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Demokratiebesoffener ÖffnungsSchwachsinn

Man könnte meinen, dass ich damit genau ins Schwarze treffe. Herrscht jetzt Stillstand, wartet man darauf, dass sich die Idioten, die in der Düsseldorfer Altstadt, beim muslimischen Zuckerfest, am Berliner Landwehrkanal oder in sonstigen Menschenknäulen quasi aufeinanderhingen, endlich anstecken? https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/lockerung-folgen-100.html

Oder sind Polizei, Justiz und Staat durch Beleidigungen, Spuckattaken und Chaos-Demos so traumatisiert, dass sie nicht mehr durchsetzen können, was der Gesetzgeber vorschreibt?  Ich vermute ersteres: Man hofft auf ausbleibende oder eintretende Katastrophen. Erstere würden sich von selbst erledigen, letztere die Blockade im Handeln auflösen. Sollte eintreten, was niemand wünscht, dann ließe sich plötzlich einfordern und dazwischenschlagen. Nur die Katastrophe könnte zu Recht und Ordnung – so man denn davon sprechen möchte – zurückführen. Dumm nur, dass die Katastrophe erst ruchbar wird, wenn sie uns längst gepackt hat. Stichwort: MeldeVerzögerung. Über dieses scheinbare Phänomen wird viel gesprochen, aber nur wenige verstehen es. Die Infektionszahlen, die uns heute auf dem Bildschirm begegen sind eben die von vorvorgestern. Was heute los ist, weiß niemend. Hinzu kommt, dass ein Großteil der Menschen „von Beruf renitent“, dumm und kontaminiert ist. Kontaminiert von Verschwörungstheorien, die als solche oft nicht erkannt werden.

Überfällig: der Vollstreckungsbefehl für die Caritas

Es ist gerade zu unerträglich zu erfahren, dass sich die Caritas dagegen sträubt, ihr Pflegepersonal auf Covid 19 testen zu lassen https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/deutlich-mehr-reihentests-in-heimen_aid-50428967. Und das, obwohl die Möglichkeiten dafür seit Wochen gegeben sind. Hintergrund ist offenbar das Gezerre um die Finanzierung der Test. Die flotten Sprüche über den vorrangigen Schutz von Gefährdeten sind angesichts dieses Misstandes Schall und Rauch. Es wird höchste Zeit, dass regelmäßige und sich wiederholende Tests am Pflegepersonal staatlich verordnet werden. Noch sinnvoller wäre es,  auch die Gefährdeten intensiver zu untersuchen. Erste zaghafte Versuche sind angesagt. Doch häufig, wenn die Zentrale in Berlin gefragt ist, erfährt sie das erst auf Umwegen. Vielfach zerfleddert der Förderalismus jedes sinnvolle Handeln. Ein Skandal, der zum Himmel schreit !

CORONA – die soliden Analysen

Die komplexen Geschehnisse und Schlussfolgerungen, die fortlaufend neue Gestalt annehmen, sind schwer zu verfolgen.  Hier eine Auswahl schlüssiger Analysen, die die  Lage m. E. treffend beschreiben und ausreichend Munition gegen  Verschwörungstheorien und Populismus anbieten:

  1. März: Es trifft wieder die Armen – vor allem in Afrika https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/virus-und-kredit

 

  1. April: Ein solider Faktencheck von Wolfram Goertz https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-covid-19-symptome-sterblichkeit-und-behandlung-alle-fakten_aid-50228791

 

  1. April: Pepe Egger zielt auf die Profiteure der CoronaKrise, u. a. auf Bill Ackman und Jeffrey P. Bezos https://www.freitag.de/autoren/pep/ausser-kontrolle

 

  1. April: Jacob Augstein unterstützt diejenigen in unserer Gesellschaft, die ihre Freiheitsrechte bedroht sehen und fordert mehr Öffnung. Dabei unterschlägt er die Tatsache, dass Epidemiologen und Politiker das einzig Richtige getan haben, um das deutsche Gesundheitssystem vor dem Untergang zu bewahren. Seine Forderung: Einen zweiten Lockdown darf es nicht geben – ist Wunschdenken. Sie widerspricht zutiefst wissenschaftlichem Denken https://www.freitag.de/autoren/jaugstein/bizarre-blueten

 

