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Katastrophales Management

Deutschland – das wird immer deutlicher – ist mit seinem übervorsichtigen, schwerfälligen und bürokratischen Verfahren im 21. Jahrhundert nicht angekommen. Wir erleben föderalismusbedingte endlose Diskussionen zu Problemen, deren Lösung sofort angegangen werden müsste, dann aber ausgebremst wird oder (weil inzwischen „alles vorbei“ ist) gänzlich ausfällt.

Ganz gleich, ob es um Reaktionen auf Corona, um das Verbot von Querdenker-Demos, um die Katastrophenhilfe für andere Länder (Brände, Seuchen, humanitäre Katastrophen anderer Art etc.), um Asylverfahren, ob es um kriminelle oder NSU-Machenschaften hier zu Lande geht – alles läuft angstvoll in Zeitlupe. Gerade schreibt die RP, dass es in Kürze mehr JustizPersonal gebe, dass die Bearbeitungsprozesse aber trotzdem 40% mehr Zeit in Anspruch nehmen würden als 2010 https://rp-online.de/nrw/landespolitik/justiz-in-nrw-trotz-mehr-richtern-gibt-es-einen-personalmangel_aid-57619373. Was ist das denn?

Seit Mitte März stehen 4000 Luftfilteranlagen, die in Düsseldorfer Schulen dringend benötigt werden, sinnlos herum. Weil im VergabeVerfahren Fehler gemacht wurden, weil die Lieferfirma auf unzulässige weise bevorzugt wurde.

Sch … drauf!  Nur ein Idiot begreift nicht, dass diese Anlagen sofort hätten eingebaut werden müssen. Und das völlig unabhängig vom  Ausgang anstehender Untersuchungen und Prozesse. Im Nachhinein hätte immer noch mittels Kündigung/Entlassung von Mitarbeitern, Strafzahlungen, Haft etc. entschieden werden können. Die Gesundheit von Schulkindern hatte und hat (!) angesichts der katastrophalen Lage in unseren Bildungseinrichtungen alleroberste Priorität https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/umstrittene-luftfiltervergabe-stadt-duesseldorf-mitarbeiter-schuld-100.html

Geradezu verlogen läuft derzeit die IntensivImpfung in prekären Lebensbereichen. Plötzlich – nach mehr als einem Jahr  – fällt es den Regierenden auf, dass es in deutschen Problembezirken besonders viele Infektionen gibt. Die es jetzt – da die Inzidenzen hoch bleiben – rigoros zu bekämpfen gilt. Gemeint sind enge, heftig bewohnte Unterkünfte, in denen schlechter verdienende Deutsche, aber auch Migranten wohnen. Erst jetzt wird bekannt, dass man es vielerorts versäumt, gar nicht erst versucht oder bewusst unterlassen hatte, mehrsprachig und intensiv zu Corona aufzuklären. Und das, obwohl seit vielen Monaten bekannt ist, dass es die Unterprivilegierten in unserer Gesellschaft zuerst erwischt. Die Vorgänge bei Tönnies und in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften stehen dafür beispielhaft.

Auf diese Weise ignoriert, konnte sich das Virus – welcher Bauart auch immer – ungehindert ausbreiten. Bis offensichtlich an Krankenbetten und auf Intensivstationen klar wurde, wer da vor allem vor sich hinvegetierte.

Auch wir hier in Ratingen stehen blind im Feld. Außer ein paar Zahlen (die in der Regel wenig aussagen) dreht sich hier nichts. Weder taucht der Bürgermeister in der Öffentlichkeit auf, noch gibt es Verlautbarungen oder ausführliche Infos über die Presse. Wählt man das Gesundheitsamt des Kreises an, findet man auch nicht mehr. Allenfalls  Beschwichtigungsversuche, Versuche zur Schadensbegrenzung. Dass der Kreis Mettmann in Sachen Info und Inzidenz besonders schlecht dasteht, ist seit mehr als drei Wochen kein Geheimnis mehr. Nur ist niemand befugt oder in der Lage, die Lage sachdienlich zu beschreiben. Ausgefallene Mitarbeiter im Gesundheitsamt würden für die Versäumnisse stehen, erfährt man. Ich kann mir nicht vorstellen, dass BüroMitarbeiter so behäbig und vor allem so geballt daherkommen oder ausfallen können. Dass Urlaub von dringend benötigtem Personal nicht warten kann, bis die heftigste Periode von Corona bewältigt ist. Ich nehme mal die Leute aus, die mit der Seuche unmittelbar zu tun haben und dringend der Ruhe bedürfen. Aber die sitzen, laufen und brechen doch eher vor Ort, sprich: in den Krankenhäusern zusammen. Oder?

Nein, ich kann das alles nicht glauben. Die Entscheidungsträger wissen um die CoronaSchwerpunkte und haben dann nicht den Schneid, sie auch zu benennen. Weil das, JA: Weil das wieder Schatten  auf schon Benachteiligte in unserer Gesellschaft werfen könnte. Stattdessen spricht man von diffusem Auftreten der Seuche und glaubt so, diffus davonzukommen. Dass sich Bürger, die sich in der Nähe von unbekannten Hotspot bewegen, schnell anstecken könnten, interessiert niemand.

