-ging-die-freiheit-unter-wie-steht-es-um-die-freiheit-in-den-usa/

Jenner hat zudem ein neues Buch mit dem interessantem Titel „Ob wir das schaffen“ veröffentlicht. Näheres dazu unter:

https://www.gerojenner.com/wp/ob-wir-das-schaffen-eine-andere-bessere-welt/

https://www.amazon.de/dp/B08LJZLPXF/ref=sr_1_4?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=Gero+Jenner&qid=1603306893&s=books&sr=1-4

Endlich spricht Kurt Starke ein Machtwort: Gendern ist populär. Langfristig wird es sich aber nicht durchsetzen können, denn es führt sozial, formal und kulturell ins Nichts …         https://digital.freitag.de/0321/jenseits-von-geschlecht/  (Foto: der Freitag)

Ich kann ihm da, was unsere Sprache angeht, nur zustimmen …    https://www.stoerfall-zukunft.de/gestrafft-oder-abgespracht/

Zwei Jahrzehnte westlicher Militärpräsenz sind ein trauriges Lehrstück. Wird Biden der Ankündigung von Trump folgen und tatsächlich Truppenteile aus Afghanistan abziehen ? 

https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/scheitern-mit-ansage  (Foto: der Freitag)

Kennt ihr/kennen Sie das mit den tausend Lemmingen, die allesamt losmarschieren und dann gemeinsam in eine Schlucht springen? Das und weitere FilmLügen unter …

https://www.freitag.de/autoren/barbara-schweizerhof/lemminge-und-andere-luegen

In Kuba herrscht zur Zeit bittere Not. Dafür sind vor allem Trump und die Pandemie verantwortlich. Inmitten und wegen der Misere versuchen Biologen, die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln durch die Züchtung von gentechnisch veränderten Pflanzen voranzubringen. In Deutschland wenden sich viele vor Ekel ab. Auch ich vermeide Lebensmittel, die auf Gentechnik basieren – weil man über solche Nahrung auch Pestizide aufnimmt. Zudem weiß niemand , was derartige Produkte mit dem eigenen Genom anstellen. Auf Kuba wird man die negativen Wirkungen der Gentech zwar nicht völlig  vermeiden, möglicherweise aber eindämmen können. Die Ansätze jedenfalls sind vielversprechend

https://amerika21.de/analyse/246737/transgene-kuba?pk_campaign=newsletter&pk_kwd=weekly

Mehr durch Zufall fiel mir ein Buch in die Hände, das ein phantastisches Deutschlandbild für die Zeit nach dem erstenWeltkrieg entwirft. Der offenbar fast vergessene ProsaBand stammt von Gustav Regler. Er zeugt nicht nur von herausragenden historischen Kenntnissen, sondern auch von Sensibilität und literarischem Können. BRAVO!     https://www.stoerfall-zukunft.de/ein-buch-das-die-augen-oeffnet/

Wusstet ihr/Wussten Sie, dass die durch Alkoholmissbrauch entstehenden Kosten/Schäden zehnmal höher sind als die Steuereinnahmen des Staates auf Alkohol? Auch hier gilt: Die Konzerngewinne werden privatisiert, die Kosten sozialisiert, sprich: durch den Steuerzahler getragen …

https://www.youtube.com/watch?v=aZYFkyANX68

Ich sag’s doch: Mit der Diskriminierung der Männer muss endlich Schluss sein!

https://www.freitag.de/autoren/cbaron/maennerdaemmerung

https://digital.freitag.de/1019/ein-kerl-wie-ein-pfirsich/

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/gleichberechtigung-fuer-maenner-vaeter-sind-nicht-zweitrangig-17128024.html

Unsere Welt ist auf Verschwendung und Wegwerfen programmiert. Höchste Zeit, dass wir uns zurückbesinnen – auf das Reparieren … (foto: edit-magazin)

https://www.heise.de/news/Frankreich-fuehrt-Reparierbarkeits-Index-fuer-Elektronikprodukte-ein-5000768.html

https://www.youtube.com/watch?v=ndBdXBs2vIU

Ein Buch, das die Augen öffnet

Es ist fast nicht mehr erhältlich. Ich hatte Glück und habe ein letztes Exemplar bei Ebay erstanden. Ein Schatz, ein Gold – dieses Buch von Gustav Regler: Das Ohr des Malchus  https://www.amazon.de/-/en/Gustav-Regler/dp/3462017020

Regler hat es wie kaum ein anderer verstanden, ein glaubhaftes Bild von Vorkriegsdeutschland  zu zeichnen. Er schildert sowohl die revolutionäre Situation nach 1917/18 als auch die „nachrevolutionäre“ Katastrophe. Er brandmarkt die Zustände unter Hitler und entlarvt Stalinisten – Leute,  die linkes Gedankengut und diejenigen, die dieses Gedankengut sauber bewahren wollten, diskreditierten, verrieten und dem Henker anheimgaben. Als DDR-Bürger ist mir beim Lesen dieses Buches einmal mehr klar geworden, dass diejenigen Politiker, die den in Sowjetrussland existierenden Stalinismus überlebt und uns in der Anfangsphase der DDR regiert haben, willenlose, ignorante und gleichgeschaltete Maschinen waren, denen Menschlichkeit und Sensibilität total abgingen.  Selbst nach Stalins Tod wussten diese Typen ihre Machtstellung zu bewahren.

