Die besonders Gestressten müssen zuerst entlastet werden!

Damit Sie mich nicht falsch verstehen. Ich bin mir im Klaren darüber, dass Lockdown und Shutdown für viele Menschen Anspannung und Stress bedeuten. Und es wäre falsch, die Situation gut betuchter Alter mit der von eingepferchten Ehepaaren oder alleinerziehenden Müttern zu vergleichen. Wir Alten sind einigermaßen isoliert, können und sollten das aber als wirksame Schutzmaßnahme akzeptieren. Anders die Menschen, die mit ihren Kindern auf engem Raum existieren und dann noch im Homeoffice arbeiten müssen https://rp-online.de/panorama/coronavirus/mutter-im-corona-alltag-meine-tochter-hat-sogar-schon-alptraeume_aid-50169075. Schule und Kita haben die kontinuierliche Beschäftigung im normalen Alltag immer aufbrechen können. Derzeit ist das nicht der Fall und künftig auch nur in bestimmtem Rahmen. Wenn es heute also um die erste Lockerung geht, dann muss die in erster Linie für die doppelt und dreifach Gestressten wirksam werden. Ich verstehe nicht, warum Spielplätze nicht stundenweise für Familien geöffnet werden – natürlich nach einem bestimmten Ordnungsprinzip und anfangs sicher auch mit Überwachung. Die Schulen – so sie denn den Unterricht wieder aufnehmen sollen, müssen gerüstet, sprich: in der Lage sein, die HygieneRegeln vollständig zu befolgen, was dann heißt, dass Seife, Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken sowie Anweisungen für deren Anwendung in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung stehen müssen. Lieber weniger Schüler auf Abstand unterrichten als Abstandsregeln mit dem Anlegen von Masken zu konterkarieren. Das ist aus sicherer Entfernung leicht gesagt. Ich weiß das. Aber etwas anderes als Sorgfalt und Vorsicht kann in einer Zeit, die durch den steten Wechsel von Shutdown und Öffnung geprägt sein wird, nicht gelten.

Und noch eines ist mir mehrfach aufgefallen. Nicht nur die Bürger von nebenan benehmen sich zuweilen daneben, es sind sehr oft ausländische Mitbürger, die Versammlungsverbote und Abstandsregeln missachten. Ich erlebe das hier in Ratingen am Grünen See, man hört von Massenansammlungen in Düsseldorf, die zwanghaft aufgelöst werden müssen (RP vom 32. April/CORONA-TICKER) und mein Freund M. berichtet, dass in Ratingen West immer mal Wildwest herrscht. Das mag übertrieben klingen. Ist es aber nicht.

Ich meine, dass die Polizei hier strikt und oft hinschauen statt – wie oft üblich – wegschauen sollte. Wir müssen nicht davon ausgehen, dass Migrantenfamilien aus über zwanzig Mitgliedern in erstem Verwandschaftsgrad bestehen oder dass Hausgemeinschaften ganze Plattenbauten umfassen dürfen. Klar, die kulturellen Bezüge sind vielfältig, und niemand hat etwas dagegen, wenn sich Verwandte und Freunde treffen wollen. Diese Ambitionen sind verständlich, denn uns Mitbürger betreffen sie auch. Nur sollte man gleiches Recht/gleiche Pflichten für alle gelten lassen und Gesetze/Verfügungen auch konsequent umsetzen. Da bedarf es oft nur EINES Exempels, eines Präzedenzfalles, um Klarheit zu schaffen.

Ich hoffe, dass jetzt nicht massenweise aufgeschrien und die Anti-Diskriminierungskeule geschwungen wird. Hier geht es schließlich um belastbare Fakten.

 

Klugscheißer, verdammter!

