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Fiktiv oder doch … direkt aus dem Leben gegriffen?

Liebe Lisa,

sollten sich Delta, Lamda und Psi weiter so rasant ausbreiten, wird es wohl schwierig mit dem nächsten Treffen.

Gestern, nachdem wir dich an der Heidekrautbahn verabschiedet hatten, ist uns plötzlich klar geworden, dass wir ein ziemliches Risiko eingegangen sind. Immerhin wussten wir bis zu deiner Anreise nicht, dass du ungeimpft bist. Schließlich hast du auch kein Testergebnis vorlegen können. Die Teststation sei schuld, sagtest du. Sie habe versprochen, das Ergebnis per SMS mitzuteilen. Keine Ahnung, warum das schief ging. Irgendwie frage ich mich, ob du überhaupt in der Lage bist, solche Info entgegen zu nehmen? So richtig fit bist du ja nicht, wenn es um IT geht. Genau das aber hätte dir klar sein müssen, als man dir versprach, die Daten elektronisch zu übermitteln. Im Zweifelsfall bleibt man einfach in der Teststation sitzen und wartet auf das Ergebnis. Vermutlich hast du das nicht gerafft oder als lästige Formalität außer Acht gelassen. Egal: Wir hatten dir trotzdem vertraut. Und ja: Du hattest dich testen lassen.

Dennoch ist mir die Umarmung bei deiner Ankunft spätestens gestern kalt nachgelaufen. Du hattest dich über die Berührung, die von mir ausging, zu Recht gewundert. Na, klar, du wusstest um deinen Zustand und ich war so fahrlässig, ihn nicht abzufragen. B., meiner Liebsten, ging es dann ähnlich. Sie war gleichfalls sicher, dass du inzwischen clean seist. Und umarmte dich ebenfalls.

Sorry, nimm mir bitte nicht übel, wenn ich jetzt etwas kalt spekuliere: Du machst jetzt bewusst ernst mit Deiner Impf-Ablehnung. Ich hatte Dein Zögern bisher als Terminproblem verstanden und nie ernsthaft daran geglaubt, dass daraus mehr würde. Jetzt ist es offenbar so, dass dich deine Tochter und andere, uns unbekannten Coronaskeptikern total umkrempeln, dass du mit all den Ungeimpften auch ständig Kontakt hast.

Genau!

Plötzlich fällt mir auf, dass wir vor zwei Wochen über Querdenker gesprochen hatten. Du fandest die einfach sympatisch. Meintest, dass die ihre Identität pflegen und keinesfalls aufgäben. Selbst dann nicht, wenn sie gemeinsam mit Impfgegnern, Verschwörungstheoretikern und Nazis auf die Straße gingen.

Stimmt doch, oder?

Auch deine Freundin, von der du gestern kamst, ist ungeimpft. Und turtelt natürlich mit ihresgleichen in Berlin umher. Zudem sei der Zug, mit dem du nach Bernau kamst – so jedenfalls hattest du dich geäußert – völlig überfüllt und unbelüftet gewesen. Meine Güte!

Zumindest Jogo, dein Liebster, scheint geimpft. Uns ist so, als sei er einmal … wir glauben mit Johnson&Johnson. Soweit wir uns erinnern, hatte er anders reagiert als du.

Ist das so? Oder seid ihr beide des Wahnsinns fette Beute?

Keine Ahnung, warum du, die du keine Kinder mehr bekommen wirst, so einen Schiss vor der Impfung hast. Dass sich junge Leute da zurückhalten, will mir noch einleuchten. Die dürften ihre Potenz, ihre Zeugungs- oder Empfängnisfähigkeit im Auge haben, sprich: der Vermutung anhängen, dass sie irgendwelchen Spätfolgen erliegen und kinderlos bleiben könnten. Nun ja, theoretisch ist das möglich. Allerdings hilft das Ungeimpftsein über 20 AbwarteJahre auch nicht weiter. Denn entweder leiden die Zögerlinge dann an LongCovid, sind infolge der Seuche verstorben, wissenschaftlich widerlegt oder … was niemand glaubt …in ihrem Urteil bestätigt – aber infolge ihres Alters nicht mehr zeugungswillig.

Diese Zukunft, Lisa, scheint mir echt blass, oder?

Wäre es da nicht sinnvoller, dem wahrscheinlichen Ergebnis zu folgen? Fast alle Experten sind der Meinung, dass die mRNA-Impfstoffe das Beste sind, was je auf dem Markt war – und bestreiten vehement, dass diese Substanzen das menschliche Genom berühren, geschweige denn beeinträchtigen. Ich vertraue den Fachleuten.  Auch …. wenn sie von CordonaLeugnern immer wieder verunglimpft werden. Ja, Lisa, verunglimpft!

Ich mache euch Verweigerern zum Vorwurf, dass ihr in der Materie einfach zu dumm seid. Nicht in der Weise, wie das der SPIEGEL in einem Kommentar kundtat (du hattest dich total darüber  aufgeregt, dass der betreffende Journalist die Verweigerer allesamt als Dummköpfe bezeichnet hatte), nein: Nicht in dieser Weise, sondern differenzierter: Die Verweigerer müssen nicht durchgängig dumm sein. Beileibe nicht! Offenbar ist es so, dass sie auf dem einen Feld – eben bei Corona – nichts begriffen, oder sich dem Wissen darüber verweigert haben. Würden sie Drosten und Ciesek im NDR-Corona-Update folgen, genauer gesagt: das, was dort analysiert und gut verständlich erklärt wird, begreifen wollen und dann auch raffen, wären sie keine Verweigerer mehr. Denn es wäre ihnen klar, dass die Experten logisch und fachlich fundiert argumentieren.

Doch die Verweigerer sind vermutlich faul, selektiv unterbelichtet oder parolenhörig, folgen dem, was skrupellose YouTuber und Instagrammer, was die von ihnen verehrten Alphatiere vorposaunen. Und leisten so einer gefährlichen Vertrauensseligkeit Vorschub. Verweigerer verhalten sich parasitär, weil sie darauf hoffen, dass Impfwillige die Herdenimmunität, also den Schutz der Gesamtheit herbeiführen. Um dann leistungslos davon profitieren zu können. Verweigerer sind zudem rücksichtslos und bedrohen ihre Mitbürger – allein durch ihre Anwesenheit. Sie erschweren das Leben von Ärzten und Krankenschwestern, die in Kliniken und Privatpraxen nicht nur stärker als notwendig gefordert werden, sondern auch extrem gefährdet sind. Die Zeche zahlen auch all diejenigen, die verletzlich sind, sprich: aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. All das wäre kein Thema, wenn sich alle impfen ließen. Bei Masern – und die sind nicht halb so gefährlich wie Corona – war das doch auch möglich.

Ich weiß nicht, in welchem Umfeld du dich bewegst, Lisa. Alle Parteien – selbst die Linke – haben sich doch ausdrücklich für das Impfen ausgesprochen. Wie kann es sein, dass du dich, gemeinsam mit deiner Tochter, dagegen stellst?

Das ist zufällig so, hattest du gestern geantwortet. Mir fällt es schwer, das zu glauben.

Auch B. findet deine Haltung im Nachhinein skandalös. Also, freundschaftlich gesprochen: freundschaftlich skandalös. Denn Du gefährdest nicht nur dich selbst, sondern auch andere. Und letzteres ist unverantwortlich. Da hilft auch nicht das Luftanhalten und Lüften, wenn wir dich im Auto bewegen. B. wusste das und fühlte sich übel dabei.

Verstehe bitte: Selbst wir zweimal Geimpften könnten uns bei dir anstecken und das dann weiter geben, wir könnten B.s Kinder und Enkel infizieren und wenn es übel käme, auch selbst krank werden. Immerhin ist es denkbar, dass wir nach dem Piekser nur wenige oder gar keine Antikörper gegen die Seuche entwickelt haben. Die angeführte hohe Wirksamkeit der mRNA-Impfstoffe könnte dabei arg täuschen. Denn sie signalisiert lediglich, dass  von einhundert Infizierten nur fünf oder zehn Prozent schwer oder intensiv daniederliegen, keinesfalls aber, dass zweifach Geimpfte total geschützt sind. Heißt dann: Uns kann es auch erwischen.

Unser Freund W., der ebenfalls im Auto mitfuhr, ist genauso betroffen und denkt bei aller Zuneigung dasselbe.

Kurz gesagt: Ich habe den Eindruck, dass du Corona nicht ernst nimmst, besser gesagt: nie wirklich verstanden hast … und das auch völlig auf sich beruhen lässt. Du setzt auf die Einflüsterungen Deines gesellschaftlichen Umfeldes … mit Vorreitern, die nicht durchblicken. Oder hast du Angst davor, dass deine Tochter dich wieder mal verlacht?

Wie auch immer, Lisa, wir werden uns in nächster Zeit kaum sehen können. Auch wenn es dir unfreundschaftlich vorkommen sollte: Wir warten darauf, dass Du  dich impfen lässt. Verweigerst du das, dann müsstest du vor einem Treffen zumindest den PCR-Test vorlegen. Vielleicht sogar zwei – im Abstand von drei Tagen. Wir könnten uns dann draußen sehen, tatsächlich nur draußen. Die bisher angebotenen Schnelltests sind, wie jetzt öfter zu hören ist, wenig belastbar. Lauterbach – ja, auch dem vertrauen wir – fordert seit langem PCR-Tests. Die seien aussagefähiger, die müssten es seiner Meinung nach schon sein, wenn Ungeimpfte so ungeniert in Menschenmassen oder Familien eintauchen.

Ich hoffe, du weißt, was ein PCR-Test ist.

Herzlichen Gruß vorerst und dann …

na… ich weiß nicht.

 

10. September 2021: Hallo Freunde, hier wieder die Aktuellen Schlagzeilen aus dem BLOGhaus

Ich habe an Herrn Habeck geschrieben, obwohl mir klar ist, dass ich keine Antwort bekommen werde. Warum das so ist, erfahrt ihr im Newsletter … ganz unten.