Regler verstand es aber auch, in die Seele der arbeitenden, weit gehend ungebildeten Menschen zu blicken. Weil er selbst politisch tätig war und aus seinen Erfahrungen heraus direkt schöpfen konnte https://www.saarland-lese.de/index.php?article_id=637. Er stieß bei Menschen, denen er tendenziell zugeneigt war, auf höchst unerklärliche Verhaltensweisen – auf Reaktionen, die ihn abstießen und verzweifeln ließen.  Im folgenden Beispiel wird klar, dass Menschen, die unter Hitler gelitten hatten und das auch direkt beweisen konnten, im politisch vergifteten Umfeld weder Verständnis, noch Zuspruch fanden. Ja, im Gegenteil: ausgebuht und verachtet wurden. Ein Sacherhalt, den wir uns aus der heutigen Lage heraus nicht vorstellen können … der aber irgendwie klar macht, warum Hitler bestehen konnte …

bitte hineinklicken!

Tote über Tote, und niemand legt konsequent die Bremse ein

https://rp-online.de/politik/deutschland/die-vergessenen-auslaendische-pflegekraefte-in-privathaushalten_aid-55746445Die immer noch hohen TotenZahlen sind einfach empörend. Es wird höchste Zeit, die Schuldigen, die Leidenden, die Ignoranten zu benennen und vor und in Pflegeheimen gründlich aufzuräumen. Ich gehe davon aus, dass die meisten Pflegekräfte engagiert arbeiten, dann aber – ebenso wie die Betreiber der dazugehörigen Institutionen – völlig überfordert sind. Es sei denn, sie verhalten sich bewusst kontraproduktiv und spielen sich als Götter auf. Letzteres scheint sich jetzt mehrfach zu bewahrheiten. Ein hoher Prozentsatz der an Covid-Erkrankten wird gar nicht erst ins Krankenhaus überwiesen und stirbt im Altenheim https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/fakt/videosextern/stille-triage-in-pflegeheimen-100.html– auf Wunsch der Betroffenen, um eine wahrscheinliche Intensivstationsquälerei zu vermeiden oder aus Bequemlichkeit. Die Triage außerhalb der Intensivstation ist offenbar gang und gäbe. Für dieses „Auswahlprinzip“ muss endlich ein ethisch bestimmtes Gesetz her !!!

Hinzu kommt die Tatsache, dass es nach wie vor kein flächendeckendes Reglement für Alten- und Pflegeheime sowie für allein lebende und von zumeist illegal beschäftigten Ausländerinnen betreute Senioren und Seniorinnen gibt https://rp-online.de/politik/deutschland/die-vergessenen-auslaendische-pflegekraefte-in-privathaushalten_aid-55746445. Viele der zu Schützenden werden tagtäglich von infizierten Pflegern, Besuchern und illegalen Pflegekräften infiziert – und das hört nicht auf! Weil das hier erforderliche   Reglement strikt und etwas brutal durchgesetzt werden muss. An dieser Stelle nämlich – wo es um Leben und Tod geht – muss die EndlosDiskutiererei, das endlose Geschwätz von Demokratie und Freiheit aufhören. Ich bin für eine sofortige Impfpflicht für Pfleger/Pflegerinnen – verbunden mit einer Prämie für besonderen Einsatz. Wer keine Oma hat, mag solches Denken wiederum atackieren. Ich halte Überleben für ein Menschenrecht – zumal Nebenwirkungen bei Impfstoffen nahezu auszuschließen sind. Schwere Fälle sind extrem selten. Experten sprechen von 3 Fällen pro 1 Million Geimpfte. Über Spätfolgen diskutiert man auch bei anderen, neu geschaffenen Medikamenten nicht. Wie auch sollte verlässliche Prävention funktionieren, wenn man Jahrzehnte abwarten müsste, bevor ein Präparat zugelassen wird.

Für Besucher von Alten- und Pflegeheimen müssen der Schnelltest und entsprechende Schutzkleidung  zu 100% verbindlich sein!

Gestrafft oder abgespracht?

Uns wird zunehmend übel genommen, wenn wir sorglos mit der Sprache umgehen. Sorglos nicht im Sinne grammatikalischer Lie- derlichkeit, nicht im Sinne falsch gewählter Worte. Nein: sorglos, was Inhalt, Bedeutung und Auslegung angeht. Wir haben uns im Zeitalter der Gleichberechtigung, der Metoo-Debatte, der Dis- kussionen um Aufarbeitung, Gender, Ethik und Menschenrechte von vielen Worten, die wir zunehmend als „sprachlich entgleist“/ verbrannt empfanden, verabschieden müssen. Vom Neger, vom Kolonialwarenladen und Schwarzen Kontinent ebenso wie von Schwuchtel, Trany, von ausschließlich maskulin geprägten Begriffen (der Führer, der Führerschein, mannhaft, Mannschaft, Häft- ling, Bruderschaft, versöhnen, verbrüdern, Brüderschaft, seinen Mann stehen etc; Schöpfer und Gott bleiben – warum auch immer davon ausgenommen), von martialischen bis furchtbaren Wort- schöpfungen wie mit der Wurzel ausreißen, bis zur Vergasung, ausgemerzt