Manchmal kommt beim Lesen des Freitag richtig Ärger auf. Nein, ich meine nicht die oft schrägen Beiträge im Bereich Kultur, ich meine die aktuelle Berichterstattung zum Thema Corona. Wir wissen schon von Georg Restle, dass Regierung, RKI und Medien in der Krise viel falsch gemacht haben und angeblich noch immer falsch machen https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-monitor-vom–270.html. Das kann man (mit Mühe) so sehen, aber auch vehement bestreiten. Wenn nun aber Wolfgang Michal noch fundamental zulegt und das, was gelaufen ist und auch das, was derzeit recht reibungslos seinen Lauf geht, noch weiter herunterputzt https://www.freitag.de/autoren/wolfgang-michal/volksgemeinschaftsmoral-bitte, dann, ja spätestens dann platzt mir der Kragen. Wie unverschämt ist es denn, wenn ein einzelner Journalist, dabei einer, der keinen Schalthebel kennt, geschweige denn zu bedienen vermag, so ein Fass aufmacht. Wie unverschämt ist es denn, die Geschlossenheit in der Sache, dieses zweifellos seltene Phänomen des Waffenstillstandes, des Zusammenhalts über Parteigrenzen hinweg als dumme Hilflosigkeit zu deklarieren. Und dabei anzudeuten, dass nicht 99% der Menschen  Bescheid wüssten, sondern nur er, eben dieser eine Journalist … und ein ihm anhängendes kleines Grüppchen.

Klar, es wurden nach Eintragen der Pandemie Fehler gemacht, und ja, das auf Profit getrimmte Gesundheitssystem war mit nachhaltiger Lagerung von Schutzausrüstungen nicht kompatibel. Aber bitte, was sollen diese längst verwelkten Anklagen und warum hat nicht er, der Neunmalkluge durchgesetzt, dass sich private Unternehmer aus der Daseinsfürsorge heraushalten, resp. dass diese Geldzieher aus dem Geschäft mit der Gesundheit ferngehalten werden. Das alles ist nicht neu, wir alle haben auf diesem Feld versagt oder waren unfähig, Einfluss zu nehmen. Das mag die Linke etwas anders sehen. Aber selbst sie wird von Michal beschimpft, obwohl gerade das und zu dieser Zeit mehr als unfair ist. Schließlich weiß niemand, was Corona genau darstellt. Und selbst der Dümmste dürfte begreifen, dass Unwissen keine Fahrlässigkeit erlaubt. Schärfere Restriktionen im Verbund mit intelligenten Öffnungslösungen versprechen da eher praktikable Teillösungen als haltloses Geschimpfe auf Folgsamkeit und Hofberichterstattung.

Michal ist zudem keiner, der besser wüsste, wie man es besser hinbekäme. Er ist nur der notorische MerkelKritiker, der Wutschnaubende, weil in seiner Wut Alleingelassene, der Meckerer, der in Manchem Recht hat, doch Tage, Wochen und Monate in seinem Denken zurückliegt.

Auch ich habe Frau Merkel, besser gesagt: die konservative, oft unsoziale Politik der GroKo wiederholt scharf angegriffen, aber nie aus dem Gedanken heraus, dass man Merkel und die Konservativen angreifen muss/ einfach um jeden Preis schlecht finden muss, weil die a priori nichts Ordentliches/Soziales/Nachhaltiges zu Stande bringen. Nein: Meine Kritik hat sich stets an den Fakten orientiert. Michal versucht die gerade so zu verbiegen, dass der Eindruck entsteht, Deutschland habe es in der CoronaKrise besonders schlecht gemacht. Das genaue Gegenteil ist der Fall – zumindest bisher.

Michal ist zudem einer, der sich nicht entblödet, der Linken ein besonders bitteres Ei ins Nest zu legen.  Wörtlich heißt es bei ihm: „Selbst die Linke wähnte sich aufgrund der Aussetzung der Schuldenbremse im Glück und baute fleißig an linken Wolkenkuckucksheimen: Deutschland, so die Hoffnung, werde nach der Krise ein wohlwollender Versorgungs- und Umverteilungsstaat sein, der alle Ungleichheiten einebnet.“ 

Wo frage ich, hat dieser Mann diesen Mist gehört oder gelesen. Wie kann er ernsthaft glauben, dass die Linke solche Parolen verbreitet, resp. dass diese Bestandteil eines offiziellen Programms sein könnten.

Hier wurde zweifellos bösartig gebohrt. Pfui Deibel!