  1. Mai: Ulrike Baureithels Fragen treffen den Kern der Sache: Wird der bisher starke Chor der Vorsichtigen, die vor falschen Signalen und einer zweiten Welle warnen, von der neuen Stimme der „Lockerungsdrängler“ übertönt? Bringt ein weiterer Lockdown für das Infektionsgeschehen gar nichts mehr? Und wären die Kollateralschäden, die ein weiterer Lockdown mit sich brächte, einfach viel zu hoch, bemessen am Gewinn von Leben? https://www.freitag.de/autoren/ulrike-baureithel/einmal-corona-und-zurueck

9. Mai: Richard David Precht meint, dass nur jetzt in der Krise die Chance für ein Umdenken besteht. Nach dem Desaster sei das Fenster für Alternativen (z.B. für mehr Klimaschutz) wieder zu https://rp-online.de/panorama/coronavirus/coronavirus-fuer-richard-david-precht-gehen-die-massnahmen-zu-weit_aid-50438299

10. Mai:  tagesschau.de teilt mit, dass die Reproduktionszahl R nach Schätzung des RKI auf 1,1 – und damit auf ein gefährliches Niveau – gestiegen ist https://www.tagesschau.de/inland/rki-corona-reproduktionsrate-101.html

Ich persönlich meine, dass die jetzt durchgeführten/vorgesehenen Lockerungen zu massiert auf die Gesellschaft einstürzen. Nur die allmähliche Aufeinanderfolge sinnvoller Einzel-Öffnungen hätte die Zuordnung von jetzt steigenden Infektionszahlen auf einzelnen Lockerungsmaßnahmen zugelassen. Die unsystematische Handlungsweise wird durch den Grenzwert 50 Neuinfizierte auf 100.000 Einwohner/Woche weiter verstärkt. Denn diese Ziffer ist nicht an eine feste Zahl von Testungen gebunden – von deren Umfang aber direkt abhängig. Darüber hinaus wird den Ländern überlassen, auf Überschreitungen des Grenzwertes dezentral zu reagieren. Mit welchen sinnvollen oder  hanebüchenen Maßnahmen auch immer. Zentrale Vorgaben – Fehlanzeige!

Und noch eines stimmt mich besorgt: Der Staat lockt jetzt viele Unternehmen in eine zwielichtige Existenz, in ein Dasein, dass den Ruin bedeuten kann. Treffendes Beispiel: die Gastronomie. Viele Restaurants können sich selbst bei Vollauslastung  kaum über Wasser halten. Jetzt wird ihnen  die Öffnung  auf Abstand  (und teilweise auch auf Außenplätze) vorgeschrieben. Gäste dürften sich mit einem Zwei-Stunden-AufenthaltsRythmus, der die Umsätze vergrößern könnte, kaum anfreunden – wenn sie denn überhaupt kommen. Da sind Pleiten vorprogrammiert. 

Maren Könemann: Warum Prominente und Influencer Verschwörungstheorien verbreiten

https://rp-online.de/panorama/coronavirus/attila-hildmann-xavier-naidoo-ken-jebsen-verschwoerungstheorien-von-prominenten_aid-50428049?utm_campaign=topthemen&utm_medium=email&utm_source=newsletter

 

Den Gürtel enger schnallen und nicht drauflos schreien, wenn Freiheitsrechte mal eingeschränkt werden

32 Tage danach*. Ich ertappe mich erneut bei einigen Gedanken, die mir wichtig erscheinen:

Obwohl es epidemiologisch angesagt ist, den Lockdown fortzusetzen, ist jetzt Lockerung angesagt https://www.focus.de/gesundheit/michael-meyer-hermann-im-zdf-heute-journal-infektionsforscher-zu-corona-fahrplan-epidemiologisch-ist-jede-lockerung-falsch_id_11889830.html. Ich weiß nicht auf welcher Grundlage. Denn die Grundvoraussetzungen für den Schutz der Bevölkerung, für den Schutz innerhalb von öffentlichen Verkehrsmitteln, Physiotherapien, Altenheimen, Pflegeeinrichtungen  und Unternehmen sind nicht gegeben. Denn es fehlt nach wie vor an Schutzkleidung – vor allem an Gesichtsmasken – und Desinfektionsmitteln.  Wenn man es mit der besonderen Sorgfalt gegenüber besonders Gefährdeten Ernst meinte, hätten die Pfleger und das sonstige pflegerische Personal längst mit Schutzausrüstungen versehen werden müssen. Ganz zu schweigen von den Alten und Kranken, die sich an diesen Orten aufhalten. Stattdessen versorgt man die Ärzte und Krankenschwestern an den Hotspots der Epidemie, denen niemand bei der Beschaffung ihrer Schutzausrüstung in die Quere kommen darf. Richtig so – aber richtig so auch die Not und die Notdurft – die mit den Plänen der Regierenden schwerlich zusammen passen.

