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1. Dezember 2022: Hallo Freunde, hier wieder die aktuellen Schlagzeilen aus dem BLOGhaus

 

Er ist längst überfällig –

mein Hinweis auf „Die Selbstgerechten“.

Hier nun eine kurze, durch Originaltexte begleitete Rezension zum Buch von Sahra Wagenknecht – das es in die höchsten AufmerksamkeitsEtagen geschafft hat. Völlig zu Recht. Denn es trägt dem weit verbreiteten Gefühl Rechnung, dass wir uns aus dem egoistischen Individualismus unserer Tage befreien und zum WIR, zu einem Leben mit Sinn und Verantwortung für die Gemeinschaft zurückkehren müssen

https://www.stoerfall-zukunft.de/jeder-lesefreudige-sollte-sahra-wagenknechts-buch-die-selbstgerechten-lesen/.     ← die Originalseiten

Mir ist beim Lesen manches klar geworden. Nicht alles lässt sich hier diskutieren. Aber auf sechs Punkte würde ich gern aufmerksam machen:

1) darauf, dass Sahra W.s Aussagen von unzähligen Menschen mitgetragen werden – quer durch die gesamte politisch interessierte Bürgerschaft (s. auch die Pressestimmen auf der Website!)

2) darauf, dass die Kritik an „mutierten“ Linken überfällig war, dann aber auch ganz besonderen Hass aus dieser Ecke generierte

3) darauf, dass Wirtschaft auf Basis eines sogenannten „Leistungseigentums“ eine interessante – wenngleich: eine schwer zu realisierende Alternative – zur Wirtschaft mit dominierenden Kapitalgesellschaften darstellt

4) darauf, dass Sahra W. mit der Legende vom grünen WachstumsKapitalismus aufräumt

5) darauf, dass Sahra W. weder auf Christian Felbers GemeinwohlÖkonomie, noch auf die Zukunftsfähigkeit von Genossenschaften näher eingeht (m. E. ein bedenkliches Defizit) und schließlich

6) darauf, dass Sahra W. einen glaubhaften Zukunftsentwurf bezüglich Wirtschaft und Gesellschaft vorstellt, aber Hinweise auf den konkreten Weg dahin ausspart. Letzteres ist ein traditioneller Mangel aller vorliegenden Werke zu diesem Thema. Denn niemand wagt anzumerken, dass eine umstürzende Reform in Wirtschaft und Gesellschaft auch Gewalt – und zwar eine erdballumfassende erfordern könnte. Zwar sprechen auch andere Autoren davon, dass die EINE nachhaltige und gerechte Welt ohne Abschaffung des Kapitalismus nicht möglich sei (weil es ja auch den grünen Kapitalismus + Wachstum nicht geben kann) – doch Hinweise darauf, wie ein solches Ziel auch ganz anders, nämlich kooperativ, einvernehmlich, demokratisch und vor allem friedlich erreicht werden kann, gibt es nicht.

Sahra Wagenknecht greift vor allem die Linken in unserer Gesellschaft an – Menschen, die es sowohl in der Partei DIE LINKE, als auch bei Sozialdemokraten und Grüne gibt. Was sie kritisiert, ist die Tatsache, dass die meisten dieser Linken die tatkräftige Unterstützung der Unterprivilegierten in unserer Gesellschaft aufgegeben und diese Hilfe durch intellektuelles Gerede, angemaßte Selbstgewissheit, grüne Worthülsen und sinnlose Debatten über Identität und Genderei ersetzt haben.

Wagenknecht gibt an anderer Stelle unzählige Beispiele dafür, wie sich Wirtschaft und Gesellschaft in den letzten 50 Jahren verändert haben und stellt den totalen Abbruch fest. Das, was sich in den 50er und 60er Jahren im Rahmen des Wirtschaftswunders, genauer gesagt: im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft zu Gunsten der Bürger (auch der ärmeren Bürger) entwickelt habe, sei mit dem Übergang von der Industriegesellschaft in die Dienstleistungsgesellschaft, mit der Globalisierung und dem Verfall tradierter Werte weitgehend verloren gegangen. Nie habe es eine tiefere Kluft zwischen Arm und Reich und mehr Existenzangst in den unteren Etagen der Gesellschaft gegeben als heute. Die Autoren macht das an Mutationen bei den großen Kapitalgesellschaften (extremes Renditedenken statt Innovationen), am ungebremsten Wachsen leistungsloser Einkommen und der Zerfaserung des Widerstands gegen diese Entwicklungen fest. Und schlägt dann vor, wie es anders laufen könnte. Sie geht mit der derzeitigen Struktur und der Arbeitsweise der EU ins Gericht (alles undemokratisch konstruiert) und benennt nicht sie sondern den (schon totgeglaubten) Nationalstaat als derzeit einzige Institution, die Sicherheit und Gerechtigkeit in der Gesellschaft herstellen kann – da demokratisch legitimiert. Sie bringt das sogenannte Leistungseigentum als Basis für eine reformierte Wirtschaft ins Gespräch, fordert eine in öffentlicher Hand befindliche Daseinsfürsorge (Gesundheit, Pflege, Energie, Verkehr u.a.), geißelt die egoistische Abschottung der akademischen Eliten gegenüber der unterprivilegierten Bevölkerung, wirbt für eine Flüchtlingspolitik, die vom Gros der Bevölkerung mitgetragen wird und empfiehlt das Ein-und Zwei-LiterAuto statt des unzeitgemäßen E-Autos (kaum grüner Strom!). Und … und … und

rbt

Sie war jung, sehr jung, mittellos, elternlos und verzweifelt. Man wollte sie mit einem reichen, fetten Kaufmann verheiraten, der für seine Gewalttätigkeit bekannt war

Ja, ihr vermutet richtig. Am 7. Dezember 2022 ist wieder einmal Dostojewskij fällig. Die Literatin und Schauspielerin Marion Schüller (Bildmitte) präsentiert ihn im Rahmen einer selbst getexteten szenischen Lesung in Recklinghausen. Dreh- und Angelpunkt ist eine emotional aufgeladene Novelle des großen Dichters und Schriftstellers: „Die Sanfte – ein Missverständnis“. Nach erfolgreichen Auftritten zu Dostojewskijs 200sten Geburtstag (u.a. in der VHS Essen und in der Bensberger Thomas-Morus-Akademie) kooperiert Marion Schüller diesmal mit dem Ikonenmuseum Recklinghausen.

Mittwoch, 7. Dezember 2022, 18:30 Uhr

Stadtbibliothek Recklinghausen,

Augustinessenstr. 3, 45657 Recklinghausen

 

Ich halte es

für einen schweren Fehler, dass sich unsere Regierung auf Deals mit Katar eingelassen hat. Die dort herrschenden Scheichs sind nicht nur menschrechtsmäßig das Letzte (Unwürdige und todbringende Arbeitsverhältnisse in vielen Bereichen der Wirtschaft, u.a. beim Bau der Wettkampfstätten zur Fußball-WM – 500 Tote werden zugegeben https://www.tagesschau.de/ausland/asien/katar-wm-tote-103.html. Der Guardian sprach von 6500!), sie gehören auch zu denen, die fossile Energien bis zum Sanktnimmerleinstag bewahren wollen (s. die Ergebnisse von Kairo) . Kein Wunder: Die fließen ihnen – wie allen Nachbarstaaten in diesem Raum – leistungslos zu. Und animieren sie zudem, Energie und Wasser in unvorstellbarem Maße zu verschwenden – was sie außerdem zu den weltweit größten CO2-Emitenten macht (der Pro-Kopf-Ausstoß ist viermal höher als der schon völlig inakzeptable Deutschlands !!! https://de.statista.com/infografik/16282/co2-emissionen-pro-kopf/). Sich von einem Regime, dass so strukturiert ist und entsprechend auftritt, versorgen zu lassen, ist politisch nicht hinnehmbar. Zumal die ausgehandelte Vereinbarung – sie sieht erst für 2026 Gaslieferungen vor –  die Energiesituation Deutschlands gut wie gar nicht entspannen kann (betrifft nur etwa 3% des deutschen Gasverbrauchs – wozu also dieser dumme Kniefall?). Nichts habe also näher gelegen, als dass Habeck innerhalb von drei Jahren (!) eine alternative Quelle erschließt. Aber zu solchen Überlegungen ist man an der Spitze unseres Landes offenbar nicht in der Lage …

https://www.sportbuzzer.de/artikel/katar-fans-ultras-wm-eingekauft-bericht-reaktion-new-york-times/

