CORONA – ein zynisches Machtwort

Es geht jetzt darum, Arbeit zu akquirieren, sprich: sich Munition zu schaffen für die Zeit der Quarantäne. Denn man will ja nicht rumsitzen. Darüber hinaus sollte man Vorräte bunkern, die aber nicht an einem Tag einkaufen oder in fünf Minuten im Netz bestellen. Man käme zu leicht in den Geruch des Hamsterers.

Vor allem sollten wir Ältere die gute Laune bewahren. Zwar machen die Jungen, zwar machen die geistig Zurückgebliebenen jetzt Jagd auf uns Ältere. Immerhin haben sie die intakteren Immunsysteme und pokern auch damit. Pokern, indem sie sich, was Annäherung und Händewaschen angeht, äußerst lax und locker geben und uns gnadenlos anstecken.

Zwar frohlocken die Renten- und Sozialkassen ob der Niedergestreckten und der noch Niederzustreckenden, weil da plötzlich weniger Rente gezahlt werden muss. Zwar entgehen uns Alten alle kulturellen Veranstaltungen, weil wir selbst nach der neuen Verordnung, die zwischen besetzten jeweils zwei freie Plätze in Theatern, Veranstaltungssälen und dergleichen vorschreibt, nicht ausrücken können. Zwar werden wir die Nachbarn nach Aufbrauchen unserer Vorräte darum bitten müssen, uns Milch und Co. vor die Haustür zu stellen und die damit einhergehenden zerknirschten Gesichter ertragen müssen. Zwar wird man uns in Arztpraxen nicht mehr vorlassen, weil unsere Voranmeldung automatisch mit der Angabe unseres Geburtsjahres gekoppelt ist. Zwar werden uns die Paketboten, die wir täglich im Online-Geschäft bemühen müssen, wegen der Paketmassen verfluchen (weil: da kommt dann auch schwere Ware, wie täglich ein Glas eingekochter

Trotz allem ZWAR bleibt die schlichte Hoffnung, dass sich alles gemäßigter abspielt. Dass uns die Kinder und Kindesinder nicht nur deshalb weiter lieben, weil wir in Kürze etwas vererben müssen. Trotz allem ZWAR bleibt die Hoffnung, dass die Politik endlich erkennt, wozu Wissenschaft da. Denn was nützt uns das CERN, was die Vorbereitung des Marsfluges, wenn die Hälfte der Menschheit ausstirbt und der Rest wie im Mittelalter vor sich hinvegetiert?

Ich meine, dass es im Zeitalter des Hochfrequenzhandels endlich auch die HochfrequenzImpfstofferzeugung geben und das Gerede über die endlosen ImpfstoffTestzeiten aufhören muss. Wir brauchen auch – was die normale Influenza angeht – ein automatisches, Tag und Nacht laufendes Prozedere, bei dem noch zu erfindende Technologien, Katalysatoren und Gerätschaften zur radikalen Verkürzung der Testphasen für Impfstoffe führen müssen. Es ist und bleibt ein Unding, dass die heutige Grippeschutzimpfung nie auf das aktuell einfallende Virus, sondern auf das des Vorjahres programmiert ist.

Leute (in Politik und Wirtschaft), zwingt die Forschung auf andere Bahnen und konzentriert die Kräfte! Kooperiert statt sinnlos und kräftezehrend zu konkurrieren. Nehmt endlich sehr viel Geld in die Hand, um die Geisel der Pandemie, mit der wir es in Zukunft ständig und in immer schrecklicheren Ausmaße zu tun haben werden, ein für alle Male zu bannen! Und zieht dieses Geld da ab, wo es vorerst oder überhaupt nicht gebraucht wird: bei selbstfahrenden Autos, beim Smart Homes, bei der Mond- und Marsforschung, beim CERN, bei allen sinnlosen Produktentwicklungen, die es nur gibt, weil wir einem ruinösen Wachstum nachhecheln und … beim Militär. Bei letzterem vor allem, denn … Kriege werden in Zeiten der Pandemie zwangsläufig eingehegt. Man ist mit anderem beschäftigt.