Dass man die Maskenpflicht nicht für all und jeden Aufenthalt im Freien verordnet, ist ausschließlich dem Mangel an Ausrüstung geschuldet. M.E. dürften jetzt nur diejenigen Unternehmen wieder anlaufen, deren Chefs das Tragen von Schutzmasken für alle dicht benachbart agierenden Mitarbeiter garantieren können.

Schulen und Kitas zu öffnen – das entspringt dem dringenden Bedürfnis, die Enge in kleinen Wohnungen zumindest zeitweise aufzulösen, aber auch dem Ziel, Abschlüsse bei laufenden oder fälligen Prüfungen zu erreichen. So gravierend die häuslichen Probleme auch sind. Besagte Einrichtungen schon jetzt – ja in NRW extrem früh: bereits ab kommenden Donnerstag – wieder anlaufen zu lassen, ist grundfalsch. Die Proteste von Schülern und Lehrkräften dürften mir da Recht geben. Welcher Schüler ist denn in der Lage, angesichts von Corona und Ansteckungsangst ein ordentliches Prüfungsergebnis hinzulegen? Man könnte doch einfach abstimmen und die Jahresleistung zur Messlatte für den schulischen Erfolg machen. Das Abi müsste nicht sein, und die Geilheit der SuperAbschlussEhrgeizigen sollte gedeckelt werden.

Ich meine, dass es immer dort, wo Menschenansammlungen anstehen/zu befürchten sind, eine Maskenpflicht geben muss. Das sollte für alle öffentlichen Verkehrsmittel, aber auch für in sich geschlossene Einrichtungen, in denen die Menschen – auf welcher Fläche auch immer – einkaufen, gelten.

Wir befinden uns auf einer Berg- und Talfahrt – Lockdown und Öffnung werden solange einander abwechseln bis der Impfstoff vorhanden ist und alle bislang Unbetroffenen immunisiert sind https://www.tagesschau.de/inland/corona-entwicklung-interview-101.html. Dabei müssen die Prozesse so gesteuert werden, dass unser Gesundheitssystem nicht überfordert wird. Die Tatsache, dass derzeit 10.000 Intensivpflegeplätze leer stehen, ist angesichts möglicher Fehlsteuerung völlig belanglos. Denn im Ernstfall könnten plötzlich Hunderttausende so einen Platz benötigen.

Immer wieder begegne ich den Verharmlosern. Sie rennen täglich in geschlossene Verkaufsräume,  halten  Schutzmasken  für lächerlich und stellen die von der Regierung/den Ländern  und Ausländern betriebene AntiCorona-Politik in Frage. Sie setzen sich den Ansteckungsgefahren, die sie klein reden, bewusst aus und erkranken. Sie übertragen Corona auf ihre Mitbürger und bestreiten das. Es gibt sogar paarweise radelnde Mädchen, die mich zum Absteigen zwingen und anschließend verhöhnen.

Ich halte das Jammern – vor allem der sorglos Begüterten – um Freiheitsrechte für völlig überzogen. Vor allem, wenn diese Bessergestellten die Einschränkung der eigenen Rechte beklagen. Da sind doch ganz andere Betrachtungen angesagt. Man muss sich nur vorstellen,  wie arme Menschen in Afrika, Asien, Südamerika und selbst in den USA der Seuche ausgeliefert sind, wie Ärzte und Krankenschwestern kämpfen müssen und selbst bei aller Bazooka gegen Corona ihr Leben opfern (über 60 deutsche Ärzte und Krankenschwestern sind bereit tot!). Wir leben doch im Schnitt selbst bei Beschränkungen unter den besten Verhältnissen weltweit. Da ist doch vor allem Bescheidenheit und Demut angesagt! Zumal wir Deutsche die hilflose Situation in den Entwicklungsländern mit verschulden. Denn da ist seit mehr als hundert Jahren Ausbeutung durch internationale, aber auch deutsche Konzerne angesagt. Ich denke nur an die Ausbeutung von Rohstoffen(Frankreich in den ehemaligen Kolonien https://www.deutschlandfunk.de/der-westafrikanische-franc-frankreich-und-der-unsichtbare.724.de.html?dram:article_id=436556 , an die diskriminierenden Freihandelsabkommen mit Afrika https://www.attac.de/kampagnen/handelsabkommen/einzelne-handelsabkommen/epas/ und die Lebensmittelexporte, die massenhaft einheimische Strukturen zerstören https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/freihandel-eu-importe-torpedieren-afrikas-wirtschaft-1.3314106.