Es ist eine, sorry, … Obersauerei,

dass in Deutschland alles dafür getan wird, den Fachkräftemangel  durch Zuwanderung  zu beseitigen – statt in Deutschland befindliche junge Menschen strikter und zielgerichteter zu qualifizieren. Hubertus Heil (SPD) widmet sich dem weniger Anstrengenden und Preiswerteren: Er tut alles, um den „migrantösen“ Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern https://www.tagesschau.de/inland/kabinett-zuwanderung-101.html. Und die Unternehmerverbände sind sogar bereit, alle Menschen, die nach Deutschland wollen, einzulassen. Nach dem Motto: Je mehr kommen, desto wahrscheinlicher ist es, dass die fehlenden Fachkräfte gefunden werden. Mit dem „untauglichen Rest“ – so die unausgesprochene Ergänzung – könne sich ja der Staat (mit seinen sozialen Netzen) herumärgern. Dass solche Netze irgendwann reißen, interessiert dann niemanden.

Mein Vorbehalt gegen die Zuwanderung hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit, wohl aber damit zu tun, dass ich mir über die Länder Sorgen mache, aus denen die Zuwanderer kommen*. Diese eher armen Länder, die die Auswanderer oft mit hohem Aufwand ausgebildet haben, verlieren im Brain Drain die Wissens- und Arbeitskräftesubstanz und mindern damit die Chance an reichere Länder aufzuschließen. Und zwar solange, bis sie einbrechen und von den reichen Ländern alimentiert werden müssen (was moralisch und weltwirtschaftlich einen großen Verlust bedeutet). Statt den Brain Drain aktiv zu fördern, müssten die reichen Länder alles dafür tun, dass ausgebildete Kräfte in wirtschaftlich schwächeren Ländern zumutbare Jobs bekommen und damit ihr Herkunftsland stärken. Umfassendere Ausbildung hier und sinnvolle Entwicklungshilfe dort sind die passenden Lösungen.

* Zuwanderer aus hochentwickelten Ländern mal ausgenommen. Die sind in den Unternehmen gar nicht vorrangig gefragt, weil man sie kaum schlechter bezahlen und ausbeuten kann

Das Gute im Menschen – es existiert noch!

https://www.youtube.com/watch?v=a23945btJYw

 

Ich habe das

anlässlich des 100sten Geburtstags verpasst und muss es jetzt im Jahr des 110ten schnell nachholen. Worum geht es? Um die Würdigung einer Frau, der ich – bei Sicht auf ihr familiäres Umfeld – nie zugetraut hätte, meine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Ich spreche von Barbara W. Tuchmann, der ehemaligen Präsidentin der Historiker-Vereinigung der USA https://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_Tuchman. Diese Frau, von der man zunächst annehmen musste, dass sie ausschließlich konservative Positionen vertritt, hat in beispielloser Weise mitgeteilt, was seit 1890 in wichtigen Regionen dieser Welt passiert ist. Ihre Analysen über die Zeit vor dem 1. Weltkrieg („Der stolze Turm“ https://www.stoerfall-zukunft.de/etwa-1898-wurden-die-usa-ein-imperialistisches-land-und-die-bisherige-vorbildfunktion-ging-nach-und-nach-verloren/), über den Krieg selbst („August 1914“*), über die US-amerikanisch-chinesischen Beziehungen von 1911 bis 1945 („Sitwell and the American Experience in China“*) sowie über die Borniertheit kriegführender Weltwagenlenker („Die Torheit der Regierenden“) sind nicht nur meisterhaft geschrieben und in bis zu dreizehn Sprachen übersetzt, sondern auch mehrfach preisgekrönt.

Ich bin versucht hinzuzufügen, dass der politisch Interessierte nur noch „Die Schockstrategie“ von Naomi Klein https://www.stoerfall-zukunft.de/die-schockstrategie/, Haffners „Anmerkungen zu Hitler“, Helder Yurens „HOMO RAPIENS RAPIENS“ und Wagenknechts „Die Selbstgerechten“ lesen und Bernd Fischerauers Serie „Vom Reich zur Republik“ anschauen muss, um zu begreifen, was um uns herum politisch lief und läuft

https://www.stoerfall-zukunft.de/die-schockstrategie/

https://de.wikipedia.org/wiki/Anmerkungen_zu_Hitler

https://www.stoerfall-zukunft.de/homo-rapiens-rapiens/

https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wirtschaft-gesellschaft/politik/die_selbstgerechten-16576.html

https://www.youtube.com/playlist?list=PLEq6uDHzL3CdGgpFtLJQJ3Js7GKjhoj-8.

*jeweils Pulitzer-Preis

Im Vorfeld

der geplanten Abstimmung im Deutschen Bundestag über die Ratifizierung des umfassenden Handels- und Investitionsschutzabkommens zwischen der EU und Kanada (CETA) gibt es breiten zivilgesellschaftlichen Protest. Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände, Umwelt- und weitere gesellschaftliche Organisationen fordern die Abgeordneten auf, gegen die Ratifizierung von CETA zu stimmen. Mit dem Abkommen würden Sonderrechte für ausländische Investoren geschaffen und Profite von Konzernen über Menschen, Klima und Umwelt gestellt, so der Kern der Kritik. Von einer “modernen und nachhaltigen” Handelsagenda, oder gar einem “Neustart”, wie die Bundesregierung es nennt, könne keine Rede sein. “Die Bundesregierung sei gerade vielmehr im Begriff, die Weichen rückwärts zu stellen.”, so Margot Rieger, Vertreterin der lokalen freihandelskritischen Bündnisse und Initiativen im Netzwerk Gerechter Welthandel

https://twitter.com/Attacd/status/1597518637375836160

https://taz.de/Wirtschaftsabkommen-EUKanada/!5895073/                                                                      Bild: taz

Irene Cara – sie wird uns fehlen https://www.youtube.com/watch?v=miax0Jpe5mA

 

Die CDU/CSU

hat einmal mehr ihre soziale Inkompetenz bewiesen. Sie hat das dürftige Bürgergeld nun noch einmal kastriert.

https://www.attac.de/startseite/teaser-detailansicht/news/hartz-iv-mit-neuem-namen                                 Bild: SZ

 

  Dafür gibt es jetzt massig KOKAIN ….

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/schlag-gegen-kokain-kartell-101.html                                       Bild: Tagesschau

 

EU: Die Überdehnung könnte das Ende bedeuten

https://www.freitag.de/autoren/wolfgangmichal/gewinnt-die-ukraine-den-krieg-hat-das-weitreichende-folgen-fuer-europa

In 5 Phasen metamorphiert – eine überfällige Ohrfeige für die Grünen …

https://www.freitag.de/autoren/stephan-hebel/gruene-an-der-macht-die-vizekanzler-partei

https://www.freitag.de/autoren/wolfgang-michal/linkspartei-und-gruene-die-sind-ja-gar-nicht-mehr-links                                                                          Bild: SPIEGEL

 

Dass sich Frankreich und Italien derzeit in den Haaren liegen, hat nicht nur mit dem abgewiesenen Flüchtlingsschiff zu tun ….

https://www.deutschlandfunk.de/europa-der-streit-zwischen-frankreich-und-italien-eskaliert-100.html

  Man hat das Gefühl,

dass Corona immer mehr aus dem Ruder läuft. Allenfalls die Hospitalisierungsrate kann noch Auskunft darüber geben, wie gefährlich die Krankheit ist.