Den Gürtel enger schnallen und nicht drauflos schreien, wenn Freiheitsrechte mal eingeschränkt werden

32 Tage danach*. Ich ertappe mich erneut bei einigen Gedanken, die mir wichtig erscheinen:

Obwohl es epidemiologisch angesagt ist, den Lockdown fortzusetzen, ist jetzt Lockerung angesagt https://www.focus.de/gesundheit/michael-meyer-hermann-im-zdf-heute-journal-infektionsforscher-zu-corona-fahrplan-epidemiologisch-ist-jede-lockerung-falsch_id_11889830.html. Ich weiß nicht auf welcher Grundlage. Denn die Grundvoraussetzungen für den Schutz der Bevölkerung, für den Schutz innerhalb von öffentlichen Verkehrsmitteln, Physiotherapien, Altenheimen, Pflegeeinrichtungen  und Unternehmen sind nicht gegeben. Denn es fehlt nach wie vor an Schutzkleidung – vor allem an Gesichtsmasken – und Desinfektionsmitteln.  Wenn man es mit der besonderen Sorgfalt gegenüber besonders Gefährdeten Ernst meinte, hätten die Pfleger und das sonstige pflegerische Personal längst mit Schutzausrüstungen versehen werden müssen. Ganz zu schweigen von den Alten und Kranken, die sich an diesen Orten aufhalten. Stattdessen versorgt man die Ärzte und Krankenschwestern an den Hotspots der Epidemie, denen niemand bei der Beschaffung ihrer Schutzausrüstung in die Quere kommen darf. Richtig so – aber richtig so auch die Not und die Notdurft – die mit den Plänen der Regierenden schwerlich zusammen passen.

Dass man die Maskenpflicht nicht für all und jeden Aufenthalt im Freien verordnet, ist ausschließlich dem Mangel an Ausrüstung geschuldet. M.E. dürften jetzt nur diejenigen Unternehmen wieder anlaufen, deren Chefs das Tragen von Schutzmasken für alle dicht benachbart agierenden Mitarbeiter garantieren können.

Schulen und Kitas zu öffnen – das entspringt dem dringenden Bedürfnis, die Enge in kleinen Wohnungen zumindest zeitweise aufzulösen, aber auch dem Ziel, Abschlüsse bei laufenden oder fälligen Prüfungen zu erreichen. So gravierend die häuslichen Probleme auch sind. Besagte Einrichtungen schon jetzt – ja in NRW extrem früh: bereits ab kommenden Donnerstag – wieder anlaufen zu lassen, ist grundfalsch. Die Proteste von Schülern und Lehrkräften dürften mir da Recht geben. Welcher Schüler ist denn in der Lage, angesichts von Corona und Ansteckungsangst ein ordentliches Prüfungsergebnis hinzulegen? Man könnte doch einfach abstimmen und die Jahresleistung zur Messlatte für den schulischen Erfolg machen. Das Abi müsste nicht sein, und die Geilheit der SuperAbschlussEhrgeizigen sollte gedeckelt werden.

Ich meine, dass es immer dort, wo Menschenansammlungen anstehen/zu befürchten sind, eine Maskenpflicht geben muss. Das sollte für alle öffentlichen Verkehrsmittel, aber auch für in sich geschlossene Einrichtungen, in denen die Menschen – auf welcher Fläche auch immer – einkaufen, gelten.

Wir befinden uns auf einer Berg- und Talfahrt – Lockdown und Öffnung werden solange einander abwechseln bis der Impfstoff vorhanden ist und alle bislang Unbetroffenen immunisiert sind https://www.tagesschau.de/inland/corona-entwicklung-interview-101.html. Dabei müssen die Prozesse so gesteuert werden, dass unser Gesundheitssystem nicht überfordert wird. Die Tatsache, dass derzeit 10.000 Intensivpflegeplätze leer stehen, ist angesichts möglicher Fehlsteuerung völlig belanglos. Denn im Ernstfall könnten plötzlich Hunderttausende so einen Platz benötigen.

Immer wieder begegne ich den Verharmlosern. Sie rennen täglich in geschlossene Verkaufsräume,  halten  Schutzmasken  für lächerlich und stellen die von der Regierung/den Ländern  und Ausländern betriebene AntiCorona-Politik in Frage. Sie setzen sich den Ansteckungsgefahren, die sie klein reden, bewusst aus und erkranken. Sie übertragen Corona auf ihre Mitbürger und bestreiten das. Es gibt sogar paarweise radelnde Mädchen, die mich zum Absteigen zwingen und anschließend verhöhnen.

