Alle Beiträge von Ulrich Scharfenorth

Morgen geht es in Berlin gegen TTIP und TISA!

Im Vorfeld der morgigen Groß-Demo gegen die Freihandelsabkommen TTIP und TISA hier noch einmal die wichtigsten Infos zum Thema
TTIP betreffend: https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/widerstand-ist-zweckvoll
TISA betreffend: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/ttips-boeser-bruder
Ich halte es für besonders wichtig, auch diese von der Wochenzeitschrift „der Freitag“ veröffentlichten Beiträge zu studieren.

Und das sind die wichtigsten Argumente:

Wir wollen keine Gentechnik auf unseren Äckern und keine ungesunden/aus genmanipulierten Stoffen erzeugten US-Futter- und -Lebensmittel
Wir fordern die totale Transparenz der Verhandlungen zu beiden Vertragswerken und eine demokratische Kontrolle der Inhalte
Wir lehnen Schiedsgerichte, die im Interesse von Konzernen Klagen gegen Länder und deren fortschrittliche Gesetzgebung führen dürfen, grundsätzlich ab
Wir wenden uns gegen eine weitere Privatisierung in Gesundheits- und Bildungswesen, ja wir verlangen die Rekommunalisierung von Betrieben/Institutionen, die der Daseinsfürsorge dienen – ebensoauch die Rekommunalisierung privatisierter Wasserwerke in Deutschland

Alle Fakten über die Fallstricke der Freihandelsabkommen unter https://www.youtube.com/watch?v=IpAsS9FyUGA

 

Die Armen unter uns Deutschen werden bluten ….

Die Politik der Bundesregierung ist nach wie vor auf Beschwichtigung aus.  Angela Merkels „ Das schaffen wir schon“ steht unkorrigiert im Raum. Asyl bleibt nach oben offen – was gut aussieht und kurzfristig ohnehin nicht beeinflusst werden kann. Grenzzäune jedenfalls lösen keine Probleme und Frieden ist nicht in Sicht.
Was bisher nur in winzigen Ansätzen sichtbar wird, ist das Wohnungsproblem. Kein Politiker nimmt es ernsthaft zur Kenntnis.  Gerhard Matzig schreibt in der Süddeutschen Zeitung u.a. : „Sechs Millionen Sozialwohnungen gab es ehedem. Aber schon Mitte der Neunzigerjahre halbierte sich der Bestand. Nun sind es 1,4 Millionen. Und jedes Jahr fallen weitere 60.000 mit steuerlichen Mitteln finanzierte Wohnungen aus der Sozialbindung. Dann steigen die Mieten auf das örtliche Vergleichsniveau. Seit 2007 werden kaum Sozialwohnungen gebaut.“ (SZ – im Häuserkampf, 7. Oktober 2015).
Matzig verweist auf die Tatsache, dass der (soziale) Wohnungsbau Ländersache sei, dass die Länder aber vom Bund gewährte Unterstützungsleistungen zweckentfremdet zum Stopfen von Haushaltslöchern benutzten. Die derzeit von der Bundesregierung anvisierten 500 Millionen Euro zur Forcierung des Wohnungsbaus seien völlig unzureichend – was jedem, der rechnen kann, sofort einleuchte.

 