Ist sie nicht, hört man allenthalben. Und nun seien auch die Impfpflicht für das Personal in Gesundheitswesen und Pflege sowie die Diskriminierung von Nichtgeimpften endlich als bösartige Monster entlarvt https://www.berliner-zeitung.de/open-mind/corona-kommentar-die-einrichtungsbezogene-impfpflicht-faellt-endlich-li.289511. Irrtum, Herrschaften. Was aus dem Blickwinkel von heute, was angesichts des bis heute erlangten Wissens so klugscheißerisch zum Beschuss freigegeben wird, sind Maßnahmen und Verhaltensweisen, die sich aus dem Nichtwissen und dem Bekenntnis zur Vorsicht ergaben. Keine Kunst, sage ich da. Hinterher ist man immer schlauer. Und: Neues Wissen darf nie zum Umschreiben zurückliegender Geschichte führen!

Die Tatsache, dass man die Impfstoffe nicht darauf prüfte, ob sie Ansteckungen vermeiden, bedeutet nicht automatisch, dass „Pandemieverantwortliche“ fahrlässig gehandelt haben. Immerhin war der Umfang dessen, was zum damaligen Zeitpunkt zu prüfen und zu erforschen war, gigantisch. Schließlich wusste man einfach nicht, wie das System aus Virus und Impfstoff in seiner Gesamtheit funktionierte. Und weiß das heute auch nur ansatzweise. Gefahr im Verzug hieß es damals und  wer sich impfen ließ, war selbst weniger bedroht. Dass Geimpfte von den Ungeimpften einen CoronaTest verlangten (und diese darüber hinaus beschimpften und diskriminierten), bevor letzteren der Zugang zum Kreis der angeblich Geschützten gewährt wurde, hat viele Ungeimpfte frustriert. Ließ sich aber aus dem damaligen Kenntnisstand heraus auch nachvollziehen. Man glaubte, dass sich Ungeimpfte schnell und heftig infizieren und hohe Viruslasten dann auch rücksichtslos verbreiten würden (eine unzulässige Verallgemeinerung, der viele Menschen aufsaßen). Dass sich auch der Geimpfte anstecken und die Kontaminierung in hohem Maße weitergeben konnte und damit „nicht anders ausssah“ als ein angesteckter Ungeimpfter, wollte und konnte lange Zeit niemand glauben (ein paar Querdenker, die nichts beweisen konnten, mal ausgenommen). Das mögen Betroffene aus heutiger Sicht für fahrlässig, wenn  nicht bösartig, halten. Aber unentschuldbar ist „nur“, dass der Staat auch in den eher unproblematischen Sommern auf systematische Studien zum Thema verzichtete. Und als verlässliche Fakten vorlagen, noch Monate vergehen ließ, bis er darauf reagierte.

Auch wenn staatliches Handeln und Mainstream Harmlosigkeit verheißen: Corona ist nach wie vor äußerst gefährlich – vor allem für vulnerable Gruppen und Kinder. Für letztere stehen deutschlandweit wegen der zahllosen gripalen Infekte so gut wie keine Krankenhausbetten zur Verfügung https://www.focus.de/gesundheit/news/deutschlands-kinderkliniken-sind-ueberlastet-krankenhaus-mediziner-kinder-werden-durch-das-ganze-land-gefahren_id_180311026.html. Eine aktuelle Erhebung zeigt zudem, dass es im Oktober noch nie so viele Tote gab wie im Jahr 2022.

https://www.tagesschau.de/faktenfinder/uebersterblichkeit-deutschland-101.html

  Abschließend

ein paar Leseempfehlungen von mir. Es geht um Prosa, Lyrik und Sachtexte, die ich persönlich für interessant halte. Dabei geht es nicht um BestsellerListen – etwas, das ich rundheraus ablehne. Es geht um Literatur und den Hinweis, dass sie es wert ist, gelesen zu werden. Die Reihung ist nur bedingt als Wertung zu verstehen. Die jeweils ersten 15 Titel gehören zu meiner Lieblingslektüre …

https://www.stoerfall-zukunft.de/200-buecher-die-man-lesen-kann-aber-nicht-lesen-muss/

Etwa 1898 wurden die USA imperialistisch und die bisherige Vorbildfunktion ging nach und nach verloren

Die Vereinigten Staaten von Amerika waren nach dem Unabhängigkeitskrieg und dem amerikanischen Bürgerkrieg auf dem besten Wege zu einem fortschrittlichen Staat und Gemeinwesen, in dem die Anfänge von Demokratie und Menschenrechten, der Wille zum Frieden und zur friedlichen Kooperation vorbildhaft aufwuchsen. Bis einflussreiche Parlamentarier feststellten, dass für ein so mächtiges, produktives und edles Land mehr drin sei als die bloße Vorbildfunktion. Ein böser Eroberungsgeist machte sich breit.

Die Historikerin und Schriftstellerin Barbara Tuchmann hat diese fatale Übergangsperiode, diese einschneidende Zäsur in ihrem Buch „Der stolze Turm“ ausführlich und detailgetreu beschrieben https://www.spiegel.de/kultur/quellen-des-boesen-a-18da4301-0002-0001-0000-000045589405. Gab es bis etwa 1894 ein fast einhelliges Bekenntnis zu den Grundsätzen der amerikanischen Verfassung – so wurde dies bis 1898 total ausgehöhlt. Die USA unterwarfen Hawaii und machten die Philippinen nieder – teils in Überraschungsangriffen, teils mit Hilfe blutiger Massaker. Mit diesen Aktionen begann der weltweite Eroberungsfeldzug der Amerikaner, der teils offen, teils subtil bis heute anhält https://www.amazon.de/Made-Washington-angerichtet-haben-Paperback/dp/3406777449/ref=sr_1_1?crid=18YVK4ZKOGH9&keywords=was+die+usa+seit+1945+in+der+welt+angerichtet+haben&qid=1669652071&sprefix=Was+die+USA+seit+1945%2Caps%2C127&sr=8-1&asin=B09CKQ9D91&revisionId=d2d12553&format=1&depth=1.

https://www.perlentaucher.de/buch/norman-mailer/heiliger-krieg.html

Doch zurück zum angedeuteten Umbruch. Barbara Tuchmann hat beide politischen Richtungen – die der Friedfertigen und die der Falken –  treffend charakterisiert. Zwei beigefügte Auszüge aus ihrem Buch zeigen das:

  in die Texte klicken!

Bravo – das ist beispiellose Geschichtsschreibung

Ich habe das anlässlich des 100sten Geburtstags verpasst und muss es jetzt, im Jahr des 110ten schnell nachholen. Worum geht es? Um die Würdigung einer Frau, der ich – bei Sicht auf ihr familiäres Umfeld – nie zugetraut hätte, meine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Ich spreche von Barbara W. Tuchmann, der ehemaligen Präsidentin der Historiker-Vereinigung der USA https://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_Tuchman. Diese Frau, von der man zunächst annehmen musste, dass sie ausschließlich konservative Positionen vertrat, hat fundiert und beeindruckend mitgeteilt, was seit 1890 in wichtigen Regionen dieser Welt passiert ist. Ihre Analysen über die Zeit vor dem 1. Weltkrieg („Der stolze Turm“), über den Krieg selbst („August 1914“*), über die US-amerikanisch-chinesischen Beziehungen von 1911 bis 1945 („Sitwell and the American Experience in China“*) sowie über die Borniertheit kriegführender Weltwagenlenker („Die Torheit der Regierenden“) sind nicht nur meisterhaft geschrieben und in bis zu dreizehn Sprachen übersetzt, sondern auch mehrfach ausgezeichnet worden.

