Alle Beiträge von Ulrich Scharfenorth

Corona macht deutlich, wie es um die Welt wirklich bestellt ist

Ich will mich an den Diskussionen um Corona nur kurz beteiligen. Weil das mit Blick auf die unzähligen und z. T. widerwärtigen Auslassungen, weil das mit Blick auf die eigene Inkompetenz in Sachen Medizin kaum Sinn macht. Deshalb nur einige Hinweise/Voraussagen, die das direkte Umfeld betreffen:

  • Wir werden in Deutschland den mehrfachen Wechsel von Kontaktsperre und wirtschaftlicher Belebung aushalten müssen. Dabei wird es immer wieder zu Infektionen kommen, von denen man glaubt, sie in Schach halten zu können. Das „Spiel“ unterstellt eine abgesenkte und dafür gestreckte Gefahrenkurve, die solange gefährlich bleibt, bis es einen Impfstoff gibt https://www.tagesschau.de/inland/corona-entwicklung-interview-101.html
  • Wir müssen dem vertrauen, was im Konsens zwischen Regierung und Opposition verfügt wird und sollten, was die Fakten angeht, nur dem Robert-Koch-Institut glauben.
  • Im Beschaffungswettlauf um Schutzausrüstungen gegen die Corona-Epidemie lüftet der Kapitalismus seine dreckige Maske. Wer das meiste Geld bietet, bekommt den Zuschlag. Da werden selbst feste Verträge zwischen Ländern ausgehebelt https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-franzoesische-regionen-usa-kaufen-uns-schutzmasken.1939.de.html?drn:news_id=1116838, da wird gestohlen, widerrechtlich beschlagnahmt und betrogen
  • Da explodieren die Preise, da verdienen Spekulanten und Aufkäufer Milliarden, während viele Entwicklungs- und Schwellenländer, vor allem aber diejenigen, die vor Krieg, Klimakatastrophe und Corona fliehen, leer ausgehen.
  • Die CoronaKrise hat die Schere zwischen Arm und Reich, zwischen den hochentwickelten reichen und den armen Ländern noch weiter geöffnet. Sie hat die Superreichen auf dieser Welt noch reicher gemacht, weil sie – rechtzeitig von ihren Börsengurus beraten – auf den Absturz der Kurse gewettet haben. Die Armen dürfen vor allem sterben. Sie sind weder im Besitz von Schutzausrüstungen und Desinfektionsmitteln, noch besitzen sie das Geld, beides zu erwerben.
  • Wir werden beklemmende Bilder vor allem aus Afrika https://www.merkur.de/welt/afrika-corona-news-suedafrika-experte-warnung-covid-19-who-pandemie-katastrophe-zr-13606904.html, Indien https://www.tagesschau.de/ausland/indien-folgen-ausgangssperre-101.html, Latein- und Südamerika sowie aus den USA https://www.fr.de/panorama/corona-usa-weltweit-meisten-todesfaelle-binnen-eines-tages-zr-13599298.html und Asien sehen. Erst dann wird vielen von uns klar werden, dass wir alle Teil des moralischen Versagens sind, weil wir direkt oder indirekt an der Ausbeutung der Armen und damit auch am kommenden Massensterben beteiligt sind.
  • Ich bin der festen Auffassung, dass die CoronaKrise das Denken und Handeln der Herrschenden nicht beeinflussen wird. Nach der Krise wird alles so sein wie zuvor – mal ein paar gelagerte Beatmungsgeräte ausgenommen. Evolution und Kapitalismus haben sich eingebrannt. Und bringen immer neue geld- und machtgierige Herrscher hervor. Die freundlichen, kooperativen und vernünftigen Exemplare unserer Spezies sind von Natur aus weder clever, noch machtbewusst und brutal genug, um eine Weltregierung zu installieren, die den Paradigmenwechsel vollziehen könnte https://www.gerojenner.com/wp/der-thymos-und-die-logik-warum-wir-wissen-und-doch-nicht-tun/.
  • Gestern Abend hat der Medizin-Ethiker Joachim Boldt zum ersten Mal zu einem schrecklichen Szenario Stellung genommen, nämlich den Fall diskutiert, bei dem Schutzausrüstungen fehlen und schwer kranke Patienten einem Auswahlverfahren unterworfen werden müssen. Die Bilanz ist erschreckend https://www.daserste.de/information/nachrichten-wetter/ard-extra/videosextern/ard-extra-die-corona-lage-146.html Niemand spricht jedoch direkt über den Tod, niemand informiert darüber, ob Todgeweihte in Zeiten von Corona selbstbestimmt und sanft sterben können. Niemand weiß zudem, ob die Ärzte dem Urteil des Bundesgerichtshofes folgen, nach dem Menschen, die dem Tode geweiht sind, Suizid begehen dürfen. Noch muss man davon ausgehen, dass viele zu Sterben Verurteilte jämmerlich ersticken, ODER?
  • Die Ursachen für die CoronaKrise liegen nicht vorrangig in China, sie sind durch die brutale Ausbeutung von Mensch und Natur in der globalisierten Welt bedingt https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/das-kommt-nicht-von-aussen