Hier – genau an dieser Stelle – wird der entscheidende Fehler gemacht. Weder befördert man den Wohnungsbau zur Chefsache und damit zur Angelegenheit des Bundes, noch setzt man Prioritäten (Die neu zu errichtenden Wohnungen müssen zuerst für bedürftige Deutsche und dann erst für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden). Vor allem aber hält man am überkommenden Modell des  privaten Wohnungsbaus fest. Michael Jäger spricht davon, das man es jetzt (den Bauherren gegenüber) mit „Anreizen“ versuchen wolle. Um sofort zu schlussfolgern: „Es steht nicht zu erwarten, dass die Bauherren einen Ausnahmekapitalismus für Flüchtlinge beschließen. Vermieter werden Flüchtlinge nicht anders behandeln als Hartz-IV-Bezieher und die Mietpreise immer um ein paar Euro höher ansetzen als das Sozialamt zu zahlen bereit ist. Wenn man sie aber wirklich zur Fluchthilfe zwingt, was allein durch „Anreize“ schwerlich gelingen kann, müssen auch für Hartz-IV- und Nidriglohnbezieher billigere Wohnungen als heute zur Verfügung gestellt werden. Denn das erst wäre ein gutes, eben auch materielles Argument gegen eine Fremdenangst, die sich zum Hass steigern kann. Vielleicht gelingt es nur, wenn wieder der Staat, aller Privatisierung der letzten Jahrzehnte entgegen, einen großen Teil der benötigten Wohnungen baut.“(der Freitag 43/2015).

Richtig! Die Armen unter uns werden nicht nur, was die Jobchancen angeht, weiter verunsichert. Ihnen wird auch jegliche Hoffnung auf ein würdiges, bezahlbares Wohnen in Frage gestellt. Kein Wunder, wenn die Nazis aus dieserNot schöpfen. Noch hilft an dieser Stelle die heuchlerische PEGIDA-Keule. Fragt sich, wie lange noch?

BilderWald


 

Camäleon – 4. November 2005

 

Foto: Michael Bulcik

 

 

 

 

 

Manege: 16. 6. 2009

 

 

Em Pötzke:  Frühjahr 2020  OTTO ZWO 28. April 2024

Foto: Gripp


dsc_5692
Juni_16_Marina2009_u
Lux
Dach

 

Galerie Brozio: 17.9. 2016

Kaufbar SW Witzbild
Foto: Michael Bulcik                     Kaufbar, Berlin: 25.11.2005

SignierenS_liestabgehoben vor Immendorf

Barbara Ming und Ulrich Scharfenorth vom Literaturkreis ERA.
Barbara Ming und Ulrich Scharfenorth .

mit_KapriLUX: 20.6.2010

DSC_4313

2009_0215Kamera100342009_0215Kamera101232009_0215Kamera10082

 

 

 

 

 

 

 

8xLUX: 15. Februar 2009

                                       
2009_0215Kamera10019Thomas
2009_0215Kamera10110Das Team 2009_0215Kamera10014

Ereignis

 

 

 

 

DSCN6425

                             „Tragödchen“:  Juni 2016

Tango_NeuRatinger Treff: 16.4.2006

 

LITERATURBO2

 

IL VENEZIANO: November 2003

Einmal nachdenken – ohne HurraGeschrei

25 Jahre Wiedervereinigung. Natürlich freue ich mich über diese Rückbesinnung. Wenngleich vieles schief gegangen ist/wurde. Seltsamer- oder besser: Bezeichnender Weise versuchen wir auch heute noch zusammenzukommen – bei den Löhnen, bei den Renten, beim Wirtschaftswachstum, bei Konfessionen und Konfessionslosigkeiten. Ich hörte gerade, dass man im Osten eine weitere Billion Euro investieren müsste, um vergleichbare wirtschaftliche Erfolge wie im Westen Deutschlands zu erreichen. Diese Investitionen – so der Kommentator weiter – werde es aber nicht geben.

 
Ich möchte diesen Tag nur mäßig feiern – und dann mit den richtigen Leuten – nicht mit Merkel, Gauck, BILD und Helene Fischer, wohl aber mit Gysi, Ströbele, Jakob Augstein, Konstantin Wecker,  Anna Loos und Silly https://www.youtube.com/watch?v=sM6rLODgWMM. Dabei denke ich an die DDR-Dissidenten, denen der erfolgreiche Bildungs- und Lebensweg in fast allen Fällen brutal gekappt wurde – zuerst in der DDR, dann im vereinten Deutschland. Bärbel Bohley hat das irgendwann treffend auf den Punkt gebracht: „Wenn man sich treu ist in seinen Ansichten, gehört man jetzt nicht mehr zu denen, die gehört werden. Die Wendehälse wollen beweisen, wie sie sich gewendet haben. Es gibt bei vielen die Erwartung, die Probleme durch Anschluss zu lösen. Da sind wieder nur Mauern. Es wird nicht ins Offene gedacht. Die Bürgerbewegungen sind eine Anfechtung für die Parlamente, denn die Demokratie im Westen ist nur eine andere Spielart unserer früheren Unmündigkeit“ („der Freitag“, 1. Oktober 2015).