Ich bin versucht hinzuzufügen, dass der politisch Interessierte nur noch „Die Schockstrategie“ von Naomi Klein, Haffners „Anmerkungen zu Hitler“, Helder Yurens „HOMO RAPIENS RAPIENS“ und Wagenknechts „Die Selbstgerechten“ lesen und Bernd Fischerauers  Serie „Vom Reich zur Republik“ anschauen muss, um zu begreifen, was um uns herum politisch lief und läuft.

https://www.spiegel.de/kultur/quellen-des-boesen-a-18da4301-0002-0001-0000-000045589405

https://www.amazon.de/August-1914-Barbara-Tuchman/dp/3596197341/ref=sr_1_1?crid=34G0V0J0U58D1&keywords=august+1914+barbara+tuchmann&qid=1669136060&sprefix=August+1914%2Caps%2C114&sr=8-1

https://www.amazon.de/Stilwell-American-Experience-China-1911-1945/dp/0812986202/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=2BOUUL31V74KQ&keywords=Sitwell+and+the+American+Experience+in+China&qid=1669136118&sprefix=sitwell+and+the+american+experience+in+china%2Caps%2C92&sr=8-1

https://www.amazon.de/Die-Torheit-Regierenden-Troja-Vietnam/dp/3596153948/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=37J3NR6FOWJ8A&keywords=Tuchmann+Die+Torheit+der+Regierenden&qid=1669136198&sprefix=tuchmann+die+torheit+der+regierenden%2Caps%2C92&sr=8-1

https://www.amazon.de/Die-Schock-Strategie-Katastrophen-Kapitalismus-Naomi-Klein/dp/3455010776/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=1NCACVQ5WQGZH&keywords=Die+Schockstrategie&qid=1669134801&sprefix=die+schockstrategie%2Caps%2C108&sr=8-1

https://www.amazon.de/Anmerkungen-zu-Hitler-Sebastian-Haffner/dp/3596234891

https://www.amazon.de/Homo-rapiens-Utopie-als-Ultimatum/dp/3739270071/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=1REG3LW8JBZ4S&keywords=Helder+Yuren&qid=1669134749&sprefix=helder+yuren%2Caps%2C107&sr=8-2

https://www.amazon.de/Die-Selbstgerechten-Gegenprogramm-Gemeinsinn-Zusammenhalt/dp/3593516101

https://www.fernsehserien.de/vom-reich-zur-republik/episodenguide/0/26816

*jeweils Pulitzer-Preis

 

Jeder politisch Interessierte sollte Sahra Wagenknechts Buch „Die Selbstgerechten“ lesen

… denn der Text geht alle an, die glaubhaft an der Gestaltung einer neuen, nachhaltigen Welt mitwirken möchten. Selbst wenn man Wagenknechts Thesen hier und da nicht folgen möchte, ist es wichtig, ihre Gedanken zu kennen. Die Tatsache, dass sich viele, auch eher konservative Menschen mit der Kritik und den Vorschlägen der Autorin anfreunden können, bedeutet nicht, dass Wagenknecht ihre linken Positionen verlässt oder gar nach rechts schwenkt . Im Gegenteil: Dass sie soviel Zuspruch erhält, hat ausschließlich damit zu tun, dass ihre Wegweisung logisch erscheint und abseits jeder Ideologie dem Anliegen/den Bedürfnissen eines Massenpublikums entgegenkommt.

Das neue Vorwort zum Buch s. unten

Hier eine Themenauswahl in Auszügen (Sorry, das ist ein bisschen schief und krumm, lässt sich aber problemlos an- und auf Größe klicken):

1) die LifestyleLinken – Moralisten ohne Mitgefühl

2) Zuwanderung – ja und nein und wenn JA: um welchen Preis

3) Die wirklichen Werte schützen – dazu gehören Bodenständigkeit, Familie und Heimat

 

 

4) Statt derKapitalgesellschaften mit unternehmensfremden Eigentümern das … Leistungseigentum

5) Derzeit kann nur der Nationalstaat für mehr Gerechtigkeit und soziale Sicherheit sorgen – die undemokratisch organisierte EU ist dazu nicht in der Lage. Letztere kann bei den europäischen Bürgern ohnehin nur punkten, wenn sie grundlegend reformiert ist.

6) Statt Identitätspolitik und Genderei in den bloßen Sprüchewahnsinn zu treiben, gilt es, wirklich Bedürftigen aktiv zu helfen.

7) Die deutsche Klimapolitik:  ein bloßer Etikettenschwindel

Zeitenwende – Der Linksliberalismus und der Abschied von der liberalen Gesellschaft

Auszug aus dem neuen Vorwort zur Taschenbuchausgabe von „Die Selbstgerechten“, erschienen in „Die Welt“, 12.Oktober 2022

12.10.2022
Sahra Wagenknecht

Wenn es eine „Zeitenwende“ gibt, dann bei der Meinung der Deutschen zum Krieg: Wehrdienstverweigerer kennen plötzlich alle Panzer mit Namen, und grün-linke Milieus werben für „Opfer“ und Waffenexporte. Nur eines bleibt wie immer: Abweichende Meinungen werden radikal ausgegrenzt.

Kriege werden nicht nur mit Panzern und Raketen geführt, sie brauchen auch emotional eingängige Erzählungen, um die Öffentlichkeit bei der Stange zu halten. Unvergessen der tränenreiche Auftritt der Tochter des kuweitischen Botschafters vor dem amerikanischen Kongress, die zur Einstimmung auf den ersten Irak-Krieg als angebliche Krankenschwester schilderte, wie irakische Soldaten kuweitische Frühchen brutal aus ihren Brutkästen gerissen hätten.

Die PR-Agentur Hill & Knowlton hatte das Setting damals professionell arrangiert und vermutlich vorher mit dem Mädchen geprobt. Etwas weniger anrührend war die Rede von US-Außenminister Colin Powell vor dem UN-Sicherheitsrat, in der er den versammelten Nationen der Welt die Lüge auftischte, der Irak verfüge über Massenvernichtungswaffen. „Wir haben gelogen, wir haben betrogen und wir haben gestohlen. Wir hatten ganze Ausbildungskurse darin“, fasste Ex-CIA-Chef Mike Pompeo diese Praxis einmal gut gelaunt zusammen.

Heute erzählt Putin dem russischen Volk, bei seiner Spezialoperation gehe es vor allem um den Kampf gegen ukrainische Nazis und den dortigen Faschismus. Große angelsächsische PR-Agenturen wiederum machen uns das Gleiche im Hinblick auf Russland weis. Wenn man Putin nicht stoppt, so die Botschaft, überfällt er morgen Polen und übermorgen marschiert er durchs Brandenburger Tor.

Durch diese Deutung wurde aus einem regionalen Konflikt unser Krieg, den wir jetzt, koste es, was es wolle, führen müssen. Und es kostet viel, vor allem für Europa und ganz besonders für Deutschland. Aber die Frage „Wem nützt es?“ stellen ja heute nur noch Verschwörungstheoretiker.

Wenn es irgendwo eine Art Zeitenwende gab, dann hat sie in der öffentlichen Debatte in Deutschland stattgefunden. Einstige Wehrdienstverweigerer kennen plötzlich die exakten Namen aller in Deutschland produzierten Panzertypen und ihre Wortwahl vermittelt den Eindruck, sie würden am liebsten gleich selbst im Leopard mit geladenem Rohr gen Russland rollen.

Sogar ihre wohlbehüteten Kinder rufen nicht mehr nur nach Fleischverboten, E-Autos und offenen Grenzen, sondern auch nach der Verschickung von schwerem militärischem Gerät, obwohl dessen Einsatz im Ukraine-Krieg kaum CO₂-neutral zu gestalten ist. Die deutsche Bevölkerung wiederum wird aufgefordert, gefälligst auch mal Opfer zu bringen. Wer schon nicht für die Freiheit kämpft, soll wenigstens für sie frieren.

Sogar das Nationale erfährt eine unverhoffte Rehabilitation. Urbane Weltbürger, denen jedes Deutschlandfähnchen während der Fußballweltmeisterschaft noch körperliche Schmerzen verursacht hatte, schmücken ihre Twitter-Accounts mit blau-gelben Farben, und in hippen Trendvierteln wehen ukrainische Flaggen an Fenstern und Balkonen. War der Nationalstaat gestern noch ein überholtes Relikt alter Zeiten, ist heute jeder Quadratkilometer ukrainischen Territoriums tausende Menschenleben wert.