CoronaHotline geschlossen

Meine Damen und Herren, liebe Freunde, niemand weiß, wie es jetzt weiter geht. Und es ist kein Zufall, dass die offiziellen Verlautbarungen glatt vom Gegenteil künden.

Die Vorsichtigen predigen völlige Unterwerfung, um eine Kurve strecken zu können. Andere lachen sich kaputt ob der überzogenen Maßnahmen. Ich habe Infos aller Art und keine Lust, ständig im Netz zu surfen. Ich wasche mir öfter als bisher die Hände, huste und niese (sollte ich das irgendwann müssen) in die Armbeuge, meide Menschenansammlungen und kaufe nur, was ich mit Blick auf kleine Reserven unbedingt brauche. Ich empfange viele Fakenews und zynische Videos, ich höre von Dieben, die Desinfektionsmittel stehlen, ich erfahre, dass Menschen von einer neuen, geläuterten Welt sprechen. Das ist echt hart.

Ich habe selbst einmal Fakenews weitergeleitet und bereue das. Gerade jetzt sind wir gehalten, unser Hirn zu benutzen und zu filtern, was echt anmutet.

Ab jetzt gibt es keinen CoronaHotmail mehr. Denn ich bin nicht in der Lage, besser zu informieren als kompetente Ärzte und deren lautere Anhängsel. Ich entwickle auch keine Zukunftsszenarien – obwohl das sonst mein Job ist. Die „CoronaStory“ hat sich viel zu sehr in unseren Köpfen festgesetzt als dass wir positiv denken könnten. Die Grundlage für glaubwürdige Projektionen ist damit verspielt.

Machen Sie keine Revolution, wenn Ausgangssperren verhängt werden, befolgen Sie die Regeln, die bereits für Influenza und MSRA-Keime galten und gelten! Schauen Sie nicht auf den Euro, wenn es um ihre Gesundheit geht! Denunzieren Sie Spekulanten und helfen Sie Menschen, die nichts haben! Glauben Sie keinem, der Corona-Infos über Friedrich Merz einbringt oder wegklickt! Glauben Sie dem Robert-Koch-Institut (RKI)!

CoronaRomane

Ich hasse die Mainstream-Autoren. Weil ihre Chance, im allgemeinen Geheule Kohle zu machen, so viel größer ist als die Chancen derer, die etwas wirklich Neues zu sagen haben.

Jetzt schreiben wieder alle Corona-Romane.

CORONA – ein zynisches Machtwort

Es geht jetzt darum, Arbeit zu akquirieren, sprich: sich Munition zu schaffen für die Zeit der Quarantäne. Denn man will ja nicht rumsitzen. Darüber hinaus sollte man Vorräte bunkern, die aber nicht an einem Tag einkaufen oder in fünf Minuten im Netz bestellen. Man käme zu leicht in den Geruch des Hamsterers.

Vor allem sollten wir Ältere die gute Laune bewahren. Zwar machen die Jungen, zwar machen die geistig Zurückgebliebenen jetzt Jagd auf uns Ältere. Immerhin haben sie die intakteren Immunsysteme und pokern auch damit. Pokern, indem sie sich, was Annäherung und Händewaschen angeht, äußerst lax und locker geben und uns gnadenlos anstecken.