Verdammt noch mal: Umgekehrt wird ein Schuh draus. Aufklären, informieren und sofort handeln! Dann würde es sehr schnell nur sehr wenige Infizierte unter den Armen geben und die ständen dann nicht unter Generalverdacht. Es ist eine Schande, dass unsere Großkopfeten diese Sachverhalte immer verkehrt herum kommunizieren und (nicht) bewegen. Ich hasse das!

 

Weiter denken, Frau Botzki!

Dass Frau Botzki gegen Nordstream 2 aufsteht, kommt bei mir wie eine schlechte Parole an https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-maer-vom-sauberen-gas. Auch Herr Restle zimmert sich Argumente zusammen, die oberflächlich, sprich: wissenschaftlich unhaltbar sind https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-gruener-wasserstoff-schmutziges-gas-in-neuen-schlaeuchen-100.html. Beide – Botzki wie auch Restle – legen weder eine landesweite Energiebilanz für 2030 und danach, noch eine Vorstellung über zukünftiges Wirtschaften und Leben überhaupt vor. Nach Vorstellung der Energieexperten soll das russische Erdgas ein Jahrzehnt lang oder länger fließen. Und überall dort einspringen, wo das umweltschädlichere Erdöl substituiert werden kann. Klar: der Hauptbestandteil von Erdgas ist Methan. Doch das schlummert nicht heimtückisch, um plötzlich als extremer Klimakiller hinaufzuschweben. Es verbrennt bei fast allen Anwendungsfällen schlicht und einfach – zu CO2 und Wasser. Oder es wird künftig zur Herstellung von Wasserstoff benutzt, wobei dann auch das schädliche CO2 wegbleibt, weil stattdessen fester Kohlenstoff entsteht https://www.iass-potsdam.de/de/forschung/verbrennung-methan-ohne-co2.

Was ich sagen will: Wer die Hochrechnung für den Energiebedarf, wer die Verkehrswende und den notwendigen Paradigmenwechsel für die Wirtschaft einfach unterschlägt, wer sich also gar nicht darüber im Klaren ist, wie der Energiemix der Zukunft aussehen kann oder wird, ist nicht befugt über Nordstream zu befinden.  Immerhin dürfte bei Wegfall von Atom- und BraunkohleEnergie die künftig in Deutschland erzeugbare alternative Energie keineswegs ausreichen, um den künftigen Hunger von Wirtschaft und Verkehr zu tilgen.  Es bräuche zumindest für eine Übergangszeit immense Mengen an Gas. Das aber auch dann nur, wenn man  eine solche Rechnung für das verhängnisvolle IMMERWEITERSO-Wirtschaften überhaupt aufmachen möchte. Derzeit läuft alles in diese Richtung, aber das könnte sich angesichts der massiven Wetterdrift, der auftauenden Permafrostböden, der wärmer werdenden, überflutenden Meere*, aber auch angesichts von massiven KlimaProtesten bald ändern. Nur muss der Ansatz dann ein grundsätzlich anderer sein, nämlich einer, der die Umwandlung der Energie, Umwelt und Ressourcen vernichtenden in eine nachhaltige Wirtschaft impliziert.

Gero Jenner fordert in seinem Buch „Ob wir das schaffen“, dass die Lebensdauer aller für die Menschheit wichtigen Produkte verzehnfacht und der endlosen Gier nach immer Neuem und Sinnlosen ein Ende bereitet wird https://www.amazon.de/OB-WIR-DAS-SCHAFFEN-bessere/dp/B08LJZLPXF/ref=sr_1_3?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=ob+wir+das+schaffen&qid=1620226890&sr=8-3. In einer solchen Welt würde die Produktion ohne Wohlstandseinbußen signifikant eingeschränkt, was dann nicht nur Umwelt und Klima schonen würde, sondern auch mit einem radikal sinkenden Energiebedarf einherginge. Und JA: In einer solchen Welt könnten wir gut und gern auf das Erdgas, auf Nordstream 2, verzichten.

Also, bitteschön, Frau Botzki, helfen sie uns doch zunächst dabei, diesen Wandel zu befördern. Käme er in Fahrt, dann bekäme auch ihr Protest einen Sinn!

*in beiden Fällen ist im Gegensatz zur Erdgasnutzung tatsächlich mit einer Wahnsinnsgefahr durch Methan zu rechnen

Religiöser Wahnsinn

Ich halte bei aller Toleranz gegenüber Andersdenkenden überhaupt nichts von Religionen. Ganz gleich, aus welcher Ecke sie kommen oder wohin sie gehen. Sie hatten – wo auch immer – ausschließlich die Funktion, Herrschaften zu stützen und die Beherrschten auf Duldsamkeit zu trimmen. Sie sind auch heute ein maßgeblicher Grund für die Konflikte auf dieser Welt. Indoktrinierte aller Couleur richten überall Schaden an, und Missionare zerstören die Urempfindungen der Menschen.

So ist es m. E. auch eine Schande und dem Ansehen der israelischen Bürger absolut abträglich, wenn ein Teil von ihnen, nämlich die orthodoxen Eiferer, lebenslang frömmeln dürfen, statt einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen, wenn diese Leute nicht nur beim Bau illegaler Siedlungen im Westjordanland sondern auch bei der Verunglimpfung ihrer palästinensischen Nachbarn an vorderster Front stehen. Seit einem Jahr leugnen diese Leute zudem Corona, ja mehr noch: Sie fordern die Pest geradezu heraus. Das von den Extremisten anlässlich von Lag Baomer gefeierte Fest geriet soeben – ähnlich wie die Loveparade – zu einem höllischen Desaster https://www.daserste.de/information/nachrichten-wetter/tagesschau/videosextern/tagesschau-16-00-uhr-4534.html. Zum einen, weil im Verlauf des Festes nicht nur über 40 Menschen totgetrampelt wurden, sondern auch, weil eine ungezügelte, dicht gedrängt marschierende unmaskierte Meute geradezu darauf drängte, Opfer des CoronaVirus zu werden. Was israelische Krankenhäuser im Umfeld erneut in große Bedrängnis bringen dürfte.