Schlimm sind die Beschränkungen für Leute, die auf engem Raum mit vielen Kindern klar kommen müssen. Vor allem da und bei der Versorgung mit Schutzkleidung muss dringend gehandelt werden. Ich kenne eine große Physiotherapie, in der es (Stand vor einer Woche) weder ausreichende Schutzausrüstung noch Desinfektionsmittel gab. Das Düsseldorfer Gesundheitsamt sah sich außer Stande zu liefern. Man muss sich nur vorstellen, welchem Risiko behandelnde Kräfte ausgesetzt sind, die es täglich mit bis zu hundert Patienten zu tun haben.  Ein Skandal inmitten des ständigen Geredes um mehr Öffnung.

Es ist nicht zu glauben, dass Gastwirte, denen die Öffnung ihrer Läden nach wie vor verboten wird, von einer Geringschätzung ihrer Branche durch die Regierenden sprechen. Und das diesem Aufbegehren auch noch Raum in den Medien gegeben wird. Jeder Mensch versteht, dass das Hotel- und Gaststättengewerbe unter den derzeitigen Zwangsmaßnahmen besonders leiden. Doch hier darf nicht Öffnung geboten sein. Hier muss der Staat für ausfallende Geschäfte, zumindest aber für die Existenzsicherung der Unternehmen sorgen.

Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass die in der ersten Runde losgeschlagenen Hilfspakete nur ein Teil dessen sind, was bis zum Ausklingen der Pandemie erforderlich wird. Angesichts dessen sollte wir schon jetzt den Riemen  enger schnallen. Forderungen der Umweltbewegung, von Attac und Campact, mit diesen Geldern auch gleich noch Umweltprobleme zu lösen, sind folglich nicht nur wirklichkeitsfremd, sondern auch ärgerlich. Weil es angesichts vorhandener Existenzängste vor allem um das Überleben von Menschen und Unternehmen geht. Betrachtet man die Sache zugespitzt, dann ist davon auszugehen, dass die vor dem Wiederanlauf befindlichen Unternehmen den Staat eher bedrängen werden, von Umweltauflagen abzulassen. Woraufhin der Staat/die Politik (als Marionetten von Wirtschaft und der Finanzindustrie) eher diesem Druck als dem nach höheren Ausgaben für den Umweltschutz nachgeben dürften.

Die Protagonisten Kirchen haben immer gut reden. Auch jetzt, da viele ihrer Gebetsstätten geschlossen sind. Sie reden und reden und beeinflussen das, was ohne sie läuft, wenig oder gar nicht. Es wird derzeit viel Geld gebraucht. Hier zu Lande, aber besonders in den armen Ländern. Wo ist die 1-Billion-€-Spende aus den unkontrollierten, undemokratisch verwalteten Reichtümern, die Bedford-Strohm und die Kurie verwalten?   

 

* Ich zähle Corona vom 15. März an. Wir hatten damals die vorerst letzte Veranstaltung der Ratinger KULTURkneipe vor der Brust: die Aufführung meines Dokumentarfilms „Paris Belle Epoque – eine Spurensuche“. Das Ganze lief vor 18 Personen, die sich getraut hatten und brachte mir neben ziemlichem Applaus viel Wie-konntest-du-nur-Kritik ein.

Wir sprechen uns wieder

Stephan Keller hat aufgeschrieben, was sich durch die Krise ändern muss https://rp-online.de/panorama/coronavirus/duesseldorf-ob-kandidat-stephan-keller-sagt-was-sich-aendern-muss_aid-49752399. Und diese Schlussfolgerungen direkt aus den Systemschwächen abgeleitet, die wir gerade erleben:

  • Finanzielle und personelle Stärkung der mit der CORONAkrise befassten Organisationen
  • Zentrale Beschaffung von Schutzausrüstungen und Beatmungsgeräten – vor allem aus der zu stärkenden europäischen Produktion
  • Zentrale Planung von Behandlungskapazitäten
  • Personelle Aufstockung im Pflege – und Krankenhausbereich
  • Bessere Bezahlung des Krankenhaus- und Pflegepersonals

