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Ein Zwischenruf – bevor wir über 200.000 sind ….

Auch wenn ständig trompetet wird, das Omikron harmlos sei, bin ich als 80jähriger völlig anderer Meinung. Hier muss differenziert werden! Wir Alten sind bei den derzeitigen Infektionszahlen selbst als Geboosterte überaus gefährdet. Und der angeblich leichte KrankheitsVerlauf dürfte für unsere Jahrgänge alles andere als harmlos ausfallen. Wer schon mal mit der richtigen Grippe gelegen hat, weiß, dass selbst das kein Spaß ist. Nein, ich werde Covid auch mit Blick auf die ungeklärte LongCovidSituation nicht locker hinnehmen und nur die Risiken eingehen, die einigermaßen kalkulierbar sind. Und … ich bin auch für eine Impfpflicht – zumindest für die über 50jährigen.

Wir – aus der Riege der alten „Impfwilligen“ – sind in den letzten zwei Jahren gut über die Runden gekommen. Kein Wunder, denn wir sind aus dem Arbeitsleben befreit, und viele von uns haben keine großen Ansprüche.  Auf den öffentlichen Nahverkwehr, auf Shopping, Kino, Theater und SportEvents können wir leichter verzichten als jüngere und berufstätige Menschen. MaßnahmeAkzeptanz und Verhaltensweisen spiegeln sich in dieser unserer „Bedarfslage“ auf spezifische Weise. Wir treten mehrheitlich fürs Impfen ein und versuchen, die Ansteckungsrisiken durch Ausdünnung unserer Kontakte gering zu halten.

Also weniger – und wenn schon, dann: kürzere Aufenthalte in geschlossenen Räumen, Verzicht auf öffentliche Verkehrsmittel, Anwendung von Maske und Abstand sowie regelmäßiges Händewaschen nach „aushäusigen“ Aufenthalten. All das mutet – für jüngere Menschen, aber auch für solche, die risikobereiter leben – übervorsichtig an, lässt Panikmache vermuten und erzeugt nicht selten hämisches Lachen. Nun ja, die Schweden haben es locker gehandhabt und alles offen gehalten, haben SarsCovid auf ihre Alten einfach losgelassen – als ob die es nicht wert gewesen seien, länger zu leben.  Die SterbeRate ist achtmal so hoch wie in Norwegen. Nicht nachvollziehbar, dass es die Mehrheit der Schweden auch heute noch richtig findet, was da jünger-egoistisch verbrochen wurde.

Ja, wir 80jährigen wollen noch ein wenig leben. Ich meine: mit gutem Recht. Schließlich haben wird vierzig oder fünfundvierzig Jahre, zumeist ohne Kur und Krankschreibung im Job verbracht. Und FreitagMittag war zumindest für mich nie Schluss. Im Gegenteil: Überstunden en masse! Da sollte Nachsicht/Rücksicht der Jüngeren gegenüber den Alten angesagt sein. Dass sich das nicht automatisch auf die drei Millionen über Sechzigjährigen, die bisher nicht geimpft sind, übertragen lässt, liegt auf der Hand. Weil hier sehr schnell mit deren angeblicher oder wirklicher Rücksichtslosigkeit argumentiert werden kann.

Wie in ähnlichen Gemengelangen gibt es auch hier diesen problematischen Mix.

Jetzt, da die OmikronVariante alles bisher Infizierte in den Schatten stellt, droht totale Regellosigkeit. Die Verfolgung der Positivfälle wurde von vielen Gesundheitsämtern bereits aufgegeben, jetzt schleift es auch bei PCR-Tests. Letztere will Lauterbach nur noch dem medizinischen und Pflegepersonal sowie den vulnerablen Gruppen (also Kranken und uns Alten) zubilligen. Ein Notgriff, wohl aber einer, der zu unseren, der Alten Gunsten ausläuft. Danke!

Schlecht und Verdacht erregend ist dagegen die moralische  Aufwertung der Schnelltests. Eine Lüge, initiiert vom PCR-Mangel? https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/corona-gesundheitsministerkonferenz-plant-weniger-pcr-tests,SvEstCo. Ich meine, dass Lauterbach hier ehrlicher sein und Mängel bei der PCR-Vorsorge/Versorgung (sie ist die schlechteste in ganz Europa!) zugeben müsste – zumal sie sein Vorgänger zu vertreten hat.

Drosten und Lauterbach haben viel für die Aufklärung getan und immer wieder nach Worten gesucht, die auch der weniger gebildete Bürger versteht. Dennoch ist vieles nicht angekommen und im Wust immer neuer Anpassungsnotwendigkeiten verloren gegangen bzw. in den falschen Hals gelang. Das Virus ist gnadenlos. Es schafft wegen nur sukzessiver Erkennbarkeit ständig neue Situationen und Handlungserfordernisse. Was bezüglich der zu verordnenden Maßnahmen kaum nachvollziehbare Wechselsprünge bewirkt und Kopfschütteln erzeugt. Der Normalbürger ist oft überfordert und leicht ein Opfer der Querdenker, die wenig oder nichts wissen, aber deutliche Worte  gebrauchen.

Klar: Zuweilen ist es unmöglich, ganz konkrete Empfehlungen zu geben. Weil im Detail weitere Fallstricke lauern – die erst gar eingeordnet, geschweige denn begriffen werden. Geboosterte sind Geboosterte und damit Geschützte, und zweifach Geimpfte immer auch unzureichend geschützt. Hier müsste unbedingt präzisiert werden. Denn zweifach frisch Geimpfte sind anders disponiert als solche, die das Impfen lange hinter sich haben. Der frisch Geboosterte ist mindestens ein paar Tage lang genauso gefährdet wie ein vor Monaten zweifach Geimpfter. Er darf aber geboostert überall hin, weil geboostert. Zum anderen wird es den Ungeimpften und einfach Geimpften schwer gemacht, den Gesamtprozess hinter sich zu bringen- weil ja sowieso alles zu spät ist, zu lange dauert und mit Blick auf das „harmlose“ Omikron sowieso unsinnig ist. Ja, gerade, was die angebliche Harmlosigkeit angeht, wird einfach den dumm um sich hämmernden Medien und Plattformen von YouTube bis Telegram vertraut. Obwohl strikt differenziert werden müsste. Ungeimpfte können schnell schwer erkranken, und alte geboosterte Menschen kann es auch treffen, weil sie anfälliger sind als jüngere oder weil die Boosterung schon Monate zurückliegt und damit auch ihre bislang hohe Schutzwirkung verloren hat.

