Archiv der Kategorie: Gesundheit

Nicht tot zu kriegen?

Man ist der Unsterblichkeit auf der Spur – offenbar mit dem Ziel, den Superreichen das oft parasitäre Leben weiter zu verlängern. Das ist in Ansätzen schon möglich, doch mit der Gesundheit der Greise hapert es noch https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/schluss-mit-tod. Klar, wenn 600.000 Hundertfünfzigjährige in der Welt umhersprängen, gäbe das keine demoskopische Revolution, wohl aber die Vermutung, dass Idioten auch in diesem Alter noch befehlen würden. Nicht auszudenken, was das bedeutet. Der Kapitalismus treibt auch diese Initiativen an, ganz gleich, ob das ethisch fruchtet oder in die Hose geht. Hauptsache Kohle, und die lässt sich lebenslang super verdienen.

Das Down-Syndrom gar nicht erst aufkommen lassen!

Es ist überfällig, dass  der zuständige Bundesausschuss die vorgeburtliche Prüfung auf schwere Erbkrankheiten, u.a. auf das Down-Syndrom, zur kostenfreien Leistung der Krankenkassen befiehlt. Völlig unerträglich ist die Auffassung der Gegner, die Leben um jeden Preis erhalten wollen und mit der hirnrissigen These,  der Mensch wolle sich nur die Behinderten vom Halse schaffen, dagegenhält. Ein gewisser Hüppe, der betroffenen Kranken wie auch Angehörigen das Leben zur Hölle machen möchte, sieht in der geplanten Regelung gar ein Verstoß gegen das Gendiagnostikgesetz http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/down-syndrom-test-fahndung-nach-dem-gen-defekt-aid-1.6198231

Irre, verblödet und zugedröhnt

Dass Pharmakonzerne die Preise ihrer Produkte selbst bestimmen können, dass sie Ärzte korrumpieren, damit sie den Umsatz powern und gleichzeitig Patienten zu Versuchskarnickeln machen,  dass sie uns laufend Präparate ohne Mehrwert für immer höhere Preise verkaufen und  – wie jetzt Beyer – an gentechnisch begründeten Verbrechen partizipieren wollen, ist bekannt. Niemand aber bringt das so treffend unter die Leute wie Marco Rima

https://www.youtube.com/watch?v=rCNGjK8Gcb0

Einfach unglaublich!

Wer eine seltene Krankheit hat, ist länger tot

Hätte es vor der EBOLA-Epidemie einen weltweiten Fond zur Erforschung seltener Krankheiten gegeben, dann hätte die Medizin rechtzeitig reagieren können. Aber nicht nur in Afrika, auch in den hoch entwickelten Ländern gibt es Krankheiten, gegen die keinerlei Arzneien entwickelt werden, weil sich das für die Pharmakonzerne nicht lohnt. Neuerdings fehlen auch wirksame Antibiotika. Auch deren Herstellung verspricht wenig oder gar keine Rendite – weil zum einen die Forschung zur Bekämpfung der immer aggressiver auftretenden Keime immer teurer wird, und andererseits zum möglichst sparsamen Einsatz von Antibiotika in Landwirtschaft und Humanmedizin aufgerufen wird. Der entstandene  Wettlauf zwischen Resistenz der Keime (nur die stärksten überleben, werden widerstandsfähiger und sind letztlich kaum mehr zu stoppen)  und Heilmöglichkeit frisst inzwischen Milliarden.

Bereits heute kommen pro Jahr über 700.000 Menschen durch Infektionen mit antibiotika-resistenten Keimen ums Leben. Bis 2050 könnte sich diese Zahl verzehnfachen – so eine Studie, die in Großbritannien unter Leitung von Jim O‘ Neill durchgeführt wurde http://www.rp-online.de/wirtschaft/resistente-keime-forscher-fuerchten-millionen-tote-aid-1.5988709.

Wo der Markt versagt, müssen die Staaten handeln. Und das für die Medizinforschung erforderliche Geld aus den öffentlichen Haushalten aufbringen.

Dass gerade Deutschland nur Versprechungen macht und den o. a. Fond blockiert, ist ein Skandal. Frankreich, die Niederlande und die Schweiz zeigen sich dagegen aufgeschlossen  https://www.freitag.de/autoren/ulrike-baureithel/wenig-forschung-fuer-die-armen