Ich halte das Jammern – vor allem der sorglos Begüterten – um Freiheitsrechte für völlig überzogen. Vor allem, wenn diese Bessergestellten die Einschränkung der eigenen Rechte beklagen. Da sind doch ganz andere Betrachtungen angesagt. Man muss sich nur vorstellen,  wie arme Menschen in Afrika, Asien, Südamerika und selbst in den USA der Seuche ausgeliefert sind, wie Ärzte und Krankenschwestern kämpfen müssen und selbst bei aller Bazooka gegen Corona ihr Leben opfern (über 60 deutsche Ärzte und Krankenschwestern sind bereit tot!). Wir leben doch im Schnitt selbst bei Beschränkungen unter den besten Verhältnissen weltweit. Da ist doch vor allem Bescheidenheit und Demut angesagt! Zumal wir Deutsche die hilflose Situation in den Entwicklungsländern mit verschulden. Denn da ist seit mehr als hundert Jahren Ausbeutung durch internationale, aber auch deutsche Konzerne angesagt. Ich denke nur an die Ausbeutung von Rohstoffen(Frankreich in den ehemaligen Kolonien https://www.deutschlandfunk.de/der-westafrikanische-franc-frankreich-und-der-unsichtbare.724.de.html?dram:article_id=436556 , an die diskriminierenden Freihandelsabkommen mit Afrika https://www.attac.de/kampagnen/handelsabkommen/einzelne-handelsabkommen/epas/ und die Lebensmittelexporte, die massenhaft einheimische Strukturen zerstören https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/freihandel-eu-importe-torpedieren-afrikas-wirtschaft-1.3314106.

Schlimm sind die Beschränkungen für Leute, die auf engem Raum mit vielen Kindern klar kommen müssen. Vor allem da und bei der Versorgung mit Schutzkleidung muss dringend gehandelt werden. Ich kenne eine große Physiotherapie, in der es (Stand vor einer Woche) weder ausreichende Schutzausrüstung noch Desinfektionsmittel gab. Das Düsseldorfer Gesundheitsamt sah sich außer Stande zu liefern. Man muss sich nur vorstellen, welchem Risiko behandelnde Kräfte ausgesetzt sind, die es täglich mit bis zu hundert Patienten zu tun haben.  Ein Skandal inmitten des ständigen Geredes um mehr Öffnung.

Es ist nicht zu glauben, dass Gastwirte, denen die Öffnung ihrer Läden nach wie vor verboten wird, von einer Geringschätzung ihrer Branche durch die Regierenden sprechen. Und das diesem Aufbegehren auch noch Raum in den Medien gegeben wird. Jeder Mensch versteht, dass das Hotel- und Gaststättengewerbe unter den derzeitigen Zwangsmaßnahmen besonders leiden. Doch hier darf nicht Öffnung geboten sein. Hier muss der Staat für ausfallende Geschäfte, zumindest aber für die Existenzsicherung der Unternehmen sorgen.

Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass die in der ersten Runde losgeschlagenen Hilfspakete nur ein Teil dessen sind, was bis zum Ausklingen der Pandemie erforderlich wird. Angesichts dessen sollte wir schon jetzt den Riemen  enger schnallen. Forderungen der Umweltbewegung, von Attac und Campact, mit diesen Geldern auch gleich noch Umweltprobleme zu lösen, sind folglich nicht nur wirklichkeitsfremd, sondern auch ärgerlich. Weil es angesichts vorhandener Existenzängste vor allem um das Überleben von Menschen und Unternehmen geht. Betrachtet man die Sache zugespitzt, dann ist davon auszugehen, dass die vor dem Wiederanlauf befindlichen Unternehmen den Staat eher bedrängen werden, von Umweltauflagen abzulassen. Woraufhin der Staat/die Politik (als Marionetten von Wirtschaft und der Finanzindustrie) eher diesem Druck als dem nach höheren Ausgaben für den Umweltschutz nachgeben dürften.

Die Protagonisten Kirchen haben immer gut reden. Auch jetzt, da viele ihrer Gebetsstätten geschlossen sind. Sie reden und reden und beeinflussen das, was ohne sie läuft, wenig oder gar nicht. Es wird derzeit viel Geld gebraucht. Hier zu Lande, aber besonders in den armen Ländern. Wo ist die 1-Billion-€-Spende aus den unkontrollierten, undemokratisch verwalteten Reichtümern, die Bedford-Strohm und die Kurie verwalten?   