Wo bleibt die 4. Impfung mit einem auf Omikron angepassten Impfstoff, möchte man da fragen – vor allem deshalb, weil eine 4. Impfung mit den derzeit verfügbaren Impfstoffen unsinnig erscheint https://rp-online.de/panorama/coronavirus/virologin-melanie-brinkmann-impfpflicht-ab-50-jahren-wuerde-sinn-machen_aid-65516829 sowie https://www.ndr.de/nachrichten/info/Coronavirus-Update-Der-Podcast-mit-Christian-Drosten-Sandra-Ciesek,podcastcoronavirus100.html. Und müsste nicht jede neue Impfung so früh wie möglich auf die aktuelle VirusVariante ausgerichtet werden? Was geschieht dann mit den unzähligen vorproduzierten Dosen? Werden die wieder in die Dritte Welt geschoben … oder gar vernichtet? BioNTech gibt dazu nur vage Antworten: ein angepasster Impfstoff sei frühestens Ende April 22 verfügbar. Was die Frage aufkommen lässt, ob Uğur Şahin und Co. eher geneigt sind, weitere Profite am Bisherigen einzufahren (was alle Konzerne – solange es läuft – wegen der wachsenden Profitrate gern ausreizen) oder aber intensivst zu forschen. Vermutlich trifft beides zu – was sicher nicht ausreicht, sprich: kräftemäßig kaum zu packen ist.

Zweifellos möchte jeder Anbieter als erster mit den angepassten Wirkstoffen aufwarten. Weil das erneut hohe Gewinne verspricht. Aber genügt all das dem Gesamterfordernis? Sind mit Blick auf neu auftretende, vielleicht sogar viel gefährlichere VirusVarianten, mit Blick auf eine Milliarde und mehr arme, ungebildet Menschen in aller Welt, nicht ganz andere Anstrengungen erforderlich? Könnte man Patentinhaber über große, international „gespeiste“ Prämien/Fonds nicht doch animieren, ihre Patente – zumindest teilweise – offenzulegen?

Um es kurz zu sagen: Wir werden vermutlich bis zum Lebensende mit bedrohlichen Viren und mit den gegen sie gerichteten Maßnahmen leben müssen (sofern wir denn überhaupt überleben). Denn neue Varianten sind vorprogrammiert. Sie wachsen in den Körpern vieler Ungeimpfter und geraten schlecht beobachtet oder völlig chaotisch in sehr unterschiedliche Zivilisationen – meist über Zugereiste. Gut möglich, dass sich verbreitungsfreudig und brutal immer mal zusammentun und wahre Bestien generieren. Ob sich dann Diktaturen wie die in China herausbilden (bisher: niedrigste spezifische Todesrate weltweit), ob dann Flughäfen wie Hochsicherheitstrakte verbarrikadiert und Krankenhäuser wie Virenlabore geführt werden, bleibt abzuwarten. Zu vermuten ist, dass die ARD-Dokumentation von 2015 in die richtige Richtung weist. Es dürfte wahrscheinlicher sein, dass die Menschheit nicht von der Atombombe, nicht von einem Kometen, wohl aber von entfleuchten Viren ausgelöscht wird http://www.stoerfall-zukunft.de/horror-ja-danke/. Einen ersten „Probelauf“ dazu haben wir hinter uns – mit 115.00 Toten in Deutschland und fast 1 Million in den USA (sorry für den Zynismus!).

Bild: ARD

Geht wirklich alle Kraft in die Entwicklung angepasster Impfstoffe?

Niemand weiß, wieviele Varianten von Sars-Cov 2 wann, wo und in welcher Vielfalt/Struktur auftreten werden. Zahlreiche Wissenschaftler sequenzieren, was das Zeug hält. Andere proben die Anpassung bereits vorhandener Impfstoffe an die derzeit bedrohlichste Variante Omikron (wobei unklar ist, welche Kraft in die Massenproduktion der profitträchtigen, bereits entwickelten Impfstoffe und welche in die notwendige Forschung fließt – auch hier könnten GewinnInteressen gesellschaftliche Erfordernisse konterkarieren). Ob laufende Untersuchungen Sinn machen, ob die Ergebnisse nicht viel zu spät vorliegen und es nicht wichtiger wäre, multiple Lösungen zu entwickeln, weiß also niemand. Dabei könnte schon morgen eine sehr viel tödlichere VirusMutante auftauchen. In Frankreich wurde Anfang der Woche B.1.640.2 entdeckt. Wie immer, weiß man zunächst überhaupt nichts über Wesen und Eigenschaften – nur, dass dieser Typ über 23 Mutationen auf  dem SpikeProtein verfügt. Nachfolgende Quellen geben den derzeitigen Stand der Forschung wieder – so man denn meint, dass chinesische und kubanische Anstrengungen auf diesem Gebiet keiner Erwähnung bedürfen …

Bild: Pharmazeutische-Zeitung.de

https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/coronavirus/omikron-impfstoffe

https://www.spiegel.de/wissenschaft/b-1-640-2-das-ist-zur-neuen-corona-variante-bekannt-a-7900b729-5f43-4cbf-8cce-5a2ae7b1bad1

 

Wenn schon Impfpflicht, dann richtig!

Wie dumm muss man sein, wenn man für ärztliches Personal und Pflegekräfte die Impfpflicht androht https://www.zusammengegencorona.de/impfen/gesundheits-und-pflegeberufe-impfen/was-das-gesundheitspersonal-ueber-die-corona-schutzimpfung-wissen-muss/, ohne beim monatlichen Gehalt 1.000 Euro zuzulegen. Immerhin dürften im Vorfeld der angedrohten Maßnahme weiteres „impfresistentes Personal“ die Flucht ergreifen. Das aber kommt einer Katastrophe gleich. Bereits jetzt existiert ein wachsender Exodus, der auf Überlastung und Burnout zurückzuführen ist. Da wäre es doppelt angesagt, geberischer zu agieren. Zwar würden auch dann Impfgener abwandern, doch bereits abgewanderte Kräfte könnten „zurückgelockt“ werden. Vermutlich bedarf es hier zu Lande des kompletten Desasters, bevor das Geld in die richtigen Kanäle geleitet wird. Theoretisch könnte auch die Impfpflicht ein Abwandern des medizinischen Personals verhindern, weil das Ausweichen von Protestlern keinen Sinn machte. Ich vermute allerdings, dass die Impfpflicht nur unter größten Anstrengungen umsetzbar wäre – wenn sie denn überhaupt gerichtsfest ist.