Wie die Wirklichkeiten WEST und OST  auseinanderklaffen:

http://www.stoerfall-zukunft.de/?s=Zwei-Heit

http://www.stoerfall-zukunft.de/?p=773

Putins Muskelspiele sind sinnlos!

Es ist mehr als enttäuschend, dass Russlands Präsident Putin in der Syrien/Irak-Politik nicht mehr drauf hat als die bombenden Amerikaner, Briten und Franzosen http://www.sueddeutsche.de/politik/russland-wie-putin-den-syrien-konflikt-zum-stellvertreterkrieg-mit-den-usa-macht-1.2673608. Mit wieder neuen Kampfflugzeugen ist der Brandherd im Nahen Osten/ ist die Fluchtbewegung nach Europa nicht zu stoppen.

Dabei gibt es Lösungen – wenn man sie will http://www.stoerfall-zukunft.de/?p=440

Achtung OPIUM!

Ich habe mit den Religionen, vor allem aber mit den Institutionen oberhalb der Kirchengemeinden nichts, aber auch gar nichts am Hut – ganz gleich, ob es dabei um Christen, Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten, mexikanische Tempeltänzer, Anhänger der Santería oder sonstiger Kulte geht. Die Feststellung von Mariam Lau, dass Deutschland infolge der Zuwanderung islamischer wird http://www.zeit.de/2015/39/fluechtlinge-deutschland-muslime-islam, beunruhigt mich weniger, weil dadurch das Christentum bedroht würde. Viel schmerzlicher empfinde ich, dass dadurch der Anteil der Aufgeklärten in unserem Land schwindet – und dass letztere am ehesten von Muslimen bedroht sind (Tod den Ungläubigen!). Allerdings sind es weniger die Syrer, die Unruhe bereiten dürften – sie sind den säkularen Staat, sprich: die Trennung von Kirche und Staat seit 1963 gewöhnt – als vielmehr Iraker, Afghanen und islamorientierte Afrikaner. Was sich letztlich wie mischt, wird die Zukunft zeigen. Wichtig ist, dass die Missionierung der einen durch die anderen und umgekehrt auf ein Mindestmaß reduziert und das religiöse Brauchtum auf die Wohnzimmer und Kirchen/Moscheen/Synagogen beschränkt bleibt.

BDI-Sicht – einfach empörend!

Es ist geradezu haarsträubend, was BDI-Chef Markus Kerber in der Wochenzeitung  DIE ZEIT  ablässt http://www.zeit.de/2015/39/markus-kerber-bdi-chef-angela-merkel. Er möchte nicht, dass die Wirtschaftsflüchtlinge hinter den Kriegsflüchtlingen zurückstehen – bei der Aufnahme, bei den Asylchancen. Dieser Mann ist nicht verrückt. Im Gegenteil: Er glaubt zu Recht, dass man aus mehr Bleibenden mehr passende Fachleute für die deutsche Wirtschaft schöpfen könnte. Er vertritt also ausschließlich die Interessen seiner Hintermänner. Alles andere ist ihm egal. Die soziale Last, die natürlich unendlich größer würde, gäbe man allen – die sich ein besseres Leben „erwandern“ – Asyl, überlässt er wohlweislich Staat und Steuerzahlern. Nach dem Motto: die Profite privatisieren, die Lasten sozialisieren!