Vieles davon ist Jahrzehnte bis Jahrhunderte lang in Gebrauch gewesen. Heute wird es ersetzt, kurvenreich umschifft oder pein- lichst vermieden. Während die gerechte Bezahlung von Frauen, ihre Führerschaft in Dax-Unternehmen noch erkämpft werden müssen, schlägt man sich unten mit extremen Wortbildungen durch. Liebe KünstlerInnen heißt es da, liebe Künstler*innen oder liebe Künstler_innen, wobei nirgendwo geregelt ist, was wann wo wie anzuwenden ist. Da strunzt wild umher, wer partout Gleich- berechtigung sucht und sich mit Formfragen zu befriedigen hofft.

Mit der Zuwanderung von Flüchtlingen geraten Worte/Wortschöp- fungen wie Flüchtlingsprobleme oder Flüchtlingswelle  ins Visier

der Kritikaster, weil ja nicht die Flüchtlinge und schon gar nicht eine aus ihnen gebildete Woge die Sachverhalte beschreiben – weil ja nicht Flüchtlinge sondern die Methode, wie man mit ihnen um- gehe, das Problem darstelle und nicht die Masse. Das Individuum müsse betrachtet werden – er, der leidende Mensch.

Vielerorts gibt es bereits Sprechverbote – vor allem auch für Ost- deutsche, die DDR-typisches Sprachgut salonfähig machen möch- ten oder altes, aus der Nazizeit eingesickertes einfach mitschlep- pen.

Ich komme mit deiner Sprache, deinen Formulierungen nicht zu Recht, fuhr mich ein Bekannter kürzlich an. Und ich wusste einmal mehr, dass die deutsche Einheit zwar auf dem Papier, aber noch lange nicht im Leben und in der Sprache vollzogen war.

Künftig dürften uns also nicht nur die neue deutsche Rechtschrei- bung und die ost-west-deutsche Wortsortierung, sondern auch die ethisch verordnete Wortvernichtung Mühe bereiten. Eine Mühe, die der Mühe wert sein kann – aber nicht muss. Bleibt zu hoffen, dass deutsche Schulbücher etwas Ordnung schaffen – so sie denn künftig nicht in Kurzdeutsch verfasst werden.

aus „ich habe euch gewarnt“ (Essays 2021)

Kann Nawalny das Gas abdrehen?

Sorry, aber da fragt man sich doch, ob die Dame alle Tassen im Schrank hat. Fordert sie doch nun auch, dass Nordstream 2 stillgelegt wird. Frau Baerbock ist da offenbar ebenso zu spät wie Claudia Kemfert https://www.rnd.de/politik/baerbock-fordert-endgultigen-baustopp-fur-nord-stream-2-ein-absolut-fatales-projekt-4HXO77PRRFAZL5NM5XOICZUKXM.html. Beide haben es offenbar verpasst, ihre Einwände gegen Gasimporte rechtzeitig, und zwar vor Beginn des Projektes, anzumelden https://www.youtube.com/watch?v=RY-EptqBqlo.

Hinterher ist man immer schlauer, oder aber man hat keine Ahnung, keine Infos oder Nawalny in petto. Das Wiederaufkochen des sinnlosen Vorschlags, Putin wegen der derzeit laufenden Proteste bestrafen zu wollen, zeugt von Null Durchblick, resp. völligem Verlust, was ökonomisches Denken angeht. Denn zum einem kann der relevante Gaskonzern sein attraktives Gas überall hin exportieren. Zum anderen ist derjenige, der dem deutschen Steuerzahler den bei Stillsetzung eintretenden Verlust aufbürden will,  ein schlechter Berater. Zudem einer, der Amerikas Ambitionen, das ekelbelastete Frackinggas in Europa abzusetzen, unterstützt. Denn irgendein Gas wird schon kommen – selbst wenn man hier und da glaubt, es nicht importieren zu müssen. Übrigens könnte auch Deutschland das aus Russland übertragenes Erdgas mühelos überall hin verkaufen, wenn es denn im Überschuss vorhanden ist.

Wer etwas weiter denkt, könnte aber auch darauf kommen, dass wir Erdgas für die Gewinnung von Wasserstoff, in jedem Fall aber im Rahmen einer Brückentechnologie bei Auslaufen  von Atomenergie und Braunkohle brauchen. Vor allem dann, wenn die Braunkohle nicht erst 2038, sondern bereits 2030 stillgesetzt würde. Aber darauf kann Frau Baerbock, die sonst alles Mögliche gegen die Braunkohle in Bewegung setzt, offenbar nicht kommen. Und die Kämfert hat den früheren „BraunkohleSchluss“ und  die Unsinnsstrategie bei E-Autos ganz sicher nicht „eingepreist“.