Das bitte – hat mit Antisemitismus nichts zu tun. Über andere m. E. irrwitzig veranstaltete religiöse Feste, seien es nun christliche (Passionsspiele Oberammergau), buddhistische, Naturgötter betreffende oder hinduistische Feste – eines von ihnen hat die Welt gerade am Ganges erlebt (und als unfassbar empfunden) https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/hindu-fest-kumbh-mela-findet-ohne-corona-beschraenkungen-statt,SUYYgVM– äußere ich mich jederzeit genauso kritisch.

Freitag, der siebzehnte

Je aufdringlicher der Hofhund kläfft, desto augenscheinlicher wird die Botschaft. Zwar ist Bello diesmal nicht darauf aus, die LINKE zu examinieren. Dafür aber geht er umso brutaler gegen diejenigen vor, die Dinge und Deutungshoheit für sich vereinnahmen und machtpolitisch ausspielen. Man mag zugestehen, dass es staatsnahe Berichterstattung gibt , man kann zurecht feststellen, dass die Macher, die an der Macht befindlichen Täter, vieles falsch, zu spät oder dilettantisch angefasst haben. Wahr ist aber auch, dass die Pandemie hier zu Lande nie so bedrohliche Formen angenommen hat wie in anderen Ländern. Will sagen, dass in Deutschland nicht alles falsch gemacht wurde. Klar, dass man ein Jahr brauchte, um die Inzidenz als fragwürdigen Seuchenanzeiger zu erkennen, dass man ein Jahr brauchte, um Inzidenzstufenpläne als etwas bundesweit Gültiges zu akzeptieren, dass man sich erst jetzt mehrsprachig in die prekären Wohnstandorte begeben möchte, um dort besonders intensiv zu impfen, ist traurig. Ja, ich könnte die Wut kriegen ob solcher Dummheit und Ignoranz – von Vorsatz möchte ich hier nicht sprechen. Obwohl auch das denkbar wäre.

Klar, dass man so lange brauchte, um alle Facetten des Pandemiegeschehens zu begreifen, um richtig zu reagieren, schmerzt schon. Doch wir erleben die Pandemie als erste ihrer Art, und da sollte man den Handelnden schon einiges nachsehen. Das werten viele CoronaKranke, das werten viele Hinterbliebene anders. Was verständlich und in der Demokratie legitim ist.

Dass sich da der unbetroffene Kläffer einmischt und nicht einmal erwägt, die Handlungsoptionen und -zwänge der Gegenseite zu e r f ü h le n, enttäuscht mich. Für ihn ist vor allem Frau Merkel Schuld am Desaster, obwohl doch gerade sie es war, die für striktere AntiCoronaMaßnahmen gestanden hat. Wären die Logdowns nämlich in aller Härte praktiziert worden, dann hätten wir das derzeitige Dilemma nicht. Hätte sie egoistisch und deutschlandorientiert Impfdosen geordert, wären wir allezeit rechtzeitig und gut versorgt. Der Hofhund, der die Dinge immer so zu bekläffen weiß, dass sein Gegenüber – ob nun schuld oder nicht – die Arschkarte hat, will auch diese Argumente nicht gelten lassen. Weil ja, verdammt nochmal, auch dann Nagelstudios und Bars hätten schließen müssen. Doch für welchen Zeitraum? Für einen sehr, sehr kurzen, wenn man den mit den bisher vertanen Monaten vergleicht. Es ist tatsächlich der an dieser Stelle oft unsinnige Föderalismus, es ist das fehlende wissenschaftliche Denken, es ist die schlotternde Angst fast aller Ministerpräsidenten, die alles versaut haben. Der kurze konsequente Stillstand hätte portugalmäßig alles in die richtige Bahnen gelenkt. Aber hier in Germany: Denkste, Quatschbude, Pustekuchen.

Klar: Mit dem vom Hofhund bekläfften Kadavergehorsam haben wir alle ein Problem. Doch wenn der Hofhund den Gehorsam generell, also in Gänze als kleinbürgerlich und folgsam-kriecherisch ausradiert, ist er wohl weit jenseits der roten Linie. Denn es gibt immer Situationen – und Corona steht beispielhaft dafür – in denen Anordnungen strikt, ja gnadenlos befolgt werden müssen. Nehmen wir nur die Entscheidungen auf Intensivstationen oder QuerdenkerDemos.

Zur Problematik gehört auch, was sich Liefers und Co. in #alles dichtmachen geleistet haben. Jawohl geleistet, denn diese Leute haben kein Gefühl für missverständliche Ironie. Für das, was Witz, Häme und Groteske in Betrieben oder Krankenstationen anrichten können. Dort, wo sich permanent gefährdete Menschen den Schweiß austreiben, Menschen, denen der Feinsinn für verlorene Bodenhaftung schon mal abgeht. Für wen produzieren diese Künstler? frage ich. Für 0,1 Promille unserer Gesellschaft? Und warum kläfft der Hofhund ein weiteres Mal kräftig, wenn „Mit-Ironiker“ ihre Tat bereuen und sich zurückziehen?