 

 

 

 

 

 

Zum Thema Afghanistan ist fast alles gesagt worden. Deshalb erspare ich mir überflüssige Kommentare. Interessant ist vielleicht, dass die Europäer, die für die Katastrophe mit verantwortlich sind, jetzt illusorische Forderungen an die Taliban stellen, Forderungen, von deren Erfüllung sie die dringend erforderliche Hilfe für das afghanische Volk abhängig machen. Obwohl man moralisch am Boden liegt, ist man erneut unfähig zur Demut und bläst den EuroSack beschämend weit auf. Barbara Tuchmann, die ich immer wieder zitiere, kennt dieses Phänomen https://www.amazon.de/Die-Torheit-Regierenden-Troja-Vietnam/dp/3596153948/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=3QXMXCS3120H6&dchild=1&keywords=barbara+tuchmann+die+torheit+der+regierenden&qid=1630948850&sprefix=Barbara+Tuchmann%2Caps%2C174&sr=8-1  und Hans-Georg Ehrhart weist ebenfalls darauf hin https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/eine-guerilla-hat-zeit. Die Eroberer begeben sich auf Kreuzzüge, geraten selbst als Übermacht in die Bredouille (siehe auch Vietnam) und versuchen die Defizite dadurch zu beheben, dass sie bei gleicher SchussRichtung noch einen (ebenso falschen) draufsetzen. Der MaliEinsatz bleibt sakrosankt und die Konservativen bekräftigen lautstark, dass Auslandseinsätze ein Mittel ihrer Wahl bleiben.

Auch ganz bezeichnend: Der MorgenpostSchleimer Thadeusz diffamiert diejenigen, die schon immer gewusst haben, dass das AfghanistanAbenteuer über die unmittelbare Bestrafung von Al Kaida hinaus ein imperialer Irrsinn ist

https://www.morgenpost.de/kolumne/thadeusz/article233100721/Das-Drama-in-der-Ferne-tut-dem-deutschen-Besserwisser-gut.html Als ob die Sache nicht von vornherein völlig klar war.

Eine Schande, dass die BundestagsMandate für die mehrmalige Fortsetzung der ISAF-Einsätze von allen Parteien außer den Linken mitgetragen wurden. Europa und insbesondere Deutschland haben sich zum devoten Affen der Amis gemacht – die, man nimmt es ja langsam zur Kenntnis – ihr eigenes Ding drehen. Sie schrieben ohne Abstimmung mit den Aliierten das AbzugsDatum fest, verhandelten mit den Taliban in Doha allein und ebenfalls unabgestimmt die konkreten Prozeduren und machten sich dann –  nach eigenem Ermessen – in Kabul aus dem Staub. Der dumme Rest der Besatzer konnte sehen, wo er bleibt.

So sieht Freundschaft, so sieht die Allianz mit dem überseeischen Partner – so sieht das aus, was SPD-Kanzlerkandidat Scholz trotz aller Malaisen weiterhin einfordert. Im Streit mit den Linken, die diesbezüglich den Kanal übervoll haben.

Dass die chaotische Evakuierung aus Afghanistan weitere Gefährder auch nach Deutschland spült, ist nicht nur offensichtlich, sondern bereits nachgewiesen. Viel bedrohlicher allerdings scheint die Tatsache, dass sich hier zu Lande eingenistete Extremisten durch den Exodus aufgerufen fühlen könnten, ihre Tauglichkeit und Schlagkraft im Kampf gegen den Westen zu beweisen.           Experten gehen davon aus, dass sich die Gefahrenlage in Deutschland und Europa relativ schnell verschärft https://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/taliban-afghanistan-terrorgefahr100.html.

Krieg ist ein Geschäftsmodel. Währt er kurz wird wenig, währt er lang, wird viel verdient https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/gestorben-wird-woanders

Viel genauer lässt sich das Desaster in Afghanistan nicht beschreiben:

https://www.stoerfall-zukunft.de/sehr-viel-besser-laesst-sich-die-gesamtsituation-fuer-afghanistan-kaum-darstellen/

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/eine-guerilla-hat-zeit

 

Borodin – ein großer europäischer Komponist! https://www.youtube.com/watch?v=5-tPOU5Dwso

Auf zu grotesker Monotonie, zu Illusionen und verqueren Weltsichten! Gursky, der derzeit in Duisburg ausstellt, muss nichts kommentieren ….

 

Wir hoffen inständig auf höhere Wirkungsgrade bei Solarzellen. Die Gallium-ArsenitZelle könnte ein Schlüsselelement für bessere SonnenAusbeute werden. Fragt sich, ob die erforderlichen Werkstoffe wieder nur rar und teuer, ob ihre Gewinnung umweltfreundlich oder –schädlich ist https://photovoltaiksolarstrom.com/photovoltaiklexikon/galliumarsenid/

 Endlich sind die Bücher der Ratinger ERA-Autoren in den Bestand des Medienzentrums der Stadt aufgenommen worden …. Sie können über den Link http://89.107.70.39/webopac/index.asp?DB=webopac  ausfindig gemacht werden.

Es folgt … die Eigenwerbung: Meine  sind auch dabei https://www.stoerfall-zukunft.de/meine-buecher-konnen-ab-sofort-im-medienzentrum-der-stadt-ratingen-ausgeliehen-werden/

BEETHOVEN: Schöner geht’s nicht  https://www.youtube.com/watch?v=aWSXFUiDPDQ

Der aktuelle Standpunkt: Schluss mit dem Gefasel über das Weiterbetreiben der Kernkraftwerke! Diese Technologie ist und bleibt teuer, unsauber, alles andere als nachhaltig und … gefährlich! https://www.mdr.de/investigativ/atomstrom-klimakrise-atomkraft-reaktor-atommuell-100.html

Naika Foroutan meint, dass in Deutschland eine postmigrantische Partei gegründet werden müsste, damit die Interessen der Zugewanderten besser vertreten würden https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/fuer-offensive-gleichheitspolitik.

Ich glaube, dass dieser Ansatz ein grundfalscher ist, weil zum einen die Interessen der Migranten aus den unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen niemals einvernehmlich, gebündelt oder zumindest von den Hauptthemen her einigermaßen einheitlich vertreten werden können. Zum Zweiten widerspricht der Ansatz dem Integrationsbestreben. Die schon heute vorhandene Gettoisierung – übrigens eine Erscheinung, die es überall auf der Welt gibt und gegen die kein Kraut gewachsen ist (warum auch? Deutsche im Ausland siedeln auch nicht anders) – würde weiter verstärkt. Natürlich im Sinne einer Parallelgesellschaft. Drittens müsste eine solche Partei Kompetenzen/Erfahrungen auf allen wichtigen Politikfeldern entwickeln, was allein schon dadurch behindert wird, dass ein exklusiver Zugang zu relevanten Fakten und Infos auf „sektiererische Weise“ (also auf sich allein gestellt) kaum oder gar nicht erreicht werden kann. Viele Beispiele zeigen, dass Menschen mit Migrationshintergrund – so sie denn in Unternehmen oder in der Politik eingebettet sind – sehr viel stärker im Sinne ihrer Wurzeln und Befindlichkeiten agieren können. Hinzu kommt, dass der Druck von rechts und damit die Polarisierung in der Gesellschaft immens zunehmen würde. Grüne und Linke würden an Gewicht verlieren – was nicht nur die Machtverhältnisse, sondern auch das Durchsetzungsvermögen für Themen wie den Klimawandel extrem negativ beeinflussen würde. Klar, das Vorhandensein einer postmigrantischen Partei würde mehr Wähler an die Urnen bringen, natürlich auch solche, die mit Deutschland nichts, aber auch gar nichts am Hut haben. Ganz zu schweigen von der Wahrscheinlichkeit, dass eine solche neue politische Kraft von extremistischen Kräften unterwandert würde – ja selbst die Interessen von Erdogan befördern könnte.

Deutschland gilt derzeit als einer der größten Umweltverschmutzer weltweit. Nach Experteneinschätzung wird es die in Paris versprochenen Klimaziele deutlich verfehlen. Derzeit emittiere Deutschland doppelt soviel CO2 wie zur Erreichung des 1,5 Grad-Zieles zulässig wäre. Die Coronakrise hatte zu einer zeitweiligen Dämpfung der Verschmutzung geführt. 2021 dürfte sie erneut von 739 Millionen t auf 786 Millionen t Co2 zulegen https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-26-08-2021/klimaschutz-aber-wie.html

E. ist die Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder eines der Grundübel von Vergangenheit und Gegenwart. Dass es vor allem nie gelingt, anderen Kulturen die Demokratievorstellungen des Westens von außen aufzupfropfen, hat der Fall Afghanistan einmal mehr bestätigt. Selbst Diktaturen müssten von den eigenen Bevölkerungen beseitigt werden. Nur wenn es um akute NaturKatastrophen oder Menschenrechtsverletzungen – etwa um Genozide – ginge, wäre ein militärisches Einschreiten geboten. Allerdings ausschließlich unter dem Mandat der UNO. Auch Bundeswehreinsätze müssten dieser Forderung genügen. Es kann nicht angehen, dass die deutsche Regierung sogar robuste Aktionen zur Sicherung von Rohstoffen und Rohstofflieferungen in Erwägung zieht. Rohstoffe gehören den Ländern, in deren Territorium sie gefördert werden. Ihre Ausbeutung und ihr Transport müssen völkerrechtlichen Richtlinien genügen. Verträge mit korrupten Diktatatoren, die die Güter ihres Landes unter Marktwert verscherbeln und die Rohstoffgewinnung in militärisch gesicherten Claims gestatten, sind zu ächten.

Diese Thesen werden unterstützt, teilweise aber auch in Frage gestellt (der Beitrag ist online nicht verfügbar – offenbar zu heiß! Freitag 34/2021, S. 14)

Irgendwer behauptet, dass dieser Song der Hit des Sommers sei. Na ja!  