 

Corona – Leichtsinn, Ignoranz und böse Fügung

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Da umarmt und küsst man sich weiter. Da wäscht man sich nicht die Hände. Der ignorante, fatalistische und verblödete Teil unserer Gesellschaft ist daran Schuld, dass die Aufmerksamkeit der bewussten Bürger ständig an Wert verliert. Wir stecken uns also doch alle an.

Ich spreche nicht von Hysterie, ich spreche von völlig natürlichen Vorkehrungen bei Corona. Dass sich gerade die besonders betroffenen Italiener so lax geben (s. ARD-Tagesthemen vom 4. März), es aber keine Warnung vor Reisen nach Oberitalien gibt (weil die Lobbyisten der Tourismusindustrie den Regierenden ins Kreuz treten), nervt extrem.

Und dass Leute, die meinen, vom Virus befallen zu sein, in sogenannte Diagnosezentren gelockt werden – um andere Leute dort anzustecken oder, sofern sie gar nicht kontaminiert sind, selbst angesteckt zu werden, ist unverantwortlich. Klar, solange es wenige Fälle gibt, mag das noch funktionieren.  Häuft sich das, dann brauchen wir mobile Tester, die wahrscheinlich Erkranke für die erforderlichen Tests aufsuchen. Checkt das mal jemand?

Nachtrag vom 7. März: Unglaubliche Widersprüche in ein und derselben Ausgabe: „Italiens Corona-Todesraten irritieren die Experten“ titelt die RP auf Report A3 https://rp-online.de/panorama/ausland/coronavirus-in-italien-sterben-auffallend-viele-infizierte-warum_aid-49384841    und verweist dabei auf völlig undurchsichtige Verhältnisse „im Land der Improvisationen und der gottergebenen Gelassenheit“. Um ein paar Seiten weiter unter Reise & Welt Leute zu Wort kommen zu lassen, die Reisen nach Oberitalien, hier vor allem nach Venedig,   für völlig problemlos halten https://rp-online.de/panorama/ausland/coronavirus-wohin-kann-man-ueberhaupt-noch-reisen_aid-49333913. Wir indes wissen, dass Schulen und Unis in Oberitalien dicht sind und dass nach Nord-Italien gebuchte Flüge massenweise – und zwar kostenlos – umgebucht werden. Für Reisen nach Tirol gelten Reisewarnungen. Wie nun … Rheinische Post?

Unter den Ärzten kommt zudem Wut darüber auf, dass es keine bundeseinheitlichen Verfügungen/Maßnahmen gegen die Corona-Epidemie gibt, dass die  lokalen Gesundheitsämter, zuweilen auch die Krankenhäuser, weder zu erreichen sind, noch  einheitliche Verhaltensmaßregeln  vorschreiben.  Auch wenn es um öffentliche Veranstaltungen geht, treiben der Förderalismus und die Macht von Interessengruppen seltsame Blüten. Auch wenn die Verantwortung für die CoronaAbwehr bei Ländern und Kommunen liegt, müssen die nach festen, einheitlichen Prinzipien handeln.  Dabei  können Art und Ausmaß der Anwendungen durchaus lokal, d.h. nach Erfordernis zum Tragen kommen. Während fast alle Messen abgesagt und verschoben werden, finden BundesligaSpiele nach wie vor in riesigen Stadien statt. Bessere Übertragungsmöglichkeiten findet das Virus nirgendwo.

Italien hat die gesamte Lombardei und benachbarte Regionen für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

8. März: Ein Verwandter von mir begibt sich, weil er  Husten und Schnupfen, aber ansonsten keine Corona-Symptome verspürt, zu seinem Hausarzt. Der untersucht ihn und verschreibt ein paar Hausmittel, weigert sich aber, den Test auf Corona-Viren bei meinem Verwandten durchzuführen. Begründung: Wenn er  Viren bei ihm fände, dann wäre es mit dem Image der Praxis vorbei. Er könne dann dicht machen.