 

* Ich zähle Corona vom 15. März an. Wir hatten damals die vorerst letzte Veranstaltung der Ratinger KULTURkneipe vor der Brust: die Aufführung meines Dokumentarfilms „Paris Belle Epoque – eine Spurensuche“. Das Ganze lief vor 18 Personen, die sich getraut hatten und brachte mir neben ziemlichem Applaus viel Wie-konntest-du-nur-Kritik ein.

6. April 2020: Hallo Freunde, hier wieder die aktuellen Schlagzeilen aus dem BLOGhaus

Hallo Freunde, hier wieder die aktuellen aus dem BLOGhaus. Bitte weiter verbreiten!

  Ich wollte auf CORONA völlig verzichten. Habe mich aber umentschieden. Was ich denke und anrate, geht auf ein A4-Blatt:

https://www.stoerfall-zukunft.de/corona-macht-deutlich-wie-e-um-die-welt-wirklich-bestellt-ist/

Sein Erbe ist so viel wertvoller. Reißt Bayreuth endlich ein!

https://www.youtube.com/watch?v=ZQVs4MhX3xo

Als wenn wir das nicht schon wüssten: Signale aus dem All sind relativ sinnlos, denn sie brauchten vermutlich viele Jahre, Jahrzehnte oder Jahrhunderte , um zu uns zu gelangen. Umgekehrt ist das ebenso. Also: Eine direkte Kommunikation mit anderen Bewohnern der Galaxen ist schon aus physikalischenh Gründen nicht möglich. Wir sollten auch nicht unbedingt auf uns aufmerksam machen, meinte schon Stephen Hawking. Schließlich könne man nicht wissen, wer da mit welcher Absicht angelockt wird. Dessen ungeachtet werden weiterhin Signale ausgesendet und keine empfangen …..schade um die immensen Geldausgaben

https://rp-online.de/politik/ausland/seti-suche-nach-ausserirdischer-intelligenz_aid-49903191

Flagship: Jürgen Preuss hat ein tolles Video über ein ebenso tolles Projekt auf YouTube gestellt.

https://www.youtube.com/watch?v=eUqr1waVaxs

  Eines meiner größten FilmErlebnisse: BRECHT

https://www.youtube.com/watch?v=1oZh6-b0XO8&list=PLYoesWbPlRamfYl56eOzH-s4l71IJ8t0U&index=3

Nicht zu glauben: Eine US-Forscherin verspricht neue, umweltfreundliche Atomkraftwerke

https://www.tagesschau.de/ausland/atomreaktor-entwicklung-usa-101.html

In Falkenberg bei Kassel wird ein Smartphone produziert, dass sich problemlos auseinandernehmen und reparieren lässt. Der Akku ist austauschbar. Wir alle sollten es kaufen https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/die-ratgeber/sendungen/shiftphone–das-besondere-handy-2,video-105828.html

Da der deutsche Staat zu wenig Geld für die Forschung bereitstellt, sind öffentliche Hochschulen und Institute mehr denn je auf Drittmittel angewiesen. Und die kommen zumeist aus der Wirtschaft, die das Forschen ihren Interessen unterwirft. Professor Christian Kreiß spricht von gekaufter Wissenschaft

https://publik.verdi.de/ausgabe-202002/gekaufte-wissenschaft/

Zuweilen verzweifelt man an der menschlichen Dummheit und wünscht sich ein neues Wahlrecht. Wonach nur diejenigen wählen dürfen, die etwas vom zu Wählenden verstehen. Aber Vorsicht: Die sogenannte EPISTOKRATIE hat ihre Tücken  https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/freiheit-in-gefahr

Wir sprechen uns wieder

Stephan Keller hat aufgeschrieben, was sich durch die Krise ändern muss https://rp-online.de/panorama/coronavirus/duesseldorf-ob-kandidat-stephan-keller-sagt-was-sich-aendern-muss_aid-49752399. Und diese Schlussfolgerungen direkt aus den Systemschwächen abgeleitet, die wir gerade erleben:

  • Finanzielle und personelle Stärkung der mit der CORONAkrise befassten Organisationen
  • Zentrale Beschaffung von Schutzausrüstungen und Beatmungsgeräten – vor allem aus der zu stärkenden europäischen Produktion
  • Zentrale Planung von Behandlungskapazitäten
  • Personelle Aufstockung im Pflege – und Krankenhausbereich
  • Bessere Bezahlung des Krankenhaus- und Pflegepersonals