Rücksichtslosigkeit, Ignoranz und Aggressivität haben seit Ausbruch von Corona ein bedrohliches Ausmaß angenommen. Einmal mehr ist mir bewusst geworden, von welchen Typen unser Land durchsetzt ist und wie diese den Zusammenhalt in der Gesellschaft gefährden. Ob wir uns die Demos der Querdenker, deutsche Autobahnen, die Ekstase in Clubs und Fußballstadien oder das masken- und abstandslose Menschengewühl beim Formel-1-Rennen in Zandvoort vornehmen – überall wird Chaos und regelloser Wahnsinn sichtbar. Dass jetzt nicht nur Polizisten und Rot-Kreuz-Helfer, sondern auch Politiker an ihren Infoständen beleidigt und tätlich angegriffen werden, ist die unmittelbare Folge dieser Entwicklung. Vor allem aber auch ein Zeichen dafür, dass allzu oft Milde waltet, wenn der Mob zu regieren beginnt. Panorama 2.9.

Russland/Permafrost: Ganze Städte könnten im Schlamm versinken  https://www.berliner-zeitung.de/news/tauender-permafrost-russen-bricht-der-boden-unter-fuessen-weg-li.174890?pid=true

Rezo rechnet mit der KlimaPolitik der CDU/CSU ab: „Die Regierung scheitert nicht nur an ihren eigenen Zielen, sie beschließt nicht nur verfassungswidrige Gesetze – mehr noch: sie bremst jeden Fortschritt aktiv aus   https://www.youtube.com/watch?v=NOSh0ovnxU4

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/rezo-zerstoerung-teil-2-warum-das-klimapolitik-video-die-adressaten-nicht-erreicht-a-e911f2c9-84ea-46c9-9f40-0f2136ea2545

„Bald haben wir sie geschafft“. Stephan Hebel serviert ein sensationelles MerkelPorträt

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/bald-haben-wir-sie-geschafft

Bitte nicht den Der Wahl-O-Mat benutzen. Die 38 Fragen sind so gestellt, dass die Wahlempfehlung konservative Parteien bevorteilt. Auch der deutsche Kulturrat hat bereits protestiert. Keine der Fragen befasse sich mit einem kulturpolitischen Thema. Mein Rat: Immer mal fragen, wer solche Wahl-O-Maten ins Leben ruft und bestückt. Immer mal fragen: Wem soll er nützen? An Neutralität, Objektivität und Ausgewogenheit muss man auch an dieser Stelle nicht glauben. Deutschlandfunk „Wahl-O-Mat“ keine Fragen zur Kulturpolitik aufgeführt https://www.deutschlandfunk.de/deutscher-kulturrat-kritik-an-wahl-o-mat-keine-fragen-zur.2849.de.html?drn:news_id=1298738

Wenn Gererit Starczewski nackte Player auf den Fußballplatz bringt und meint, dass das mit Kunst zu tun hat, ja mehr noch: wenn dieser Mann vorgibt, mit einer solchen Inszenierung           gegen die Kommerzialisierung des Fußballs und die WM in Katar protestieren zu wollen, müsste jeder denkende Bürger aufschrecken. So ein Spektakel ist NICHTS, aber auch GAR NICHTS!             

https://www.zeit.de/news/2021-09/04/aktionskuenstler-inszeniert-fussballteam-ganz-ohne-kleider

Die Menschenrechte werden oft auch in Ländern verletzt, in denen sie vehement eingefordert werden. Weißrussland, Russland und China sind dann Mode, obwohl es im eigenen Nest auch stinkt. Nehmen wir nur Großbritannien, wo es in den Haushalten vieler Reicher noch Sklavenarbeit gibt. Dort schuften Frauen von den Philippinen und aus Indonesien unter unsäglichen Bedingungen – ohne dass es die Briten wirklich interessiert. Ich hatte bereits vor längerer Zeit auf diesen Umstand hingewiesen. Damals waren ca. 5000 solcher Fälle registriert worden    https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/sklavin-mitten-in-london

 

Ich habe zwei Lesungen anzubieten: die eine in der Stadtbücherei Düsseldorf-Gerresheim (28. September 2021, 18:30 Uhr), die zweite im Haus der evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Knittkuhl/ (10. November 2021, 18 Uhr). Ihr seid herzlich eingeladen!
https://www.stoerfall-zukunft.de/scharfenorth-praesentiert-film-und-liest/

Euch wird vielleicht aufgefallen sein, dass ich des Öfteren die Wochenzeitung „Der Freitag“ zitiere. Ich tue das, weil dieses Blatt regelmäßig aus dem Diskurs der bürgerlichen Zeitungen aussteigt und ausbleibende Fakten/Wahrheiten serviert. Und dabei die unvollständigen Bilder der Massenmedien, die politisch Missliebiges, Positives über WeißRussland, Russland, China etc. systematisch ausblenden, zu einem sachlich richtigeren, kompletten Ganzen zusammenfügt. Immer wieder aber enttäuscht mich dieses Journal – etwa, wenn es über abstruse Bücher faselt („Sex mit Hitler“ https://www.freitag.de/autoren/marlen-hobrack/sex-mit-hitler) oder Dealer zu Opfern der Gesellschaft stilisiert („Mythos Dealer“). Mich interessiert nicht, wann eine Dame überm Hitlerbild orgasmiert und ich bekomme die Wut, wenn Dealern Zuspruch gewährt wird https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/mythos-dealer. Scott Holmquist könnte selbst mit Drogen unterwegs gewesen sein. Anders ist seine Haltung nicht zu verstehen. Und die Behauptung, dass es in Deutschland bei Konflikten mit Dealern noch nie zur Verletzung eines Polizisten gekommen sei, ist zweifellos ein Witz. Man muss nur mal surfen, um das Gegenteil herauszufinden. Ich sage immer: Hand ab, wenn jemand harte Drogen weitergibt. Klar: Es gibt tiefgreifende Versäumnisse der Politik im Umgang mit Migranten – die Tätigkeit von Kriminellen, vor allem auch die ätzende ClanKriminalität, lässt sich deshalb noch lange nicht rechtfertigen. In der Serie „4 Blocks“ https://www.youtube.com/watch?v=OboeYzrZQh8 sind die Zusammenhänge eindrucksvoll dokumentiert https://de.wikipedia.org/wiki/4_Blocks, aber gerade diese Serie wird von Holmquist als klischeelastig abgewertet. M. E. ein verdammter Irrtum!

Super Witz der SatirePartei: Leider – wie bei Giffey – ohne Quellenangabe

Schöne Grüße aus dem Altweibersommer!

Ulrich Scharfenorth

Hallo Herr Dr. Habeck,

der aktuelle IPCC-Bericht sieht die Erde kurz vor dem Kollaps. Brände, Überschwemmungen und Vermüllung plagen den Planeten. Und in Deutschland – dem einstigen UmweltVorzeigeland – wachsen die Orders für SUVs und Laubbläser um 30 %. Es ist offenbar fünf nach zwölf, es stehen Wahlen an, und deshalb schreibe ich Ihnen.

Einen Monat vor dem 26. September treibt mich die Frage um, ob irgendein Green Deal, ob letztlich Ihr grünes Konzept die Lösung unserer Umwelt- und Klimaprobleme kraftvoll, will sagen: signifikant befördern würde. Gibt doch die politische Landschaft in Deutschland zwar ein helles, aber keineswegs ein Tiefgrün her. Genau das aber dürfte selbst Ihre eher bescheidenen (und natürlich keinesfalls ausreichenden) Forderungen a priori behindern. Immerhin dürften weder der frühere Ausstieg aus der Braunkohle, noch eine höhere Besteuerung der Superreichen oder sachgerechte CO2- und Kraftstoffpreise heute mehrheitsfähig sein. Noch aussichtsloser gäbe sich ihr Ansatz, wenn die gleichfalls unabdingbaren Forderungen nach mehr Investitionen für bezahlbares Wohnen oder eine Erhöhung des Mindestlohnes auf 13-15 Euro impliziert wären.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, Herr Habeck: All das unterstütze ich ohne Vorbehalt.

Ihr Problem ist, dass Sie angesichts der bevorstehenden Wahlen für das volle Paket nirgendwo werben können. Denn schon das, was in ihrem jetzigen Programm steht, ist schwer durchsetzbar, geschweige denn finanzierbar. Immerhin müssen Sie für Ihren VielleichtdochnochPartner, die CDU/CSU, bündnisfähig bleiben. Was zweifellos bedeutet, dass Sie die Rüstungsanstrengungen wie von den USA gefordert (2% vom BIP), massive deutsche Waffenexporte und Auslandseinsätze der Bundeswehr weiterhin mittragen müssen (sorry, das tun Sie ja eh schon!).

Schlimm nur, dass diese ohnehin stressig anmutende Partnerschaft jetzt auch noch das Zeitliche segnen könnte. Denn sowohl Laschet als auch Ihre Gefolgsleute torpedieren gerade wichtige Wählerstimmen. Oder soll man die Nach-und Fahrlässigkeiten von Annalena, die Ausgrenzung von Palmer, die SelbstTore der Saarlandgrünen als marginale Entgleisungen hinnehmen?

Um es deutlich zu sagen. Mir schwant eine Dreierkoalition mit der FDP, was – wie Sie zugeben werden – durchaus auch … verhängnisvoll wäre. Denn dann könnten Sie in einer künftigen Regierung nicht einmal die weniger einschneidenden Teile Ihres Wahlprogramms durchbringen. Das aber hieße, am Pariser Abkommen meilenweit vorbeizusegeln. Ich muss Ihnen nicht sagen, dass schon Paris die Jahrhundertabrechnung mit 1,5-oder 2-Grad Erderwärmung verfehlt. Was aber, wenn erst …?

Die Frage ist also eine weit grundsätzlichere, sogar eine, die in zwei Richtungen zielt. Sollen wir uns auf ein Leben mit der Untätigkeit/Unfähigkeit einrichten – mit dem vergeblichen Versuch, den Paradigmenwechsel auch nur anzukratzen. Oder müssen wir ein gänzlich neues System ins Auge fassen? https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/systemfrage-oder-barbarei . Auf beide Fragen reagiert allenfalls die Linke, wenn auch wenig überzeugend. Zwar rüttelt deren Programm an den Grundfesten der Gesellschaft, doch gerade, weil es diese nicht zu stürzen vermag, ist es auch unfinanzierbar. Zweifellos enthält es berechtigte Forderungen, doch dürften die allenfalls als Pflichtenheft Bestand haben. Als Kampfprogramm, um Bestehendes im Rahmen des Bestehenden zu verbessern.