Bild: Apotheken Umschau

Dumme und flapsige PolitikerSchelte

Der Freitag -Nr. 49/2021: „Ein Oberlehrer gegen Corona“

Man sollte es jedem Menschen zugestehen, dass er seine Einstellung/Haltung zu wichtigen Fragen an einen neuen Wissensstand anpasst. Ja, man sollte es – besonders von Politikern – geradezu fordern. Leider erschöpft sich Frau Baureithel – was Prof. Karl Lauterbach angeht – in genau dem Gegenteil. Sie wirft dem Mann vor, einen fragwürdigen Aufsichtsrat verlassen zu haben, aus der CDU in die SPD gewechselt zu sein, bei Ulla Schmidt nur Unsinn verzapft und sich jetzt ins Gesundheitsministerium eher eingeschmuggelt zu haben. Welche UnsinnsEingebung veranlasst diese Frau, den OberlehrerVorwurf des politischen Gegners/der Impfverweigerer aufzutischen und Lauterbach medizinisches Kauderwelsch vorzuwerfen?

Immer wieder findet man im Freitag die bloßen Draufschläger, Menschen, von denen ich annehmen muss, dass sie nie eine vergleichbare Aufgabe zu erfüllen hatten. Statt sich darüber zu freuen, dass dieser fachkundige Lauterbach, der in all seinen CoronaPrognosen richtig gelegen hat (!!!), endlich die Chance bekommt, richtige Wege zu beschreiten, zerrt man an ihm vorauseilend herum. Und ist natürlich nicht in der Lage, im bestehenden ParteienProporz (sprich: ausgehend vom Wählerwillen) eine Alternative für die Besetzung dieses Postens zu benennen. Lauterbach war und ist ein vorsichtiger Mann, dem die Impfgegner immer mal – völlig zu Unrecht – PanikMache vorgeworfen haben. Lauterbach ist ein mutiger Mann, der bis zu eigenen akuten Gefährdung um seine Auffassungen gekämpft hat. Sodass ihn selbst seine SPD-Genossen aus politischem Kalkül heraus immer mal hängen ließen.

Frau Baumreithel, ich habe fast alle ihre Beiträge im Freitag gelesen – immer mit einem Mix aus Wertschätzung und gemischten Gefühlen.

Hier, bitte, sollten Sie schnellstens zurückrudern!

Auf die neue Mutation muss rigoros reagiert werden!

Dass es an der „CoronaFront“ ständig zu Missgriffen kommt, sind wir bereits gewohnt. Jetzt aber – jetzt im Zeichen der neuen, offenbar sehr bedrohlichen VirusVariante – ist  klar, dass damit Schluss sein muss. Denn wenn die Mutante B.1.1.529 in die 4. Welle gerät, wird Deutschland – ja vielleicht sogar ganz Europa – Notstandsgebiet. Selbst die niedrigen Inzidenzen in Südeuropa, selbst die dort vorliegenden hohe Impfraten stellen dann keine Barriere mehr dar. Denn die neue VirusVariante könnte die Impferfolge schnell zu Null eindampfen. Da erste B.1.1.529-Signale seit mindestens einer Woche vorliegen, verstehe ich nicht, warum auf die Infos aus Hongkong und Südafrika so schleppend reagiert wird https://www.berliner-zeitung.de/news/corona-suedafrika-newsblog-neue-virus-variante-b11529-virusvariantengebiet-pandemie-li.197198. In Hongkong ist das aus Südafrika eingeschleppte Virus bereits am 13 November identifiziert worden. Aus Botswana liegen seit Kurzem ähnliche Ergebnisse vor. Hier aber wartet man, bis irgendeine, am 21. November eingereiste Person irgendwelche Symptome entwickelt und dann angerannt kommt, um isoliert zu werden  https://www.berliner-zeitung.de/news/corona-suedafrika-newsblog-neue-virus-variante-b11529-virusvariantengebiet-pandemie-li.197198. Wen, frage ich, hat sie bis dahin schon angesteckt, und was wird mit diesen Kontaktpersonen? Statt die staatlichen Stellen sofort alle Notbremsen ziehen, sind sie offenbar nur am unmittelbar Infizierten zu Gange – und dann auch noch ohne bundesweite Alarmsirene. Auch was Tage später – am 26. November – geschieht, scheint wenig überlegt und halbherzig. Die um 5:26 Uhr aus dem südlichen Afrika einreisenden Passagiere werden von Gesundheitsminister Spahn lediglich gebeten, zu Hause zu bleiben und sich testen zu lassen (ähnliches fordert er von Leuten, die in den letzten 20 Tagen aus Südafrika nach Deutschland kamen – ein Witz, hier hätte eine minutiöse Recherche angeschoben werden müssen). Die am Abend in München eintreffenden weiteren Fluggäste durften mit Auflagen weiterreisen, andere wurden in ein QuarantäneHotel verfrachtet – aus dem sie sich aber relativ schnell freitesten können.

Solche Entscheidungen sind unverantwortlich. Statt die Fluggäste komplett, sprich: „flugzeugweise“ komplette 14 Tage mit entsprechender Entschädigung in Quarantäne zu schicken, sind diese Leute weiterhin unterwegs oder schnell wieder in der Öffentlichkeit. Und die Crews aus den Maschinen?