Sich dafür einzusetzen, dass die Korruption, mafiöse Machenschaften und ähnliches in Russland bekämpft werden, ist lobenswert. Es sollte allerdings denjenigen überlassen werden, die es ursächlich angeht. Nawalny hat das Thema sicher zu Recht aufgegriffen, scheint aber ansonsten nichts, aber auch gar nichts im Köcher zu haben (ist er nun ein Rechter, ein Antisemit, ein Russlandzerstörer, ein Linker, ein Revolutionär, für den 1917 erst der Anfang war, ein bloßer Vandale, ein Narziss ohne Goldmund, ein Verführer, dem alle Trottel auf den Leim gehen?). Tatsächlich tut sich hier erneut die Frage auf: Wer ist Nawalny? Ich habe dazu in meinem neuen Buch „Ich habe euch gewarnt“ wie folgt referiert https://www.stoerfall-zukunft.de/category/meine-buecher/:

Der Fall Nawalny: Wer ist Nawalny und welche Politik verfolgt er? Ist er ein Rechtsextremer, ein Aufwiegler um des Aufwiegelns Willen, ein Patriot, der Russland in die Demokratie führen will oder ein Parteigänger des Westens, der Russland filetieren möchte? Wie sieht sein Programm aus?. Wir, die Medienkonsumenten, müssen mit dem klar kommen, was uns ARD und FAZ tage- und wochenlang servieren.

Was mit einiger Sicherheit feststeht: Nawalny wurde vergiftet, was zweifellos ein Verbrechen ist – von russischer Seite aber bestritten wird. Wenn Vergiftung: Wo und wann fand sie statt. Wer hat sie durchgeführt? Wer ist in der Lage, in kürzester Zeit ein Spezial- flugzeug bereitzustellen, um es offiziell oder an den russischen In- stitutionen vorbei nach Berlin zu schicken? Welche Kräfte agieren da im finsteren, rechtsfreien oder doch freien Raum? Fest steht, dass die Vergiftung in Russland stattgefunden hat und deshalb auch dort aufgeklärt werden muss. Fest steht auch, dass diejenigen, die die Vergiftung festgestellt haben, nicht bereit sind, die Analyseergebnisse vollinhaltlich bekannt zu geben. Und auch nichts tun, um eine unabhängige internationale Untersuchung zu ermöglichen. Wem nützt die Vergiftung Nawalnys, muss man wohl fragen, wenn man plausible Antworten erwartet. Hier im Westen wird diese Frage gar nicht erst gestellt. Man braucht wohl ein bashingtaugliches Ergebnis …

Nord Stream 2 mit dem Fall Nawalny zu verknüpfen, ist mehr als hirnrissig. Wer das Projekt jetzt stoppen will, muss voll blind sein. Sollen 90% der Ausrüstungen im Meer verrotten? Soll der deutsche Steuerzahler für die Verluste der beteiligten Firmenaufkommen? Die Kritik an der Gasleitung hätte vor dem ersten Spatenstich erfolgen müssen. Doch erst heute wird energisch da- nach gefragt, ob wir das Gas überhaupt brauchen. Claudia Kemfert sagt NEIN.

Nachtrag vom 21. Dezember: Nawalny gibt vor, einen auf ihn angesetzten FSB-Agenten enttarnt zu haben. Der Mann habe seine Beteiligung an der VergiftungsAktion zugegeben10.Pralle Knalltüte: Niemand kann glauben, dass der FSB zur Einschüchterung/Tötung eines so bekannten PutinGegners unfähige, selbstverräterische Idioten einsetzen würde. Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass Nawalnys Botschaft ein vom Westen gesteuertes Komplott darstellt. Fieses Bashing – dem ungebildeten Bürger serviert; billig und primitiv aus der Sicht derer, die poli- tisch denken können.

Diesen Ausführungen muss ich aktuell folgende Fragen hinzufügen:

Frage 0: Mit welchen Geldern, Telefon-Nummern und Geheimdienst-Tools wurde Nawalny ausgestattet, bevor er wieder nach Russland einreiste?

Frage 1: Wo befindet sich der gigantische Prunkpalast von Putin? Wie war es bei der extremen Bewachung von Regierungsinstitutionen möglich, die Innenräume zu fotografieren/zu filmen? Wer sagt, dass Putin in diesem Palast regiert?  (Putin ist in keinem der Räume zu sehen). Woher stammt die wahnwitzige Zahl zu den Investitionskosten? Warum billigt man Putin keinen repräsentativen Sitz zu? Über den verfügt fast jeder Staatspräsident in den entwickelten Industrieländern – ja sogar in Afrika.

Frage 2: Warum gibt es über die Person von Nawalny und dessen politisches Programm hier zu Lande Null Informationen?

Frage 3: Warum erwägen Baerbaum und Co. überhaupt nicht, dass Nawalny von Leuten vergiftet wurde, die Putin schaden wollen?