Klar: Liefers ist ein starker und bislang auch integrer Mann. Er hatte es drauf, sich dem Shitstorm zu stellen und zu argumentieren. Dafür gebührt ihm Anerkennung. Doch die zollen ihm Leute, die eine krasse Minderheit in Deutschland darstellen. Was ist mit der Mehrheit – mal abgesehen von denen, die Liefers angesichts vom Münster, Prahl und Börne jede Schandtat verzeihen? Was ist mit denen, die bei Seuche keinen Spaß verstehen? Auch denen möchte der Hofhund am liebsten eine beißen. Nach dem Motto: Scheiße, dass ihr nicht begreift. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!

Fürwahr: Folgten wir alle dem Hofhund, würden wir Bürger kritiklos hinnehmen, dass Thierse als Sarrazin mit Bart und Sahra Wagenknecht als böse Abweichlerin durchgehen, könnte die LINKE getrost einpacken. Aber Leute wie Sie und ich, Leute, die mit Parteilinien nichts im Sinn haben – Leute wie Sie und ich, haben ein Gespür dafür, dass Hundegekläff nur EIN, zuweilen ein völlig unmaßgebliches Zeichen ist. Und dass es immer auch hilft, wenn man Hofhunde aus dem selbst verordneten Käfig entlässt. Auch dann, wenn die drinbleiben wollen.

Saigon-Kabul – ein Dejavue steht bevor

Taliban 1 zu Taliban 2: „Ich frage mich, was ein afganischer Kollaborateur heute in Deutschland wert ist. Werden diese Typen nicht auch Deutsche verraten?“

Taliban 2 zu Taliban 1: „Man kann  die Frage auch lassen und die Hürden prüfen, die Deutschland gegen die Zuflucht ihrer einstigen Helfer aufgerichtet haben.“

Dass die Amerikaner erst nach 20 Jahren aus Afghanistan abziehen, zeigt ihre Unfähigkeit, aus der Geschichte zu lernen. Nach Vietnam – wir erinnern uns an die Bilder der letzten Flüchtlinge – hat sich nun zum zweiten Mal die Feststellung von Barbara Tuchmann bestätigt: Regierende, die etwas grundsätzlich falsch machen, sind aus Imagegründen nicht in der Lage, ihre  Fehler zu korrigieren.Stattdessen setzen sie weitere (noch viel größere) oben drauf (Barbara Tuchmann: Die Torheit der Regierenden https://www.amazon.de/Die-Torheit-Regierenden-Troja-Vietnam/dp/3596153948/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=Die+Torheit+der+regierenden&qid=1618850860&sr=8-1). Aber es waren  nicht nur Feigheit, Trägheit oder störrische Uneinsichtigkeit, die zum Verbleiben anhielten. Es waren vor allem die Rüstungskonzerne, die mit jedem Monat neue Millionen verdienten.

Dass dieser Krieg nicht zu gewinnen war, wurde bereits nach zwei, drei Jahren überdeutlich. Alle Länder, die an den hilflosen Bemühungen, ein demokratisches Afghanistan zu etablieren, beteiligt waren, wissen das seit Unzeiten. Heute wird das noch weit deutlicher. Es ist unmöglich, ein MarionettenRegime von Talibangegnern am Leben zu halten https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/truppenabzug-verzoegert-frieden-gestundet. Selbst wenn in Friedensverhandlungen mit den Taliban  deren Beteiligung an einer künftigen Regierung festgelegt würde, käme es nicht zu einer solchen Beteiligung, sondern zur kompletten Machtübernahme. Folglich ist die genaue Ausgestaltung der von den USA in Doha initiierten Abzugs- oder“Friedens-„Pläne nahezu unwichtig. Denn befolgt werden sie ohnehin nicht. Sprich: Spätestens wenn die Amerikaner am 11. September 2021 das Land verlassen haben, kommt es zum Umsturz. Und infolge des Umsturzes zu einem MassenExodus. Wir werden ähnliche Bilder wie einst in Vietnam sehen und – was besonders für Deutschland und Europa von Bedeutung sein wird –  viele Flüchtlinge. Von denen sich die meisten in Richtung Europa aufmachen werden. Schon jetzt hat die Verteidigungsministerin den afghanischen Helfern/Kollaborateuren aus deutschen Stützpunkten die dauerhafte Einreise nach Deutschland versprochen. Dabei geht es zunächst um einhundert bis zweihundert Personen – ein Nichts im Vergleich zu dem, was dann noch kommen dürfte.

Den AfghanistanFeldzug als das bezeichnen, was er ist – nämlich ein gescheitertes Missionierungsunternehmen mit imperialistischem Touch – kommt den Regierenden/Profiteuren nicht in den Sinn. Ich erinnere an die völlige Unfähigkeit der Eroberer, die Mentalität und Lebensweise der Afghanen zu verstehen. Ich erinnere an die Gas-und Ölinteressen, an das später aufgegebene Ziel der Amerikaner(Unocal), Überlandleitungen aus Turkmenistan, quer durch Afghanistan und Pakistan an die Arabische See zu verlegen. Ich erinnere an die Bombardements von Hochzeitsgesellschaften und Tankfahrzeugen, an die Rauschgiftgeschäfte der Besatzer mit Einheimischen, an die hilflosen Versuche,  den Einheimischen den Anbau von Getreide, Obst und Gemüse als Alternative zum Mohn nahezulegen, an die unzähligen Toten und PTBS-Geschädigten der ISAF-Armee.