Seltsamer- oder auch bezeichnender Weise gehen die Grünen auf diese Problemstellungen nicht ein. Weil die Beschäftigung damit die Wähler noch mehr verschrecken könnte als Baerbocksche FauxPas‘ oder Erwägungen zu höheren Benzinpreisen. Man mag das verstehen. Akzeptieren kann man es nicht!

Dennoch wird Ihnen klar sein, dass besser als bisher gerechnet werden muss. Immerhin wäre zu prüfen, ob die Vorgaben Europas und Deutschlands zur Reduzierung der Emissionen (bis 2030: minus 65% gegenüber 1990) irgendwie realistisch sind. Jeder denkende Mensch kommt doch zu dem Schluss, dass etwas, das in dreißig Jahren nicht funktioniert hat, auch in 9 Jahren eher in die Hose als woandershin geht. Wie soll der vollmundig beschworene CO2-Schwund angesichts weiter steigender Emissionen und fehlender Konkretisierung nach Branchen, Unternehmen und Bürgern bewerkstelligt werden? Wo doch all diese Menschen und Institutionen nie konkret befragt, geschweige denn hinterleuchtet wurden. Schon mit Blick auf Laschets Vorgaben – und Laschet könnte, wenn er nicht noch mehr ins Stürzen gerät, das Sagen haben – dürfte klar sein, dass hier Hirngespinste, Worthülsen und Dummenpulver verbreitet werden. Die Vertreter des ÖkoKapitalismus versprechen zwar, Wachstum und Zerstörung zu entkoppeln. Sind dabei aber natürlich auf dem Holzweg https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/solch-gruener-schein. Denn auch mit einer sogenannten grüne Wachstumsstrategie ist der Planet nicht zu retten https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/gruenes-wachstum-100.html

Genau genommen, bedürfte es bereits jetzt der ÖkoDiktatur, eines totalen Umsturzes, um Klima, Umwelt und Menschheit zu retten. Doch genau das ist – ausgehend von den weltweiten Kräfteverhältnissen weder mehrheitsfähig, noch machbar. Selbst wenn einige Protagonisten hemmungslos dafür trommeln.

Insgeheim hoffe ich, dass Sie das alles kopfnickend zur Kenntnis nehmen. Trotzdem bleibt für mich die Frage, warum in den Projektionen aller großen Zukünftler – ganz gleich ob wir da Precht, Opaschowsky, Horx, Schätzing, Harari, Miegel oder Janszky meinen – ein Weiterbestehen des kapitalistischen Systems unterstellt wird. Obwohl damit die unheilige Vernichtung von Umwelt, Ressourcen und Ersparnissen quasi festgeschrieben ist. Ja, es bleibt die Frage, warum all diese Koryphäen mit keinem Wort die notwendige EINE WELT, den Verzicht auf Verschwendung, auf ressourcenfressende Technologien und Produkte, auf leistungslose Einkommen, Milliardenvermögen und dergleichen einfordern. Gesellschaftliche Entwicklungen finden in den Prognosen der „Experten“ entweder gar nicht oder nur neoliberal angepasst statt. Wobei auch künftig das weltweite Gefälle im Lebensniveau der Menschen billigend in Kauf genommen wird.

Ganz im Gegensatz zu diesen irrwitzigen Projektionen ist etwas anderes entscheidend: die Frage nämlich, ob das Gesamtgefüge allen Seins tragfähig bleibt. Denn nicht in wissenschaftlich-technischen Errungenschaften zum Nutzen Einzelner, sondern in der erfolgreichen Balance zwischen freiem Forschen, sinnhafter Innovation und Verantwortung liegt der Schlüssel für ein Weiterbestehen der Menschheit. Die Schere zwischen Arm und Reich jedenfalls muss wieder zugehen.

Buchautor Gero Jenner ist einer der wenigen, der hier Tacheles redet. Für ihn ist völlig klar, dass die Fortführung des endlosen, profitgetriebenen Wirtschaftens, eines Wirtschaftens mit traditionellen Wachstumsraten vor die Wand führt. Denn Ressourcen und Energien sind endlich. Gerade jetzt, da man sich mittel- und langfristig auf die Bedarfsdeckung mittels alternativer Energien (und nur dieser Energien) verständigt hat, heißt das: Deutschland müsste in einer Weise verspargelt und versolardächert werden, dass weder Mensch noch Tier freie Sicht hätten, ja im Gegenteil: zugedröhnt, zugedeckt und versiegelt würden. Denn schließlich müssten bei weiter steigendem Energiebedarf nicht nur die ausfallenden Braunkohle- und Atomenergien, sondern auch die fossilen Energieträger für den Verkehr durch saubere Alternativen ersetzt werden („Ob wir das schaffen?“, S. 38 und 39 – https://www.amazon.de/OB-WIR-DAS-SCHAFFEN-bessere/dp/B08LJZLPXF/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=ob+wir+das+schaffen&qid=1630774345&sr=8-1). Doch selbst die dann zum Tragen kommenden Technologien blieben problematisch, bringen sie doch mit der Suche nach seltenen Werkstoffen neue Landstriche und Meeresböden in Bedrängnis. Ganz zu schweigen davon, dass die schon abgemeldete Kernenergie neuerlich in die Diskussion gerät.

Um es kurz zu sagen: Eine aufgeziegelte, dem neoliberalen Wachstum unterworfene Welt der WEITERSO wird niemand aushalten/beherrschen/weiter gestalten können.

Deshalb muss wie Jenner folgert – die Lebensdauer fast aller Produkte immens verlängert (er sagt: verzehnfacht) werden. Was den Menschen problemlos in die Lage versetzen könnte, mit einem Zehntel der Produktion und dem dazugehörigen extrem verringerten Arbeitsaufwand ethisch und energetisch zu überleben. Im Agrarbereich müsste allerdings eine handfeste Unterstützung dazuwachsen: Verzicht auf die Massentierhaltung, Rückgewinnung degradierter Böden und die komplette Umstellung auf nachhaltige Pflanzen- und Viehzucht und damit Lebensmittelbereitstellung.

Soviel … zu den unmittelbaren Hier-zu-Lande-Erfordernissen.

Tatsächlich müssten die Verantwortlichen sehr viel weiter, nämlich über den Tellerrand hinaus blicken und dabei weitere, extrem wichtige Bemühungen anstoßen, nämlich die Einrichtung von drei internationalen Fonds. Fonds, aus denen wichtige länderüberspannende UmweltVorhaben finanziert werden: ein Fond zum Erhalt großer Waldbestände, einer zur Reinigung der Meere und ein weiterer zur Beräumung des erdnahen Weltraums.

Solche Bestrebungen sind schwer anzustoßen, weil niemand die Verantwortung von Ländern und Konzernen für weltweite Abholzung und Vermüllung erkennt ober erkennen möchte.

Fakt ist, dass diese Positionen direkt ins Arbeitsfeld der Grünen gehören. Freilich mit dem Bemerken, dass deren Handlungsfähigkeit sowohl materiell als auch politisch gestärkt werden muss. Zumal dann, wenn man die Sachlage international betrachtet. Vor allem die reichen Länder müssten animiert werden, viel Geld in die Hand zu nehmen. Sie müssten besagte Fonds füllen, sprich: finanzielle Anreize für die waldreichen Staaten zur Waldbewahrung gestalten und Großkonzerne fürs Saubermachen von Meeren und Weltall gewinnen – natürlich gegen Bezahlung. Heißt auch: die weltweiten grünen Bewegungen müssten die Regierenden der Weltgemeinschaft nicht nur an runde Tische, sondern auch zu allgemeinverbindlichen Handlungen gegen Klima- und Umweltvergehen zwingen. Geschähe das nicht, reagierte man letztlich nur auf läuternde Mega-Katastrophen, wäre es für uns alle zu spät.

Dass die Unterlassung der vorgeschlagenen Maßnahmen in zehn oder zwanzig Jahren ein Vielfaches an Kosten heraufbeschwören wird, ist immer wieder betont worden. Bisher ohne nennenswerten Effekt – denn das Blut blieb unsichtbar.

Ob die nachhaltigen Szenarien wirtschaftlich und politisch aufgehen, müsste vor allem von der Wissenschaft, von Grünen und LINKEN, aber auch von Konzernen und Politik geprüft werden. Noch stehen sich Staaten, die einander die Vormachtstellungstreitig machen, feindselig gegenüber. Die Atomwaffen sind ausgerichtet, und niemand ist bereit, Klima und Umwelt auf Position 1 der Rankinglisten zu setzen. Dabei geht es auf diesen Feldern um Trag- und Existenzfähigkeit des Planeten, um verbesserte materielle und ethische Strukturen, die natürlich anders aussehen müssten als heute.

Stichwort WIRTSCHAFT: Wenn es in der angedachten grünen Ökonomie zur einfachen und leicht erweiterten Reproduktion nicht reichen würde, müsste komplett umgedacht werden. Nach dem Motto: genossenschaftliche, kleinteiligere, dezentrale, lokale Erzeugung und Versorgung, radikale Kostensenkung durch disruptive, auf das Lebensnotwendige konzentrierte Innovationen (3-D-Drucker, bessere Sonnenenergieausbeute, tauglichere Speichermedien, bedarfsgerechte Bionik und Robotertechnik, Nanotechnik etc.); und ebenso nach der Devise: innovative Reparaturstrategien statt Neubau (Basis: Subventionierung des Reparierens, Durchsetzung reparaturfreundlicher Konstruktionen).

Bei verkürzten Arbeitszeiten (auch Lebensarbeitszeiten) würde es sehr wahrscheinlich zur Reduzierung des Wohlstandes in den entwickelten Länder kommen, wobei Wohlstand tatsächlich neu definiert werden müsste. Wie ausreichend wäre es doch, wenn wir privilegierten Deutschen in Summe wie 1990 gestellt würden und bei gerechterer Einkommensverteilung mehr Lebensfreude ob der glücklichen Weiterexistenz empfänden.

