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Dummheit – glänzend analysiert

Dummheit hat kein Verfallsdatum. Dummheit wird täglich gezeugt, und da sich Dumme naturgemäß zusammentun, auch ständig ausgebaut. Was wir derzeit in den „CoronaSchlachten“ erleben, wächst auf diesem Substrat. Schlimm nur, dass Dummheit auch jede Intelligenz überrollen kann – allein aus der Masse der Wähler heraus. Die USA werden uns im November erneut ein Beispiel geben.

Tobias Jochheim hat sich auf sehr erschöpfende Weise mit dem Thema beschäftigt. Was er da im einzelnen ausgegraben hat, findet mein totales Echo. Die RP ist mir oft ein Ärgernis. Hier aber hat sie einer Wahrheit guten Freiraum geschaffen:

Bitte mehrfach in den RP-Text hineinklicken, ihn so vergrößern und lesbar machen!

Auch Deutschland spielt verrückt

Wie wäre das? Es ist Corona, und niemand geht hin? Oder anders herum: Die Infektionen sind fast weg, und jeder knutscht jeden. Ich habe den Eindruck, dass ein Großteil der Bevölkerung – und nicht, wie immer behauptet wurde: eine Minderheit – die Pandemie eher verlacht, denn ernst nimmt. Es ist der Politik nicht gelungen, diesem Großteil klar zu machen, dass Lockerungen nicht bedeuten, dass alles vorbei ist. Oder besser gesagt: die Politik hat nicht mit der Blödheit/Verstocktheit der Massen gerechnet oder aber selbige ignorieren wollen. Und zudem Öffnungen in einer Komplexität und in einem Ausmaß verkündet, die nicht zu rechtfertigen sind. Beides – die Fehleinschätzung des bundesdurchschnittlichen IQ wie auch das Chaos der Freigaben – haben Verhaltensweisen generiert, die echt wehtun. Da ballen sich die Massen in den Innenstädten, ohne dass auf Mundschutz und Abstand geachtet wird, da ziehen undefinierte Horden Fenster einschlagend und plündernd durch Stuttgart, und es dauert ewig, bis der Staat reagiert. Davon, dass er nicht erklärt, dass er Ross und Reiter nicht zu benennen weiß oder aber genau das fürchtet, ganz zu schweigen. Demos gegen Rassismus werden anstandslos genehmigt, während andere Massenveranstaltungen verboten bleiben. Dabei musste von Anfang an klar gewesen sein, dass emotionales Aufbrennen – so verständlich das angesichts der skandalösen Vorgänge in den USA auch war – alle CoronaRegeln ad absurdum führen würde. Hier wich man einmal mehr der Gewalt des Urkräftigen. Weil die offenbar gefahrloser schien als die Revolution selbst. Gewiss, einige Demonstranten verhielten sich ordnungsgemäß, was auch heißt, dass das möglich war. Aber die meisten hatten weder Auge noch Ohr für die Warnungen von Politik und Ärzteschaft. Auch in Liverpool haben sie ab- und anstandslos verrückt gespielt https://www.youtube.com/watch?v=0pbOJRNuuQQ. Niemand vermutet dort, dass Klopp an Covid 19 krepieren könnte.

Vieles läuft so, wie es niemand vermutet. Gesundheitsämter vermeiden oder verweigern Tests, versuchen nicht einmal aufzuklären, wer hier wen wann angesteckt haben könnte, weil unklar ist, wer für die Kosten aufkommt (so erlebt in einem Kaltwalzwerk im westfälischen Hagen). Ansteckungsfälle werden ohnehin unter der Decke gehalten, weil ihr Bekanntwerden das Schließen betroffener Unternehmen oder Läden bedeuten würde. Hinzu kommt, dass niemand in der Kommune steigende Fallzahlen sehen oder hören möchte. Überhaupt sind Fallzahlen etwas Beliebiges, etwas, das Menschen beruhigen soll. Aber natürlich nicht kann, denn was sagt eine Fallzahl, wenn niemand weiß, wie oft und wieviel in der Heimatstadt/im Heimatort getestet wird. Hier in Ratingen gibt es keinerlei Mitteilungen darüber. Die im März eilig aufgebauten Testzelte sind längst in der Versenkung verschwunden. Ein Unding, wie ich meine.

Bei Tönnes geht es inzwischen weniger um die Profitsucht des Unternehmers als um Kälte und Lüftung. Statt, dass der Mann inhaftiert wird, wird alles dafür getan, die schändliche Produktion abzufedern, damit ja kein Fleischdefizit aufkommt. Immerhin lässt sich schnell feststellen, dass „Fleischverhältnisse“ auch völlig anders gemanaget werden können – wie z. B. im ebenfalls exportorientierten Dänemark, wo hauptsächlich Einheimische die Fallbeile schwingen und dabei gut bezahlt werden https://rp-online.de/panorama/coronavirus/nach-dem-ausbruch-bei-toennies-so-arbeitet-daenemarks-fleischindustrie_aid-51817519. Hier zu Lande hat die Politik die Versklavung von Bulgaren und Rumänen stillschweigend gebilligt und damit sichergestellt, dass Tönnes billiger produzieren konnte als die dänische Konkurrenz. Die Aufträge gingen dann an ihn statt an die Dänen. Auch so – mit krimineller Energie, sprich: prekären Löhnen, skandalösen Unterbringungsverhältnissen, fiesen Akkorden, Beleidigungen und Beschimpfungen, ausfallenden Lohnzahlungen etc. – geht Exportweltmeister. Höchste Zeit, dem Fleischfressen in Deutschland Schranken zu setzen. Ginge es nach mir, ich würde Untergrenzen für Fleischpreise definieren – auf etwa dem doppelten bis dreifachen Niveau von heute. Und den Aufschreien aus einkommensschwachen Milieus mit gesundheitspolitischen, ökologischen und NachhaltigkeitsArgumenten begegnen. Nach dem Motto: zwei-bis dreimal die Woche Fleisch – das reicht. Die pflanzliche Ersatznahrung müsste dann allerding preiswerter werden. An der Stelle Steuern zu senken oder Preise zu stützen – warum nicht?