Da hab‘ ich mal die Wut gekriegt …

Hätte ich mir nicht geschworen, meine Haltung zum politischen Geschehen aus Informationen unterschiedlichster Richtung zu generieren, wäre ich oft versucht gewesen, nicht nur die FAZ, die WELT und den SPIEGEL, sondern auch ND, Junge Welt, die Granma International und nun auch den Freitag einfach so, ich meine: kleinteilig  in die Tonne zu hauen. Weil mich viele Beiträge einfach nur ärgern statt mich aufzuklären. Wenn ich in diese Zerreißprobe auch den Freitag einbeziehe, dann, weil ich seine liberal linke, moderat kritische Haltung aus der VorCoronaZeit nicht wieder finde.  Stattdessen aber ein extremes Herumgehacke auf denen, die das Coronageschehen zu lenken versuchen. Das geht nun schon viele Ausgaben lang, und ich verstehe nicht, ob die pandemierelevanten Wegweisungen auf angehäuftes Unwissen, auf den Wunsch nach Beifall aus bestimmter Richtung oder aber auf den eingesogenen Vorsatz zurückgehen, dass politische Gegner a priori etwas falsch machen.  Gut möglich, dass von allem etwas dabei ist. Auf jeden Fall könnte man auf den Gedanken kommen, dass es in der Redaktion „nur“ Geisteswissenschaftler, aber keine Wissenschaftler mit Mathe-Gen gibt. Anders jedenfalls ist nicht zu begreifen, wie man das Coronageschehen und die dazu gehörenden Maßnahmen so missdeuten kann.

Es scheint beim Freitag abgemacht, dass praktisch alles falsch gemacht wurde https://www.freitag.de/autoren/jaugstein/leben-lernen, dass die Politik den Einflüsterungen windiger Epidemiologen vom Schlage eines Drosten, den Erfahrungen aus unzähligen Ländern einfach aufsaß und die Sache profitgesteuert gegen die Wand fuhr. Weil es ja immer ums Geld und dessen Vernichtung geht.

Wie hinterhältig und weltfremd ist es denn, wenn man mit dem Wissen von heute den großen Schlaumeier ausfährt  – und dann auch noch den falschen. Folgt man dem Vorschlag von Herrn Augstein, dann hätten – nicht vornehmlich, sondern ausschließlich – 22 Millionen Gefährdete in Deutschland geschützt werden müssen (so viele sind das nämlich, und die sind tatsächlich nicht alle im GreisenAlter!). Was eine vollkommene Isolation und die Bereitstellung der für die partielle Behandlung nötigen medizinischen Mittel erfordert hätte. Beides sind Undinge, denn wie hätte man die außerhalb der Alten- und Pflegeheime lebenden Menschen (ca. 80% der angesprochenen Gruppe) abschotten können. Und wo sollten die PCR und Schnelltest vor neun Monaten herkommen – wo es doch kaum ordentliche Masken gab. 

Im Übrigen sind die Viren ja nicht vom Himmel gefallen, sondern haben die alten Menschen erst nach Monaten über KontaktKontakte aus der GenerationenKette erreicht. Corona war also schon lange da, bevor Gefährdete in Größenordnung erreicht und getötet wurden. Wer zudem glaubt, dass man die übrige Bevölkerung schutzlos den Viren hätte ausliefern können, ist ebenso auf dem Holzweg. Denn jedes Kind weiß heute, dass so genannte leichte Verläufe – vor allem diese (!) – in vielen Fällen zu schweren Folgeschäden führten und weiterhin führen. Zu glauben, dass die Masse der unter Siebzigjährigen das alles relativ unbeschadet überstanden hätte und dann auch schön immun wäre, ist folglich ebenfalls falsch. Hinzukommt, dass den zitierten Studienergebnissen z. T. völlig andere entgegenstehen – die offenbar unter den Teppich gekehrt wurden (FAS vom 17. Januar 2021, S. 9: „INZIDENZ“; https://www.hr.de/presse/fernsehen/hr-im-ersten/2021/ard-extra-die-corona-lage,ard-extra-die-corona-lage-100.html; div. NDR-CoronaUpdates mit Drosten und Ciesek).

Schulen (Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren), Supermärkte, Skipisten, öffentliche Verkehrsmittel und FitnessCenter bieten selbstverständlich extreme Ansteckungsmöglichkeiten – so denn eine bestimmte VirusLast herumgeistert. Oder glaubt jemand, dass die Ereignisse von Hildburghausen auf „ausstrahlende Altenheime“ zurückzuführen sind?  Letztere aus heutiger Perspektive als absolute Hotspots aufzufinden, ist keine Kunst https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/einsam-und-verlassen. Ja, jetzt sind die Viren dort zu Hauf angekommen, und man stirb dort auch vorrangig! Und JA: An dieser Stelle hätte der Staat schon vor Wochen rigoros einschreiten und sowohl den Pflegekräften als auch den Besuchern strenge Tests, ansprucholle HygieneMaßnahmen – und ja: auch das Impfen –  auferlegen müssen. An dieser Stelle die Kritik aufzumachen, wäre richtig gewesen. Doch gerade hier wird relativiert und Verständnis für die Pfleger suggeriert, die sich vor der Impfe angeblich mehr fürchten als vor Corona. Solche Sortierung ist nicht nur fahrlässig, sie ist dumm. Tut mir leid, wenn ich hier irgendwem auf die Hand trete. Man muss einfach den Eindruck haben, als wüssten die in Frage kommenden Journalisten auch jetzt noch nicht, wie Corona tickt. Sie sollten sich tatsächlich die 72 Folgen des NDR CoronaUpdates einmal gründlich reinziehen und dann Drosten vorzuwerfen versuchen, er habe keine Ahnung, wie soziale Kompetenz aussehe.