An den Grundfesten der Gesellschaft rührt er nicht. So bleiben die Rufe nach Aufgabe des renditeorientierten Gesundheitswesens,  nach der Verstaatlichung der Daseinsfürsorge, nach signifikanter Ausweitung der staatlichen Forschung im Gesundheitswesen eher verhalten. Auch die Außenbeziehungen innerhalb der EU und darüber hinaus sind ausgeblendet. Immerhin gibt es so etwas wie einen gesundheitspolitischen Forderungskatalog jetzt schriftlich – als Titelliste. Konkrete Zahlen fehlen leider. Bleibt zu hoffen, dass wir nach CORONA dennoch in die Lage versetzt werden, festzustellen, ob entsprechende Maßnahmen wirksam wurden, und wenn ja: in welchem Umfang.

Corona macht deutlich, wie es um die Welt wirklich bestellt ist

Die Menschen reagieren immer aus der eigenen Befindlichkeits- und Interessenlage heraus. Und verweigern sich dem objektiven Urteil. Wer als Mann mit 80 den Tod fürchten muss, verhält sich anders als eine Fünfzigjährige, die ein kleines Unternehmen führt. Es existiert nicht nur in  Deutschland eine verständliche Zweiteilung des Denkens und Handelns.

Bei allem Unterschied: In der jetzigen Lage geht es nicht darum, festzustellen, wer Recht hat. Wir müssen vielmehr ausloten,  was gesamtgesellschaftlich und ethisch geboten ist. Eine Aufrechnung von Leben gegen Leben kann es nicht geben. Der Gesetzgeber sieht das genau so https://www.tagesschau.de/inland/corona-triage-intensivmedizin-101.html.

Ich wollte mich an den Diskussionen um Corona  nicht beteiligen. weil meine Stellungnahme wegen unzureichender medizinischer Kompetenz, aber auch mit Blick auf  die Flut von Infos kaum Sinn macht. Ich habe mich umentschieden und jetzt das kommentiert, was nicht unbedingt in den Medien kursiert:

  • Wir werden in Deutschland den mehrfachen Wechsel von Kontaktsperre und wirtschaftlicher Belebung aushalten müssen. Dabei wird es immer wieder zu Infektionen kommen, von denen man glaubt, sie in Schach halten zu können. Das „Spiel“ unterstellt eine abgesenkte und dafür gestreckte Gefahrenkurve, die solange gefährlich bleibt, bis es einen Impfstoff gibt https://www.tagesschau.de/inland/corona-entwicklung-interview-101.html
  • Ja, die deutsche Regierung hat vor und nach Hainsberg zu spät und zu zögerlich reagiert. Sie hat ein System, dass den Profit vor die Gesundheit stellt, massiv gestützt. Und wichtige, bereits 2012 vorliegende Studien zum Thema Pandemie ignoriert https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf. Jetzt kommt die Rechnung https://www.spiegel.de/politik/deutschland/coronavirus-zu-wenig-schutzmasken-in-deutschland-der-stoff-der-krise-a-f6f26959-dfb1-462b-adfe-40a01dd6c593. Dass wir Menschen, die diese Misswirtschaft zu vertreten haben, jetzt vertrauen müssen, ist grotesk. Und dennoch pädiere ich dafür. Denn die Korrektur ist beherzt und machtvoll – und sie wird von allen Parteien getragen. Wenn es aber um Infos geht, sollten wir vor allem dem Robert-Koch-Institut glauben. Und nicht den Verschwörungstheoretikern a la eingeschenkt.tv (AfD) auf den Leim gehen.
  • Im Beschaffungswettlauf um Schutzausrüstungen gegen die Corona-Epidemie lüftet der Kapitalismus seine dreckige Maske. Wer das meiste Geld bietet, bekommt den Zuschlag. Da werden selbst feste LieferVerträge zwischen Ländern ausgehebelt https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-franzoesische-regionen-usa-kaufen-uns-schutzmasken.1939.de.html?drn:news_id=1116838, da wird gestohlen, widerrechtlich beschlagnahmt und betrogen.
  • Deutschland ist dabei, sein gutes Image einmal mehr zu beschädigen. Es verweigert CoronaBonds, um sich vor der vergemeinschafteten Schuldentilgung zu drücken https://www.tagesschau.de/ausland/anti-deutschen-simmung-italien-101.html. Ja, es könnte für Deutschland teuer werden. Und nicht immer ist sicher, dass Gelder richtig verwendet und pünktlich zurückgezahlt werden. In einer Situation wie der heutigen müssen solche Argumente hintenangestellt werden. In einer solchen Situation ist totale Solidarität angesagt, zumal Italien und Spanien unter Corona extrem leiden. Schon die Tatsache, dass wir mit Italien und Spanien durch diverse Lieferketten  verbunden sind, muss die deutschen Regierung anhalten, den Niedergang der europäischen Partner zu verhindern.  Hinzu kommt, dass diese Länder, die von der Flüchtlingskrise besonders betroffen waren und sind, nie so unterstützt wurden, wie das notwendig gewesen wäre……… Dieser verdammte Egoismus, dieser verachtenswerte Geiz müssen endlich aufhören! CoronaBonds ja – in zu vereinbarendem Umfang … für eine zu vereinbarende Zeit! Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther,  hat diesen Standpunkt vor einigen Tagen geäußert https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/coronabonds-als-ein-instrument-der-solidaritaet-deutscher-oekonom-huether-ohne-gemeinschaftsanleihe-sehe-ich-schwarz-fuer-die-eu/25700908.html und seine Thesen am 6. April in den ARD-Tagesthemen noch einmal bekräftigt. Peter Bofinger, Professor für Volkswirtschaftslehre, vertritt die gleiche Auffassung https://www.spiegel.de/wirtschaft/coronavirus-peter-bofinger-und-marc-friedrich-streiten-ueber-die-krise-a-368c041f-8734-4e6e-9d0f-11e09c552fe9
  • Die Hetze gegen China ist beispiellos. Kaum ein Land der Welt hätte bei Ausbruch einer vergleichbaren Krise anders gehandelt als das Reich der Mitte. Man muss nicht a priori von bewusster Vertuschung sprechen, wenn Ärzte und Behörden zunächst zögern, auf beunruhigende Infos zu reagieren. Zu groß ist die Angst, völlig sinnlos Panik zu verursachen. Heute, da China die Krise im Wesentlichen überwunden hat und vielen Ländern mit Sachleistungen und Expertenwissen gegen Corona unterstützt, wird erneut blank gezogen. Es gehe um Einflussnahme und politisches Punktesammeln. Nun ja, die Verächter in den USA und in Europa können ruhig die Messer wetzen. Für mich gilt: Wenn China Hilfe leistet, ist das in jedem Fall ein großartiger Beitrag https://www.n-tv.de/politik/China-praesentiert-sich-als-Retter-in-der-Not-article21663459.html.
  • Schutzausrüstungen: Da explodieren die Preise, da verdienen Spekulanten und Aufkäufer Milliarden, während viele Entwicklungs- und Schwellenländer, vor allem aber diejenigen, die vor Krieg, Klimakatastrophe und Corona fliehen, leer ausgehen.
  • Mir ist völlig unverständlich, warum kaum jemand über die Wiederverwendung von Schutzausrüstungen spricht. Es gibt Ideen und Technologien für die Desinfizierung z. B. von Schutzmasken. https://www.youtube.com/watch?v=0mHi7hjJWHk
    https://www.youtube.com/watch?v=KyJz1wMA_kc