Massentierhaltung, die Schweinereien mit der Gülle und die ungesunde Ernährung könnten dann der Vergangenheit angehören. Warum muss ein Land wie Deutschland, dass intelligente Höchstleistungen vollbringt, Fleisch exportieren, also einer vergleichsweisen primitiven, das Tierwohl verachtende Strategie folgen – und so wertvolle Ressourcen verschleudern?

Ich bin sicher, dass sich nach Corona nur wenig ändern wird. Sicher: Man wird die Versorgung mit seuchenrelevanten Produkten und Technologien europaweit sicherstellen. Man wird die Fleischwüsten aufpeppen. Freilich auf einem Stand, der heutigen Erkenntnissen folgt. Wobei die Frage, ob Frau Klöckner auch nur ansatzweise durchbringt, was sie heute vollmundig erklärt, offen bleibt. Wobei unklar ist, wie „seuchenspezifische“ Produktion in Zeiten ausbleibender Pandemie Bestand haben soll.

Was heute ebenfalls auf keiner Agenda ist: Wie gelingt es, brauchbare Impfstoffe in einem Zehntel der Zeit herzustellen? Forschung auf diesem Gebiet hieße also nicht nur, die Substanz als solche zu kreieren, sondern deren Verfügbarkeit signifikant vorzuverlegen. Um damit auch das irrwitzige Anrennen von Krankheiten mit einem bereits veralteten Wirkstoff ein für alle Mal auszubremsen. Schließlich könnte auch Covid 19 diesem Absurdum anheimfallen.

Stattdessen arbeiten im Kapitalismus zig Firmen an einer Impfstofflösung- in ruinösem, weil uneffektiven Wettbewerb und einzig darauf fixiert, erfolgreich zu sein, sprich: hohe und höchste Gewinne einzufahren. Eine konzentrierte europäische Forschung an ein oder zwei Standorten, zumal eine vom Staat finanzierte, könnte sehr viel schneller zum Erfolg führen und das beschämende Feilschen um künftige Impfstoffpreise zumindest deckeln.

Neues Thema: Polizei/Ordnungskräfte/Sanitäter. Im reichen, von Individualität, Egoismus und Eigensinn geprägten und verwöhnten Deutschland, führt auch die kleinste Beschneidung von Freiheit zu martialischen Wutausbrüchen.  Freilich von Leuten, die Bescheidenheit und Verzicht nie kennengelernt haben und deshalb Wohlstand und Feierei bis zum Exzess – unaufhörlich, so auch jetzt bei Corona – auskosten müssen. Was da in Ischgl, in der Düsseldorfer Altstadt, in Stuttgart und sonst wo lief – ich hasse es. Weil es einmal mehr die Dekadenz des Abendlandes manifestiert, was angesichts der Not in der Restwelt Schande über uns bringt. Ich spreche nicht von den Menschen, die mit ihren Kindern aus beengten Quartieren ausbrechen wollen. Für die hätte man sich zweifellos sehr viel mehr einfallen lassen müssen. Doch lobbylose Existenzen hatten noch nie großes Glück.

Ich habe dem US-amerikanischen Volk in den letzten Monaten immer weniger vertraut, weil es nicht imstande war, die regierenden Verbrecher abzuschütteln. Dieser Eindruck hat sich angesichts der AntirassismusProteste, angesichts der stärker werden Kräfte um Alexandria Ocasio-Cortez als nicht haltbar erwiesen. Dennoch könnte Trump, der seit Wochen dabei ist, die lästigen Verlierer der Gesellschaft auszutilgen, jederzeit wieder gewählt werden https://www.spiegel.de/consent-a-?targetUrl=https%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fpolitik%2Fausland%2Fusa-regierung-von-donald-trump-will-obamacare-mithilfe-des-supreme-courts-abschaffen-a-e8f759ec-e425-41d0-a41c-e13283ce6682&ref=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F.