Ich vermute, dass es auch diesmal mit der strikten Nachverfolgung von Infektionsfällen nicht weit her ist – obwohl es in diesem Fall höchst angesagt wäre, „diktatorisch“, ja vielleicht sogar „militärisch“ vorzugehen. Die akute Not wäre solchen Versuch wert, aber die Entscheider haben wie immer die Hosen voll. Man könnte besagte Maßnahme schnell wieder aufgegeben – dann, wenn Entwarnung möglich ist. Aber an eine solche undemokratische Verfahrensweise denkt hier zu Lande niemand. Lieber nimmt man ein paar hundert Tote mehr in Kauf …

Kein wirklicher Themenwechsel: Ich plädiere – ebenso wie viele Virologen und Epidemiologen – für eine sofortige Impfpflicht. Nicht nur, weil das die Coronalage in zwei, drei Monaten entspannen würde, sondern vor allem deshalb, weil dann die bei selektivem Impfen befürchtete neuerliche Flucht von bislang ungeimpften Pflegern, Kita- und SchulAngestellten ausbleiben würde.

Und außerdem:

Die Politik hat es wieder nicht verstanden, das richtige zusätzliche Kriterium für das Verhängen konkreter AntiCoronamaßnahmen auszuwählen. Statt der Hospitalisierungsrate müsste der Grad der IntensivbettenAuslastung benutzt werden.

Statt die Nichtnutzbarkeit von Intensivbetten zu bejammern, sollte man all die Ärzte, die während der CoronaEpidemie Däumchen drehen bei gleichem Gehalt an die Intensivbetten stellen („covidferne“ Ärzte werden wegen der Ansteckungsangst immer weniger aufgesucht und bemüht)

Politikern, die den Bürgern unhaltbare Versprechen machen, sollte man die Hölle heiß machen. Ansagen wie „Es gebe keinen Lockdown mehr“, „im Frühjahr 2022 ist die Coronakrise ausgestanden“ oder „unter meiner Führung wird es keine Pflichtimpfungen geben“ etc. verdummen ein Volk, statt ihm Halt zu geben.

Die Zahl  derer, die ungeimpft, aber mit Corona in den Kliniken auftauchen, steigt unaufhörlich. Viel von ihnen diskutieren noch im Krankenbett gegen die Impfung und beschimpfen das KrankenhausPersonal.

Frankreich ist ein Vorbild – nicht nur, was nicht nur die verhängten Coronamaßnahmen betrifft sondern auch deren Kontrolle https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-25-11-2021/deutschland-vor-der-impfpflicht-und-dem-naechsten-lockdown.html.

 

 

Sind wir denn des Teufels?

Ist Deutschland zu einem Land verkommen, in dem Corona, in dem  Demokratie und Freiheit in irrwitziger Weise gedeutet und ausgelebt werden? https://www.stoerfall-zukunft.de/das-ruecksichtslose-geschrei-um-freiheit/.

Wir sind in Europa, was die Bekämpfung der CoronaKrise betrifft, das Allerletzte. Die Zahl der aus dummdreister Arroganz resultierenden Fehlleistungen übertrifft alles bisher Dagewesene. Unsere Politiker können es sich leisten, die Wissenschaft (sie hat geliefert!) mit blödsinnigen Sozial- und EthikÜberzeichnungen plattzuschlagen, dem dumpfen, von Unwissenheit bestimmten Volkswillen immer und immer wieder nachzugeben, UnPläne zu schmieden und Richtiges nicht um- und durchzusetzen. Die Angst, das Volk könnte aufstehen, bestimmt die Tagespolitik. Dabei wissen wir, dass stricktes Vorgehen geduldet wird, wenn Menschen verständlich aufklären und für diese Aufklärung stehen. Im Frankreich gibt es eine Impfpflicht für Pflegepersonal. Nur wenige Pfleger protestierten, stiegen aus oder mussten entlassen werden werden.

Wir ergeben uns der lautstarken Minderheit der Querdenker – zu der leider auch renommierte Persönlichkeit gehören. Und checken nicht, was diese Haltung in Deutschland anrichtet. Christian Drosten und Sandra Ciesek, die das Covid-19-Phänomen gemäß dem jeweiligen internationalen Wissensstand in bisher 102 Folgen des NDR-CoronaUpdates unaufhörlich und verständlich erklären, sind sich der Situation gewiss https://www.ndr.de/nachrichten/info/Drosten-im-Corona-Podcast-Wir-haben-eine-echte-Notfall-Situation,coronavirusupdate214.html : Die bisherige Politik von Bund und Ländern dürfte Deutschland in seine bisher schwierigste Situation versetzen. Denn 15 Millionen Ungeimpfte tragen dazu bei, dass wir geradewegs in ein Chaos steuern. Die AfD, aber leider auch Jens Spahn, Sahra Wagenknecht, Oskar Lafontaine, David Precht und Markus Lanz  tragen aktiv dazu bei, dass striktes Impfen entweder verzögert oder falsch gehandhabt wird https://www.fr.de/politik/markus-lanz-richard-david-precht-podcast-corona-impfung-querdenker-reaktionen-twitter-91086557.html. Das Ergebnis sind horrende Inzidenzen – vor allem in Sachsen, Thüringen und Bayern. Wenn  Spahn nach Schließung der Impfzentren jetzt sämtlichen Menschen die Boosterimpfung anrät, ist er wieder einmal falsch beraten oder einfach dumm https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/corona-booster-impfung-schon-ab18-heftige-diskussion,Sp03cE0. Denn statt die Impfgegner sehr viel restriktiver zur Impfung zu bewegen, schafft er die Grundlage für heillose Rangeleien um Impftermine. Denn jetzt sollen hauptsächlich niedergelassene Ärzte voll aufdrehen, was sie natürlich nicht können. Denn dem zu erwartenden VersorgungsChaos bei Impfstoffen, dem Ansturm von Boosterwilligen – quer durch die Gesellschaft – sind sie nicht gewachsen.

Was zuerst geschehen müsste – die Ausweitung der Erstimpfungen, die Beschleunigung der Kinderimpfungen sowie die Boosterimpfung in bekannter notbestimmter Reihenfolge – gerät jetzt vollends unter die Räder. Ich bin erschüttert, wie Precht, Lantz, Wagenknecht und Lafontaine querdenken, die gesundheitspolitische Szene vergiften und Menschen in die Irre führen https://www.spiegel.de/politik/deutschland/sahra-wagenknecht-so-wurde-die-linken-politikerin-zur-heldin-der-ungeimpften-a-2f1f112e-7e2a-4125-b1ad-f62b163d497f. Das ist unverantwortlich!