Zwar frohlocken die Renten- und Sozialkassen ob der Niedergestreckten und der noch Niederzustreckenden, weil da plötzlich weniger Rente gezahlt werden muss. Zwar entgehen uns Alten alle kulturellen Veranstaltungen, weil wir selbst nach der neuen Verordnung, die zwischen besetzten jeweils zwei freie Plätze in Theatern, Veranstaltungssälen und dergleichen vorschreibt, nicht ausrücken können. Zwar werden wir die Nachbarn nach Aufbrauchen unserer Vorräte darum bitten müssen, uns Milch und Co. vor die Haustür zu stellen und die damit einhergehenden zerknirschten Gesichter ertragen müssen. Zwar wird man uns in Arztpraxen nicht mehr vorlassen, weil unsere Voranmeldung automatisch mit der Angabe unseres Geburtsjahres gekoppelt ist. Zwar werden uns die Paketboten, die wir täglich im Online-Geschäft bemühen müssen, wegen der Paketmassen verfluchen (weil: da kommt dann auch schwere Ware, wie täglich ein Glas eingekochter

Trotz allem ZWAR bleibt die schlichte Hoffnung, dass sich alles gemäßigter abspielt. Dass uns die Kinder und Kindesinder nicht nur deshalb weiter lieben, weil wir in Kürze etwas vererben müssen. Trotz allem ZWAR bleibt die Hoffnung, dass die Politik endlich erkennt, wozu Wissenschaft da. Denn was nützt uns das CERN, was die Vorbereitung des Marsfluges, wenn die Hälfte der Menschheit ausstirbt und der Rest wie im Mittelalter vor sich hinvegetiert?

Ich meine, dass es im Zeitalter des Hochfrequenzhandels endlich auch die HochfrequenzImpfstofferzeugung geben und das Gerede über die endlosen ImpfstoffTestzeiten aufhören muss. Wir brauchen auch – was die normale Influenza angeht – ein automatisches, Tag und Nacht laufendes Prozedere, bei dem noch zu erfindende Technologien, Katalysatoren und Gerätschaften zur radikalen Verkürzung der Testphasen für Impfstoffe führen müssen. Es ist und bleibt ein Unding, dass die heutige Grippeschutzimpfung nie auf das aktuell einfallende Virus, sondern auf das des Vorjahres programmiert ist.

Leute (in Politik und Wirtschaft), zwingt die Forschung auf andere Bahnen und konzentriert die Kräfte! Kooperiert statt sinnlos und kräftezehrend zu konkurrieren. Nehmt endlich sehr viel Geld in die Hand, um die Geisel der Pandemie, mit der wir es in Zukunft ständig und in immer schrecklicheren Ausmaße zu tun haben werden, ein für alle Male zu bannen! Und zieht dieses Geld da ab, wo es vorerst oder überhaupt nicht gebraucht wird: bei selbstfahrenden Autos, beim Smart Homes, bei der Mond- und Marsforschung, beim CERN, bei allen sinnlosen Produktentwicklungen, die es nur gibt, weil wir einem ruinösen Wachstum nachhecheln und … beim Militär. Bei letzterem vor allem, denn … Kriege werden in Zeiten der Pandemie zwangsläufig eingehegt. Man ist mit anderem beschäftigt.

 

Corona – Leichtsinn, Ignoranz und böse Fügung

Für die aktuellen Infos … bitte nach unten scrollen!

Da umarmt und küsst man sich weiter. Da wäscht man sich nicht die Hände. Der ignorante, fatalistische und verblödete Teil unserer Gesellschaft ist daran Schuld, dass die Aufmerksamkeit der bewussten Bürger ständig an Wert verliert. Wir stecken uns also doch alle an.

Ich spreche nicht von Hysterie, ich spreche von völlig natürlichen Vorkehrungen bei Corona. Dass sich gerade die besonders betroffenen Italiener so lax geben (s. ARD-Tagesthemen vom 4. März), es aber keine Warnung vor Reisen nach Oberitalien gibt (weil die Lobbyisten der Tourismusindustrie den Regierenden ins Kreuz treten), nervt extrem.