Ebenso schlimm ist, dass ich auch der Mehrheit unserer Bürger misstraue. Wenn ich sehe, wie dieser schwer zu definierende Block die CoronaRegeln in Frage stellt, den Einflüsterungen des rechten Mobs, der Impfgegner und der Verschwörungstheoretiker aufsitzt, wenn ich sehe, wie sogenannte „freiheitsliebende“ Widerstandsgruppen wie Pilze aus der Erde schießen und ein Mix aus „SystemHass“, Frust, berechtigter Gesellschaftskritik und absurder Wegweisung (man denke nur an die gefährlich verblödende Zeitung „Demokratischer Widerstand“) die Hirne der wenig gebildeten, politikfernen Bürger vergiften,  wird mir übel. Weil aus der kruden Mischung schnell Beschimpfung und Gewalt resultieren. Wenn heute umhertanzende und johlende Typen Polizei, Hilfskräfte und Sanitäter an Unfallorten behindern, wenn Voyeure vor allem Blut filmen und posten möchten, wenn muslimische Clans in NRW und Berlin No-go-Areas permanent ausweiten, wenn zur Ordnung gerufene Passanten Polizisten anspucken, anpöbeln und verletzen, dann stimmt etwas nicht mit Deutschland. Dann müsste einfach mal gezielt und unbrutal dazwischen geschlagen werden. Auch wenn man fürchten müsste, dass das von Grünen oder Linken als staatliche oder polizeiliche Willkür ausgelegt würde. Sicher könnte auch der sonst so überlegt auftretenden Georg Restle zu den Protestlern gehören. Hat er es doch drauf gehabt, die deutsche Polizei mit der US-amerikanischen zu vergleichen https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-black-lives-matter-rassistische-polizeigewalt-in-deutschland-100.html. Seine Bilder, die er  eher plakativ denn tiefgründig aufrief, die aber blitzschnell dokumentieren sollten, dass auch hierzulande Polizisten rassistisch zu Gange sind, haben mich eher verstört als solidarisch gestimmt. Denn zum einen ist der Vergleich mit den USA mehr als hergeholt. Jeder weiß schließlich, dass es diese Brutalität auf unseren Straßen so gut wie nie gibt (selbst die LINKE sieht das so und wird deshalb beschimpft https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/wir-brauchen-neue-wege-des-denkens). Im Gegenteil: deutsche Polizisten wagen es in der Regel nicht, hart zuzupacken, weil ihnen das – zumal, wenn sie mit Kameras und Kennzeichen ausgestattet sind – schnell auf den Fuß fallen würde. So bleibt die strikte, oft dringend notwendige Abschreckung ebenso auf der Strecke wie das Gefühl, verarscht zu werden, wenn Straftreter ebenso schnell durch die Hintertür wieder entlassen werden wie sie vorn hereinmarschiert sind.  Zum anderen finde ich es ehrverletzend, wenn pauschal auf den Uniformierten herumgehackt wird. Immerhin dürfte das Gros derer ordentlich seinen Dienst verrichten (lügt das ZDF, oder sind 86% der Deutschen tatsächlich mit der Arbeit der Polizei zufrieden?). Gerade jetzt, da die deutsche Ordnungskräfte in einem nervenaufreibenden Abwehrkampf gegen die o.a. Misshelligkeiten stehen, sind Restles Warnungen mehr als kontraproduktiv und zudem alles andere als verallgemeinerbar.

Bleiben noch die Mutmaßungen, was den künftigen CDU-Vorsitz, die EU-Präsidentschaft von Merkel und die Aussichten für rot-rot-grün angeht. Viel Stoff, auf den es bei mir  dennoch sehr kurze Antworten gibt:

  • Söder wird CDU/CSU-Parteichef, Laschet hat die Position längst verspielt https://www.presseportal.de/pm/30621/4633693. Merz ist trotz Schmusekurs mit den Grünen fast unsichtbar. Span hat bereits abgedankt, wirkt wenig charismatisch und in Sachen Gesundheit oft hilflos: Es ist frustrierend, nicht zu wissen, ob Kinder nun schneller infizierbar, schneller infizierend oder gar unkritische Akteure im Seuchengeschehen sind. Trotz Drosten sollen Kitas und Schulen sehr schnell den Präsensbetrieb aufnehmen https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly93d3cubmRyLmRlL25hY2hyaWNodGVuL2luZm8vcG9kY2FzdDQ2ODQueG1s/episode/QVUtMjAyMDA2MDQtMTUzNi0xNDAwLUE?hl=de&ved=2ahUKEwjnoMrSq6HqAhWNlIsKHfVUDl4QieUEegQICRAM&ep=6. Gegen den erklärten Widerstand von ängstlichen Eltern und Lehrern.
  • Die Linken fordern Merkel auf, ihre Macht zu Gunsten der Armen/der Unterprevillegierten/der Flüchtlinge einzusetzen und den Klimawandel zu stoppen https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/zur-demut-verdammt. Richtig so, aber: Die Kanzlerin wird auch zum Ende ihrer Regentschaft nur das tun, was ihr mit Blick auf zukünftiges Wirken/ihr Bild in deutschen Geschichtsbüchern opportun erscheint. Der große Aufstand gegen die allesverschlingenden und jetzt zu päppelnden Konzerne wird ebenso ausbleiben wie die Flüchtlingspolitik a la grün-rot oder sea watch. Statt dessen wird sich Merkel bemühen, das europäische CoronaHilfsPaket zu gestalten, von dem wir hoffen müssen, dass es in seiner Größe und Struktur – auch gegen den Widerstand von Österreich, Schweden, Dänemark und den Niederlanden – weitgehend erhalten bleibt und als solidarisches Geschenkpaket bei den Südländern aufschlägt. Wer von Merkel mehr erwartet, muss schon mit Blindheit geschlagen sein.
  • Rot-rot-grün hat zur kommenden Bundestagswahl keinerlei Chancen. Und so mutet es mehr als lächerlich an, wenn die Grünen jetzt Führungsansprüche anmelden https://rp-online.de/politik/deutschland/neues-programm-gruene-wollen-fuehren_aid-51882013 oder ZDF-Sprecher Klaus Kleber Olaf Scholz auf seine Kanzlerkandidatur anspricht – nicht einmal, nein zweimal. Freitag-Journalist Wolfgang Michal hat diesmal voll Recht. Vor grün-rot-rot kommt schwarz grün https://www.freitag.de/autoren/wolfgang-michal/ans-ziel-auf-umwegen und dazwischen vermutlich eine große Leere, über die zu sprechen nicht lohnt. Aber wir ahnen schon …