 

Öffentliche Widerworte sind selten zu hören

 

Natürlich ist das linksliberale Milieu nicht das einzige, in dem seit dem russischen Überfall auf die Ukraine eine alarmierende Kriegsbesoffenheit ausgebrochen ist. Neu ist, dass sich die Beiträge grünaffiner Lifestyle-Linker in Kriegsfragen durch besondere Aggressivität hervortun und öffentliche Widerworte aus diesem politischen Spektrum noch seltener zu hören sind als aus konservativen Kreisen oder von den wenigen verbliebenen traditionellen Sozialdemokraten.

Dafür gibt es Gründe. Der wichtigste dürfte sein, dass die Erzählung von der Zeitenwende, von der neuen Welt, in der wir plötzlich aufgewacht sind und in der der freie Westen, wir, die Guten, gegen das wiederauferstandene Reich des Bösen kämpfen und für diesen gerechten Kampf auch Opfer bringen müssen, in ihrer märchenhaften Moralisierung von Politik geradezu perfekt zu einer Denkströmung passt, die sich schon immer vor allem über Moral und Haltung definiert hat und in der die Frage nach Nutzen und Schaden seit jeher als zweitrangig galt.

Wer gewohnt war, vor allem nach einer moralisch einwandfreien Einstellung zu fragen, wer sich über den Kampf um politisch korrekte Sprechblasen politisiert hat und wen vor allem das Bestreben antreibt, sich dadurch gut zu fühlen, dass man zu den Guten gehört, bei dem findet der neue Sound einen nahezu idealen Resonanzraum.

Aber der vermeintlich grüne Linksliberalismus treibt heute nicht nur Aufrüstung und Militarisierung voran und ist mitverantwortlich dafür, dass die Gefahr einer atomaren Eskalation in Europa wächst. Er streitet auch mit großer Verve und beängstigendem Erfolg dafür, dass abweichende Meinungen in der öffentlichen Diskussion möglichst nicht mehr vorkommen.

Zwar ist in linksliberalen Debatten ständig von Minderheiten die Rede, deren Befindlichkeiten und Gefühle vor allen Zumutungen des Lebens geschützt werden sollen. Aber wehe eine Minderheit wagt es, nicht nur Gefühle, sondern auch eine Meinung zu haben, die sich von der des linksliberalen Mainstreams unterscheidet. Dann ist es vorbei mit der viel beschworenen Toleranz.

Wir waren gewohnt zu glauben, dass der Angriff auf die Meinungsfreiheit, die Demokratie und die Grundfesten unserer liberalen Gesellschaft nur von ganz rechts kommen kann. Auch diese Gefahr ist nicht gebannt. Aber sie ist nicht die einzige. Der moralisierende Linksliberalismus ist längst in einen neuen Autoritarismus gekippt, der totalitäre Züge trägt und die liberale Demokratie durch eine extreme Verengung des geduldeten Meinungsspektrums, durch missionarischen Erziehungseifer, Konformitätsdruck, Stigmatisierung und Ausgrenzung untergräbt.

Der Text ist ein Auszug aus dem neuen Vorwort zur Taschenbuchausgabe der „Selbstgerechten“ (Campus) von Sahra Wagenknecht. 

Wer bei Amazon unter der Rubrik „Bücher“ blättert“, findet ganz unten auf der betreffenden Seite die PresseStimmen https://www.amazon.de/Die-Selbstgerechten-Gegenprogramm-Gemeinsinn-Zusammenhalt/dp/3593513900/ref=tmm_hrd_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1668958438&sr=8-1

NEWS – das ist einfach unhaltbar

Was künftig so nicht mehr sein wird: Deutschland konnte bis 2019 nur deshalb Export- bzw. Vizeexportweltmeister werden, weil es in erheblichem Maße die von Russland und China unter dem Weltmarktpreis angebotenen Rohstoffe, weil es z. T. fragile Lieferketten aus Niedriglohnländern sowie billige inländische Arbeitskräfte aus dem durch Hartz-IV strangulierten Arbeitsmarkt (sog. „Arbeitsmarktreformen“), aus Billigjobs, aus Leiharbeit und Werkverträgen nutzen konnte. Bei Letzterem ging es um die Ausbeutung von Frauen (vor allem alleinerziehenden Frauen), minderqualifizierten Deutschen und unterbezahlten Migranten, die durch einen zu niedrigen Mindestlohn noch gefördert wurde.

Worüber nicht mehr gesprochen wird: über die Corona-WarnApp, die selbst dann nicht funktioniert, wenn man selbst und der Partner an Covid erkrankt sind …

Was man nicht erfährt: Die Zahl der Ukrainer, die sich aus patriotischen oder „kollaboratorischen“ Gründen während der Eroberung ihrer Dörfer und Städte durch die Russen und während des Rückzugs derselben gegenseitig erschossen haben. Und ob man bei der Betrachtung der Verbrechen von Butscha, Isjum, Cherson usw. auch auf solche Morde gestoßen ist.

Was nicht zu begreifen/zu akzeptieren ist: Dass die SPD beim Übergang von Hartz IV zum Bürgergeld nur 50 Euro zulegen möchte – wo doch die Inflation bei 10% liegt und diese Zulage in Nuh auffrisst. Ganz zu schweigen von der höheren Belastung durch angestiegene Gas- und Strompreise – die durch Entlastungspakete nie und nimmer kompensiert werden.

Dass sich die CDU/CSU-Oppositionen beim Bürgergeld vor allem über das Schonen von Schonvermögen aufregt. Wo doch klar sein müsste, dass Bürger mit größerem Schonvermögen in der Regel viele Jahre redlich angestellt waren oder aber erfolgreich ein Unternehmen geführt haben. Gerade diesen Leuten gegenüber, die oft schuldlos – sprich durch Pleiten ihrer Arbeitgeber oder durch Corona – in die Arbeitslosigkeit gefallen sind, müsste großzügig verfahren werden.

Was nicht zu verzeihen ist: Dass die Gruppe „Letzte Generation“ beschuldigt wurde, am Tod einer Radfahrerin in Berlin Schuld zu sein, und dass sich die Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang noch bevor entsprechende Untersuchungsergebnisse vorlagen, dieser Vermutung vehement anschloss.

Die Gruppe „Letzte Generation“ agiert spektakulär und gewaltlos. Während Politiker und Bürger in Sachen Klima versagen/die Hände in den Schoß legen, schaffen diese Leute permanent Aufmerksamkeit und üben Druck aus – einen längst fälligen und noch viel zu schwachen Druck.

Was gar nicht geht: Dass Frankreich sehr viel weniger Flüchtlinge aufnimmt als in der EU vereinbart und Italien mit der Problematik allein lässt (letzte Aufregung: Frankreichs Beschwerde über das Abweisen der „Ocean Viking“ durch Italien).

Was zum Himmel stinkt: Dass auch Rentner mit Renten um 10.000 Euro die 300 Euro-Zuwendung bekommen, die Rentner wegen der gestiegenen Gas- und Strompreise entlasten soll.

Dass es zur Übergewinnsteuer keinerlei Diskussionen mehr stattfinden.

Dass der Schriftsteller Martin Mosebach, der für seine unlesbaren Bücher bekannt ist, Elfriede Jelinek als den dümmsten Menschen der westlichen Hemisphäre bezeichnet …

Dass sich Netanjahu über eine erneute Regierungsbildung wiederum aus der Strafverfolgung lösen kann – und dass sich dieser Mann der notorisch faulen Ultraorthodoxen (niemand von denen geht einer geregelten Arbeit nach) sowie der Siedler (sie rauben den Palästinensern seit Jahrzehnten Teile des Westjordanlandes) bedient, um erneut an die Macht zu gelangen.