Bei aller Diskussion um Zukunft: Es ist immer mit den Schwächen des westlichen DemokratieModells, aber auch mit der Dummheit und Verführbarkeit der Menschen zu rechnen – auch mit dem Unwissen, der Ignoranz und Arroganz der Politiker. Wer schon die exponentielle Entwicklung bei Corona nicht verstanden hat, wird sich auch, wenn es um die Verzögerungseffekte beim Klima geht, schnell ausklinken – und die globalen Verpflichtungen schon aus wahltaktischen Erwägungen heraus zurückweisen. Was schon könne ein kleines Deutschland bewirken, wenn die Restwelt nix tut? Tatsächlich könnte eine deutsche Vorreiterrolle zunächst nur in dem Maße wirksam werden, wie sie die Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt nicht ursächlich bedroht. Deutschland ist ein reiches Land, und die ExportWeltmeisterschaft keinesfalls zwingend, ja mit Blick auf die oft auskonkurrierten Europäer sogar schädlich. Wäre es da nicht sehr viel sinnvoller, die überbordende Kraft zu nutzen, um die geschilderten globalen Probleme massiv anzugehen? Und dabei innovative Technologien für nachhaltiges Leben zu entwickeln, Technologien, die im Rahmen von Entwicklungshilfe weltweit verbreitet, in Teilen auch weltweit vermarktet werden könnten.

Leider dürfte es schwerfallen, voll demokratisch zu agieren. Denn selbst wenn die Politik alles verstünde und wollte, sie könnte die allumfassende Aufgabe wissenschaftsfremden Volksmassen nicht freundlich beibiegen. Wer schon mag glauben, dass heute verursachte Umweltbelastungen in 25 Jahren zurückschlagen. Wer begreifen, dass sich das Wetter selbst bei Null CO2-Verursachung ab heute, ein Viertel Jahrhundert lang weiter verschärfen wird. Bei Null Verursachung wohlgemerkt … dennoch!!!! Fix weiter gedacht, wird das noch gravierender, denn… wir verursachen weiter.

All das taugt im Vorfeld von Wahlen wenig. Muss aber, wenn man ernsthaft über Zukunft nachdenkt, im Spiel bleiben. Denn die Fragen, die ich heute aufwerfe, werden im Laufe noch dieses Jahrzehnts hundertfach gestellt werden und – da die Antworten dann noch schwieriger sind – zu Hasstiraden beitragen. Ich tippe auf bürgerkriegsähnliche Zustände. Niemand der heute Geborenen wird den handlungsunwilligen/-unfähigen Alten von 2021 ihre Sünden (das Verschweigen, Lügen und Nichtstun) vergeben.

Auf die Bundestagswahl angesprochen, kann ich nur folgendes schlussfolgern: Wir sollten diesmal weniger dem Bauch und dem Herzen folgen, sondern pragmatisch denken. Ich selbst werde beide Stimmen der SPD geben, um etwas zum Wahlsieg von Olaf Scholz, aber auch zum Erfolg der hiesigen Lokalmatadorin, beizutragen. Obwohl das rot aussieht, geht es vor allem darum, die grüne Klima- und Umweltpolitik voranzubringen, sprich: ein handlungsfähiges Konstrukt zu befördern, dass den Paradigmenwechsel überzeugend angehen kann. Da die Grünen schwächeln, muss es eine SPD-geführte Regierung richten. Natürlich verbündet mit den Grünen und vorzugsweise mit … den LINKEN. Da aber Scholz die Dunkelroten wegen außenpolitischer Differenzen kaum ins Boot holen wird, ist Ampel angesagt. Und mir schwant tatsächlich, dass besagtes Duo die gelbe, rückwärtsgewandte Kröte schlucken will – so die denn mitmacht.

Schöne Grüße aus Ratingen und … guten Tag, Herr Habeck!

 Ulrich Scharfenorth

 

Ein Brief an Herrn Habeck

…. derhöchstwahrscheinlich nie beantwortet wird. Schade … aber auch verständlich…..

Hallo Herr Dr. Habeck,

der aktuelle IPCC-Bericht sieht die Erde kurz vor dem Kollaps. Brände, Überschwemmungen und Vermüllung plagen den Planeten. Und in Deutschland – dem einstigen UmweltVorzeigeland – wachsen die Orders für SUVs und Laubbläser um 30 %. Es ist offenbar fünf nach zwölf, es stehen Wahlen an, und deshalb schreibe ich Ihnen.

Ein Monat vor dem 26. September treibt mich die Frage um, ob irgendein Green Deal, ob letztlich Ihr grünes Konzept die Lösung unserer Umwelt- und Klimaprobleme kraftvoll, will sagen: signifikant befördern würde. Gibt doch die politische Landschaft in Deutschland zwar ein helles, aber keineswegs ein Tiefgrün her. Genau das aber dürfte selbst Ihre eher bescheidenen (und natürlich keinesfalls ausreichenden) Forderungen a priori behindern. Immerhin dürften weder der frühere Ausstieg aus der Braunkohle, noch eine höhere Besteuerung der Superreichen oder sachgerechte CO2- und Kraftstoffpreise heute mehrheitsfähig sein. Noch aussichtsloser gäbe sich ihr Ansatz, wenn die gleichfalls unabdingbaren Forderungen nach mehr Investitionen für bezahlbares Wohnen oder eine Erhöhung des Mindestlohnes auf 13-15 Euro impliziert wären.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, Herr Habeck: All das unterstütze ich ohne Vorbehalt.

Ihr Problem ist, dass Sie angesichts der bevorstehenden Wahlen für das volle Paket nirgendwo werben können. Denn schon das, was in ihrem jetzigen Programm steht, ist schwer durchsetzbar, geschweige denn finanzierbar. Immerhin müssen sie für ihren VielleichtdochnochPartner, die CDU/CSU, bündnisfähig bleiben. Was zweifellos bedeutet, dass Sie die Rüstungsanstrengungen wie von den USA gefordert (2% vom BIP), massive deutsche Waffenexporte und Auslandseinsätze der Bundeswehr weiterhin mittragen müssen (sorry, das tun Sie ja eh schon!).

Schlimm nur, dass diese ohnehin stressig anmutende Partnerschaft jetzt auch noch das Zeitliche segnen könnte. Denn sowohl Laschet als auch Ihre Gefolgsleute torpedieren gerade wichtige Wählerstimmen. Oder soll man die Nach-und Fahrlässigkeiten von Annalena, die Ausgrenzung von Palmer, die SelbstTore der Saarlandgrünen als marginale Entgleisungen hinnehmen?

Um es deutlich zu sagen. Mir schwant eine Dreierkoalition mit der FDP, was – wie Sie zugeben werden – durchaus auch … verhängnisvoll wäre. Denn dann könnten Sie in einer künftigen Regierung nicht einmal die weniger einschneidenden Teile Ihres Wahlprogramms durchbringen. Das aber hieße, am Pariser Abkommen meilenweit vorbeizusegeln. Ich muss Ihnen nicht sagen, dass schon Paris die Jahrhundertabrechnung mit 1,5-oder 2-Grad Erderwärmung verfehlt. Was aber, wenn erst …?

Die Frage ist also eine weit grundsätzlichere, sogar eine, die in zwei Richtungen zielt. Sollen wir uns auf ein Leben mit der Untätigkeit/Unfähigkeit einrichten – mit dem vergeblichen Versuch, den Paradigmenwechsel auch nur anzukratzen. Oder müssen wir ein gänzlich neues System ins Auge fassen? https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/systemfrage-oder-barbarei . Auf beide Fragen reagiert allenfalls die Linke, wenn auch wenig überzeugend. Zwar rüttelt deren Programm an den Grundfesten der Gesellschaft, doch gerade, weil es diese nicht zu stürzen vermag, ist es auch unfinanzierbar. Zweifellos enthält es berechtigte Forderungen, doch dürften die allenfalls als Pflichtenheft Bestand haben. Als Kampfprogramm, um Bestehendes im Rahmen des Bestehenden zu verbessern.

Seltsamer- oder auch bezeichnender Weise gehen die Grünen auf diese Problemstellungen nicht ein. Weil die Beschäftigung damit die Wähler noch mehr verschrecken könnte als Baerbocksche FauxPas‘ oder Erwägungen zu höheren Benzinpreisen. Man mag das verstehen. Akzeptieren kann man es nicht!

Dennoch wird Ihnen klar sein, dass besser als bisher gerechnet werden muss. Immerhin wäre zu prüfen, ob die Vorgaben Europas und Deutschlands zur Reduzierung der Emissionen (bis 2030: minus 65% gegenüber 1990) irgendwie realistisch sind. Jeder denkende Mensch kommt doch zu dem Schluss, dass etwas, das in dreißig Jahren nicht funktioniert hat, auch in 9 Jahren eher in die Hose als woandershin geht. Wie soll der vollmundig beschworene CO2-Schwund angesichts weiter steigender Emissionen und fehlender Konkretisierung nach Branchen, Unternehmen und Bürgern bewerkstelligt werden? Wo doch all diese Menschen und Institutionen nie konkret befragt, geschweige denn hinterleuchtet wurden. Schon mit Blick auf Laschets Vorgaben – und Laschet könnte, wenn er nicht noch mehr ins Stürzen gerät, das Sagen haben – dürfte klar sein, dass hier Hirngespinste, Worthülsen und Dummenpulver verbreitet werden. Die Vertreter des ÖkoKapitalismus versprechen zwar,  Wachstum und Zerstörung zu entkoppeln. Sind dabei aber natürlich auf dem Holzweg https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/solch-gruener-schein.

Genau genommen, bedürfte es bereits jetzt der ÖkoDiktatur, eines totalen Umsturzes, um Klima, Umwelt und Menschheit zu retten. Doch genau das ist – ausgehend von den weltweiten Kräfteverhältnissen weder mehrheitsfähig, noch machbar. Selbst wenn einige Protagonisten hemmungslos dafür trommeln.