Und dass Leute, die meinen, vom Virus befallen zu sein, in sogenannte Diagnosezentren gelockt werden – um andere Leute dort anzustecken oder, sofern sie gar nicht kontaminiert sind, selbst angesteckt zu werden, ist unverantwortlich. Klar, solange es wenige Fälle gibt, mag das noch funktionieren.  Häuft sich das, dann brauchen wir mobile Tester, die wahrscheinlich Erkranke für die erforderlichen Tests aufsuchen. Checkt das mal jemand?

Nachtrag vom 7. März: Unglaubliche Widersprüche in ein und derselben Ausgabe: „Italiens Corona-Todesraten irritieren die Experten“ titelt die RP auf Report A3 https://rp-online.de/panorama/ausland/coronavirus-in-italien-sterben-auffallend-viele-infizierte-warum_aid-49384841    und verweist dabei auf völlig undurchsichtige Verhältnisse „im Land der Improvisationen und der gottergebenen Gelassenheit“. Um ein paar Seiten weiter unter Reise & Welt Leute zu Wort kommen zu lassen, die Reisen nach Oberitalien, hier vor allem nach Venedig,   für völlig problemlos halten https://rp-online.de/panorama/ausland/coronavirus-wohin-kann-man-ueberhaupt-noch-reisen_aid-49333913. Wir indes wissen, dass Schulen und Unis in Oberitalien dicht sind und dass nach Nord-Italien gebuchte Flüge massenweise – und zwar kostenlos – umgebucht werden. Für Reisen nach Tirol gelten Reisewarnungen. Wie nun … Rheinische Post?

Unter den Ärzten kommt zudem Wut darüber auf, dass es keine bundeseinheitlichen Verfügungen/Maßnahmen gegen die Corona-Epidemie gibt, dass die  lokalen Gesundheitsämter, zuweilen auch die Krankenhäuser, weder zu erreichen sind, noch  einheitliche Verhaltensmaßregeln  vorschreiben.  Auch wenn es um öffentliche Veranstaltungen geht, treiben der Förderalismus und die Macht von Interessengruppen seltsame Blüten. Auch wenn die Verantwortung für die CoronaAbwehr bei Ländern und Kommunen liegt, müssen die nach festen, einheitlichen Prinzipien handeln.  Dabei  können Art und Ausmaß der Anwendungen durchaus lokal, d.h. nach Erfordernis zum Tragen kommen. Während fast alle Messen abgesagt und verschoben werden, finden BundesligaSpiele nach wie vor in riesigen Stadien statt. Bessere Übertragungsmöglichkeiten findet das Virus nirgendwo.

Italien hat die gesamte Lombardei und benachbarte Regionen für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

8. März: Ein Verwandter von mir begibt sich, weil er  Husten und Schnupfen, aber ansonsten keine Corona-Symptome verspürt, zu seinem Hausarzt. Der untersucht ihn und verschreibt ein paar Hausmittel, weigert sich aber, den Test auf Corona-Viren bei meinem Verwandten durchzuführen. Begründung: Wenn er  Viren bei ihm fände, dann wäre es mit dem Image der Praxis vorbei. Er könne dann dicht machen.

Gesundheitsminister Spahn gebührt ein Schlag ins Kreuz, die DBF-Funktionäre gehören eingesperrt. Wie kann es sein, dass Spahn nur eine Empfehlung ausspricht, wenn es um Fußballgroßereignisse der Bundesliga geht? Und wie ist es möglich, dass FußballFunktionäre so ungeniert aufs Geld stieren und dabei das Leben vieler Menschen riskieren dürfen? Bald nämlich wird das CoronaVirus bei einem FußballFan gefunden werden, was die Quarantäne eines halben Fußballstadions nach sich ziehen müsste. MÜSSTE! Nur, weiß niemand mehr, wer wo gesessen, wer wen angeniest oder -gehustet hat. Pech für die Idioten, die nicht selbst wissen, dass man die Stadien meiden muss. Pech für die, die anschließend mit den Infizierten zusammensitzen. Sie gehören zu den Hunderten und Aberhunderten, die dann in die Quarantäne müssen und zu 2-5% sterben. Wir müssen uns nicht wundern: Viele Menschen nehmen die Krise noch immer nicht wahr, gebärden sich wie die fatalistisch-gelassenen Italiener und beharren trotzig darauf, zum Fußball zu gehen. Sie gehören vermutlich auch zu 30%, die sich nie oder nur selten die Hände waschen. Muss man dann Politiker und Funktionäre für diese blöde Gemengelage haftbar machen?