Was einfach unerhört ist: Dass vierBundesländer die Corona-Isolation komplett abschaffen wollen, obwohl es totalen Gegenwind aus dem Bundesgesundheitsministerium und der STIKO gibt. Mit dem Rückenwind aus tausenden von Haushalten, die Corona beengt durchstehen müssen verfolgt die Politik die Vorgaben der Wirtschaft, die coranabedingte Ausfälle minimieren möchte. Dass damit eine Lawine von Mehrfachinfektionen undd damit auch zunehmender Long- bzw. PostCovid- und Todesfälle in Kauf genommmen wird, bleibt außen vor. Man nimmt das Überrollen einfach hin – offenbar solange, bis das Pendel einen irreversiblen Totalausschlag vollführt. Zudem suggeriert man eine zusätzliche Sorglosigkeit, die bei plötzlichem Eintreffen einer weit tödlicheren VirusVariante zum Chaos führt.  Lauterbach, der lautstark für mehr Prävention streitet, wird neuerlich verunglimpft. Und Drosten meldet sich überhaupt nicht mehr zu Wort. Das sind üble Zeichen für die Gesamtgesellschaft.

13. November 2022: Hallo Freunde, hier wieder die aktuellen Schlagzeilen aus dem BLOGhaus

Dass US-Präsident Biden

auf der Kairoer Klimakonferenz verspricht, alles nur Mögliche gegen den Klimawandel zu tun, dass auch Bundeskanzler Scholz den Mut hatte, auf der Klimakonferenz in Kairo große Töne zu spucken – beides mutet angesichts bisheriger Fehlleistungen, aber auch mit Blick auf die hoffnungslose Gesamtlage wie ein Witz an https://www.merkur.de/politik/un-klimakonferenz-cop27-aegypten-scharm-el-scheich-scholz-milliarden-zr-91897219.html. Der Klimaforscher Mojib Latif brachte es kürzlich auf den Punkt: Die Welt befinde sich in einer Art Schockstarre. Obwohl alle um die Probleme beim Klima wüssten, obwohl Geld zur Bekämpfung des Klimawandels zur Verfügung stünde, passiere nichts …

https://www.stoerfall-zukunft.de/kairo-viel-getoese-um-nichts/

Die Gaspreise

sind angesichts voller Speicher und eines plötzlichen Gas-Überangebots gegenüber August auf ein Drittel ihres ursprüglichen Betrages, nämlich 12 Cent/kWh,  gesunken https://www.agrarheute.com/markt/diesel/gaspreise-rutschen-12-cent-gaspreisbremse-volle-speicher-599739. Heißt das jetzt, die 200 Milliarden Euro aus dem „Doppelwumms“ jetzt anders verteilt oder mit Rücksicht auf resteuropäischen Ärger radikal geschrumpft werden? https://www.stern.de/politik/deutschland/finanzen—doppelwumms—milliarden-fuer-energiepreisbremsen-32837244.html  Und: Bleibt es angesichts der veränderten Sachlage bei den 300 Euro für Rentner aus dem dritten Entlastungspaket?

https://www.fr.de/wirtschaft/finanzen-entlastungspaket-news-energiepauschale-300-euro-rente-rentner-senioren-geld-ltt-91766523.html

Verhandlungen noch vor dem Winter! Die Frage ist doch, ob ein brauchbarer Friede noch möglich ist. Oder ob sich die Aussichten dafür mit jedem Tag verschlechtern. Fest steht, dass der Winter ins Haus steht und dass die Russen  alles dafür tun werden, diesen Winter für Ukrainer besonders furchtbar zu gestalten. Die nach wie vor heftigen Angriffe auf die Infrastruktur des Landes sprechen eine deutliche Sprache. https://www.stoerfall-zukunft.de/frieden-noch-vor-dem-winter/

Sie haben Gottlob auch ein Wort mitzureden: Gabriele Krone-Schmalz und Eugen Drewermann

https://www.youtube.com/watch?v=Gkozj8FWI1w

https://www.youtube.com/watch?v=RHwSYG78cyk

Er zieht mit einem Koffer umher, auf dem das Wort KRIEG steht. Der Koffer muss weg. Er will ihn beerdigen. Und gleichzeitig derer gedenken, die heute unweit von hier ins Gras beißen. Uwe Schaale macht das Düsseldorfer KULTURECK OTTO ZWO zu einem Fanal, das bitterböse, sprich: mit scharfen Worten und blitzgescheiten Bildern ausufert. Uwe Schaale ist ein Mensch, der unbedingt FRIEDEN will, dafür aber nur ein geringes Echo findet. Was folgt, ist die rigide Abrechnung mit der Ignoranz und Dickfälligkeit seiner Umgebung …  

https://www.stoerfall-zukunft.de/schluss-mit-dem-krieg-und-zwar-sofort/

http://www.kulturserver.de/-/organisationen/detail/21909

Sophie Dervaux

dirigiert und fagottet meisterhaft. Man könnte sie fagöttern ….  https://www.youtube.com/watch?v=5MQv92swnfE

Habe ich eine Erkältung oder habe ich Corona? Diese Frage wird seit Monaten nur noch selten gestellt. Weil, ja: weil es sowieso sch… egal ist, ob nun Erkältung oder Seuche. Zumal dann, wenn  die Seuche so erkältungsähnlich harmlos daherkommt. Vier Bundesländer planen nun auch noch, die Isolationspflicht für Corona-Infizierte abzuschaffen. Was selbstverständlich dazu führt, dass Verseuchte überall, und zwar auch ohne Maske auftauchen. Angesichts der vielen gebeutelten Weggesperrten wird das Risiko für mehr Ansteckungen offenbar umgewogen. Mit dem Ergebnis, dass weniger Menschen unter der Isolation leiden und weniger Protestierende auf die Straße gehen – aber auch mit dem Ergebnis, dass es unter dem Strich mehr Tote geben wird. Der Gesundheitsmnister mag angesichts dieses Sachverhaltes im Kreis springen. Er hat die Pandemiehoheit an die Bundesländer abgetreten – wohl nicht in Erwartung einer solchen Reaktion, aber immerhin …

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-vier-bundeslaender-wollen-isolationspflicht-aufheben-a-79ff70c0-ddc8-4e98-a4c0-1a858b416618

Einigermaßen erschreckend ist, dass mögliche Folgeerscheinungen wie Long- oder Post-Covid noch immer nicht so recht wahrgenommen werden oder zwischenzeitlich bereits aus dem Blickfeld entschwunden sind. Vermutlich wird erst ihr „massenhaftes“ Auftreten die Sinne schärfen. Dabei heißt es in einem nachdenkenswerten Beitrag von Ulrike Baureithel: „An Post- oder Long Covid zu erkranken ist schlimm. Und egal, welcher Gruppe man angehört, ob die Symptome früher oder später auftreten und wie lange: Für die Betroffenen ist die Diagnose belastend und unter Umständen schicksalsträchtig. Soweit sie überhaupt gestellt wird und nicht im Räderwerk des medizinischen Systems untergeht.“

https://www.stoerfall-zukunft.de/die-verleugnete-gefahr-der-freitag-vom-27-oktober-2022/

In den zurückliegenden zwei Jahren soll es in Europa bei ca. 17 Millionen Menschen zu Post- oder Long-Covid-Erkrankungen gekommen sein

https://www.tagesschau.de/inland/leopoldina-long-covid-101.html

Ich verweise in diesem Zusammenhang erneut auf den bereits zitierten, im ARD-Magazin Report Mainz erschienenen Beitrag: https://www.swr.de/report/geschaefte-mit-long-covid-patienten-dubiose-heilmethoden-und-nahrungsergaenzungsmittel/-/id=233454/did=25487854/nid=233454/2zdj75/index.html

Warum setzt die Politik

so ausschließlich auf E-Autos und verpasst es, wichtige Brückentechnologien ernsthaft zu prüfen? Klimaneutrales E-Benzin könnte überall dort, wo sich Menschen in den kommenden Jahrzehnten kein E-Auto leisten können/werden, einen signifikanten Beitrag zur KlimaRettung leisten …

https://www.stoerfall-zukunft.de/e-fuels-klimaneutrale-kraftstoffe/

 

Mit zeitlichem Verzug

kommt es nun doch noch zur Hysterie: Deutschland ist auch bei anderen Lieferketten in Geiselhaft. Diesmal geht es um 39 von 46 kritischen Rohstoffen, auf denen diesmal nicht die Russen, sondern die roten Teufel aus dem Reich der Mitte hocken. Eine von der Bundesregierung beauftragte Studie kommt zu genau diesem erschütternden Ergebnis https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/rohstoffe-abhaengigkeit-studie-deutschland-101.html. Als ob man das angesichts der Energiekrise nicht schon eher hätte merken können. Aber gut Ding braucht eben Weil … Schon die flüchtige Betrachtung führt zu den Ergebnissen, wie wir sie bei Öl und Gas hatten: Die deutsche Wirtschaft hat über Jahrzehnte bedenkenlos Rohstoffe dort gekauft, wo sie verfügbar bzw. am billigsten  waren – und hat so ganz erfolgreich ihre Vorreiterrolle im Export ausbauen können. Das natürlich mit voller Billigung aller maßgeblichen Politiker in vielen Legislaturperioden.