Ich weise auf Christian Drosten und Karl Lauterbach. Beide haben wahrlich keinen Grund, Panik zu verbreiten (denn sie haben nichts davon – erfahren allenfalls die persönlich Bedrohung), gehören aber mit ihrer Voraussage zu den wenigen vertrauenswürdigen Kompetenzen im Lande. Sie zu beschimpfen – wie das auch durch Wagenknecht und Lafontaine geschah – ist in höchstem Maße unwürdig. Denn – und das sollten wir alle mal zur Kenntnis nehmen – denn … diese Leute haben mit ihren Prognosen stets Recht behalten. Drosten hält es für möglich, dass es weitere 100.000 Tote in Deutschland geben wird. Er ist sich fast sicher, dass die Pandemie bis zum Winter 2022 anhalten – wenn nicht weiter grassieren – könnte. Denn das Virus hat nach wie vor freie Bahn – vor allem dort, wo Ungeimpfte und wenig Geimpfte locker Karneval feiern, mit gefälschten Impfausweise die Stadien bevölkern und Partys feiern – leider auch in Kitas und vor allem in Schulen. Wir sind dabei, die nach uns kommenden Generationen in Krankheit und Tod zu treiben. Und haben es verlernt, die unmittelbare tödliche Bedrohung gegen psychisches Leid richtig abzuwägen. Nicht nur heute, sondern schon vor anderthalb Jahren.

Dieser dummdreiste Schrei nach Freiheit

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/sahra-wagenknecht-so-wurde-die-linken-politikerin-zur-heldin-der-ungeimpften-a-2f1f112e-7e2a-4125-b1ad-f62b163d497fGroteske Verhältnisse in einem Land, dessen Regierende sich vor Angst einsch … , sprich: nicht fähig sind, konsequent zu handeln und durchzugreifen:

  • die allgemeine 7- Tage-Inzidenz steigtn höchstwahrscheinlich  auf 400 Infizierte pro 100.000 Ew. Christian Drosten hält im schlimmsten Fall 100.000 weitere CoronaToten für möglich https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-christian-drosten-sieht-deutschland-in-notfallsituation_aid-63975655
  • Es gibt keine allgemeine Impflicht. Droht man dem Pflegepersonal bei Impfverweigerung mit Disziplinarmaßnahmen, dann folgt der personelle Exodus und damit der Zusamenbruch des deutschen Gesundheitssystems
  • Zum 25. November soll trotz exponentiell steigender Infektionen die sogenannte epidemische Lage nationaler Tragweite aufgehoben werden https://www.tagesschau.de/inland/epidemische-lage-107.html
  • In den Schulen von NRW wurde die Maskenpflicht abgeschafft, obwohl ungeimpfte Kinder zu den wichtigsten Infektionstreibern gehören.
  • die Einrichtung neuer, kleinerer Impfzentren für die BoosterImpfungen ist schon jetzt verschlafen worden. Die niedergelassenen Ärzte werden den möglicherweise explosionsartig anwachsenden Bedarf nicht abfangen können
  • Der Virus wird sich bei Massenveranstaltungen (z. B. beim Karneval und beim Fußball), in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln und in der Industrie weiter ausbreiten, weil sich durchgängige Kontrollen, ja nicht einmal die Bereitschaft zu regelmäßigen Test landesweit erreichen lassen.

Wer sagt’s denn: Es gibt kein Corona, und schon gar nicht die Verpflichtung, sich impfen zu lassen. Der Staat benutzt das erfundene Gespenst nur, um das Volk zu reglementieren – ihm die Freiheit abspenstig zu machen. Jetzt, so die Querdenker, grenze man schonungslos aus, nehme vor allem die zur Brust, die schon immer am Staat herumnörgelten – und jetzt immer heftiger auch ihren Impfboykott zum Protestschrei aufwerten. Was für ein dummes Mittel, wo doch Klassenkampf und Corona – zumindest hier zu Lande – wenig miteinander zu tun haben. Schließlich kann jeder Bürger die notwendigen medizinischen Angebote in Anspruch nehmen – ganz gleich, ob er Millionär oder arbeitslos ist. Trotzdem begehren  vor allem diejenigen, die um des Protestes willen protestieren  weiterhin auf: Man informiere zu wenig und einseitig, schiebe die Fehler der Politik den Impfgegnern in die Schuhe, reagiere sprunghaft-uneinheitlich und zwinge zu Beschränkungen, die den Menschen mehr als gängelten. Kurzum: Man schränke die Freiheit der Menschen auf unverantwortliche Weise ein. Gewiss gibt es Einschränkungen und Fehlpässe und gewiss treffen die vor allem ärmere, zugewanderte und ungebildete Menschen. Doch sich allein darin zu suhlen, statt die Dinge in ihrer Gesamtheit zu sehen, ist grundfalsch.  

So gesehen haben auch die notorischen Besserwisser, meine Lieblinge vom Freitag – Pegasus hüh! -noch immer die falschen Hosen an. Um sich mit ihren undifferenzierten Schuldzuweisungen einmal mehr reinzureiten.  Es ist fatal, dass diese Leute nach wie vor so undifferenziert daher reden,  jedes Versagen im Pandemie Zirkus der einen, der regierenden Klientel reindrücken können? Wo es doch genug Verblödete in unserem Land gibt, die ebenso Schuld tragen, die anzusprechen aber schwer fällt. Ja, es gibt viele Menschen, die wichtige Regeln einfach so oder religiös/kulturell motiviert ausblenden und missachten https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/corona-die-psychologie-der-unvernunft-kolumne-a-6de180be-d04b-4351-8359-b25d4c71b82d . Derer  nimmt man sich kaum an oder verlangt vom Staat, dass er die Betreffenden solange mit Infos zudröhnt , bis die Große Erkenntnis schwant. Klar, der Staat müsste sich der Daseinsfürsorge sehr viel stärker widmen als er es derzeit tut. Doch ihn aufs letzte Krümelchen Hilfe zu verdonnern, geht echt zu weit. Es gibt eine Eigenverantwortung der Bürger, es gibt NGOs und private Hilfstruppen, die stützen können. Man muss sich, wenn man hilflos ist, zumindest bemühen, die Helfer zu finden. Und dann verinnerlichen, dass impfen und Testen unabdingbar sind. Der Seuche jedenfalls werden wir nur Herr, wenn alle, wenn Menschen aller Couleur mitmachen.