 

Übrigens kann ich es auch nicht leiden, wenn Hochzeitsgesellschaften, angeführt von PSwütigen SUVs und Cabrios – u. a. hier in Ratingen – bei Rot über die Kreuzungen jagen oder in Düsseldorf Hauptverkehrsstraßen lahmlegen https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/hochzeitskorso-in-duesseldorf-fahrer-muessen-geldstrafen-zahlen_aid-51855195. Ist so etwas nun rassistisch? Sorry, ich habe – wie schon brav die Polizei – auf detailliertere Angaben verzichtet. Aber Sie wissen schon …

Wieder Missverständnisse um den 8. Mai

Der 8. Mai ist und bleibt ein Tag bewusster Missverständnisse. https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/abstand-halten. Daran hat auch die immer wieder zitierte Rede Weizsäckers nichts geändert. Im Gegenteil: Selbst Weizsäcker hat die Dinge nur halbherzig beim Namen genannt und die Handlungen seines verstrickten Vaters verschleiert https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/falsche-mythen.  Doch es geht noch krasser: Befreiung heißt im Westen Deutschlands – vor allem im rechten Lager –  noch immer vorrangig sexuelle Gewalt durch die sowjetischen Befreier. Die es natürlich in beträchtlichem Umfang gab, die aber auch seit 1944 z. T. durch Erschießungen geahndet wurden!

Dass es vor allem die UdSSR war, die Deutschland vom Naziterror befreite und dabei die weitaus größten Opfer brachte, wird aber nicht nur durch den Hinweis auf sowjetische Verbrechen relativiert. Sondern auch mit der Begründung, dass es den Sowjets ausschließlich um eine Machtverschiebung, um die Ausdehnung ihres Herrschaftsbereiches ging. Diese Deutung steht in Frage, auf jeden Fall ist sie einseitig und reduziert die sowjetischen Toten auf ein bloßes Zahlenspiel. Dabei hatten die Alliierten nichts anderes vor. Man denke nur an den (Gottseidank nicht verwirklichten) Morgenthau-Plan der Amerikaner und die Gründung der nach dem Gusto des Westens ausgerichteten Bundesrepublik – die die Teilung Deutschland einleitete. Es ging auf beiden Seiten um die Befestigung von Einfluss und Herrschaft.

Wenn man heute vorliegende Dokumente studiert, wird sofort deutlich, dass es unzählige sexuelle Übergriffe auch bei der deutschen Wehrmacht und SS gegeben hat. Dasselbe trifft auch auf alliierte Soldaten zu https://www.zeit.de/zeit-geschichte/2015/01/vergewaltigung-soldaten-besatzungszone-hilfe

Zahlenvergleiche verbieten sich angesichts der furchtbaren Gesamtgeschehnisse und Faktenlagen. Schließlich sind die Übergriffe von Deutschen in Weißrussland, Polen und in der Sowjetunion nirgendwo solide dokumentiert worden.

Siehe auch:

Jana Zimmermann: Massenvergewaltigung und Sex im 2. Weltkrieg https://www.fnac.com/livre-numerique/a14194625/Jana-Zimmermann-Massenvergewaltigung-und-Sex-Zwangsarbeit-im-Zweiten-Weltkrieg

 

Regina Mühlhäuser: Eroberungen. Sexuelle Gewalttaten und intime Beziehungen deutscher Soldaten in der Sowjetunion 1941-1945 https://www.amazon.com/Eroberungen-Gewalttaten-Beziehungen-deutscher-Sowjetunion/dp/3868542205#reader_B00AIBGIYI

Daniela Dahn: Der Befreiung ausgesetzt https://www.freitag.de/autoren/daniela-dahn/der-befreiung-ausgesetzt

 

 

Die besonders Gestressten müssen zuerst entlastet werden!

Damit Sie mich nicht falsch verstehen. Ich bin mir im Klaren darüber, dass Lockdown und Shutdown für viele Menschen Anspannung und Stress bedeuten. Und es wäre falsch, die Situation gut betuchter Alter mit der von eingepferchten Ehepaaren oder alleinerziehenden Müttern zu vergleichen. Wir Alten sind einigermaßen isoliert, können und sollten das aber als wirksame Schutzmaßnahme akzeptieren. Anders die Menschen, die mit ihren Kindern auf engem Raum existieren und dann noch im Homeoffice arbeiten müssen https://rp-online.de/panorama/coronavirus/mutter-im-corona-alltag-meine-tochter-hat-sogar-schon-alptraeume_aid-50169075. Schule und Kita haben die kontinuierliche Beschäftigung im normalen Alltag immer aufbrechen können. Derzeit ist das nicht der Fall und künftig auch nur in bestimmtem Rahmen. Wenn es heute also um die erste Lockerung geht, dann muss die in erster Linie für die doppelt und dreifach Gestressten wirksam werden. Ich verstehe nicht, warum Spielplätze nicht stundenweise für Familien geöffnet werden – natürlich nach einem bestimmten Ordnungsprinzip und anfangs sicher auch mit Überwachung. Die Schulen – so sie denn den Unterricht wieder aufnehmen sollen, müssen gerüstet, sprich: in der Lage sein, die HygieneRegeln vollständig zu befolgen, was dann heißt, dass Seife, Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken sowie Anweisungen für deren Anwendung in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung stehen müssen. Lieber weniger Schüler auf Abstand unterrichten als Abstandsregeln mit dem Anlegen von Masken zu konterkarieren. Das ist aus sicherer Entfernung leicht gesagt. Ich weiß das. Aber etwas anderes als Sorgfalt und Vorsicht kann in einer Zeit, die durch den steten Wechsel von Shutdown und Öffnung geprägt sein wird, nicht gelten.