Auch der deutsche Bundestag hat sich stets mehrheitlich für die Verlängerung des sinnlosen Einsatzes ausgesprochen. Und es liegt in der Logik politischer Abfolgen, dass dieser Bundestag alles vermeiden wird, um die Niederlage der ISAF einzugestehen. Gefallene Soldaten der Bundeswehr dürften zweitgleich in einer Art Heldenstatus verbleiben, obwohl dies alles andere als ethisch vertretbar wäre. Eine beschämende Tatsache, der sich nur die LINKE zu entziehen vermag.

Mir tun vor allem die vielen Frauen und Kinder leid, die im Lande bleiben und sich dem unabwendbaren Diktat der Taliban unterwerfen müssen. Diese Frauen haben in den zurückliegenden Jahren etwas Freiheit erlebt, Freiheit, die sie künftig wieder vergessen müssen. Die afghanischen Bürger haben Musik gehört – etwas das die Taliban neuerlich verbieten dürften. Beides …  wichtige Begleiterscheinungen des ISAF-Einsatzes – wohl die einzigen, die man positiv bewerten muss.

Afghanistan dürfte ziemlich schnell auf den Zustand zusteuern, den es vor der Invasion sowjetischer Truppen im Lande gab.

 

Schluss mit der Übertreibung – aber plötzlich!

Die Antirassismus-, Antisemitismus, Gender- und FeminismusExtremisten, die KulturgutHasser (soweit es um deutsches Kultur-Gut oder -Schlecht geht), die LinientreuSadisten, die VielfaltFehldeutFeteschisten, die AllesKritikaster, die SelbstNichtsbeweger, die Medienverkleisterer – sie alle gehen mir mittlerweile so auf den Sack, das der …. Na, ich weiß nicht.

Thierse als Sarrazin mit Bart, die Sahra Wagenknecht als von den Linken Entfremdete (die aber Gottseidank wieder in Düsseldorf kandidiert!) – es toben die dumpfen Stigmata, ausgebrütet von den abgewichsten Besserwissern, die jetzt Aufstände proben.

Ja, Freunde, es bleibt nicht beim Gendersternchen – ihr kriegt Knüppel, dass ihr Sterne seht! Heino liegt mit dem Düsseldorfer TonhallenIdioten im Clinch, weil auf seinem Veranstaltungsplakat der Untertitel „Ein deutscher Liederabend“ prangt. Als ob Heino an sich ein HeimatIdiot oder Nazi wäre, als ob er dazu aufriefe, beim Hitlergruß die braune Haselnuss zu kacken. Heino ist längst ein anderer … schon gemerkt? Man kann zwar formal einwenden, dass der Titel gramatikalisch nicht korrekt ist: Ein Liederabend kann, schön, lang, interessant, aber nicht deutsch sein. Heino, der zu besagter Veranstaltung mit klassischer Musik von berühmten deutschen Komponisten kommen möchte und gleichzeitig zu den wenigen gehört, die eigene Lieder noch auf deutsch singen,  deshalb in die Nähe des blanken Nationalismus, ja vielleicht sogar des Nationalsozialismus zu rücken, ist haarsträubend. Falsche Adjektive hingegen kommen im deutschen Sprachgebrauch tausendfach vor – und niemand regt sich darüber auf.

Und in Übersee: Man kotaut sich müde, solange der Gormansche Hügel sich weiter aufhäuft (The Hill We Climb) . Alles nur, weil eine schwarze, nett aussehende literaturbedarfte Hutträgerin große (und zweifellos auch richtige  Worte) von sich gab. Nun JA: … von sich gab – im Rahmen einer verdammten Prozedur, die nur erträglich schien, weil sie Trump ausklickte, an sich aber den ganz ähnlichen FolgeKapitalismus umkränzte. Der – man kann es jetzt etwa abschätzen – zwar im Innern Reformen, Richtung Russland und China aber noch aggresivere Vorgehensweisen verspricht.

Huch, da haben sich bei Gorman schon vier Übersetzerinnen die Zähne ausgebissen, weil sie weiß waren (nicht die Zähne… die Leute!) und das Ursprüngliche nicht richtig interpretieren konnten https://www.stern.de/kultur/buecher/streit-um-amanda-gormans-gedicht–duerfen-weisse-keine-literatur-von-schwarzen-uebersetzen–30407696.html. Mag sein, mag sein! Übersetzen ist schwierig (nicht jeder hat die Gabe … es muss schon ein zweisprachig aufgewachsener Schriftsteller sein, der da tätig wird), und Empfinden ist es auch. Sicher – die instrumentalisierte Amanda Gorman wird die Befindlichkeiten der unterdrückten Brüder und Schwestern besser empfinden können als der Durchschnittsweiße. Schließlich aber gibt es nicht nur die prolligen alten Männer, sondern auch empfindsame, mit schwarzen Brüdern und Schwestern befreundete  „BioWeiße“, die gut fühlen und vielleicht sogar besser übersetzen können als ein schwarzer Bruder oder eine schwarze Schwester (das alles gilt auch umgekehrt!).