In Zeiten wie diesen haben Menschen, die ihr Fachwissen in den zurückliegenden Monaten über die Geschehnisse mit Covid 19 erweitern konnten, natürlich das Sagen. Ihnen bei der Beratung der Regierung eine unzulässige Dominanz vorzuwerfen, ist irrwitzig. Sollen die Virologen/Epidemiologen etwa von 10 zusätzlich beigestellten Fachleuten aus anderen („sozialkompetenteren“) Sparten – von Leuten, die den Erklärungen der Wissenschaftler vielleicht nicht einmal folgen können – überstimmt werden. Weil das nach Demokratie aussieht?

Merkel hat Scheiße gebaut, Spahn macht nur Mist und Scholz haut gewissenlos das Geld raus – diese Clique muss offenbar weg und ersetzt werden ….. na: durch wen denn? Durch Bodo Ramelow vielleicht, durch den Mann, der ständig herumschlingert und jetzt endlich den total schlimmen Lockdown fordert (ich wäre plötzlich für ihn!). Oder durch den FDP-Kaspar, der außer der 5%-Hürde nichts, aber auch gar nichts, an CoronaWissen auf dem Schirm hat?

Ich bin es leid, den Schimpftiraden weiter zu folgen. Eben war Spahn noch Schuld, dass es mit dem Impfen so langsam geht, jetzt schießt man sich auf andere ein. Weil Schießen zum TraumSport geworden ist – selbst dann, wenn man nur ins Weiße trifft.

Zurück zur Sachlichkeit: Niemand hat Spahn entlastet, obwohl doch längst klar ist, dass der die Produktion des Impfstoffes gar nicht beeinflussen kann. Dass heute manche Impfstoffdosis  nicht in reiche EU-Länder, sondern auch mal an UN-Organisationen und -Projekte (Gavi und CEPI) geht, sollte uns freuen – und das Jammern auf höchstem Niveau immer mal abklemmen https://www.ardmediathek.de/daserste/video/panorama/panorama-vom-21-januar-2021/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS8zN2Y1Nzg1MS0yNWVkLTRjZDUtOTM1NS1kNDM5ZTA1Mzk2YmU/. Wir sollten geduldig sein und die ImpfstoffGeilheit etwas zurückstellen. Und Bescheidenheit demonstrieren. Doch wie man sieht, wird da eher geschwiegen.

Wie schön wäre es doch gewesen, wenn auch der Freitag die Bewältigung der Krise als gesamtgesellschaftliche, parteiübergreifende Aufgabe empfunden hätte. Wie gut wäre es gewesen, wenn er zeitnah (und nicht aus sicherer Entfernung) dazu beigetragen hätte, Kooperationen zu fördern, wenn er mitgeholfen hätte, die in anderen Ländern gemachten Erfahrungen zu transportieren – statt davon auszugehen, dass überall nur „deutschenähnlicher Mist“ gemacht werde.

Mein Fazit ist kurz: Wir brauchen alle Kräfte, um die Krise zu meistern – auch die widerständigen, wenn sie bei den Fakten bleiben. Immerhin hat niemand, hat kein Land der Welt, den vom Freitag propagierten Weg zur Bewältigung der Krise eingeschlagen. Warum wohl nicht? Weil alle relevanten Entscheidungsträger Idioten sind? Weil es um Geld geht? Oder weil es eine überwiegende Mehrheit für Strategien gibt, die auch von der deutschen Regierung verfolgt werden?

Vom Schweden-Modell will ich nicht sprechen. Das ging – wie man längst weiß – auch voll in die Hose.

Morgen soll der Lockdown verschärft werden. Wetten, dass das wieder zu lax geschieht?

So wie Deutschland gebaut ist, so wie die Deutschen ticken, wird es ganz ohne Zweifel zu wieder steigenden Infektionszahlen kommen. Dass VirusMutationen hier zu Lande nicht systematisch sequenziert, sprich: strikt untersucht, klassifiziert und mit entsprechenden Abwehrmaßnahmen überein gebracht werden, aber auch das bürokratische, länderspezifische föderale Wirrwar bei Verantwortlichkeiten im Impfprozedere stellen immense Gefahren für die Bewältigung der derzeitigen Krise dar. Statt den Lockdown strikt dort zu verschärfen, sprich: die Kontakte dort einzuschränken, wo Effekte zu erwarten sind, nämlich in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Betrieben, die auf ein enges Nebeneinander von Menschen angewiesen sind, statt Homeoffice z. B. für Bürobereiche strikt anzuordnen und die Impfungen schnell, sinnvoll und strikt durchzuführen, wird endlos diskutiert und zu spät beschlossen. Wenn die Zahl der Todesfälle weiter steigt und die Toten vor allem unter alten und sehr alten Menschen zu finden sind, dann hat das damit zu tun, dass vireneinschleppende Personen nicht täglich vor Betreten der Heime/Wohnhäuser getestet werden (die Impfung von Personal und Besuchern reicht nicht, weil über die Viruslast, die Geimpfte übertragen können, bisher nichts bekannt ist). Die Tatsachen, dass die öffentlichen Verkehrsmittel zu Stoßzeiten noch immer extrem gefüllt sind, dass weiterhin Partys gefeiert werden und die Reisetätigkeit kaum oder gar nicht eingeschränkt wird, dass es nach wie vor unzählige Verstöße gegen Maskenpflicht und Abstandgebote gibt, verweisen eindeutig darauf, dass mit einem Abflauen der hohen Inzidenzwerte erst in Wochen, wenn überhaupt zu rechnen ist. Denn positiven Wirkungen steht die wesentlich höhere Ansteckungsgefahr der Virusmutationen, die sich ganz ohne Zweifel auch in Deutschland schnell und umfassend ausbreiten werden, entgegen. Traurigerweise reagieren diejenigen, die schon jetzt für hohe Ansteckungszahlen verantwortlich sind, erst dann, wenn die Toten auch vor ihrer Haustür liegen. Daran wird sich angesichts der törichten, aber weit verbreiteten  Vorstellung von Freiheit in unserem Lande nichts ändern. Wer restriktive Praktiken wie z.B. in China (Impfpflicht, Eindringen des Staates in die Privatsphäre der Menschen etc.) ablehnt und sogar wochenlang über die flächendeckende Einführung von FFP2-Masken diskutiert, muss mit dem leben, was die liberale Demokratie zu leisten oder aber nicht zu geben vermag. Der Mensch kann nicht alles haben.