JA, sage ich, trotzdem JA!

KatastrophenKlamauk oder bevorstehende Realität? Die größte Gefahr droht der Menschheit durch Mikrioben und Viren, heißt es http://www.stoerfall-zukunft.de/horror-ja-danke/. Aus den Laboren der Wissenschaft entfleuchte  Exemplare könnten uns alle töten.   Angesichts der  aktuellen Krise  stellt sich die Frage, ob es unbedingt Labore sein müssten …

10. März: Italien ist total abgeriegelt. Es gibt weder ein Raus noch ein Rein. Viele Länder verbieten die Einreise von Italienern. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in 27 Länder. Italien ist nicht dabei. Dieser Umstand und dass Pauschalreisende gegenüber Individualreisenden total bevorzugt werden,  treibt mir die Wut ins Gesicht.  Es geht um bereits gebuchte Reisen und die mit einer Stornierung verbundene Rückerstattung verausgabter Mittel.  Pauschalreisenden erhalten ihr Geld problemlos zurück.  Individualreisende müssen  um Kulanz bitten oder gehen leer aus.  Warum diese Ungleichbehandlung? Sie ist einfach unfair – vor allem, wenn es um undurchführbare Reisen in ein gesperrtes Italien – vielleicht noch um Personen der 1. Risikogruppe – geht. Politik und die ihr im Nacken sitzende Tourismusbranche  haben nichts anderes im Sinn, als die Individualreisenden zur Ader zu lassen – zu  Gunsten der Reiseveranstalter, die … NULL Leistung erbringen.

11. März: Die RP vermeldet seelenruhig, dass Leute ungehindert aus Italien einreisen und auch nach Italien ausreisen können. Auch die Kanzlerin ist gegen eine Abschottung von EU-Ländern – was kein klar denkender Mensch begreift. In Bergamo ist der Teufel los – Ärzte nennen das bereits Krieg https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/+id_87492038/coronavirus-arzt-ueber-covid-19-in-italien-die-situation-ist-dramatisch-.html

12. März: Inzwischen haben auch Ungarn, Bulgarien, Tschechien und die USA z. T. rigide Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Einreisen aus Ländern, die stark vom Virus betroffen sind, wurden verboten. Wiedereinreisende Landsleute müssen in Quarantäne. Bezeichnend ist die Tatsache, dass Abschottung als wichtige Maßnahme gegen das Virus verstanden wird, was in krassem Widerspruch zu Aussagen der Regierenden hier zu Lande steht.

 

Was heißt hier TREUHAND?

Keine Frage: Dass die Arbeit der Treuhandanstalt vor allem dazu diente, die DDR-Substanz zu zerstören oder aber für westliche Käufer attraktiv aufzubereiten, ist weitgehend bekannt. Wenngleich dieser Vorgang von den Regierenden auch heute noch als „altruistische Handlung“, als zwangsläufige, ja letztmögliche Rettung der ostdeutschen Existenz verfälscht wird. Das ist Geschichte und leidige Wirklichkeit. Solch Rettung hat in den Neuen Ländern als böser Witz gegolten. Heute mündet sie in der massiven Unterstützung der AfD.

Die vor kurzem gezeigte Dokumentation „Der große Preis – die Treuhand und der Osten“ https://www.youtube.com/watch?v=XyxtyN0Z4HI macht einmal mehr die Mechanismen des Einverleibungsprozesses deutlich. Eines Prozesses, für den Thilo Sarrazin Fahrplan und Handlungsanweisungen konzipiert hat. Sarrazin, den wir vor allem über „Deutschland schafft sich ab“ kennen – bezeichnender Weise ein Mann aus der rechten SPD-Ecke (ich hasse diese verkappten CSU-BlauPäuslinge!) – hat also schon 1990 sein Unwesen getrieben. Ein Unwesen, dass seine rassistischen Gedanken wie kleine Versprecher erscheinen ließ und lässt. Dieser top-vernetzte Mann hat sich nicht etwa für die alte SPD-Klientel, die Arbeiterschaft (auch die ostdeutsche!) ins Zeug gelegt. Nein: Er hat den BRD-Wirtschaftseliten die Tools geliefert, die eine schnelle Vereinnahmung und Machterweiterung ermöglichten. Der „überlegene Kapitalismus“ sollte siegen!