Der Hype um das angeblich Unanständige, um das, was ganz und gar nicht mehr zum Unanständigen sondern zum aufgesetzten Hype  gehört,  wird seit Monaten riesig aufgeblasen – zu einem Monster, das uns schrecken könnte. Alles wird zum Klirren gebracht und erzeugt bei denen, die normal und arglos – will sagen: engagiert mitmenschlich und aufgeweckt – durch die Welt marschieren, ganz allmählich Abscheu oder plötzlich … Wut. Denn wie bei den CoronaLeugnern terrorisiert mittlerweile eine Minderheit ganze Volksmassen. Aus dem verständlichen und dringend notwendigen Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus (so er denn richtig definiert ist), gegen Faschismus, Frauenfeindlichkeit, gegen sexuelle Übergriffe, Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Transsexuellen etc. und  und  und … ist ein bedrohlicher VeitsTanz geworden – den zu beenden jetzt dringend notwendig wird. Wir sind freie Bürger und hassen den Zeigefinger – den, der uns knechten soll, aber …

nicht wird!

9. April 2021: Hallo Freunde, hier wieder die neuesten Schlagzeilen aus dem BlogHaus

Hallo Freunde, hier wieder die aktuellen   aus dem BLOGhaus. Bitte weiter verteilen!

Der in Bonn lebende kubanische Schriftsteller Evelio R. Mora  hat ein beeindruckendes Buch herausgebracht. Ich habe es mit großem Interesse gelesen und mich sowohl an der Story als auch an der schönen Sprache erfreut

https://www.amazon.de/Was-Fluss-mit-sich-nimmt/dp/B08M26TSB2/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=Evelio+Mora&qid=1617719087&sr=8-1

Kaum jemand glaubt, dass der Begriff Fluss auch etwas Scheußliches implizieren kann …

Das ist der Tagaret  in Bolivien

Bitte nicht gleich wegklicken, weil es jetzt um Corona geht!

Auch wenn ihr müde seid – die Sache bleibt heiß

Jacob Augstein („der Freitag“) glaubt, dass das Virus in einer freiheitlichen Gesellschaft nie völlig besiegt werden kann, dass wir folglich mit ihm leben müssen  https://www.stoerfall-zukunft.de/sprechen-wir-es-doch-klar-aus-wer-in-freiheit-leben-will-muss-mehr-tod-akzeptieren/

 

Dass die Klinikärzte erst aufschreien müssen, ist ein Skandal. Als ob man die Öffnungen so fahren sollte, dass die Kliniken gerade noch Leute aufnehmen können. Dieses Urmissverständnis ist zum

Ko …. 

https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-kaum-noch-freie-intensivbetten-in-bonn-und-koeln-notruf_aid-57233019?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=topthemen

Dazu kommt, dass die Regierung auch ein zweites Mal die kräftige Finanzierung gegen Covid 19 & Co. verschläft. Diesmal geht es um die Medikamente. Die forschenden deutschen Firmen scheitern am Geldmangel …

https://www.stoerfall-zukunft.de/haben-die-das-wieder-nicht-auf-dem-schirm/

https://science.apa.at/power-search/16461010875831983886

https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/corona-medikamente-politik-100.html

Nach wie vor weigern sich Unternehmen, in sensiblen, ansteckungsrelevanten Bereichen die Testpflicht einzuführen. Und Altmeier unterstützt sie dabei

https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/corona-hotspot-arbeitsplatz-100.html

https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/unternehmen-betriebe-corona-tests-freiwillig-pflicht-100.html

Gerade jetzt, da die Intensivstationen volllaufen, ist äußerste Vorsicht angesagt. Dr. Thomas Voshaar hat bereits mehrfach darauf verwiesen, dass die traditionell zur Beatmung angewandte Intubation das letzte Mittel der Wahl muss. Die von ihm favorisierte Gesichtsmaske hat bereits unzählige Leben gerettet. Intubierte sterben häufiger an den Folgen der Intubation als an Corona

https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-gefaehrliche-intubation-koennten-mehr-covid–erkrankte-ueberleben-100.html

 

Professorin Gierhake zu Freiheitsrechten von Geimpften und nicht Geimpften und … wie das mit der Freiheit überhaupt läuft

https://video.mittelbayerische.de/region/regensburg/regensburger-jura-professorin-ueber-impfpflicht-23815-vid77111.html

Wer die ImpfHotline mit vier Telefonen anruft, ist eher dran !

https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-impfung-so-bekam-unser-autor-einen-impftermin-erfahrungsbericht_aid-57161543

Das Ratinger Tragödchen trotzt Corona und tritt gemeinsam mit dem Schauspieler Rolf Berg bei Youtube auf

https://www.youtube.com/watch?v=IRw6hj2Equ0

Hat er pubertiert, hat er masturbiert, ist er vom Pferd gefallen? Ganz klar wird das nicht. Wenngleich Lesber, mein Protagonist, im Wesentlichen bei Trost ist. Gewiss: Er teilt schon mal aus, lässt Zähne und verbeißt sich dennoch in allerlei Alpträume. Wo Corona die Leute flach legt, geht er in Deckung. Um gleich darauf wieder aufzutauchen. Altwerden hat stille und groteske Seiten – nicht immer pinibel, nicht immer freundlich. Zuweilen mieft es gelblich und altbacken in die Lichthöfe. Lesber weiß, dass  Trottel und Idioten derzeit den Ton angeben. Ein Umstand, der ohne Seuche kaum ruchbar geworden wäre. Wie auch immer: Lesber bleibt cool, seine Frau noch cooler. Beide wissen, dass sie noch ganz gut durchkommen werden, dass sie das Glück haben, nicht ewig zu leben.