Wo jetzt sofort etwas getan werden muss

Dass die Inzidenzen immer weiter ansteigen, statt nachzugeben, hat inzwischen kaum noch etwas mit Weihnachten und Silvester und den anhängenden Meldeverzögerungen zu tun. Wer Letzteres glaubt, ist echt von gestern. Ich meine, dass die Quellen für neue Angst völlig woanders liegen.

Einmal nämlich im mutierten Virus, der in Deutschland kaum erkannt, geschweige denn sequenziert worden ist (hier muss schnellstens nachgebessert, auch nachfinanziert werden).

Zum anderen sind es die un- oder nur mäßig geschützten Arbeitsräume in der Wirtschaft und die Unfähigkeit, das Geschehen in Alten und Pflegeheimen unter Kontrolle zu bringen, die für neue Cluster sorgen. Dass man Unternehmen jetzt verpflichten möchte, das Homeoffice zu maximieren, ist von Ansatz her logisch, aber in der freien Marktwirtschaft weder umsetz- noch kontrollierbar. Hier wird es wohl bei der Freiwilligkeit gegenüber Schutzmaßnahmen bleiben müssen – und einem gewissen, ungewissen Vertrauen den Arbeitgebern gegenüber, die ihre Mannschaften ja brauchen, um zu existieren.

Anders in den Alten- und Pflegeheimen: Hier können die Einwohnenden gar nicht so schnell geimpft werden, wie sie durch ungeimpftes, „vagabundierendes“ Pflegepersonal immer und immer wieder angesteckt werden. Ich weiß nicht, wie es um die Produktion von Schnelltests beschaffen ist. Hier zu Lande gibt es zwar mobile Stationen zur PCR-Prüfung, aber nirgendwo Hinweise auf Schnelltests. Die aber müssten zumindest für die Pflegekräfte Pflicht werden, die Impfungen ausschlagen. Nur in einer Kombination von Impfungen für Heimbewohner, Impfungen für Teile des Pflegepersonals und Schnelltest für Impfverweigerer wäre das Risiko von Übertragungen einigermaßen kalkulierbar. Darüber hinaus muss den Betroffenen klar gemacht werden, dass man eventuelle Spätfolgen in Katastrophensituationen nicht abwarten könne. Spät bleibt eben spät – oder aus.

Dass man Söder für seinen Vorschlag, die Impfpflicht für das Pflegepersonal zu verordnen, jetzt abwatscht, hat ganz sicher wenig mit der Sache an sich, vielmehr wohl mit der Glaubwürdigkeitskrise bei SPD und CDU zu tun (beide Parteien hatte eine Impfpflicht mehrfach kategorisch abgelehnt). Wobei man Auffassungen sehr wohl ändern kann, wenn sich neue, fundiertere Erkenntnisse ergeben.

Es ist viertens genauso wichtig, alle Hausärzte, die häufig mit Coronapatienten konfrontiert sind, unverzüglich zu impfen. Diese Leute sind zu Recht  wütend und frustriert, weil sie in der von den Ländern verabschiedeten Prioritätenliste nicht vorrangig berücksichtigt werden https://rp-online.de/nrw/panorama/corona-impfung-hausaerzte-wuenschen-sich-schnellere-impfung-von-medizinischem-personal_aid-55585469

Fünftens kommt es darauf an, Menschen, die per Flugzeug, Auto oder Bahn aus RisikoGebieten nach Deutschland einreisen, konsequent zu kontrollieren. Die betroffenen Personen müssen innerhalb von 48 Stunden nach Ankunft ein Corona-Testergebnis vorweisen – ich meine, hier müsste ein PCR-Test erbracht werden! Noch strikter sind Einreisende zu behandeln, die aus besonders betroffenen Regionen kommen. Diese müssten sich bereits vor der Einreise – also noch im Flughafen bzw. noch im grenzüberschreitenden Zug (z. B. bei der Fahrkartenkontrolle) einem Test unterwerfen und je nach Ergebnis frei einreisen oder unverzüglich einen Quarantäneort aufsuchen.  Ein positiver Befund müsste dann unverzüglich dem Gesundheitsamt angezeigt werden.  Dass es bis heute, fast drei Wochen nach Auftreten der VirusMutationen, keine detaillierten Anweisungen gibt, ist unverantwortlich.