Und noch eines ist mir mehrfach aufgefallen. Nicht nur die Bürger von nebenan benehmen sich zuweilen daneben, es sind sehr oft ausländische Mitbürger, die Versammlungsverbote und Abstandsregeln missachten. Ich erlebe das hier in Ratingen am Grünen See, man hört von Massenansammlungen in Düsseldorf, die zwanghaft aufgelöst werden müssen (RP vom 32. April/CORONA-TICKER) und mein Freund M. berichtet, dass in Ratingen West immer mal Wildwest herrscht. Das mag übertrieben klingen. Ist es aber nicht.

Ich meine, dass die Polizei hier strikt und oft hinschauen statt – wie oft üblich – wegschauen sollte. Wir müssen nicht davon ausgehen, dass Migrantenfamilien aus über zwanzig Mitgliedern in erstem Verwandschaftsgrad bestehen oder dass Hausgemeinschaften ganze Plattenbauten umfassen dürfen. Klar, die kulturellen Bezüge sind vielfältig, und niemand hat etwas dagegen, wenn sich Verwandte und Freunde treffen wollen. Diese Ambitionen sind verständlich, denn uns Mitbürger betreffen sie auch. Nur sollte man gleiches Recht/gleiche Pflichten für alle gelten lassen und Gesetze/Verfügungen auch konsequent umsetzen. Da bedarf es oft nur EINES Exempels, eines Präzedenzfalles, um Klarheit zu schaffen.

Ich hoffe, dass jetzt nicht massenweise aufgeschrien und die Anti-Diskriminierungskeule geschwungen wird. Hier geht es schließlich um belastbare Fakten.

 

CORONA – ein zynisches Machtwort

Es geht jetzt darum, Arbeit zu akquirieren, sprich: sich Munition zu schaffen für die Zeit der Quarantäne. Denn man will ja nicht rumsitzen. Darüber hinaus sollte man Vorräte bunkern, die aber nicht an einem Tag einkaufen oder in fünf Minuten im Netz bestellen. Man käme zu leicht in den Geruch des Hamsterers.

Vor allem sollten wir Ältere die gute Laune bewahren. Zwar machen die Jungen, zwar machen die geistig Zurückgebliebenen jetzt Jagd auf uns Ältere. Immerhin haben sie die intakteren Immunsysteme und pokern auch damit. Pokern, indem sie sich, was Annäherung und Händewaschen angeht, äußerst lax und locker geben und uns gnadenlos anstecken.

Zwar frohlocken die Renten- und Sozialkassen ob der Niedergestreckten und der noch Niederzustreckenden, weil da plötzlich weniger Rente gezahlt werden muss. Zwar entgehen uns Alten alle kulturellen Veranstaltungen, weil wir selbst nach der neuen Verordnung, die zwischen besetzten jeweils zwei freie Plätze in Theatern, Veranstaltungssälen und dergleichen vorschreibt, nicht ausrücken können. Zwar werden wir die Nachbarn nach Aufbrauchen unserer Vorräte darum bitten müssen, uns Milch und Co. vor die Haustür zu stellen und die damit einhergehenden zerknirschten Gesichter ertragen müssen. Zwar wird man uns in Arztpraxen nicht mehr vorlassen, weil unsere Voranmeldung automatisch mit der Angabe unseres Geburtsjahres gekoppelt ist. Zwar werden uns die Paketboten, die wir täglich im Online-Geschäft bemühen müssen, wegen der Paketmassen verfluchen (weil: da kommt dann auch schwere Ware, wie täglich ein Glas eingekochter

Trotz allem ZWAR bleibt die schlichte Hoffnung, dass sich alles gemäßigter abspielt. Dass uns die Kinder und Kindesinder nicht nur deshalb weiter lieben, weil wir in Kürze etwas vererben müssen. Trotz allem ZWAR bleibt die Hoffnung, dass die Politik endlich erkennt, wozu Wissenschaft da. Denn was nützt uns das CERN, was die Vorbereitung des Marsfluges, wenn die Hälfte der Menschheit ausstirbt und der Rest wie im Mittelalter vor sich hinvegetiert?

Ich meine, dass es im Zeitalter des Hochfrequenzhandels endlich auch die HochfrequenzImpfstofferzeugung geben und das Gerede über die endlosen ImpfstoffTestzeiten aufhören muss. Wir brauchen auch – was die normale Influenza angeht – ein automatisches, Tag und Nacht laufendes Prozedere, bei dem noch zu erfindende Technologien, Katalysatoren und Gerätschaften zur radikalen Verkürzung der Testphasen für Impfstoffe führen müssen. Es ist und bleibt ein Unding, dass die heutige Grippeschutzimpfung nie auf das aktuell einfallende Virus, sondern auf das des Vorjahres programmiert ist.