Das gilt ebenso für die Regierenden. Schickt  endlich mehr Impfteams+Dolmetscher+Psychologen in die Problemzonen, rufe ich. Und ja – das ist ernst gemeint!  Doch linke Intellektuelle macht ebenfalls mit! Verlasst eure Elfenbeintürme und begebt euch an die Front, an die Fehlstellen, die von Dickfelligen, Bekifften, Schmarotzern und Blödianen besetzt sind. Und denkt dann ideologiefrei darüber nach,  was eine unerträgliche Einschränkung von Freiheit wirklich und anderswo bedeutet. Nehmt den Atlas, surft mal und versucht euer Verwöhntsein – diesen Ruf nach endlos BESSER – ein wenig  abzulegen!

Spurwechsel: Wir  kennen die Tiraden zum Thema  Freiheit  auch von dem, der jetzt in die Ampel will. Der hatte vor der Bundestagswahl getönt, aber nicht die Freiheit an sich, sondern eine für Neoliberalismus und Konzerne gemeint. Etwas, das bei einfachen Menschen kaum oder gar nicht ankommt oder missverstanden wird. Gezogen hat das aber. Und viel querdenkendes Wahlvolk generiert. Nun, meine Auslegung wird Lindner – zumal jetzt – streng von sich weisen, den Geruch eines wahlkampfbestimmten Schachzuges aber kaum abwerfen können. Er hat die Prozente eingefahren und kann sich jetzt zahm geben.

Aber um Lindner geht es hier nicht. Es geht um den Impfstatus in Deutschland, und der ist im Vergleich zu dem der meisten anderen europäischen Ländern mehr als mickrig. Was uns in Kürze größte Probleme bescheren dürfte. Allgemeine Inzidenzen und die Hospitalisierungsinzidenz* zeugen davon, und sie steigen überproportional.

Sind wir Deutsche  die Idioten in Europa? Müssen erst 100.000 unterm Gras liegen, bevor wir dem Pflegepersonal, ja dem ganzen Land,  die Impfpflicht aufdrücken? Müssen wir den Chinesen immer eine aufs Haupt hauen, wo die doch extrem wenig Tote zulassen?

Es ist grotesk, aber immer erst, wenn „die Kacke am Dampfen ist“, wenn die Massen sozusagen vom Unheil weichgeklopft sind und notgedrungen so etwas wie Einsicht (oder eher Angst?) aufdämmert,  reagieren die ebenfalls von Angst (hier aber: von AufruhrAngst) besessenen Regierenden. Dann allerdings auch nur in Flickenteppichen und inkonsequent. Verordnet (besser gesagt: föderal verunordnet) wird, kontrolliert aber eher wenig oder gar nicht. Dabei sollte klar sein, dass bundesweit die gleichen Regeln gelten müssten. In Abhängigkeit von einer aus Inzidenz und Hospitalisierungsinzidenz konstruierten gewichteten Kennziffer müssten deutschlandweit die gleichen AntiCoronaMaßnahmen gelten**. Das haben einige der führenden Politiker bis heute nicht verstanden – müssen das aber jetzt checken.

In Portugal sind über 90% der Menschen geimpft. Sie haben weiter gedacht, vertrauten ihren Epidemiologen, konnten sich auf umsichtige, wissenschaftsoffene Politiker verlassen, blieben diszipliniert und  verhielten sich der Gemeinschaft gegenüber rücksichtsvoll. Bravo!

In Germany wird das Vertrauen in die Wissenschaft, werden Rücksichtnahme und Verantwortung für die Gesamtheit nicht von der Mehrheit der Menschen, wohl aber von einer schlagkräftigen Minderheit in Frage gestellt. Zum einen wird unaufhörlich die Einbeziehung von neuen Leuten in die Beratungsgremien der Regierungen gefordert, weil man die derzeit Berufenen für konservativ oder korrumpiert hält. Auch in Talkshows sollen vermehrt Gegner der „vorherrschenden Meinungsmacher“ geladen werden. Weil das den Diskurs auf eine breitere Basis stellen und Corona demokratischer ausrotten würde. Blanker Unsinn! sag ich da. Umfang und Struktur der Experten stehen fest, alle Fachrichtungen und Fraktionen sind vertreten – wenngleich in einer Auswahl und Ausrichtung, die vom politischen Auftraggeber beeinflusst ist. Und wenn schon. Man wird kaum erwarten können, dass eine Partei, die ihren Sitz im Bundestag fast verpasst hätte, die Kandidatenliste festlegt. Die eine, weitreichende Objektivität gibt es eben nicht. In Sachen Corona ist das weniger bedenklich als in Sachen Bildungsgerechtigkeit, Mietendeckel oder Mindestlohn. Denn die Seuche betrifft alle gleichermaßen. Und die allgemeine Gefahr gebietet es, sauber zu reagieren. Die verfluchten Reichen und Mächtigen könnte es genauso erwischen.

Um auf den Ausgangspunkt zurückzukommen: In Deutschland  existiert ein idiotisch erweiterter“ Freiheitsbegriff“. Man könnte glauben, sie alle, sie … die Leugner, Verschwörungstheoretiker und Querdenker wünschten sich hinein in einen Mix aus „House of cards“, „The loudest Voice“ oder „Yellowstone“, hinein in ein Amerika,  wo jeder mal rumballern, Leute umlegen und Gesetze per Scheck ausklicken kann.