Sechstens sind es dann Vertuschungsaktionen, über die niemand spricht, die es aber in immer größerem Umfang geben dürfte. Denn nach wie vor ist ein CoronaAusbruch existenzbedrohend – und manch Mittelständler fühlte sich endgültig an die Wand gedrückt, wenn Corona bei ihm ruchbar würde. Von der gesamten Dunkelziffer will ich gar nicht erst sprechen. Einfach furchtbar, wenn man sich vorstellt, dass die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Mettmann durchaus zwischen 600 und 800 Infizierte pro 100.000 Einwohner liegen könnte.

Siebentens ist es der Förderalismus, den man gerade in Gefahrensituationen auf das unbedingt Notwendige und Sinnvolle zurückstutzen muss. Vielfach konterkarieren Befürworter der Vielstimmigkeit Maßnahmen, die bundesweit einheitlich definiert werden müssten. Schlimm schon, dass Polizei und Verwaltung in den Ländern ihre Anschlussfähigkeit durch unterschiedliche Ordnungsrahmen und Software in Frage stellen und niemand den schlüssigen Gedanken verfolgt, ein bundeseinheitliches Maßnahmepaket gegen Corona zu fixieren. Es könnte problemlos in Schweregrade gerastert werden – nach dem Motto: Bei einer Inzidenz von 50 sind diese und jene Vorkehrungen, bei einer von 100 jene anderen und bei 200 und mehr zusätzlich noch die verbliebenen restlichen durchzusetzen. Hier müsste man ganz sicher noch die Belegung von Intensivbetten als Variable mit verknüpfen (oder wie von Rudolf Henke vorgeschlagen, noch weitere Parameter https://www.presseportal.de/pm/30621/4774199). Diese flexible, an die örtlichen Verhältnisse direkt anpassbare Strategie könnte sofort zentral verordnet werden. Und würde dem unsäglichen Wirrwarr an vielen Stellen abhelfen. Ein wenig Mathematik, und die Sache stimmte.

Statt Polemik bitte mehr Konkretes!

Es ist einfach nur ärgerlich, was der sonst so souveräne Jacob Augstein zum Thema „Corona“ ablässt https://www.freitag.de/autoren/jaugstein/unheilige-allianz. Wieder wird nur abgewatscht, statt sachlich zu informieren. Was sollen Hinweise auf größere Bestellerfolge der USA oder Israels (will J.A. die sonst so verfemte Spekulation auf Dinge/Geschehnisse/Kurse … nun für Impfstoffe hoffähig machen?). Warum trifft er die Polizei gerade vor Schlitten fahrenden Kindern? Warum erklärt er Drosten und die Riege der WissenschaftsJournalisten zu FachIdioten (ich denke dabei insbesondere an die engagierte und überaus intelligente Korinna Hennig)? Und wieso spricht er- völlig übertrieben – von einer Notstandsregierung?

Jacob Augstein hätte sich rechtzeitig mit seiner Kollegin Baureithel kurzschließen sollen https://www.freitag.de/autoren/ulrike-baureithel/das-impfdebakel. Sie hatte es drauf, ausgewogener und sachkundiger zu berichten. Aber auch ein Blick in die FAZ Sonntagszeitung (o, wie übel!) hätte hier weiter geholfen https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/holpriger-impfstart-haette-spahn-es-allein-machen-sollen-17136415.html. Auch die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Frau Prof. Alena Buyx, vermittelt anschaulich, was man spartenübergreifend wissen muss (FAS vom 10. Januar 2021, S. 11: „Das Ringen ums richtige Maß ist anstrengend“).

Der harzige Impfkomplex – das kann man nach sorgfältiger Recherche schnell feststellen –  ist eben nicht mit ein paar bösen Schlägen gegen Spahn und Co. aufzulösen.

https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-warum-steigt-die-zahl-der-infizierten-derzeit-weiter-an_aid-55598061

 

Die Frage ist nicht, ob die Menscheit untergeht. Die Frage ist … wann

Dank Corona wissen wir mehr über den Menschen. Auch dass Dummheit – mehr als bisher vermutet – vererbt wird.

 

Aus den Ereignissen in den SkiGebieten https://www.tagesschau.de/inland/ansturm-skigebiete-lockdown-101.html, aus dem Partygeschehen in Frankreich heraus https://www.tagesschau.de/ausland/corona-frankreich-rave-101.html  gibt es für mich nur eine Schlussfolgerung. Das Gros der Menschheit besteht  aus Duckmäusern und Idioten. Wobei Letztere oftmals das Treiben bestimmen. Beide Typen begreifen spät: Wenn es  mit der Menschheit zu Ende geht, sind sie bereits tot.

https://www.tagesschau.de/inland/ansturm-skigebiete-lockdown-101.html

https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/winterberg-schnee-wetter-corona-rodeln-spazieren-skifahren-skipisten-sauerland-touristen-90152774.html