Leute (in Politik und Wirtschaft), zwingt die Forschung auf andere Bahnen und konzentriert die Kräfte! Kooperiert statt sinnlos und kräftezehrend zu konkurrieren. Nehmt endlich sehr viel Geld in die Hand, um die Geisel der Pandemie, mit der wir es in Zukunft ständig und in immer schrecklicheren Ausmaße zu tun haben werden, ein für alle Male zu bannen! Und zieht dieses Geld da ab, wo es vorerst oder überhaupt nicht gebraucht wird: bei selbstfahrenden Autos, beim Smart Homes, bei der Mond- und Marsforschung, beim CERN, bei allen sinnlosen Produktentwicklungen, die es nur gibt, weil wir einem ruinösen Wachstum nachhecheln und … beim Militär. Bei letzterem vor allem, denn … Kriege werden in Zeiten der Pandemie zwangsläufig eingehegt. Man ist mit anderem beschäftigt.

 

Plumpes, destruktives Gequatsche

Die RP versucht es schon wieder mit dem dummen Hackentrick. In der heutigen Ausgabe behauptet sie neuerlich, dass Menschen, die Politiker und andere Führungspersönlichkeiten als Marionetten der dahinter stehenden Mächte bezeichnen, Verschwörungstheoretiker sind. Und schiebt den schlechten Leumund nicht nur der AfD, sondern auch der Linken zu. Wobei sie die „politisch Aussätzigen“ süffisant nebeneinander anordnet. Wie läppisch, wie durchschaubar!

Was es mit Verschwörungstheorien wirklich auf sich hat, habe ich u.a. hier erläutert https://www.stoerfall-zukunft.de/rp-diffamiert-medienkritische-buerger/

Das Verbrechen von Hanau ist furchtbar – doch der Staat trägt eine Mitschuld

Das furchtbare Verbrechen von Hanau wirft ein zusätzliches bizarres Licht auf unsere Gesellschaft. Ein irrer Verschwörungstheoretiker tötet in Selbstjustiz zehn Menschen und entzieht sich durch Suizid der angemessenen Strafe. Noch ist nicht klar, ob es sich um einen Einzeltäter handelte, ob konkrete Verbindungen in die rechtradikale Szene, ja vielleicht sogar zur AfD bestehen.

In Trauer und Entsetzen mischt sich bei mir konkrete Wut. Wut darüber, dass unser Staat offenbar weder in der Lage ist, verdächtige Faschisten in unserem Land ausfindig zu machen, zu zügeln und zu bestrafen, noch zielführende Ermittlungen gegen Clans, Salafisten und Hassprediger (fast 700 islamistische und 33 faschistische Gefährder!) zu führen https://www.welt.de/politik/article201953668/Deutschland-Weniger-islamistische-Gefaehrder-aber-Sorge-wegen-Syrien.html sowie https://perspektive-online.net/2019/02/zahl-faschistischer-gefaehrder-steigt-offiziell-auf-33-personen-dabei-sind-rund-500-rechte-untergetaucht/).

Vor allem während der fast ergebnislosen NSU-Prozesse wurde klar, dass rechte Eiferer in unserer Gesellschaft, vor allem auch in vielen staatlichen Institutionen, Sympathisanten und Unterstützer haben. Sogar die Bundeswehr, die Polizei und die Sondereinsatzkommandos sind von Nazis oder deren Befürworter infiltriert https://nrw.vvn-bda.de/2019/12/22/lka-chefs-in-nrw-waren-naziverbrecher/ und https://meta.tagesschau.de/id/144724/mad-550-rechtsextreme-verdachtsfaelle-in-der-bundeswehr  sowie https://www.merkur.de/politik/bundeswehr-skandal-akk-rechtsextremismus-nazis-bei-ksk-eliteeinheit-zr-13261783.html.

Dafür, dass das so ist, dass die legale politische Stütze dieser Personengruppen, die AfD, überhaupt Wirkung entfalten und diese in den letzten Jahren extrem verstärken konnte, ist unser Staat verantwortlich. Sebastian Haffner     hat die Wurzeln dafür bereits 1960 benannt https://www.stoerfall-zukunft.de/2556-2/. Es sind die alten Nazi, es sind die zu fast 100%  in die BRD-Justiz übernommenen faschistischen Richter, die altes faschistisches Gedankengut bewahrt und bis in die heutigen Generationen vererbt haben – einschließlich des latenten Antisemitismus https://justizinfolandau.wordpress.com/2018/04/02/nazi-justiz/. Extrem aufgeheizt wurden die rechten Bewegungen durch Merkels Fehlentscheidung von 2015, Hundertausende von Migranten unkontrolliert ins Land zu lassen. Hinzu kommen die unzähligen Missgriffe und Unterlassungssünden, was muslimische Straftäter betrifft. Letztlich wurden und werden dadurch psychisch labile Personen zu extremen Verhaltensweisen  animiert.