Gesundheitsminister Spahn gebührt ein Schlag ins Kreuz, die DBF-Funktionäre gehören eingesperrt. Wie kann es sein, dass Spahn nur eine Empfehlung ausspricht, wenn es um Fußballgroßereignisse der Bundesliga geht? Und wie ist es möglich, dass FußballFunktionäre so ungeniert aufs Geld stieren und dabei das Leben vieler Menschen riskieren dürfen? Bald nämlich wird das CoronaVirus bei einem FußballFan gefunden werden, was die Quarantäne eines halben Fußballstadions nach sich ziehen müsste. MÜSSTE! Nur, weiß niemand mehr, wer wo gesessen, wer wen angeniest oder -gehustet hat. Pech für die Idioten, die nicht selbst wissen, dass man die Stadien meiden muss. Pech für die, die anschließend mit den Infizierten zusammensitzen. Sie gehören zu den Hunderten und Aberhunderten, die dann in die Quarantäne müssen und zu 2-5% sterben. Wir müssen uns nicht wundern: Viele Menschen nehmen die Krise noch immer nicht wahr, gebärden sich wie die fatalistisch-gelassenen Italiener und beharren trotzig darauf, zum Fußball zu gehen. Sie gehören vermutlich auch zu 30%, die sich nie oder nur selten die Hände waschen. Muss man dann Politiker und Funktionäre für diese blöde Gemengelage haftbar machen?

JA, sage ich, trotzdem JA!

KatastrophenKlamauk oder bevorstehende Realität? Die größte Gefahr droht der Menschheit durch Mikrioben und Viren, heißt es http://www.stoerfall-zukunft.de/horror-ja-danke/. Aus den Laboren der Wissenschaft entfleuchte  Exemplare könnten uns alle töten.   Angesichts der  aktuellen Krise  stellt sich die Frage, ob es unbedingt Labore sein müssten …

10. März: Italien ist total abgeriegelt. Es gibt weder ein Raus noch ein Rein. Viele Länder verbieten die Einreise von Italienern. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in 27 Länder. Italien ist nicht dabei. Dieser Umstand und dass Pauschalreisende gegenüber Individualreisenden total bevorzugt werden,  treibt mir die Wut ins Gesicht.  Es geht um bereits gebuchte Reisen und die mit einer Stornierung verbundene Rückerstattung verausgabter Mittel.  Pauschalreisenden erhalten ihr Geld problemlos zurück.  Individualreisende müssen  um Kulanz bitten oder gehen leer aus.  Warum diese Ungleichbehandlung? Sie ist einfach unfair – vor allem, wenn es um undurchführbare Reisen in ein gesperrtes Italien – vielleicht noch um Personen der 1. Risikogruppe – geht. Politik und die ihr im Nacken sitzende Tourismusbranche  haben nichts anderes im Sinn, als die Individualreisenden zur Ader zu lassen – zu  Gunsten der Reiseveranstalter, die … NULL Leistung erbringen.

11. März: Die RP vermeldet seelenruhig, dass Leute ungehindert aus Italien einreisen und auch nach Italien ausreisen können. Auch die Kanzlerin ist gegen eine Abschottung von EU-Ländern – was kein klar denkender Mensch begreift. In Bergamo ist der Teufel los – Ärzte nennen das bereits Krieg https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/+id_87492038/coronavirus-arzt-ueber-covid-19-in-italien-die-situation-ist-dramatisch-.html

12. März: Inzwischen haben auch Ungarn, Bulgarien, Tschechien und die USA z. T. rigide Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Einreisen aus Ländern, die stark vom Virus betroffen sind, wurden verboten. Wiedereinreisende Landsleute müssen in Quarantäne. Bezeichnend ist die Tatsache, dass Abschottung als wichtige Maßnahme gegen das Virus verstanden wird, was in krassem Widerspruch zu Aussagen der Regierenden hier zu Lande steht.