Für mich wäre es interessant, ob irgendwer – wie schon bei Gas und Öl – die politische Verantwortung für diese Verquickung übernimmt. Und ob es nicht wieder die vermaledeite SPD ist, die dafür bluten muss. Kurzum: Für den Fall, dass … wäre es doch einfacher gewesen, die Dinge zusammenzufassen. Steinmeier hätte sich dann quasi synchron in beide Richtungen kotauisieren können …                                                                                                                                                                                                                                                    Foto: Tagesschau

Rosalia:

Heiße Rhythmen, Tanz, sexuelle Avancen und viel Salat – wobei Text und Sprache unter die Räder kommen. Die RP schreibt recht sinnfällig dazu: Das Prinzip von Rosalia sei Vernetzung. Sie nenne Patti Smith ebenso als Einfluss wie den Regisseur Andrei Tarkowski… Sie inszeniere sich als Cyborg, gebe sich feministisch und gelte vielen als Europas aufregendste Performerin. Ihr gelinge es, einen Kosmos aus Klang, Bildern und theoretischen Versatzstücken anzubieten … sie verqicke Spanisch und Englisch zu einem global unverständlichen, aber unwiderstehlichen Kauderwelsch aus entweder imperativisch ausgestoßenen Parolen oder schmeichelnd eingecremten Beschwörungen …

https://www.youtube.com/watch?v=OG4gq9fCoRE

AngstMacher EX-Post-TRIAGE: „Eine bereits eingeleitete, nicht aussichtslose Behandlung darf nicht zugunsten von Patient:innen abgebrochen werden, die später auf der Intensivstation auflaufen und bessere Prognosen haben …“ https://www.freitag.de/autoren/ulrike-baureithel/gruseliger-gesetzesentwurf-vom-schrecken-der-triage

Nicht zu glauben:

Die Riege um Kanzler Scholz scheint die Vorschläge des Sachverständigenrates (SVR) für ein Belustigungsprogramm zu halten. Dabei wären die Erhöhung des Spitzensteuersatzes oder ein Energie-Solidaritätszuschlag für Besserverdienende die richtigen, weil gerechten Maßnahmen angesichts von hoher Inflation und Energieunsicherheit ….

Schluss mit dem Krieg – und zwar sofort!

Uwe Schale ist unterwegs. Er schleppt ihn weg, den Kriegs-Koffer … ein  Utensil, das unbedingt weg muss.

Uwe Schale metaphert. Uwe Schaale beklagt, dass sich der Ukrainekrieg so locker schnell als unabänderliche, hinzunehmende Größe in den Hirnen der Deutschen etabliert hat. Auch deshalb wendet er sich in seinem KULTURECK  OTTO  ZWO gegen alle, die derzeit dösen oder kriegsbrandstifterisch unterwegs sind. Er tut das auf subtile Weise … aber doppelt deutlich.

Uwe Schaale führt das KULTURECK OTTO  ZWO in Düsseldorf-Gerresheim, Otto-Straße 2, gemeinsam mit Sigrid Fehse. Er ist dort  auf Festnetz (0211/2880194) oder querfeldein auch  über Handy (0157/34511719) zu erreichen.

                   

                  

Frieden – noch vor dem Winter!

Die Frage ist doch, ob ein brauchbarer Friede noch möglich ist. Oder ob sich die Aussichten dafür mit jedem Tag verschlechtern. Fest steht, dass der Winter ins Haus steht und dass die Russen alles dafür tun werden, diesen Winter für Ukrainer besonders furchtbar zu gestalten. Die nach wie vor heftigen Angriffe auf die Infrastruktur des ganzen Landes sprechen eine deutliche Sprache. Dass die Invasoren Cherson zum großen Teil aufgeben, wird derzeit als Schwäche der Eindringlinge gedeutet. Und weiterführend als Signal dafür, dass Putin schleunigst an den Verhandlungstisch möchte, um nicht noch weiter „abzubauen“. M.E. völlig falsch kommentiert. Der Machthaber denkt viel pragmatischer. Er kombiniert die Verwüstungen mit der Aufgabe einer Stadt, die er im Winter ohnehin nicht versorgen könnte, und er nutzt die neue Lage ganz brutal, um auch in Cherson Licht und Wasser „auszuknipsen“.

Wer sich von den Erfolgen der ukrainischen Armee blenden lässt und nach wie vor an einen Sieg der Verteidiger glaubt, ja mehr noch: Wer daraus nach wie vor ableitet, dass sich die Verhandlungsposition der Ukraine mit Weiterführung ihrer Attacken nur verbessern könnte, bleibt in einem unseligen Traum befangen. Denn bis heute liegt die Lufthoheit bei den Russen, und Lufthoheit bedeutet immer auch mehr Siege einzufahren als der Gegner (zumal dann, wenn dessen Luftabwehr gleichbleibend katastrophal ist). Noch immer zu glauben, dass importierte westliche Militärtechnik eine Entscheidung zu Gunsten der Ukraine herbeiführen kann, ist – zumindest, wenn man an die kommenden Monate denkt – närrisch. Der großflächige, weit überlegene Drohneneinsatz der Russen und die Tatsache, dass der Aggressor nach wie vor jederzeit neue ultraschnelle Raketen auf jedes beliebige Ziel abfeuern kann – ohne nennenswert gebremst zu werden – belegt das jederzeit. Und kein Märchen darüber, dass den Russen morgen ihre Raketen oder die Chips dafür ausgehen könnten, dürfte darüber hinwegtäuschen.

Schlussfolgerung: Es muss auch um den Preis von Verlusten sofort Frieden geben, wenn man nicht noch mehr Tote und die totale Zerstörung der Ukraine in Kauf nehmen will!

Verhängnisvoll ist natürlich, dass der Westen keine klaren Signale in Richtung Frieden aussendet und so zumindest indirekt das weitere Unheil befördert. Es gibt zumindest offiziell weder brauchbare Ideen zur Lösung der Probleme, geschweige Pläne A, B oder C für eine Verhandlungsgrundlage. Es heißt zwar, dass es in den USA Gruppierungen gibt, die der Ukraine Druck machen. Auch, dass es auf mehreren Ebenen Geheimverhandlungen gebe. Doch niemand weiß, ob es sich bei diesen Einschätzungen nicht auch um FakeNews handelt.