Ulrich Scharfenorth: „Alter Mann, was tun?“ – ARACHNE Verlag, Bonn, 105 Seiten, ISBN 978-3a-932005-94-7,  9,50 €

https://www.stoerfall-zukunft.de/alter-mann-was-tun-19-versuche-zu-ueberwintern/

Mark Knopfler ist und bleibt das AusnahmeTalent   https://www.youtube.com/watch?v=wuo5lkhYLF4

 

Die Schweiz hat mit der TV-Serie „Frieden“ das bisher Beste in diesem Genre abgeliefert

https://www.youtube.com/watch?v=h845MG-jOTQ

Das, was sich die NRW-Regierung zum Schutz von Spielsüchtigen ausgedacht hat, ist lächerlich. Nach wie vor ist es wichtiger, an den Gewinnen der großen Casinabetreiber teilzuhaben https://www.wz.de/nrw/neuer-aerger-um-den-gluecksspielstaatsvertrag-in-nrw_aid-57108675

Christian Baron hat es begriffen: „In der Politik nützen die besten Inhalte nichts, wenn die Ansprache nicht stimmt“ und „Die Linke muss anderen Lebenswelten empathisch statt mit Hohn begegnen.“    https://digital.freitag.de/0521/worte-die-etwas-bedeuten/

Ihr könnt ja sagen, was ihr wollt. Für mich ist der Mix aus Rachmaninow und Fedorova unschlagbar

https://www.youtube.com/watch?v=rEGOihjqO9w&t=666s

Tim Ulrichs: „Beuys hatte von nichts eine Ahnung“

https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/kultur/einzelausstellung-von-timm-ulrichs-bei-philara_aid-57123847

Sprechen wir es doch klar aus: Wer in Freiheit leben will, muss mehr Tod akzeptieren

Noch mehr wollen, alles wollen. Dinge zusammenbringen, die nicht zusammengehören. Freiheit ohne Tote und Tod den Diktatoren. Wir leben in einer neoliberalen Gesellschaft und die brachte in den zurückliegenden Jahrzehnten Menschen hervor, die alles, was es gibt, alles billig und alles schnell haben wollen. Wir leben in einer sogenannten freien Gesellschaft mit freiheitsliebenden Menschen – vor allem solchen, die auf eine gerechtere Welt aus sind, aber auch anderen, die sich alles kostenfrei herausnehmen wollen, die egoistisch und verwöhnt durch die Welt geistern. Sich dabei aber ganz und gar nicht für die übrige ärmere Welt interessieren.  Auch viele der Hiesigen sind nicht gerade wohlhabend und fallen doch völlig frei der Schere zwischen Arm und Reich zerschnitten zum Opfer.

Wir leben mit der Pandemie und dürfen davon ausgehen, dass sich die Probleme bis zur Totalimpfung  immens verschärfen. Gleichzeitig dürften Querdenker zu einer immer größeren Gefahr für uns alle werden. Die jüngsten Ereignisse in Stuttgart werfen einmal mehr ihre Schatten voraus https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/videos/querdenker-demonstration-stuttgart-corona-video-100.html.

Jacob Augstein hat wie immer an den Regierenden kein gutes Haar gelassen, hat sie beschimpft und der Unfähigkeit geziehen https://digital.freitag.de/1321/das-unerreichbare-ziel/. Was angesichts des heutigen Wissenstandes einfach ist und zutiefst populistisch in deutsche Herzen vordringt. Augstein schwimmt auf der Welle der Kritik, die ihn leicht trägt, aber auch abschwemmt. Mit der Feststellung, dass die Pandemie in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft nicht völlig ausgerottet werden kann, hat er vermutlich Recht. Das Bedürfnis der Menschen nach Mobilität, Meinungs- und Versammlungsfreiheit, nach Transparenz und Aufklärung aber auch nach grenzenlosem Luxus sind nicht auszubremsen – auch nicht mit Gewalt. Folglich wird es immer Querulanten, Angesteckte und Tote geben.

Leider hat Augstein keine Idee, wie man das fröhlich Freie unter den bestehenden Herrschaftsverhältnissen schlüssig mit Verantwortung, Moral und Ethik zusammenbinden könnte – zumindest keine, die mich derzeit überzeugt. Und nun wieder Augstein mit der richtigen Feststellung: Nur in Diktaturen, die sich auf Inseln befinden, ist es möglich, das Virus total zu besiegen. China – so füge ich hinzu – mag durch seine Politik Hundertausende Leben gerettet haben, aber positiv ankommen könne das nur da, wo solche Leben als lebenswert empfunden werden.

Bei der Abwägung von Freiheit und Tod gegen Unfreiheit und Leben wird man niemals allen Menschen gerecht werden können. Zumal die jeweiligen Befindlichkeiten in den jeweiligen Systemen kaum gänzlich, allenfalls ansatzweise durchlebt/verglichen werden können.

Ich glaubte bislang, dass die Impfung gegen Covid und folgende PandemieAuslöser irgendwann zur Pflicht gemacht werden müsste – ähnlich wie die Impfung gegen Masern. Weil es sonst unmöglich wäre, diese Krankheiten einzudämmen.