Insgeheim hoffe ich, dass Sie das alles kopfnickend zur Kenntnis nehmen. Trotzdem bleibt für mich die Frage, warum in den Projektionen aller großen Zukünftler – ganz gleich ob wir da Precht, Opaschowsky, Horx, Schätzing, Harari, Miegel oder Janszky meinen – ein Weiterbestehen des kapitalistischen Systems unterstellt wird. Obwohl damit die unheilige Vernichtung von Umwelt, Ressourcen und Ersparnissen quasi festgeschrieben ist. Ja, es bleibt die Frage, warum all diese Koryphäen mit keinem Wort die notwendige EINE WELT, den Verzicht auf Verschwendung, auf ressourcenfressende Technologien und Produkte, auf leistungslose Einkommen, Milliardenvermögen und dergleichen einfordern. Gesellschaftliche Entwicklungen finden in den Prognosen der „Experten“ entweder gar nicht oder nur neoliberal angepasst statt. Wobei auch künftig das weltweite Gefälle im Lebensniveau der Menschen billigend in Kauf genommen wird.

Ganz im Gegensatz zu diesen irrwitzigen Projektionen ist etwas anderes entscheidend: die Frage nämlich, ob das Gesamtgefüge allen Seins tragfähig bleibt. Denn nicht in wissenschaftlich-technischen Errungenschaften zum Nutzen Einzelner, sondern in der erfolgreichen Balance zwischen freiem Forschen, sinnhafter Innovation und Verantwortung liegt der Schlüssel für ein Weiterbestehen der Menschheit. Die Schere zwischen Arm und Reich jedenfalls muss wieder zugehen.

Buchautor Gero Jenner ist einer der wenigen, der hier Tacheles redet. Für ihn ist völlig klar, dass die Fortführung des endlosen, profitgetriebenen Wirtschaftens, eines Wirtschaftens mit traditionellen Wachstumsraten vor die Wand führt. Denn Ressourcen und Energien sind endlich. Gerade jetzt, da man sich mittel- und langfristig auf die Bedarfsdeckung mittels alternativer Energien (und nur dieser Energien) verständigt hat, heißt das: Deutschland müsste in einer Weise verspargelt und versolardächert werden, dass weder Mensch noch Tier freie Sicht hätten, ja im Gegenteil: zugedröhnt, zugedeckt und versiegelt würden. Denn schließlich müssten bei weiter steigendem Energiebedarf nicht nur die ausfallenden Braunkohle- und Atomenergien, sondern auch die fossilen Energieträger für den Verkehr durch saubere Alternativen ersetzt werden („Ob wir das schaffen?“, S. 38 und 39 – https://www.amazon.de/OB-WIR-DAS-SCHAFFEN-bessere/dp/B08LJZLPXF/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=ob+wir+das+schaffen&qid=1630774345&sr=8-1). Doch selbst die dann zum Tragen kommenden Technologien blieben problematisch, bringen sie doch mit der Suche nach seltenen Werkstoffen neue Landstriche und Meeresböden in Bedrängnis. Ganz zu schweigen davon, dass die schon abgemeldete Kernenergie neuerlich in die Diskussion gerät.

Um es kurz zu sagen: Eine aufgeziegelte, dem neoliberalen Wachstum unterworfene Welt der WEITERSO wird niemand aushalten/beherrschen/weiter gestalten können.

Deshalb muss – wie Jenner folgert – die Lebensdauer fast aller Produkte immens verlängert (er sagt: verzehnfacht) werden. Was den Menschen problemlos in die Lage versetzen könnte, mit einem Zehntel der Produktion und dem dazugehörigen extrem verringerten Arbeitsaufwand ethisch und energetisch zu überleben. Im Agrarbereich müsste allerdings eine handfeste Unterstützung dazuwachsen: Verzicht auf die Massentierhaltung, Rückgewinnung degradierter Böden und die komplette Umstellung auf nachhaltige Pflanzen- und Viehzucht und damit Lebensmittelbereitstellung.

Soviel …  zu den unmittelbaren Hier-zu-Lande-Erfordernissen.

Tatsächlich müssten die Verantwortlichen sehr viel weiter, nämlich über den Tellerrand hinaus blicken und dabei weitere, extrem wichtige Bemühungen anstoßen, nämlich die Einrichtung von drei internationalen Fonds. Fonds, aus denen wichtige länderüberspannende UmweltVorhaben finanziert werden: ein Fond zum Erhalt großer Waldbestände, einer zur Reinigung der Meere und ein weiterer zur Beräumung des erdnahen Weltraums.

Solche Bestrebungen sind schwer anzustoßen, weil niemand die Verantwortung von Ländern und Konzernen für weltweite Abholzung und Vermüllung erkennt ober erkennen möchte.

Fakt ist, dass diese Positionen direkt ins Arbeitsfeld der Grünen gehören. Freilich mit dem Bemerken, dass deren Handlungsfähigkeit sowohl materiell als auch politisch gestärkt werden muss. Zumal dann, wenn man die Sachlage international betrachtet. Vor allem die reichen Länder müssten animiert werden, viel Geld in die Hand zu nehmen. Sie müssten besagte Fonds füllen, sprich: finanzielle Anreize für die waldreichen Staaten zur Waldbewahrung gestalten und Großkonzerne fürs Saubermachen von Meeren und Weltall gewinnen – natürlich gegen Bezahlung. Heißt auch: die weltweiten grünen Bewegungen müssten die Regierenden der Weltgemeinschaft nicht nur an runde Tische, sondern auch zu allgemeinverbindlichen Handlungen gegen Klima- und Umweltvergehen zwingen. Geschähe das nicht, reagierte man letztlich nur auf läuternde Mega-Katastrophen, wäre es für uns alle zu spät.

Dass die Unterlassung der vorgeschlagenen Maßnahmen in zehn oder zwanzig Jahren ein Vielfaches an Kosten heraufbeschwören wird, ist immer wieder betont worden. Bisher ohne nennenswerten Effekt – denn das Blut blieb unsichtbar.

Ob die nachhaltigen Szenarien wirtschaftlich und politisch aufgehen, müsste vor allem von der Wissenschaft, von Grünen und LINKEN, aber auch von Konzernen und Politik geprüft werden. Noch stehen sich Staaten, die einander die Vormachtstellungstreitig machen, feindselig gegenüber. Die Atomwaffen sind ausgerichtet, und niemand ist bereit, Klima und Umwelt auf Position 1 der Rankinglisten zu setzen. Dabei geht es auf diesen Feldern um Trag- und Existenzfähigkeit des Planeten, um verbesserte materielle und ethische Strukturen, die natürlich anders aussehen müssten als heute.

Stichwort WIRTSCHAFT: Wenn es in der angedachten grünen Ökonomie zur einfachen und leicht erweiterten Reproduktion nicht reichen würde, müsste komplett umgedacht werden. Nach dem Motto: genossenschaftliche, kleinteiligere, dezentrale, lokale Erzeugung und Versorgung, radikale Kostensenkung durch disruptive, auf das Lebensnotwendige konzentrierte Innovationen (3-D-Drucker, bessere Sonnenenergieausbeute, tauglichere Speichermedien, bedarfsgerechte Bionik und Robotertechnik, Nanotechnik etc.); und ebenso nach der Devise: innovative Reparaturstrategien statt Neubau (Basis: Subventionierung des Reparierens, Durchsetzung reparaturfreundlicher Konstruktionen).

Bei verkürzten Arbeitszeiten (auch Lebensarbeitszeiten) würde es sehr wahrscheinlich zur Reduzierung des Wohlstandes in den entwickelten Länder kommen, wobei Wohlstand tatsächlich neu definiert werden müsste. Wie ausreichend wäre es doch, wenn wir privilegierten Deutschen in Summe wie 1990 gestellt würden und bei gerechterer Einkommensverteilung mehr Lebensfreude ob der glücklichen Weiterexistenz empfänden.

Bei aller Diskussion um Zukunft: Es ist immer mit den Schwächen des westlichen DemokratieModells, aber auch mit der Dummheit und Verführbarkeit der Menschen zu rechnen – auch mit dem Unwissen, der Ignoranz und Arroganz der Politiker. Wer schon die exponentielle Entwicklung bei Corona nicht verstanden hat, wird sich auch, wenn es um die Verzögerungseffekte beim Klima geht, schnell ausklinken – und die globalen Verpflichtungen schon aus wahltaktischen Erwägungen heraus zurückweisen. Was schon könne ein kleines Deutschland bewirken, wenn die Restwelt nix tut? Tatsächlich könnte eine deutsche Vorreiterrolle zunächst nur in dem Maße wirksam werden, wie sie die Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt nicht ursächlich bedroht. Deutschland ist ein reiches Land, und die ExportWeltmeisterschaft keinesfalls zwingend, ja mit Blick auf die oft auskonkurrierten Europäer sogar schädlich. Wäre es da nicht sehr viel sinnvoller, die überbordende Kraft zu nutzen, um die geschilderten globalen Probleme massiv anzugehen? Und dabei innovative Technologien für nachhaltiges Leben zu entwickeln, Technologien, die im Rahmen von Entwicklungshilfe weltweit verbreitet, in Teilen auch weltweit vermarktet werden könnten.

Leider dürfte es schwerfallen, voll demokratisch zu agieren. Denn selbst wenn die Politik alles verstünde und wollte, sie könnte die allumfassende Aufgabe wissenschaftsfremden Volksmassen nicht freundlich beibiegen.  Wer schon mag glauben, dass heute verursachte Umweltbelastungen in 25 Jahren zurückschlagen. Wer begreifen, dass sich das Wetter selbst bei Null CO2-Verursachung ab heute, ein Viertel Jahrhundert lang weiter verschärfen wird. Bei Null Verursachung wohlgemerkt … dennoch!!!! Fix weiter gedacht, wird das noch gravierender, denn… wir verursachen weiter.

All das taugt im Vorfeld von Wahlen wenig. Muss aber, wenn man ernsthaft über Zukunft nachdenkt, im Spiel bleiben. Denn die Fragen, die ich heute aufwerfe, werden im Laufe noch dieses Jahrzehnts hundertfach gestellt werden und – da die Antworten dann noch schwieriger sind – zu Hasstiraden beitragen. Ich tippe auf bürgerkriegsähnliche Zustände. Niemand der heute Geborenen wird den handlungsunwilligen/-unfähigen Alten von 2021 ihre Sünden (das Verschweigen, Lügen und Nichtstun) vergeben.