Genau hier muss eine zweite Betrachtung ansetzen. Tatsächlich stellen viele Muslime – vor allem die salafistischen Eiferer, aber auch die vor allem in Berlin und in NRW agieren Clans – eine akute Gefahr für unser Gemeinwesen dar https://www.welt.de/regionales/nrw/article197230655/Uebergriffe-in-NRW-Werden-islamfeindliche-Straftaten-uebersehen.html. Die Salafisten (2017 wurden knapp 11.000 von ihnen registriert https://de.statista.com/statistik/daten/studie/76744/umfrage/anzahl-der-muslime-in-deutschland-nach-glaubensrichtung/), die von der DITIB ausgehaltenen und unterstützten „erdoganfreundlichen Deutschenhasser“ https://www.swr.de/report/parallelgesellschaft-warum-sich-in-deutschland-geborene-tuerkeistaemmige-immer-haeufiger-zurueckziehen/-/id=233454/did=25013134/nid=233454/8vrxjy/index.html, ja selbst die Hassprediger werden hier zu Lande nur mit Samthandschuhen angefasst. Darüber hinaus sind allein in NRW 600 Prozesse gegen ClanMitglieder (meist libanesisch-kurdischer Herkunft) anhängig https://rp-online.de/nrw/panorama/clans-in-nrw-rund-900-verfahren-gegen-familienclans-in-duisburg-und-essen_aid-48704219. Kaum jemand aus diesem hochtoxischem Gemenge ist bislang langjährig eingesperrt oder abgeschoben worden.

Und selbst, wenn unsere Strafverfolgungsbehörden einmal hart durchgriffen, erschienen die Verurteilten/Abgeschobenen erneut auf der Bildfläche.

Unser Staat, der heute weder Macht noch Durchgriff dokumentiert, ist auch in anderer Weise Schuld am Gesamtdilemma. Er hat hunderten von Familien, die weit vor der Jahrtausendwende nach Deutschland flohen, jahre- und jahrzehntelang eine Entscheidung über ihren Status vorenthalten. Sie wurden geduldet – aber nicht, wie das notwendig gewesen wäre, als Asylanten anerkannt oder ausgewiesen. Der mit einer Grundsicherung einhergehende Schwebezustand hat viele der Migranten veranlasst, ihr mieses Einkommen durch Einkünfte aus kriminellen Tätigkeiten aufzustocken (Nirgendwo ist das glaubwürdiger dargestellt als in der mehrfach ausgezeichneten Serie „4 Blocks“ https://www.sueddeutsche.de/medien/serie-4-blocks-berlin-gehoert-jetzt-uns-1.4162756). Diese Machenschaften wuchsen sich aus, durchsetzten komplette Familien und beschreiben heute sehr maßgeblich das ClanProblem.

Geradezu entsetzlich ist das Verhalten der Staatsmacht. Ihre politischen Protagonisten erschöpfen sich in tränenreichen Beleidsbekundungen. Während die Ursachen für Vorgänge wie in Hanau, Kassel, Chemnitz, Erfurt, Duisburg, Berlin, Heilbronn, Nürnberg, Hamburg und und  und  … allenfalls marginal angetastet, nie aber zu Ende recherchiert, geschweige denn für den Bürger transparent dokumentiert wurden. Genau das ist der Grund dafür, dass sich Vorgänge wie in Hanau auch künftig und zwar in noch weit furchtbarerem Maße wiederholen werden. Noch sind es verunsicherte, durch ein rechtes Umfeld „beförderte Irre“, die zur Tat schreiten. Doch schon bald könnten sich ihnen all diejenigen anschließen, denen eine würdevolle Perspektive in Deutschland verschlossen bleibt und die angesichts der Hilf- und Tatenlosigkeit unserer Politiker und Behörden abgrundtiefen Hass entwickeln. Aktive Beobachtung,  aktive Prävention sind folglich dringend angesagt. Ich verweise auch darauf, dass der Gebrauch von Schusswaffen weiter eingeschränkt werden muss. Kein NeoNazi darf Sportschütze sein/werden. Ganz allgemein muss die Überprüfung von Waffenschränken um eine sehr viel wichtigere Überprüfung, nämlich die aller Waffenbesitzer,  ergänzt werden. Die müssten verbindlich nachweisen, dass sie psychisch stabil sind. Einbezogene Ärzte müssten im Zweifelsfall von ihrer Schweigepflicht entbunden werden.

Schlimm ist, dass sich die Kirchen einer tiefgründigen Diskussion zum Thema verweigern und dass sich auch die Linke immer mal abduckt, wenn es – außerhalb von Antifaschismus – um die Gesamtproblematik geht.

Mit der tiefgreifende Angst der Politik vor unbegründeten RassismusVorwürfen, mit einer Angst, die verantwortungsvolles Handeln so oft be- oder verhindert hat, muss endlich Schluss sein.

 

 

Wir spielen den Faschisten in die Hände – mein Brief an eine Freundin

Man muss die Dinge im Zusammenhang sehen. Dialog No. 2/2019, eine Zeitschrift der Düsseldorfer Diakonie, ist dazu nicht in der Lage, oder … nicht bereit (?)

Hallo M., ich habe die Zeitschrift, die Du mir zu Deinem Geburtstag gegeben hast, aufmerksam studiert. Und ja: Es tun wirklich viele Leute etwas für die Flüchtlinge. Und das ist gut so. Wer bei uns ein Anrecht auf Asyl hat, muss völlig gleichberechtigt behandelt werden. Und denen, die noch warten, freiwillig in ihr Land zurückgehen oder abgeschoben werden, gebührt zumindest Fairness, Unterkunft, Essen und Trinken. Darüber hinaus sollten auch diejenigen Asyl erlangen, die bereits Arbeit (und Wohnung) gefunden und sich mehrmonatlich oder mehrjährig integriert haben.