Da waren fähige ostdeutsche Führungskräfte, die ihre z. T. modernen und leistungsfähigen Betriebe in die neue Zeit retten wollten, da waren vor allem Mitglieder der Treuhand-Führung – man hatte sie aus gespielter Fairness heraus zunächst akzeptieren müssen – sehr schnell lästig.  Sie deshalb baldmöglichst auszuklinken, war schnell angesagt.   Da bedurfte es keiner Diskussion, schon gar keiner  um sozialistische Sonderwege oder Konförderationen, da wurde einfach  geschossen. Und zwar mit  WestGeld.

Und so wie Thilo Sarrazin genau wusste, was die Einführung der DM in Ostdeutschland anrichten würde (nämlich die Vernichtung der Wirtschaft), so genau wusste ein Helmut Kohl, dass er mit eben dieser Maßnahme den einfachen geld- und reisegeilen Ossi über den Tisch ziehen konnte. Der Geldumtausch, der harte Kohle brachte, zerstörte zeitgleich die ostdeutschen Betriebe und mit ihnen die Existenz der kaufwütigen und umherreisenden Bürgerlein.

Prof. Dr. Karl Döring schildert im Beitrag, wie er das große Stahl- und Walzwerk EKO in Eisenhüttenstadt, eine moderne Produktionsstätte der DDR, vor den mächtigen Auslöschern bewahren konnte. Eine Heldentat – angesichts der Machtverhältnisse im Land. Gut – er hatte Rohwedder und Kohls Angst an der Seite, dass die totale Beseitigung der DDR-Industrie eine Revolution auslösen könnte. Doch das änderte sich, als nach Rohwedders Ermordung die Breuel das Ruder übernahm und Kohl soviel Tritt fasste, dass ihn „ostdeutsches Gezeter“ nicht mehr stören musste.  Auch in dieser Situation blieb Döring am Ball und trug dazu bei, dass zumindest der wesentliche Kern des EKO erhalten blieb. In einer Treuhandanstalt, der zum Schluss ausschließlich BRD-Leute vorstanden, wurde der Kehraus an andere Stelle brutal zu Ende geführt. Wobei moderne Substanz (die gab es allen westlichen FakeNews zum Trotz in erheblichem Maße) erfolgreich privatisiert wurde, andererseits aber auch clevere Gangster in den Besitz subventionierter Betriebe gelangten, die ihnen vorgeschriebenen Auflagen (Investitionen, Arbeitsplatzerhalt etc.) ignorierten, erworbene Immobilien extrahierten und „versilberten“.

Die Tatsache, dass die Treuhand viele, nicht mehr lebensfähige Betriebe am Leben erhielt, andere für westliche Käufer aufrüstete und die DDRischen Altlasten der Betriebe in DM-Schulden verwandelte, hat zu einer teuflischen NegativBilanz geführt. Und den deutschen Steuerzahler viel Geld gekostet. Deutsche Banken hingegen profitierten vom Aderlass – mehr als jeder andere der üblichen Verdächtigen.

Rohwedder hat lebensfähige DDR-Betrieb aufrechterhalten und für die Marktwirtschaft fit machen wollen. Was die Beute der auf Zuwachs fixierten westlichen Konzerne signifikant geschmälert, die Abschlussbilanz der Treuhand ganz sicher positiv gestaltet hätte. Solch Tun muss den Mächtigen im Lande obsolet erschienen sein. Rohwedder musste weg. Dass sein Tod noch immer mit der RAF in Verbindung gebracht wird, ist reines Kalkül. Die „böse Truppe“ hat Furchtbares praktiziert, aber sie bestand nicht aus Dummköpfen. Folglich dürfte das Haar am Tatort zum Dürftigsten gehören, was deutsche Kriminalisten je auf den Tisch packten. Wolfgang Schorlau wird mir da sofort beipflichten (W. Schorlau: „Die blaue Liste“ https://www.book2look.com/book/9783462300161).