An den Grundfesten der Gesellschaft rührt er nicht. So bleiben die Rufe nach Aufgabe des renditeorientierten Gesundheitswesens,  nach der Verstaatlichung der Daseinsfürsorge, nach signifikanter Ausweitung der staatlichen Forschung im Gesundheitswesen eher verhalten. Auch die Außenbeziehungen innerhalb der EU und darüber hinaus sind ausgeblendet. Immerhin gibt es so etwas wie einen gesundheitspolitischen Forderungskatalog jetzt schriftlich – als Titelliste. Konkrete Zahlen fehlen leider. Bleibt zu hoffen, dass wir nach CORONA dennoch in die Lage versetzt werden, festzustellen, ob entsprechende Maßnahmen wirksam wurden, und wenn ja: in welchem Umfang.

Corona – Leichtsinn, Ignoranz und böse Fügung

Für die aktuellen Infos … bitte nach unten scrollen!

Da umarmt und küsst man sich weiter. Da wäscht man sich nicht die Hände. Der ignorante, fatalistische und verblödete Teil unserer Gesellschaft ist daran Schuld, dass die Aufmerksamkeit der bewussten Bürger ständig an Wert verliert. Wir stecken uns also doch alle an.

Ich spreche nicht von Hysterie, ich spreche von völlig natürlichen Vorkehrungen bei Corona. Dass sich gerade die besonders betroffenen Italiener so lax geben (s. ARD-Tagesthemen vom 4. März), es aber keine Warnung vor Reisen nach Oberitalien gibt (weil die Lobbyisten der Tourismusindustrie den Regierenden ins Kreuz treten), nervt extrem.

Und dass Leute, die meinen, vom Virus befallen zu sein, in sogenannte Diagnosezentren gelockt werden – um andere Leute dort anzustecken oder, sofern sie gar nicht kontaminiert sind, selbst angesteckt zu werden, ist unverantwortlich. Klar, solange es wenige Fälle gibt, mag das noch funktionieren.  Häuft sich das, dann brauchen wir mobile Tester, die wahrscheinlich Erkranke für die erforderlichen Tests aufsuchen. Checkt das mal jemand?

Nachtrag vom 7. März: Unglaubliche Widersprüche in ein und derselben Ausgabe: „Italiens Corona-Todesraten irritieren die Experten“ titelt die RP auf Report A3 https://rp-online.de/panorama/ausland/coronavirus-in-italien-sterben-auffallend-viele-infizierte-warum_aid-49384841    und verweist dabei auf völlig undurchsichtige Verhältnisse „im Land der Improvisationen und der gottergebenen Gelassenheit“. Um ein paar Seiten weiter unter Reise & Welt Leute zu Wort kommen zu lassen, die Reisen nach Oberitalien, hier vor allem nach Venedig,   für völlig problemlos halten https://rp-online.de/panorama/ausland/coronavirus-wohin-kann-man-ueberhaupt-noch-reisen_aid-49333913. Wir indes wissen, dass Schulen und Unis in Oberitalien dicht sind und dass nach Nord-Italien gebuchte Flüge massenweise – und zwar kostenlos – umgebucht werden. Für Reisen nach Tirol gelten Reisewarnungen. Wie nun … Rheinische Post?

Unter den Ärzten kommt zudem Wut darüber auf, dass es keine bundeseinheitlichen Verfügungen/Maßnahmen gegen die Corona-Epidemie gibt, dass die  lokalen Gesundheitsämter, zuweilen auch die Krankenhäuser, weder zu erreichen sind, noch  einheitliche Verhaltensmaßregeln  vorschreiben.  Auch wenn es um öffentliche Veranstaltungen geht, treiben der Förderalismus und die Macht von Interessengruppen seltsame Blüten. Auch wenn die Verantwortung für die CoronaAbwehr bei Ländern und Kommunen liegt, müssen die nach festen, einheitlichen Prinzipien handeln.  Dabei  können Art und Ausmaß der Anwendungen durchaus lokal, d.h. nach Erfordernis zum Tragen kommen. Während fast alle Messen abgesagt und verschoben werden, finden BundesligaSpiele nach wie vor in riesigen Stadien statt. Bessere Übertragungsmöglichkeiten findet das Virus nirgendwo.

Italien hat die gesamte Lombardei und benachbarte Regionen für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

8. März: Ein Verwandter von mir begibt sich, weil er  Husten und Schnupfen, aber ansonsten keine Corona-Symptome verspürt, zu seinem Hausarzt. Der untersucht ihn und verschreibt ein paar Hausmittel, weigert sich aber, den Test auf Corona-Viren bei meinem Verwandten durchzuführen. Begründung: Wenn er  Viren bei ihm fände, dann wäre es mit dem Image der Praxis vorbei. Er könne dann dicht machen.