Was mich sehr stört, ist die Tatsache, dass sich die Zeitschrift nur mit positiven Beispielen beschäftigt und die Probleme außen vor lässt. Ich halte das für ein Grundfehler, den so bleibt das im Spielfeld der AfD, was äußerst schädlich ist. Wenn es nach mir ginge würde ich, was z.B. die Clans angeht, ein Exempel statuieren und eine ganze Familie ausweisen. Allein in NRW laufen fast 900 Verfahren gegen diese Banden https://rp-online.de/nrw/panorama/clans-in-nrw-rund-900-verfahren-gegen-familienclans-in-duisburg-und-essen_aid-48704219. In Berlin ebenso viele. Hinzu kommen 688 Gefärder https://www.welt.de/politik/article201953668/Deutschland-Weniger-islamistische-Gefaehrder-aber-Sorge-wegen-Syrien.html  und Schläfer.

Jetzt können wir auf die Leute warten, die aus Idlib fliehen. Dort sind die radikalen Islamisten konzentriert, die aus RestSyrien in die Enklave vertrieben wurden und jetzt beschossen werden https://www.tagesspiegel.de/politik/krieg-in-syrien-idlib-beherrscht-von-islamisten/23939520.html. Deren Familien stützen das islamistische Netzwerk und bringen all diejenigen in Verruf, die sich anständig verhalten, resp. Ein normales Leben geführt haben. Aber wer sortiert hier, und wer kann überhaupt feststellen, ob die potentiellen Einwanderer Normalbürger oder Gangster sind.

Wer dieses Gesamtgeschehen bagatellisiert, agiert einseitig und trägt zur Spaltung der Gesellschaft bei. Die „ordentlichen Bürger“ müssen die Deutungshoheit über das gesamte Geschehen wahrnehmen und behalten. Niemand darf sich da abducken oder etwas ignorieren.

Auch einige Türken stören den Frieden. Zum einen die, die zu Hochzeiten die Autobahn blockieren und bei ROT über Kreuzungen fahren (hab ich selbst gesehen), zum anderen die, die zu 20 und mehr Personen Kranke in Krankenhäusern besuchen. Ob das in der Türkei so Sitte ist, oder nicht , interessiert mich nicht. Hier müssen deutsche Vorschriften gelten. Denn Patienten in den Nachbarbetten haben Anspruch auf Ruhe.

B.s Schwiegertochter musste vor vier Tagen in die Notfallambulanz nach Duisburg (das Krankenhaus in Kaiserswerth hatte die Aufnahme ihres kranken Kindes wegen Überfüllung abgelehnt !!!). Totales Chaos in Duisburg. Eine Ärztin, die gerade das Studium absolviert hatte und dort Dienst tat, war total überfordert. Weil eine türkische Familie mit 20 Personen wegen eines angeblich kranken Kindes angerückt war. Das Kind aber – so Anja – sprang munter herum. Da es den Türken aber nicht schnell genug voran ging, bedrohten sie die Ärztin. Einer rief: Wenn das jetzt nicht endlich wird, schmeiß ich Bombe!

Solche Verhältnisse verbitte ich mir. Das verstehst du sicher. Und tatsächlich sind bei meiner Klage natürlich nicht die Leute in ihrer Gesamtheit gemeint. Wie auch?

Der deutsche Staat hat immer Schiss (sorry!), wenn es mit muslimischen Ausländern Probleme gibt. Er wagt es nicht zuzugreifen, wenn zugegriffen werden muss, oder er zögert, bis die Straftat verjährt ist oder die Anklage wegen Zeitüberziehung zurückgezogen werden muss. Und er lässt Straftäter, die er vorn ins Polizeirevier hineinführt, hinten wieder raus.

Bei meinem Sohn habe ich aus erster Hand etwas über die Zustände im Düsseldorfer Gefängnis erfahren. Das möchte ich nicht auch noch ausbreiten. Fest steht, dass dort mehrheitlich Ausländer inhaftiert sind, die permanent schlimmsten Zoff machen. Unsere Medien schweigen sich darüber aus.

All diese Vorgänge sind Sprengstoff. Man muss sie aufgreifen und offen diskutieren. Tut man das nicht, dann tut es die AfD. Und es ist furchtbar, wenn Polizisten/Wachmannschaften ihre Arbeit missachtet sehen und nur noch mit dem Kopf schütteln. Sie werden die nächsten AfD-Anhänger.

Leider ist das so.

 

Bravo, Frau Joos!

Es bedarf einer machtvollen Unterstützung. Nur so kann Sylvia Joos weiterhin Widerstand leisten https://rp-online.de/nrw/panorama/hoerstgen-in-kamp-lintfort-allein-gegen-die-nazis-besuch-im-stadtteil_aid-48389559. Man stelle sich vor: ein Neonazi zwei, drei Türen weiter … Man stelle sich vor und prüfe die eigene Courage. Gottlob haben viele Kamp-Lintforter Bürger Solidarität mit Frau Joos bekundet. Wichtig aber ist der Alltag. Auch dann, vor allem dann ist Beistand gefragt. Bleibt zu hoffen, dass der unverändert anhält.

Sehr ärgerlich, dass der RP-Beitrag vom 18. Januar wieder einmal nicht frei zugänglich ist – ganz im Gegensatz zu vielen banalen Beiträgen, die das Blatt genüsslich ausbreitet. Man denke nur an die großflächigen Berichte über Harry und Meghan – über Leute, die außer Schlagzeilen nichts bewegen.