Weitere Fakten zum Thema: „abgebloggt“, Labonde Verlag 2010 https://www.stoerfall-zukunft.de/20-jahre-deutsche-zwei-heit-aus-abgebloggt-2011-heiner-labonde-verlag/

 

Nicht Erdogan, die EU ist Schuld!

Ich warte jetzt nur darauf, dass die Linken und Grünen bedingungslosen Einlass für die an der griechisch-türkischen Grenze befindlichen Flüchtlinge fordern. Dann nämlich würde klar, dass in beiden Parteien die Dummheit regiert – eine Humanitätsduselei, in deren Folge alles extrem und schlimmer würde. Denn der Sog auf die in der Türkei verbliebenen und neu eintreffenden Migranten (vor kurzem waren es „nur“ 3,5 Millionen !!!) würde so zunehmen, dass die Gesamtbewegung unregulierbar würde. Niemand mehr könnte feststellen, ob und wenn ja: wie viele Salafisten, Al Kaida-Anhänger und andere Extremisten unter den einlaufenden Migranten wären. In der bombardierten Provinz Idlib sind gerade diese Personengruppen extrem konzentriert. Bedrängt man sie weiter, dann nehmen sie schnell neue Farben an.

Fest steht: die Türkei übt aus eigener Not heraus Druck auf die EU aus. Die EU hat sich überhaupt nicht um die Fortsetzung des bislang gut funktionierenden EU-Türkeiabkommens gekümmert. Erdogan der Erpressung zu beschuldigen, ist folglich reine Bosheit. Wir brauchen sofort eine Übereinkunft mit der Türkei sowie mit den wichtigsten Herkunftsländern – so, wie das der Migrationsexperte Gerald Knaus fordert https://www.youtube.com/watch?v=1MmRspkYRQ8. Seiner Argumentation kann man schnell folgen. Dass Gabriel mit am Tisch sitzt, stört, aber den kann man ja problemlos ausblenden.

Plumpes, destruktives Gequatsche

Die RP versucht es schon wieder mit dem dummen Hackentrick. In der heutigen Ausgabe behauptet sie neuerlich, dass Menschen, die Politiker und andere Führungspersönlichkeiten als Marionetten der dahinter stehenden Mächte bezeichnen, Verschwörungstheoretiker sind. Und schiebt den schlechten Leumund nicht nur der AfD, sondern auch der Linken zu. Wobei sie die „politisch Aussätzigen“ süffisant nebeneinander anordnet. Wie läppisch, wie durchschaubar!

Was es mit Verschwörungstheorien wirklich auf sich hat, habe ich u.a. hier erläutert https://www.stoerfall-zukunft.de/rp-diffamiert-medienkritische-buerger/

Schade ums Papier

Ich habe den Eindruck, dass auch die Protagonisten des Freitag hin und wieder Beiträge veröffentlichen, weil dieser und jener, vielleicht auch Herr Augstein selbst, einen Prof kennen, der irgendwann in seinem Leben den einen wirkmächtigen Furz gelassen hat. Ich misstraue gut angezogenen Akademikern mit cleveren Umgangsformen grundsätzlich – es sei denn, sie überzeugen mich mit konkreten Fakten und logischen Argumentationen. Genau das ist Frieder Otto Wolf nicht gelungen. Ja, ich frage mich, warum man unter dem Motto „Bleib mutig“ derart abgestandenen Schwachsinn absondert und zur Veröffentlichung frei gibt. https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/bleibt-mutig. Dass die Menschheit die kooperierenden Monster Imperialismus, Patriarchat, Kapitalismus und Klimakrise nur dann stilllegen kan, wenn der Kapitalismus an sich beseitigt wird, ist eine Binsenweisheit. Uns dafür Mut machen zu wollen ohne  konkrete Handlungsoptionen aufzuzeigen, ist purer Schwachsinn. Hätte uns Wolf doch wenigstens bestätigt, dass die Entmachtung der globalen Verbrecher unmöglich ist, hätten wir missmutig knurren können. So aber streut er Pfrasen in den Raum, die das Papier nicht wert sind. Warum, Freitag, wird das veröffentlicht?