Besonders befremdlich finde ich, dass auch Sahra ins Horn der Impfverweigerer stößt https://www.spiegel.de/politik/deutschland/sahra-wagenknecht-so-wurde-die-linken-politikerin-zur-heldin-der-ungeimpften-a-2f1f112e-7e2a-4125-b1ad-f62b163d497f und ihre erschreckend unlogischen Argumente bei Anne Will ablässt https://www.youtube.com/watch?v=HPzpe_Wbf68. Von einer Sahra, einer Frau, die lobenswerte Bücher (u.a. „Reichtum ohne Gier“,„Die Selbstgerechten“) verfasst hat, einer Frau, die in Sachen Migration als eine der wenigen Linken den Durchblick bewahrt hat, habe ich das nicht erwartet. Aber Enttäuschungen sind vorprogrammiert. Immerhin solltest Du, Sahra W., wissen,  dass es den von Dir favorisierten Totimpfstoff gegen Covid entweder überhaupt nicht oder aber erst in zehn Jahren geben wird. Frag mal die Kompetenten im Lande!***

Impfverweigerer sind – abgesehen von denen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen dürfen – rücksichtslose Zeitgenossen. Sie sind prädestiniert, sich selbst und andere anzustecken, was ungeimpfte Kinder, ja selbst …. geimpfte Erwachsene in Gefahr bringt. Impfverweigerer sind prädestiniert, Ärzte und Krankenschwestern in Stress und Erschöpfung zu versetzen. Sie sind auch für das Schicksal all derer verantwortlich, die eine dringende, zuweilen eine lebensrettende OP wegen besetzter CovidBetten nicht wahrnehmen können https://www.swr.de/report/corona-die-krankheitswelle-der-chronisch-kranken/-/id=233454/did=25442440/nid=233454/tjsov9/index.html. Impfverweigerer haben keine Chance, irgendwelche Langzeitwirkungen von Vektor-,  mRNA- oder TotImpfstoffen zu beobachten. Sie werden zu Recht ausgegrenzt, erkranken oder rutschen vielleicht durch – ein VabanqueSpiel, das sie selbst verantworten müssen.

Gehen Inzidenz und Intensivbettenbelegung weiter hoch, kommt es zum schrillen Geläut. Das Gesundheitssystem gerät an seine Grenzen. Gehen die Zahlen weiter hoch, dann gibt es – darauf schwöre ich – die allgemeinte Impfpflicht. Dafür aber müssen in Deutschland – aber eben nur in Deutschland – nochmal Tausende in die Betten oder das Zeitliche segnen. Wir Freiheitskämpfer und Demokraten schauen da einfach mal zu.

 

 

* Anzahl der in Krankenhäuser aufgenommenen Covid-19-Patienten bezogen auf die Gesamtzahl der in den zurückliegenden 7 Tagen gemeldeten Covid-Fälle pro 100.000 Einwohner)

 

** hätte diese Kennziffer die Größe A, dann müssten die für A geltenden Anti-Corona-Maßnahmen durchgeführt werden. Stiege diese Kennziffer auf den Wert B, dann wären die dem Wert B. zuzuordnenden Maßnahmen angesagt. Für den noch größeren Wert C dann die noch strengeren, dem Wert C zugeordneten Vorkehrungen. Voraussetzung ist, dass der jeweiligen Coronalage entsprechende MaßnahmePakete gegenüber stehen. Und das dies in einem bundesweit geltenden Gesetz/in einer bundesweis geltenden Verordnung verankert ist. Für föderale Alleingänge ist in dieser Stelle kein Platz!

*** diese Aussage stimmt so nicht. China, Russland und Kuba setzen bereits seit längerer Zeit Totimpfstoffe ein. Die USA (Novavx) und Frankreich (Valneva) haben sie auch entwickelt und warten jetzt auf die Zulassung https://www.br.de/nachrichten/wissen/impfung-corona-sollte-man-auf-die-totimpfstoffe-warten,SgS4EB1. Es wird davon ausgegangen, dass taugliche Präparate bald auch in westlichen Ländern zur Verfügung stehen und zur Steigerung der Impfquote beitragen https://www.fr.de/wissen/corona-totimpfstoffe-impfstoff-vakzin-traditionell-china-vorteile-nachteile-nebenwirkungen-symptome-91090470.html. Auch diese Wirkstoffe wurden praktisch im Eiltempo entwickelt. Warum sie von vielen Menschen, die mRNA-Substanzen ablehnen,  für sicherer gehalten werden, erschließt sich mir nicht.

Sprechen wir es doch klar aus: Wer in Freiheit leben will, muss mehr Tod akzeptieren

Noch mehr wollen, alles wollen. Dinge zusammenbringen, die nicht zusammengehören. Freiheit ohne Tote und Tod den Diktatoren. Wir leben in einer neoliberalen Gesellschaft und die brachte in den zurückliegenden Jahrzehnten Menschen hervor, die alles, was es gibt, alles billig und alles schnell haben wollen. Wir leben in einer sogenannten freien Gesellschaft mit freiheitsliebenden Menschen – vor allem solchen, die auf eine gerechtere Welt aus sind, aber auch anderen, die sich alles kostenfrei herausnehmen wollen, die egoistisch und verwöhnt durch die Welt geistern. Sich dabei aber ganz und gar nicht für die übrige ärmere Welt interessieren.  Auch viele der Hiesigen sind nicht gerade wohlhabend und fallen doch völlig frei der Schere zwischen Arm und Reich zerschnitten zum Opfer.

Wir leben mit der Pandemie und dürfen davon ausgehen, dass sich die Probleme bis zur Totalimpfung  immens verschärfen. Gleichzeitig dürften Querdenker zu einer immer größeren Gefahr für uns alle werden. Die jüngsten Ereignisse in Stuttgart werfen einmal mehr ihre Schatten voraus https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/videos/querdenker-demonstration-stuttgart-corona-video-100.html.

Jacob Augstein hat wie immer an den Regierenden kein gutes Haar gelassen, hat sie beschimpft und der Unfähigkeit geziehen https://digital.freitag.de/1321/das-unerreichbare-ziel/. Was angesichts des heutigen Wissenstandes einfach ist und zutiefst populistisch in deutsche Herzen vordringt. Augstein schwimmt auf der Welle der Kritik, die ihn leicht trägt, aber auch abschwemmt. Mit der Feststellung, dass die Pandemie in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft nicht völlig ausgerottet werden kann, hat er vermutlich Recht. Das Bedürfnis der Menschen nach Mobilität, Meinungs- und Versammlungsfreiheit, nach Transparenz und Aufklärung aber auch nach grenzenlosem Luxus sind nicht auszubremsen – auch nicht mit Gewalt. Folglich wird es immer Querulanten, Angesteckte und Tote geben.