Auf die Bundestagswahl angesprochen, kann ich nur folgendes schlussfolgern: Wir sollten diesmal weniger dem Bauch und dem Herzen folgen, sondern pragmatisch denken. Ich selbst werde beide Stimmen der SPD geben, um etwas zum Wahlsieg von Olaf Scholz, aber auch zum Erfolg der hiesigen Lokalmatadorin, beizutragen. Obwohl das rot aussieht, geht es vor allem darum, die grüne Klima- und Umweltpolitik voranzubringen, sprich: ein handlungsfähiges Konstrukt zu befördern, dass den Paradigmenwechsel überzeugend angehen kann. Da die Grünen schwächeln, muss es eine SPD-geführte Regierung richten. Natürlich verbündet mit den Grünen und vorzugsweise mit … den LINKEN. Da aber Scholz die Dunkelroten wegen außenpolitischer Differenzen kaum ins Boot holen wird, ist Ampel angesagt. Und mir schwant tatsächlich, dass besagtes Duo die gelbe, rückwärtsgewandte Kröte schlucken will – so die denn mitmacht.

Schöne Grüße aus Ratingen und … guten Tag, Herr Habeck!

Ulrich Scharfenorth

 

 

Scharfenorth präsentiert Film und liest

Liebe Freunde, auch wenn eure Kalender nicht so zulaufen wie vor Corona – es wäre schön, wenn ihr drei Termine mal vermerken würdet:

   OTTO  ZWO, Düsseldorf, Ottostr.2 – 11. September 2021, 19 Uhr„Paris Belle Epoque – eine Spurensuche“  (Dokumentarfilm über Kunst und Kultur Anfang des 20. Jahrunderts – Rückschau und OrtsBegehung im Paris der Gegenwart)  …. hierfür ist eine Anmeldung beim Veranstalter erforderlich: Tel. 0211 2880194

  Stadtbücherei Düsseldorf-Gerresheim, Heyestr. 4 – Dienstag, 28. September 2021, 18:30 Uhr: „Alter Mann, was tun? – 19 Versuche zu überwintern“

– Lesung aus dem gleichnamigen Buch,

– KonfliktProsa, eine Ungeimpfte betreffend,

– Wider den GeschenkeIrrsinn

  Evangelisches Gemeindezentrum Düsseldorf-Knittkuhl, Am Mergelsberg 3 – Mittwoch, 10. November, 18 Uhr: Grotesk-heiterer Querschnit aus allem, was geschrieben steht – darunter Auszüge aus „Alter Mann, was tun? – 19 Versuche zu überwintern“

 

 

10. Juli 2021: Hallo Freunde hier wieder die aktuellen Schlagzeilen aus dem Bloghaus

Dass es neben den vielen Irren in Deutschland auch noch Leute mit Anstand und Moral gibt, hat einmal mehr Bundespräsident Steinmeier bewiesen.
Der deutsche Krieg gegen die Sowjetunion sei – so Steinmeier am 22. Juni, dem 80. Jahrestag des Einmarschbeginns – eine „mörderische Barbarei“ gewesen. „Die Erinnerung an dieses Inferno, an absolute Feindschaft und die Entmenschlichung des Anderen – diese Erinnerung bleibt uns Deutschen eine Verpflichtung, und der Welt ein Mahnmal“. Nur wer die Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart lesen lerne, werde zu einer Zukunft beitragen können, „die Kriege vermeidet, Gewaltherrschaft ablehnt und ein friedliches Zusammenleben in Freiheit ermöglicht.“ 

https://www.tagesschau.de/inland/gedenken-ueberfall-sowjetunion-101.html

Und das sind die Fakten: Wehrmacht und SS haben haben nicht nur 27 Millionen Sowjetbürger (davon 14 Millionen Zivilisten) getötet. Nein! Sie haben in der ehemaligen Sowjetunion auch unglaublichen materiellen Schaden angerichtet. So wurden 1710 Städte vollständig oder teilweise zerstört, 70.000 Dörfer niedergebrannt, 31.850 Industrieanlagen zerstört, 40.000 Krankenhäuser und Heilanstalten, 84.000 Schulen, Hochschulen und Institute sowie 43.000 öffentliche Bibliotheken vernichtet oder ausgeplündert, 90.00 landwirtschaftliche Kolchosen, 1876 landwirtschaftliche Betriebe sowie 2890 Maschinen-Traktoren-Stationen zerstört oder ausgeraubt. Außerdem wurden 7 Millionen Pferde, 17 Millionen Rinder, 20 Millionen Schweine, 27 Millionen Schafe und Ziegen, 110 Millionen Stück Federvieh abgeschlachtet, geraubt oder nach Deutschland abgetrieben. Darüber hinaus wurden 1135 Kohlegruben mit Inventar zerstört, 61 der größten Kraftwerke, 10.000 km Hochspannungsleitungen und 12.000 Gebäude von Kraftwerken und Hochspannungsanlagen dem Erdboden gleich gemacht.

https://www.berliner-zeitung.de/wochenende/unternehmen-barbarossa-das-hitler-regime-wollte-30-millionen-slawen-ausloeschen-li.165035?pid=true

Damals ertönte im Osten der Ruf „Die Deutschen kommen“ hundertmal stärker als das bis heute unaufhörlich kolportierte „Die Russen kommen“

In der Berliner Zeitung heißt es abschließend: „Russen, Ukrainer, Usbeken und die anderen Befreier gaben Deutschland eine neue Chance – statt den Hort des Übels zu vernichten. Ein Wunder, fragt man sich, warum angesichts all dessen nicht Demut, sondern Hochmut gegen Russland zur deutschen Staatsräson wurde. Was für eine Schande!“

Mit dem WahlProgramm der UnionsParteien können die per Gesetz verordneten KlimaZiele nie und nimmer erreicht werden https://www.stoerfall-zukunft.de/ich-sehe-schwarz/

Dass die LINKE unter die 5%-Hürde geraten könnte, ist ein Skandal. Doch wer sich intern zerlegt/zerlegen lässt, auch in der Krise sektiererisch operiert, sich in übertriebene GenderQuerelen vestrickt statt wirkliche Probleme anzugehen, wer mögliche Verbündete verprellt, statt nach Gemeinsamkeiten zu suchen, wer ein ParteiAusschlussverfahren für Sahra Wagenknecht befürwortet, ist tatsächlich extrem gefährdet. Robert Misik hat den Zustand der LINKEN eindrucksvoll dokumentiert. Und Christian Baron gibt den richtigen Senf dazu:

https://www.stoerfall-zukunft.de/die-linke-eine-ueberzeugende-gesamtbetrachtung/

https://www.freitag.de/autoren/cbaron/eine-demuetigung-mit-folgen

Viel Wirrsinn um den freien Willen   https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/die-flugbahnen-des-lebens

Die verhängnisvolle Wirkung eines Ex-Präsidenten: Nur weil Obama die Existenz von Außerirdischen auf dem amerikanischen Kontinent nicht grundsätzlich ausschließt, glauben viele, dass es diese tatsächlich gibt.

Irrtum Leute! Niemand kann mir erzählen, dass die von US-Piloten angeblich täglich zu beobachteten UFO-Erscheinungen irgendwie glaubhaft sind. Warum nur in den USA? fragt man sich unwillkürlich. Warum dann im Bypass doch keine Aliens, sondern mysteriöse Flugobjekte der Russen oder Chinesen? Nun klar: Es geht um noch mehr Geld für Aufrüstung. Da Kriege derzeit nicht im Angebot sind, müssen Scheinriesen herhalten. Nur schlimm, dass selbst die ZEIT solche Märchen nährt

https://www.zeit.de/2021/23/ufos-pentagon-barack-obama-60-minutes-ausserirdische?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F

Wie wollen wir leben? In der Attac-Sommerakademie vom 23. bis 25. Juli wird einmal mehr diese Grundsatzfrage erörtert. Details dazu unter https://www.stoerfall-zukunft.de/die-zukunftsmodelle-von-heute-sind-untauglich-wir-brauchen-endlich-nachhaltige-alternativen/

Fast alle gängigen Zukunftsmodelle gehen davon aus, dass heutige Zustände – insbesondere das Wirtschaftswachstum, die Lebensweisen, das Anspruchsdenken, die weiter aufgehende Schere zwischen Arm und Reich sowie daraus resultierende millionenfache Ausgrenzungen – weitgehend fortgeschrieben werden. Alles, was auf Verzicht und Langlebigkeit – vor allem in den reichen Industrieländern – hinauslaufen könnte, wird abgewiesen und stigmatisiert. Dabei ist Zukunft nur unter diesen Grundvoraussetzungen möglich. Buchautor Gero Jenner hat das in seinen Analysen sehr viel überzeugender dokumentiert als Precht, Horx, Schätzing oder andere hilflose Propheten…..   https://www.amazon.de/-/en/Gero-Jenner/dp/B08LJZLPXF

Nicht zu glauben, wie und in welchem Umfang Laschet demnächst öffnen möchte. Als ob der Mann die Verhältnisse im Wembley-Stadium kopieren möchte. Ich kann den grassierenden Irrsinn nicht begreifen. Die Politik opfert die Gesundheit von Menschen, um Wahlen zu gewinnen. Als ob man Normalität soweit wieder herstellen dürfe, wie es Intensivstationen gerade so zulassen. Solches Denken ist mehr als menschenfeindlich – greift aber angesichts niedriger Inzidenzen überall um sich. Dabei wissen die Verantwortlichen längst, was Totalöffnung angesichts von Delta bedeutet. Doch sie reagieren als ob es die Warnungen der Experten nicht gäbe. Schlimm nur, dass es im Herbst die Kita- und Schulkinder treffen wird, dass diese ihre Freiheit und durchgängige PräsensUnterrichte vermutlich vergessen können. Denn die Inzidenzen werden rasant steigen (s. Großbritannien), und die Ausstattung der Klassen mit HepaFiltern stagniert bei katastrophalen 10% (!!!). Sandra Cisek, der Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt, ist die Freude an der neuen Freiheit längst vergangen https://www.ndr.de/nachrichten/info/95-Coronavirus-Update-Delta-ante-portas,podcastcoronavirus332.html. Sie weiß – ebenso wie ich – um die Menschen in unserem Lande. Oft von der Pandemie genervt, dabei unwissend, deshalb auch disziplinlos und aufmüpfig, wenn es um Corona geht. Ansonsten eher glatt gebügelt, arbeitsam, aber uninteressiert, ignorant und aufs Feiern bedacht. Nun ja – Menschen eben, Menschen, für die Freiheit jahrzehntelang ein selbstverständliches Gut war – etwas Inselhaftes. Denn abseits, abseits in der vornehmlich armen Restwelt, sieht alles anders aus.