Ein Nachbar vertrat gestern das ganze Gegenteil. Die Impfung dürfe niemals zur Pflicht gemacht werden, weil das freiheitliebenden Menschen nicht zugemutet werden könne.

Dann werden sehr viel mehr Menschen – eben viele von denen, die das Impfen heute, besser gesagt: demnächst verweigern – ins Gras beißen müssen, entgegnete ich.

Ja, sagte mein Nachbar, das ist der Preis der Freiheit. Ich möchte weiter im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung leben und nichts, aber auch gar nichts davon missen. Erwischt es mich irgendwann, dann ist es das .. und gut. China jedenfalls kann mit auf ewig gestohlen bleiben.

Wowwww, sagte ich verwundert und schlug mein Buch zu.

Haben die das wieder nicht auf dem Schirm?

Dass die Politik ihren Fehlern immer noch neue hinzufügen muss, dass sie quasi nicht lernfähig ist – auch, weil ihr das Wissen um die Wirkungsmechanismen von Pandemien fehlt, dass die Politik immer weniger auf Virologen, Epidemiologen, Klinikärzte und Betreiber von Intensivstationen hört und häufig durch gewissenlos agierende Medien und den Mob der Coronaleugner vom rechten Weg abgebracht wird, weckt in mir die Befürchtung, dass Corona auch in Deutschland noch viele Todesopfer fordern wird. Sie verordnen chaotisch und setzen nicht durch, was sie verordnen. Manchmal ist das im Nachhinein richtig. Soweit sind wir schon.

Ganz klar:Wir werden im Auf und Nieder von Lockdown und Öffnung bei extrem hohen Inzidenzen landen, denen Geimpfte größtenteils widerstehen, Ungeimpfte aber zunehmend zum Opfer fallen. Denn die Mutanten werden sich gnadenlos weiterverbreiten – bis hin zu den Impfgegnern und CoronaLeugnern, die es dann auch massenhaft erwischen wird.

Die letzten Dummheiten der Regierenden habe ich noch klar vor den Augen: Man öffnet die Schulen ohne im Besitz von Tests zu sein – obwohl es hieß, dass Kinder und Lehrer zweimal pro Woche getestet werden müssen. Jetzt, da die Tests weitgehend vorhanden sind, unterwirft man sich dem Veto von Eltern, die das Testen ihrer Kinder vor allem deshalb verbieten, weil es bei positivem Testergebnis ins heimatliche Nest zurückschlagen, sprich: die Quarantäne auslösen würde. Bis heute ist unklar, ob besser zu Hause, sprich: völlig unkontrolliert und unprofessionell oder aber in der Schule getestet werden sollte (wo positiv getestete Kinder vor Mitschülern stigmatisiert würden).

Auch bei den Modelprojekten in Tübingen oder im Saarland fischt man trotz gegenteiliger Behauptungen im Trüben. Auch wenn man vorhabe, alle Leute, die vor Ort schoppen oder herumkneipen wollten, zu Tests zu nötigen, dürfte es unmöglich sein, alle Leute, die Stadt oder Region wegen der großzügigen Öffnungen überschwemmen, ausfindig zu machen. Was schlicht und ergreifend dazu führt, dass die bislang niedrigen Inzidenzen in den Testgebieten ebenfalls ansteigen und nur etwas später das Niveau der übrigen Städte, Landkreise und Bundesländer erreichen. Der Öffnungseffekt bringt dann nur den marginalen Effekt, dass sich Menschen zwei Wochen lang freier bewegen konnten als die Landleute im übrigen Bundesgebiet. Na hurra! Bei Verzicht auf die Öffnung würde die Bedrohung vor Ort niedrig bleiben und positiv aufs Umfeld ausstrahlen. Aber das zählt offenbar nicht.

Seit Kurzem ist klar, dass sich die Beschaffung von Impfstoff auch deshalb so stark verzögerte, weil die EU und damit auch Deutschland zu wenig Geld in die Hand nahmen, um den Aufbau von Produktionsstätten zu fördern. Amis und Britten waren da erheblich weitsichtiger und spendabler – auch wenn wir ihnen zwischenzeitlich geringere Erfolge bei der Pandemiebekämpfung zuordneten. Für mich stellen sich jetzt zwei weitere Probleme, die wieder komplett verschlafen werden. Hat die Regierung, haben die 16 Ministerpräsodenten daran gedacht, den potentiellen Herstellern von Medikamenten ebenso viel (ja besser: sehr viel mehr) Geld in die Hand zu drücken – auf dass diese Forschung und Produktion von Heilmitteln quasi im Sturmlauf angehen können? Ich lese nichts darüber!!! Es gab mal eine Info über Formycon – dann  war Ruhe und der Aktienkurs der Firma wabert seitdem teils im Minus. Warum wohl?

Und zweitens: Hat der Staat die Entwicklung von neu angepassten, sprich: modifizierten Impfstoffen ausreichend gefördert und auch hier die notwendige Investitionen mit finanziert? Oder läuft es auch diesmal wie im KAP üblich: Man produziert das OriginalVakzin so lange, bis alle Kunden erbost aufschreien oder besser: bis alle Bosse der Impfhersteller Milliardäre sind. Ungeachtet der Tatsache, dass dieses Vakzin nicht mehr oder nicht mehr ausreichend  wirkt.