Leider hat Augstein keine Idee, wie man das fröhlich Freie unter den bestehenden Herrschaftsverhältnissen schlüssig mit Verantwortung, Moral und Ethik zusammenbinden könnte – zumindest keine, die mich derzeit überzeugt. Und nun wieder Augstein mit der richtigen Feststellung: Nur in Diktaturen, die sich auf Inseln befinden, ist es möglich, das Virus total zu besiegen. China – so füge ich hinzu – mag durch seine Politik Hundertausende Leben gerettet haben, aber positiv ankommen könne das nur da, wo solche Leben als lebenswert empfunden werden.

Bei der Abwägung von Freiheit und Tod gegen Unfreiheit und Leben wird man niemals allen Menschen gerecht werden können. Zumal die jeweiligen Befindlichkeiten in den jeweiligen Systemen kaum gänzlich, allenfalls ansatzweise durchlebt/verglichen werden können.

Ich glaubte bislang, dass die Impfung gegen Covid und folgende PandemieAuslöser irgendwann zur Pflicht gemacht werden müsste – ähnlich wie die Impfung gegen Masern. Weil es sonst unmöglich wäre, diese Krankheiten einzudämmen.

Ein Nachbar vertrat gestern das ganze Gegenteil. Die Impfung dürfe niemals zur Pflicht gemacht werden, weil das freiheitliebenden Menschen nicht zugemutet werden könne.

Dann werden sehr viel mehr Menschen – eben viele von denen, die das Impfen heute, besser gesagt: demnächst verweigern – ins Gras beißen müssen, entgegnete ich.

Ja, sagte mein Nachbar, das ist der Preis der Freiheit. Ich möchte weiter im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung leben und nichts, aber auch gar nichts davon missen. Erwischt es mich irgendwann, dann ist es das .. und gut. China jedenfalls kann mit auf ewig gestohlen bleiben.

Wowwww, sagte ich verwundert und schlug mein Buch zu.

Haben die das wieder nicht auf dem Schirm?

Dass die Politik ihren Fehlern immer noch neue hinzufügen muss, dass sie quasi nicht lernfähig ist – auch, weil ihr das Wissen um die Wirkungsmechanismen von Pandemien fehlt, dass die Politik immer weniger auf Virologen, Epidemiologen, Klinikärzte und Betreiber von Intensivstationen hört und häufig durch gewissenlos agierende Medien und den Mob der Coronaleugner vom rechten Weg abgebracht wird, weckt in mir die Befürchtung, dass Corona auch in Deutschland noch viele Todesopfer fordern wird. Sie verordnen chaotisch und setzen nicht durch, was sie verordnen. Manchmal ist das im Nachhinein richtig. Soweit sind wir schon.

Ganz klar:Wir werden im Auf und Nieder von Lockdown und Öffnung bei extrem hohen Inzidenzen landen, denen Geimpfte größtenteils widerstehen, Ungeimpfte aber zunehmend zum Opfer fallen. Denn die Mutanten werden sich gnadenlos weiterverbreiten – bis hin zu den Impfgegnern und CoronaLeugnern, die es dann auch massenhaft erwischen wird.

Die letzten Dummheiten der Regierenden habe ich noch klar vor den Augen: Man öffnet die Schulen ohne im Besitz von Tests zu sein – obwohl es hieß, dass Kinder und Lehrer zweimal pro Woche getestet werden müssen. Jetzt, da die Tests weitgehend vorhanden sind, unterwirft man sich dem Veto von Eltern, die das Testen ihrer Kinder vor allem deshalb verbieten, weil es bei positivem Testergebnis ins heimatliche Nest zurückschlagen, sprich: die Quarantäne auslösen würde. Bis heute ist unklar, ob besser zu Hause, sprich: völlig unkontrolliert und unprofessionell oder aber in der Schule getestet werden sollte (wo positiv getestete Kinder vor Mitschülern stigmatisiert würden).

Auch bei den Modelprojekten in Tübingen oder im Saarland fischt man trotz gegenteiliger Behauptungen im Trüben. Auch wenn man vorhabe, alle Leute, die vor Ort schoppen oder herumkneipen wollten, zu Tests zu nötigen, dürfte es unmöglich sein, alle Leute, die Stadt oder Region wegen der großzügigen Öffnungen überschwemmen, ausfindig zu machen. Was schlicht und ergreifend dazu führt, dass die bislang niedrigen Inzidenzen in den Testgebieten ebenfalls ansteigen und nur etwas später das Niveau der übrigen Städte, Landkreise und Bundesländer erreichen. Der Öffnungseffekt bringt dann nur den marginalen Effekt, dass sich Menschen zwei Wochen lang freier bewegen konnten als die Landleute im übrigen Bundesgebiet. Na hurra! Bei Verzicht auf die Öffnung würde die Bedrohung vor Ort niedrig bleiben und positiv aufs Umfeld ausstrahlen. Aber das zählt offenbar nicht.

Seit Kurzem ist klar, dass sich die Beschaffung von Impfstoff auch deshalb so stark verzögerte, weil die EU und damit auch Deutschland zu wenig Geld in die Hand nahmen, um den Aufbau von Produktionsstätten zu fördern. Amis und Britten waren da erheblich weitsichtiger und spendabler – auch wenn wir ihnen zwischenzeitlich geringere Erfolge bei der Pandemiebekämpfung zuordneten. Für mich stellen sich jetzt zwei weitere Probleme, die wieder komplett verschlafen werden. Hat die Regierung, haben die 16 Ministerpräsodenten daran gedacht, den potentiellen Herstellern von Medikamenten ebenso viel (ja besser: sehr viel mehr) Geld in die Hand zu drücken – auf dass diese Forschung und Produktion von Heilmitteln quasi im Sturmlauf angehen können? Ich lese nichts darüber!!! Es gab mal eine Info über Formycon – dann  war Ruhe und der Aktienkurs der Firma wabert seitdem teils im Minus. Warum wohl?

Und zweitens: Hat der Staat die Entwicklung von neu angepassten, sprich: modifizierten Impfstoffen ausreichend gefördert und auch hier die notwendige Investitionen mit finanziert? Oder läuft es auch diesmal wie im KAP üblich: Man produziert das OriginalVakzin so lange, bis alle Kunden erbost aufschreien oder besser: bis alle Bosse der Impfhersteller Milliardäre sind. Ungeachtet der Tatsache, dass dieses Vakzin nicht mehr oder nicht mehr ausreichend  wirkt.