Die Euphorie zu Wasserstoff und Brennstoffzelle weicht zunehmend nüchternen Betrachtungen. Derzeit weiß niemand, wie und wann grüner Wasserstoff – und nur der zählt in der Zukunft – in Größenordnung zur Verfügung steht. Viele Experten favorisieren den direkten Einsatz von grünem Strom bei Fahrzeugen. Von mühsam, sprich: kostenträchtig erzeugtem Wasserstoff, von Brennstoffzellen wollen sie nichts wissen. Keine Kapazitäten, zu schlechte Wirkungsgrade, zu hohe Kosten. Lediglich bei Kleinkraftwerken mit Abwärmenutzung dürfte die Brennstoffzelle (oft aber methanolgespeist) weiter für Furore sorgen  https://www.wiwo.de/my/technologie/forschung/wasserstoff-die-brennstoffzelle-ist-das-schweizer-taschenmesser-der-energieversorgung/27141780.html?ticket=ST-5899275-cDKHO51IBirt9jaMpbZ0-ap5.                                 Foto: „Energiezukunft“, Heft 30

https://www.energiezukunft.eu/fileadmin/user_upload/Magazin-PDFs/energiezukunft/energiezukunft_2021-30_online.pdf  …. S. 26

Und Wasserstoff bei der Stahlerzeugung? Wer die traditionelle, CO2-trächtige HochofenRoute zur Eisenerzeugung ablösen, sprich HBI (heiß brikettiertes Eisen) mit Hilfe von Wasserstoff erzeugen will, sollte schnellstens eine KostenRechnung vorlegen und beweisen, dass der mittels HBI und Schrott im Elektroofen erzeugte Stahl in Deutschland konkurrenzfähig ist.  Bislang hieß es jedenfalls, dass sich ein solcher Weg nur dort rechnet, wo billiges Erdgas aus der Erde strömt.

ERLEBEN, AUFKLÄREN, MAHNEN. Gestern ist Esther Bejarano, eine der ältesten HolocaustÜberlebenden in Hamburg gestorben. Zwei beeindruckende Statements zeugen davon, dass ein wichtiger Mensch von uns gegangen ist

https://www.tagesschau.de/inland/esther-bejarano-gestorben-101.html

Die EU-Resolution gegen Kuba ist mehr als beschämend. Dass sich die Europäer dem Diktat der USA gegen all diejenigen, die mit Kuba Handel treiben wollen, nach wie vor beugen, zeugt von neuer Unterwürfigkeit. Es ist geradezu abstoßend, wie mit dem kleinen, gebeutelten Land in der Karibik verfahren wird. Man behindert sogar die Lieferketten, die zur Produktion von Impfstoffen zwingend erforderlich sind, man nötigt Versorgungsschiffe zum Abdrehen. Nahezu jedes Unternehmen, das den Kubanern hilft, bekommt in den USA kein Bein auf den Boden. Im Gegenteil: Es kassiert Strafen – oft in erheblicher Größenordnung. Hinzukommt, dass den Exilkubanern die Unterstützung von Angehörigen auf Kuba ständig erschwert wird. Alle von der TrumpAdministration zusätzlich zum bestehenden Embargo verhängten Restriktionen werden auch unter Biden fortgeschrieben. An die unter Obama ins Auge gefasste Zusammenarbeit – vor allem auch bei Reisen und Tourismus – ist nicht zu denken.  Stattdessen herrscht ein Versorgungsnotstand.

Trotz der widrigen Umstände sind in Kuba mehrere Impfstoffe gegen Corona entwickelt worden. Diese stehen der eigenen Bevölkerung zur Verfügung, sollen in Kürze aber auch in arme Länder exportiert werden.

https://www.tagesschau.de/ausland/eu/eu-parlament-resolution-kuba-101.html

http://de.granma.cu/cuba/2021-06-22/abdala-weist-mit-drei-dosen-eine-wirksamkeit-von-9228-auf

Wie schreibt Jan C. Behmann so treffend im Freitag? „Es ist so wie mit der Sch … Sie schwimmt im Wasser immer oben.

Das Gleiche gilt auch für Kreuzfahrtschiffe   , die völlig sinnfrei CO2 in unser aller Atmosphäre pusten. Menschen mit schlechtem Geschmack und der masochistischen Liebe nach totaler Fremdbestimmtheit gehen seit postmodernem Menschengedenken auf diese stampfenden Metallkonstrukte, um das Gegenteil der Tatsächlichkeit zu erleben. Es ist kein Comeback einer Reiseart. Es ist der konstante Schnelltest für Selbstbestimmtheit. Aus einer stilvollen Art des Reisens ist seit Jahrzehnten eine verkitschte Instantform der Weltflucht mit simulierten Fremdresonanzräumen geworden. Fliehen vor allem, am meisten, vor sich selbst …“

Was uns ständig gewärtig sein sollte: POP  ist LEBEN ! https://www.stoerfall-zukunft.de/wichtige-tipps-fuer-die-fans-der-popkultur/

 

 

 

PANORAMA wurde 60: Gratulation, Anja Reschke !!! https://daserste.ndr.de/panorama/dossiers/60-Jahre-Panorama,panoramasechzig100.html

Ich hasse den Fußball-Mob. Als am 7. Juli im Wembley die Pfiffe beim Abspielen der dänischen Nationalhymne gellten, war mir klar: Nicht nur in den USA und in Deutschland wimmelt es von Idioten. Nein: auch in England.

Igor Levit: Die Waldstein-Sonate von Beethoven (Nr. 21, op. 53) ist das Lebensbejahendste, Beglückenste und Inspirierenste, was es für mich an Klaviermusik gibt.

https://www.youtube.com/watch?v=lC8DBTfJI90&t=207s

Meine Enkelin (11 Jahre) sieht das natürlich ganz anders   https://www.youtube.com/watch?v=vdDuCvCrcKg

Die Zukunftsmodelle von heute sind untauglich. Wir brauchen endlich nachhaltige Alternativen!

Presseankündigung
Attac Deutschland

Frankfurt am Main, 6. Juli 2021

Visionen einer anderen Globalisierung

Wie wollen wir leben? Attac-Sommerakademie vom 23. bis 25. Juli

  • Freitag, 23. Juli, 19 Uhr, bis Sonntag, 25. Juli, 18 Uhr
  • Online und teilweise in der Evangelischen Akademie, Römerberg 9, Frankfurt/Main


Wie muss ein Wirtschaftssystem gestaltet sein, das die materielle Versorgung von allen Menschen sicherstellt und dabei zugleich die ökologischen Grenzen berücksichtigt? Was ist nötig, damit alle Menschen Zugang zu Nahrung, Bildung und Kultur erhalten? Wie sollen die Städte der Zukunft aussehen? Wie schaffen wir herrschaftsfreie Räume, in denen wir gewaltfrei miteinander kommunizieren? Und schließlich: Wie kann der zerstörerische Kapitalismus überwunden und eine bessere Welt gestaltet werden?

Fragen wie diese stehen im Zentrum der diesjährigen Sommerakademie von Attac Deutschland vom 23. bis 25. Juli. Das Bildungstreffen unter dem Motto „Wie wollen wir leben? Visionen einer anderen Globalisierung“ kann sowohl online als auch teilweise vor Ort in Frankfurt am Main besucht werden. Es bietet eine gute Gelegenheit auch für Neueinsteiger*innen, Attac kennen zu lernen und sich mit den Themen und Argumenten des globalisierungskritischen Netzwerkes vertraut zu machen.

„Wir wollen die Frage der sozial-ökologischen Umgestaltung unserer Gesellschaft diesmal ganz konkret angehen und uns den vielen Facetten zuwenden, die ein gutes, menschengerechtes Leben ausmachen – im Kleinen, aber auch im globalen Ganzen“, sagt Thomas Eberhardt-Köster vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. „Uns geht es darum, praktische Handlungsalternativen vor Ort auszuloten und sie mit Strategien und Visionen für den umfassenden Systemwandel zu verbinden. Ganz nach dem Grundsatz ‚act local, think global‘.“

Den Auftakt macht am Freitagabend ein Eröffnungspodium zum Thema „Wie wollen wir wirtschaften?“, am Samstag folgt die Interaktive Großveranstaltung „Umbau ist Handarbeit – Die sozial-ökologische Transformation konkret machen“. Es folgen sechs weitere Podien und zehn Online-Workshops, bevor sich die Teilnehmer*innen bei der Abschlussveranstaltung am Sonntag auf „Unsere Reise in die Zukunft“ begeben.

Wegen der Corona-Pandemie werden alle Veranstaltungen online angeboten. Fünf Veranstaltungen können auch an Ort und Stelle in der Evangelischen Akademie Frankfurt besucht werden. Wegen der begrenzten Plätze ist dafür eine gesonderte Anmeldung nötig.

Presse-Akkreditierungen:

Bitte akkreditieren Sie sich per Mail an presse@attac.de. Die Veranstaltungen der Attac-Sommerakademie sind öffentlich. Journalist*innen werden gebeten, sich den Teilnehmer*innen mit vollem Namen und Angabe des Mediums, für das sie berichten, zu erkennen zu geben (bspw. über ihren Nutzer-Namen oder im Chat des Online-Seminars). Referent*innen dürfen namentlich zitiert werden, Teilnehmer*innen nur mit ihrem vorab erteilten Einverständnis.


Weitere Informationen :


Pressekontakte:

  • Thomas Eberhardt-Köster, Attac-Koordinierungskreis, Tel. 0152 0291 1257, Thomas.eberhardtkoester@attac.de (für inhaltliche Rückfragen und Interviews)
  • Hannes Kobuß, Projektkoordinator Attac-Sommerakademie, Tel. 0177 938 2770, hannes.kobuss@attac.de (für die Vermittlung von Kontakten zu Referent*innen)
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