Gesundheitsminister Spahn gebührt ein Schlag ins Kreuz, die DBF-Funktionäre gehören eingesperrt. Wie kann es sein, dass Spahn nur eine Empfehlung ausspricht, wenn es um Fußballgroßereignisse der Bundesliga geht? Und wie ist es möglich, dass FußballFunktionäre so ungeniert aufs Geld stieren und dabei das Leben vieler Menschen riskieren dürfen? Bald nämlich wird das CoronaVirus bei einem FußballFan gefunden werden, was die Quarantäne eines halben Fußballstadions nach sich ziehen müsste. MÜSSTE! Nur, weiß niemand mehr, wer wo gesessen, wer wen angeniest oder -gehustet hat. Pech für die Idioten, die nicht selbst wissen, dass man die Stadien meiden muss. Pech für die, die anschließend mit den Infizierten zusammensitzen. Sie gehören zu den Hunderten und Aberhunderten, die dann in die Quarantäne müssen und zu 2-5% sterben. Wir müssen uns nicht wundern: Viele Menschen nehmen die Krise noch immer nicht wahr, gebärden sich wie die fatalistisch-gelassenen Italiener und beharren trotzig darauf, zum Fußball zu gehen. Sie gehören vermutlich auch zu 30%, die sich nie oder nur selten die Hände waschen. Muss man dann Politiker und Funktionäre für diese blöde Gemengelage haftbar machen?

JA, sage ich, trotzdem JA!

KatastrophenKlamauk oder bevorstehende Realität? Die größte Gefahr droht der Menschheit durch Mikrioben und Viren, heißt es http://www.stoerfall-zukunft.de/horror-ja-danke/. Aus den Laboren der Wissenschaft entfleuchte  Exemplare könnten uns alle töten.   Angesichts der  aktuellen Krise  stellt sich die Frage, ob es unbedingt Labore sein müssten …

10. März: Italien ist total abgeriegelt. Es gibt weder ein Raus noch ein Rein. Viele Länder verbieten die Einreise von Italienern. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in 27 Länder. Italien ist nicht dabei. Dieser Umstand und dass Pauschalreisende gegenüber Individualreisenden total bevorzugt werden,  treibt mir die Wut ins Gesicht.  Es geht um bereits gebuchte Reisen und die mit einer Stornierung verbundene Rückerstattung verausgabter Mittel.  Pauschalreisenden erhalten ihr Geld problemlos zurück.  Individualreisende müssen  um Kulanz bitten oder gehen leer aus.  Warum diese Ungleichbehandlung? Sie ist einfach unfair – vor allem, wenn es um undurchführbare Reisen in ein gesperrtes Italien – vielleicht noch um Personen der 1. Risikogruppe – geht. Politik und die ihr im Nacken sitzende Tourismusbranche  haben nichts anderes im Sinn, als die Individualreisenden zur Ader zu lassen – zu  Gunsten der Reiseveranstalter, die … NULL Leistung erbringen.

11. März: Die RP vermeldet seelenruhig, dass Leute ungehindert aus Italien einreisen und auch nach Italien ausreisen können. Auch die Kanzlerin ist gegen eine Abschottung von EU-Ländern – was kein klar denkender Mensch begreift. In Bergamo ist der Teufel los – Ärzte nennen das bereits Krieg https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/+id_87492038/coronavirus-arzt-ueber-covid-19-in-italien-die-situation-ist-dramatisch-.html

12. März: Inzwischen haben auch Ungarn, Bulgarien, Tschechien und die USA z. T. rigide Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Einreisen aus Ländern, die stark vom Virus betroffen sind, wurden verboten. Wiedereinreisende Landsleute müssen in Quarantäne. Bezeichnend ist die Tatsache, dass Abschottung als wichtige Maßnahme gegen das Virus verstanden wird, was in krassem Widerspruch zu Aussagen der Regierenden hier zu Lande steht.

 

Hysterie, gepaart mit Hilflosigkeit

Der CoronaVirus macht die Menschen verrückt. Kein Wunder, denn in NRW lassen sich die Ansteckungsketten nicht mehr verfolgen und die von Herrn Spahn verkündete Epidemie breitet sich quasi ungehindert aus https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-deutschland-131.html. Immer mehr Menschen dürften sich in Zukunft anstecken ohne ein wirksames Gegenmittel in der Hand zu haben.