    https://www.youtube.com/watch?v=_gN4f3izbBY (besser bei 80 Grad und nachmessen)
    https://www.obermain.de/lokal/obermain/art2414,823038
    https://www.youtube.com/watch?v=soKRM14E-F4 
    (diese Infos stammen von meinem Freund Michael B.)……………Und es heißt, dass bereits längeres Ablegen dieser Masken zum Absterben der Viren führt. Eine Kreislaufwirtschaft bietet sich da geradezu an. Sie muss nur professionell organisiert werden.
  • Die CoronaKrise hat die Schere zwischen Arm und Reich, zwischen den hochentwickelten reichen und den armen Ländern noch weiter geöffnet. Sie hat die Superreichen auf dieser Welt noch reicher gemacht, weil sie – rechtzeitig von ihren Börsengurus beraten – auf den Absturz der Kurse gewettet haben. Die Armen dürfen vor allem sterben. Sie sind weder im Besitz von Schutzausrüstungen und Desinfektionsmitteln, noch besitzen sie das Geld, beides zu erwerben.
  • Wir werden beklemmende Bilder vor allem aus Afrika https://www.merkur.de/welt/afrika-corona-news-suedafrika-experte-warnung-covid-19-who-pandemie-katastrophe-zr-13606904.html, Indien https://www.tagesschau.de/ausland/indien-folgen-ausgangssperre-101.html, Latein- und Südamerika sowie aus den USA https://www.fr.de/panorama/corona-usa-weltweit-meisten-todesfaelle-binnen-eines-tages-zr-13599298.html und Asien sehen. Erst dann wird vielen von uns klar werden, dass wir alle Teil des moralischen Versagens sind, weil wir direkt oder indirekt an der Ausbeutung der Armen und damit auch am kommenden Massensterben beteiligt sind.
  • Ich bin der festen Auffassung, dass die CoronaKrise das Denken und Handeln der Herrschenden nicht beeinflussen wird. Nach der Krise wird alles so sein wie zuvor –  ein paar gelagerte Beatmungsgeräte und Schutzausrüstungen mal ausgenommen. Obwohl es dringend angesagt ist, das profitorientierte Gesundheitssystem abzuschaffen und die Daseinsfürsorge  in öffentliche Hände zu geben, wird es weder für Krankenhäuser, noch für Altenheime  eine Reverstaatlichung geben.   Ich bezweifle außerdem, dass es in Krankenhäusern und Pflegeheimen zur notwendigen Aufstockung des Personals kommt, geschweige denn zu nennenswerten Lohnsteigerungen. Auch das viel beschworene Unabhängigwerden von China & Co. bei der Herstellung von Medikamenten und Schutzausrüstungen  wird in den Anfängen stecken bleiben. Weil die eigene/europäische  Produktion vor Importen aus Billiglohnländern kaum oder gar nicht geschützt werden kann . Folglich wird es auf vielen Strecken bei leeren Versprechungen bleiben, auf die man nach der Krise nicht mehr zurückkommen wird………………………………………….. ……………………………………………… Evolution und Kapitalismus haben sich eingebrannt. Sie bringen auch nach Corona immer neue geld- und machtgierige Herrscher hervor, die den brutalen Run auf Vorherrschaft, Marktwirtschaft  und niedrigste Kosten weiter antreiben. Die freundlichen, kooperativen und vernünftigen Exemplare unserer Spezies sind von Natur aus weder clever, noch machtbewusst und brutal genug, um eine Weltregierung durchzusetzen. Nur die nämlich könnte einen Paradigmenwechsel vollziehen https://www.gerojenner.com/wp/der-thymos-und-die-logik-warum-wir-wissen-und-doch-nicht-tun/.
  • Am 3. April 2020 hat der Medizin-Ethiker Joachim Boldt zum ersten Mal zu einem schrecklichen Szenario Stellung genommen, nämlich den Fall diskutiert, bei dem Schutzausrüstungen fehlen und schwer kranke Patienten einem Auswahlverfahren unterworfen werden müssen. Die Bilanz ist erschreckend https://www.daserste.de/information/nachrichten-wetter/ard-extra/videosextern/ard-extra-die-corona-lage-146.html Niemand spricht jedoch direkt über den Tod, niemand informiert darüber, ob Todgeweihte in Zeiten von Corona selbstbestimmt und sanft sterben können. Niemand weiß zudem, ob die Ärzte dem Urteil des Bundesgerichtshofes folgen, nach dem Menschen, die dem Tode geweiht sind, Suizid begehen dürfen. Noch muss man davon ausgehen, dass viele zu Sterben Verurteilte jämmerlich ersticken, ODER?
  • Die Ursachen für die CoronaKrise liegen nicht vorrangig in China, sie sind durch die brutale Ausbeutung von Mensch und Natur in der globalisierten Welt bedingt https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/das-kommt-nicht-von-aussen
  • Werden die Muslime den Ramadan verschieben, aussetzen oder gänzlich anders gestalten? Verschwörungstheoretiker verbreiten bereits Horrorszenarien: Entweder wird der Ramadan verboten und es kommt zu Aufständen oder aber der Ramadan geht wie immer über die Bühne – mit vermehrten Ansteckungen. Keiner weiß derzeit, ob die Gelehrten der Azhar-Universität, das ägyptische Fatwa-Amt oder hiesige muslimische Verbände durchdringen https://www.tagesschau.de/ausland/corona-ramadan-101.html. Bekanntlich gibt es im Islam Hunderte Würdenträger, aber keinen, der sie koordiniert.