55% der Deutschen (das sind 14% mehr als im Juni 2022) sind heute der Auffassung, dass die diplomatischen Bemühungen der Regierung Scholz um ein Kriegende  völlig unzureichend sind. Michael Jäger setzt im FREITAG hinzu:“…Das ist eine Aufforderung an die Bundesregierung … doch die Richtlinien der Ukraine-Politik werden von Washington bestimmt. Da sie dort keine Priorität habe, so war kürzlich in der New York Times zu lesen, sei es der Kiewer Führung überlassen worden, über die Ziele und Wege ihres Tuns zu entscheiden. Die EU hat nicht zu melden.“ https://www.freitag.de/autoren/michael-jaeger/geschichte-als-waffe-putin-der-krieg-und-die-kiewer-rus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kairo: Viel Getöse um nichts

Dass US-Präsident Biden auf der Kairoer Klimakonferenz verspricht, alles nur Mögliche gegen den Klimawandel zu tun, dass auch Bundeskanzler Scholz den Mut hatte, auf der Klimakonferenz in Kairo große Töne zu spucken – beides mutet angesichts bisheriger Fehlleistungen, aber auch mit Blick auf die hoffnungslose Gesamtlage wie ein Witz an https://www.merkur.de/politik/un-klimakonferenz-cop27-aegypten-scharm-el-scheich-scholz-milliarden-zr-91897219.html. Der Klimaforscher Mojib Latif brachte es gerade auf den Punkt: Die Welt befinde sich in einer Art Schockstarre. Obwohl alle um die Probleme beim Klima wüssten, obwohl Geld zur Bekämpfung des Klimawandels zur Verfügung stünde, passiere nichts https://www.deutschlandfunk.de/klimaforscher-latif-internationale-gemeinschaft-in-schockstarre-100.html. Diese Feststellung gilt punktgenau auch für Deutschland. Es wird viel geredet, aber wenig oder gar nichts getan.  Statt die aus der Ukrainekrise resultierende objektiv schwierige Lage zu nutzen, um verstärkt die alternativen Energien nach vorn zu bringen, werden Braunkohlekraftwerke und AKWs ins Leben zurückgerufen. Statt die Bürger mit konkreten positiven Maßnahmen zu erfreuen, werden verstärkt fernliegende Ziele an Pappwände gepinnt, die keiner der Verantwortlichen physisch zu erreichen, geschweige denn … zu kontrollieren vermag. Wenn Umweltexperten derzeit davon sprechen, dass heutiges Wirtschaften auf eine 2,7 Grad-und-mehr-Temperaturerhöhung bis 2100 hinausläuft und nur absehbar ist, dass vom IMMERWEITERSO nichts, aber auch gar nichts aufgegeben wird, ist die Zukunft unserer Kinder und Enkel schwer in Frage gestellt https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/g7-klimaziel-erderwaermung-101.html. Denn wir dürften uns schon sehr bald einem Kipppunkt nähern, dessen Überschreitung die bis dahin anstehenden Umweltkrisen unumkehrbar macht https://www.fr.de/politik/klimaforscher-schellnhuber-das-langfrist-ziel-heisst-klima-reparatur-91784243.html. Das betrifft auch Deutschland, dass sich aus den Katastrophen in Ahrtal und Co. bis heute nicht erholt hat. Dabei sind derartige Katastrophen in Deutschland an vielen Punkten neuerlich möglich – ohne dass das wesentlich anders verliefe als im Ahrtal. Weil es praktisch neben der Installation von Frühwarnanlagen keinerlei Maßnahmen gibt, um die Entstehung von gigantischen Sturzfluten von vornherein zu verhindern. Das nämlich setzte riesige Investitionen voraus, vor allem die Schaffung von entlastenden Abflussflächen, das Aufbrechen von versiegelten Böden, die Renaturierung von einengenden Uferbefestigungen und Überbauungen an Bächen, Flüsschen und Flüssen.

Hinzu kommt die Gefahr von Stürmen, insbesondere Tornados, die in den letzten Jahren bereits mehrfach ganze Gemeinwesen zerstörten, doch außer in den betroffenen Gebieten nirgendwo richtig zu Kenntnis genommen wurden. Sollte sich der über hunderte, ja vielleicht tausende von Jahren herausgebildete Jetstream über der Nordhalbkugel weiter verändern, dann könnte das Dürre- und Unwettergeschehen hier zu Lande durchaus schreckliche Formen annehmen https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/mehr-extremwetter-durch-die-stoerung-gigantischer-luftstroeme-in-der-atmosphaere . Die Verluste an Menschenleben und die wirtschaftlichen Schäden könnten selbst die deutsche Volkswirtschaft schnell überfordern.

Die Regierenden aber zögern, verlieren sich in endlosen Debatten und stecken fest. Ständig wird betont, dass das Abschneiden das Gaslieferungen aus Russland, den Ausbau der alternativen Energien nicht nur begünstige, sondernd zur Sofort-Pflicht mache. Doch außer diesen Bekundungen der blasser werdenden Grünen, geschieht nichts. Im Gegenteil. Markus Söder klopft nach steter Ablehnung des großflächigen Windkraftausbaus unglaubwürdige Sprüche https://www.merkur.de/politik/soeder-zdf-sommerinterview-csu-windkraft-bayern-habeck-putin-kritik-zusammenfassung-news-zr-91752521.html, plädiert für das Weiterbetreiben der AKWs und möchte die Wenigen, die sich derzeit wirkungsvoll für eine effektive Klimapolitik auf Straßen und Plätzen festkleben, am liebsten einlochen https://www.merkur.de/politik/soeder-klima-protest-strafe-haft-csu-zitat-staatskanzlei-csu-letzte-generation-aiwanger-91898601.html. Fest steht, dass der Bau von Windkraftanlagen dreimal stärker erfolgen müsste als dies heute geschieht https://energiewinde.orsted.de/energiepolitik/wie-viele-windraeder-deutschland-fuer-100-prozent-oekostrom-braucht. Statt dessen wird weiter mit Protestlern verhandelt, die unzeitgemäße Abstandregeln festschreiben und Landschaftsbilder bewahren wollen, die wir uns einfach nicht leisten können. Auch die Vereinfachung der Genehmigungsverfahren dauert, untaugliche Windräder müssen gesprengt werden und das Repowering kommt nur langsam voran. Wie sollen unter diesen Umständen die Pariser Klimaziele erreicht werden? M. E. niemals ….

Hinzukommt, dass an eine hohe Besteuerung der SUVs, geschweige denn ihr Verbot, noch ein Tempolimit auf Autobahnen in Sicht ist: Hinzukommt, dass niemand ernsthaft daran denkt, die Massentierhaltung und damit die Degradierung unserer Böden (Nitrate, Pestizide etc.) zu beenden. Zur Rekultivierung von Mooren gibt es zwar Pläne, aber keinerlei ernste Realisierungsanstrengungen https://www.erden-substrate.info/umwelt-und-klima/renaturierung-von-mooren. Fast 90% der Moore sind der Wiesenaufbereitung bereits zum Opfer gefallen.  Die Folge: Immense CO2-Emissionen und die Entstehung von Weideflächen, die der Massentierhaltung, vor allem der umweltschädlichen Rinderzucht Vorschub leisten.

Unter Fachleuten ist bereits heute klar, dass die E-Auto-Euphorie künstlich aufgebauscht und wirklichkeitsfremd ist. Was vor allem mit dem Batterieproblem und den damit verbundenen Rohstoffabhängigkeiten, vor allem aber mit der völlig unzureichenden Versorgung mit grünem Strom zu tun hat. Fest steht, dass das Verkehrsproblem nur über Wasserstoff endgültig/nachhaltig gelöst werden kann. Doch die Voraussetzungen dafür, dass er irgendwann ausreichend und zwar als grüner Wasserstoff zur Verfügung steht, sind schlechter denn je zuvor https://www.stern.de/wirtschaft/news/energie–eon-kritisiert-mangelnde-vorbereitung-auf-wasserstoff-32896020.html. Was nicht nur mit der unzureichenden Entwicklung der Infrastruktur (Rohrleitungen etc.), sondern vor allem mit der unzureichenden Bereitstellung von Elektroenergie zu tun hat. Womit die Diskussion um Windkraft und Sonne erneut Fahrt aufnehmen müsste. Was bei der Photovoltaik einigermaßen, bei der Windkraft – wie oben schon betont – in keiner Weise gelingt. Dass nicht einmal über die sehr viel früher realisierbare Brückentechnologie auf Basis klimaneutraler Kraftstoffe ernsthaft nachgedacht wird, zeigt, wo wir derzeit stehen und welchen Anspruch wir darauf haben, weiterhin als Vorreiter in  Sachen Klimaschutz zu gelten – nämlich keinen https://www.stoerfall-zukunft.de/e-fuels-klimaneutrale-kraftstoffe/ und https://www.facebook.com/photo/?fbid=912589643476846&set=ecnf.100040870795182.