Im Ratingen-Lintorfer ALDI, also in einer Gegend, in der von CoronaVirus bislang keine Spur ist, leeren sich die Regale. So ähnlich, wie das bereits in den abgeriegelten italienischen Regionen beobachtet wurde. Gut möglich, dass die Hysterie weiter zunimmt. Bereits jetzt sind Hand-Desinfektionmittel und Gesichtsmasken – auch in Onlineshops – weitgehend ausverkauft oder extrem teuer. Ganz offensichtlich steigern Lebensmittel- und Medizinprodukteindustrie ihre Umsätze erheblich. Wobei klar ist, dass viele der gehorteten Waren nach Abebben der Krise entsorgt werden müssen. Eine Epidemie blockiert also nicht nur, sie treibt auch zu unmäßiger Verschwendung.

Dass der Bürger im Grunde ungeschützt durch die Gegen tobt, dass er allenfalls aufs Händewaschen, auf lächerliche Nies- und HustenVorgaben gedrillt werden kann – genau das beschreibt den derzeitigen Zustand. Dabei ist völlig unklar, wieviel Prozent der Bevölkerung zielführend mit der Bedrohung umgehen. Und welcher Widerstand gegen mögliche freiheitsberaubende Maßnahmen bei krassen Corona-Situationen zu erwarten ist.  Irrsinnig auch, dass man die Urlauber weiter nach Italien reisen lässt, sich also weigert, Reisewarnungen auszusprechen und das auch noch mit demokratisch kaschierten Begriffen wie Freiheit oder Persönlichkeitsrechten zusammenbringt. Wo doch jeder weiß, dass dieses Gebaren reine Heuchelei ist. Denn natürlich sind es die Lobbyisten der Tourismuskonzerne, die solche Warnungen um jeden Preis verhindern wollen, um ihr Geschäft zu schützen. Der Reisende soll gefälligst selbst bluten – zumindest der, der eigenständig Flüge und Hotels gebucht hat.

Beispiellos auch die Aktionen auf den Flughäfen. Da misst man Temperaturen, obwohl der Flugbetrieb selbst stark ausgedünnt werden müsste. Niemand weiß schließlich, ob, und wenn ja: wann Fieber richtige Schlüsse zulässt. Darüber hinaus bleibt mancher Test ungetan, weil Fluggäste und verdächtig Infizierte immer mal klassifiziert werden und nur die ihren Test bezahlt bekommen, die der ersten Gefährdungsgruppe (Reisende aus China, Italien, ältere Leute etc.) angehören https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-vorbereitung-deutschland-101.html. Hinzu kommt, dass bis heute über die Dauer möglicher Inkubationszeiten und über die Mechanismen der Übertragung  gestritten wird https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-101.html#Wir-wissen-leider-noch-nicht-allzu-viel-ueber-das-Virus. Wer rutscht da durch, wer wird nirgendwo rechtzeitig erfasst und wer stirbt bereits? Hier wird, ohne Frage, gegen Windmühlenflügel gekämpft – ohne dass die wirklich sichtbar werden.

Hinzu kommt, dass die Ärzte machtlos sind, ja sich vielfach selbst gefährden und infizieren. Sie sind fast zur Tatenlosigkeit verdammt, ausschließlich darauf festgelegt, Tests durchzuführen, Erscheinungsformen zu registrieren, die Abwehrkräfte der Patienten zu stärken und Beschwerden zu lindern. Ein wirksamer Impfstoff nämlich ist völlig außer Reichweite ist, ja vielleicht wird dieser für die momentan grassierende Epidemie/Pandemie gar nicht mehr zur Verfügung stehen https://www.tagesschau.de/ausland/faq-corona-impfstoff-101.html. Ein solcher Umstand ist im 21. Jahrhundert mehr als skandalös. Viel zu lange wurden/werden die relevanten Pharmaunternehmen sich selbst überlassen. Ihre Forschung ist von den Ressourcen her nicht für großflächige Geschehnisse ausgelegt. Wer auch sollte das bezahlen? Statt, dass die Staaten eigene leistungsfähige Forschungsstätten unterhalten (davon gibt es auch in Deutschland nur wenige Bereiche in einigen Universitäten), ist es heute der WHO überlassen, Notstände auszurufen, um Abstimmungen zu ermöglichen und die Kräfte zu bündeln https://www.zdf.de/nachrichten/politik/coronavirus-who-notstand-faq-100.html. Doch damit ist die Produktion von Impfstoffen noch lange nicht koordiniert, denn nach wie vor spielen Genehmigungsfragen, Sicherheitsauflagen sowie  existenzielle und GewinnInteressen eine erhebliche Rolle. Folglich ist damit zu rechnen, dass es wieder einmal diktatorisch regierte Länder (China etc.) sein werden, die den ersten Impfstoff präsentieren. Hier im Westen gehen Experten davon aus, dass erste Impfstofftests nicht vor dem Sommer 2020 stattfinden werden. Bis dann ein zuverlässig wirkender, sicherer Impfstoff bereitgestellt werden kann, dürfte es Dezember oder Januar (2021) werden.

In Situationen wie der jetzigen wird zudem deutlich, dass viele Medikamente nur noch im Ausland produziert werden (Antibiotika etc.), weil ihre Herstellung hier zu Lande wenig Rendite bringt. Eine solche Auslagerung ist allein wirtschaftlichen Überlegungen geschuldet  und damit  völlig unzulässig. Europa muss sich so aufstellen, dass alle wichtigen Medikamente  innerhalb der Staatengemeinschaft  erzeugt werden können.  Leider  ist dieser Sachverhalt auch für viele andere Erzeugnisse  zutreffend. Wir kennen das von seltenen erden, von Lithium, Coltan etc. etc.

Wahrscheinlich ist es wie immer so, dass erst die Katastrophe ein Gefühl dafür vermittelt, was in Sachen Epidemie/Pandemie weltweit zu tun ist. Sicher ist, dass es globalisierungsbedingt immer öfter zu derartigen Ereignissen kommen wird und dass die Erreger zunehmend gefährlicher werden. Fragt sich, wann Coronaviren mit grippalen Partnern (aus der herkömmlichen und der Vogelgrippe etc.) noch weit gefährlichere Monster hervorbringen und ob es erst eines Deja-vus zur Spanischen Grippe bedarf, um die Politik aufs richtige Gleis zu bringen.

 

Weitere Infos (Deutschland und Welt): https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

https://www.tagesschau.de/multimedia/podcasts/malangenommen-coronavirus-101.html

 

 

 

Nicht tot zu kriegen?

Man ist der Unsterblichkeit auf der Spur – offenbar mit dem Ziel, den Superreichen das oft parasitäre Leben weiter zu verlängern. Das ist in Ansätzen schon möglich, doch mit der Gesundheit der Greise hapert es noch https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/schluss-mit-tod. Klar, wenn 600.000 Hundertfünfzigjährige in der Welt umhersprängen, gäbe das keine demoskopische Revolution, wohl aber die Vermutung, dass Idioten auch in diesem Alter noch befehlen würden. Nicht auszudenken, was das bedeutet. Der Kapitalismus treibt auch diese Initiativen an, ganz gleich, ob das ethisch fruchtet oder in die Hose geht. Hauptsache Kohle, und die lässt sich lebenslang super verdienen.

Das Down-Syndrom gar nicht erst aufkommen lassen!

Es ist überfällig, dass  der zuständige Bundesausschuss die vorgeburtliche Prüfung auf schwere Erbkrankheiten, u.a. auf das Down-Syndrom, zur kostenfreien Leistung der Krankenkassen befiehlt. Völlig unerträglich ist die Auffassung der Gegner, die Leben um jeden Preis erhalten wollen und mit der hirnrissigen These,  der Mensch wolle sich nur die Behinderten vom Halse schaffen, dagegenhält. Ein gewisser Hüppe, der betroffenen Kranken wie auch Angehörigen das Leben zur Hölle machen möchte, sieht in der geplanten Regelung gar ein Verstoß gegen das Gendiagnostikgesetz http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/down-syndrom-test-fahndung-nach-dem-gen-defekt-aid-1.6198231

Irre, verblödet und zugedröhnt

Dass Pharmakonzerne die Preise ihrer Produkte selbst bestimmen können, dass sie Ärzte korrumpieren, damit sie den Umsatz powern und gleichzeitig Patienten zu Versuchskarnickeln machen,  dass sie uns laufend Präparate ohne Mehrwert für immer höhere Preise verkaufen und  – wie jetzt Beyer – an gentechnisch begründeten Verbrechen partizipieren wollen, ist bekannt. Niemand aber bringt das so treffend unter die Leute wie Marco Rima

https://www.youtube.com/watch?v=rCNGjK8Gcb0

Einfach unglaublich!