Jakob Augstein befürchtet zu Recht, dass jetzt die Hardliner das Ruder in Europa übernehmen, und er traut Merkel nicht, die noch zögert, aber durchaus in der Lage scheint, erneut eine Wendung zu vollziehen – vom hintergründigen Unterstützen zum offenen militärischen Einsatz. Augstein meint, uns müsste nur der Terror selbst treffen, schon wäre der Hund (der Gauck) von der Kette.
Ganz klar: die Welt ist voller Idioten, von Leuten, die noch immer glauben, alles mit der Kraft des Marktes und der Bombergeschwader lösen zu können. Augstein ist mit mir einer Meinung: So geht’s nimmer! https://www.freitag.de/autoren/jaugstein/werkzeuge-des-zorns
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TäterProfil
Zweifellos
ist der Stein schuld,
wenn ihr
anstoßt.
Fragt sich,
wann ihr ihn
steinigen
werdet.
Geschützt: DJT 10
Sorry, dass ich gegen die Totenruhe verstoße
Natürlich muss man Zeit haben für stilles Gedenken. Ich hab sie mir genommen. Glaube aber, dass ich jetzt – 20 Stunden nach den Pariser Geschehnissen – dringend nachdenken muss. Denn es gilt die Stille zu nutzen, um der im Werden begriffenen Kampagne der Meanstraem-Medien zuvor zu kommen.
In der abendlichen TAGESSCHAU-Sendung, die sich ausführlich über die Geschehnisse in Paris und die weltweiten Reaktionen ausließ, gab es nur einen 20 Sekunden währenden Satz, der die Dinge hätte zurechtrücken können – wenn man das gewollt hätte. Dieser eine Satz betonte die Mitschuld Frankreich am gestrigen Massaker, und er wurde bezeichnender Weise aus dem Mund des syrischen Präsidenten Assad zitiert. Womit ja nur gemeint sein konnte, dass die Auffassungen eines Verbrechers nichts wert seien. So werden in Deutschland Nachrichten gemacht, und ähnlich wie bei Charlie Hebdo wird alles in Bewegung gesetzt, um den Hass gegen die Islamisten, pauschal gegen den IS und natürlich auch gegen die unbeteiligten Muslime zu schüren.
Den Kopfabschneidern dürften jetzt die Attentäter von Paris zur Seite gestellt werden. Und noch immer dürften die meisten Europäer nichts über die komplette Substanz des IS und die unter ihm leidenden Menschen erfahren haben. Das ist ebenso gewollt wie die Verkürzung Assads auf seine verbrecherischen Fassbomben.
Ich habe noch am Abend des 13. November auf eine Stellungnahme der Nahostexperten Peter Scholl-Latour, Michael Lüders oder Jürgen Todenhöfer gewartet. Scholl-Latour ist tot – ein herber Verlust. Aber Jürgen Todenhöfer meldete sich. In einem Beitrag bei ARD/ttt hat er mit der schiefen Berichterstattung der öffentlichen Medien aufgeräumt – und die Gesamtzusammenhänge klar gestellt. Natürlich trifft Frankreich eine Mitschuld an den Attentaten. In keinem anderen Land sind die Vorbehalte gegenüber Muslimen so ausgeprägt wie in Frankreich, und nirgendwo anders wird so wenig für für die Integration der Fremden getan http://www.sueddeutsche.de/politik/migration-die-botschaft-der-banlieue-1.2715426. Die brutalen Militäreinsätze in Syrien und in Afrika tun ein Übriges http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/sendung-vom-15112015-104.html
und http://www.rp-online.de/panorama/ausland/paris-und-der-terror-warum-wieder-frankreich-aid-1.5562055
Jetzt fürchte ich die falsche Antwort auf die Anschläge in Paris. Der IS hat sich ganz offensichtlich für die Bombardierungen im arabischen Raum gerächt – mit der Bombe im russischen Passagierflugzeug ebenso wie mit seinen Pariser Attentaten. Das ist durch nichst, durch gar nichts zu rechtfertigen. Denn derartige Aktionen gegen friedliche, wehrlose Menschen sind nicht nur unmenschlich. Sie lösen auch automatisch eine neue Spirale der Gewalt aus.
Eines hat der gestrige Abend deutlich gemacht: Der hölzerne, von seinen Militärs und Marie le Pen beherrschte Hollande ist unfähig, Frankreich zu schützen und er bleibt das auch. Er hat seine Bomber immer „reingehalten“, wenn das aus seiner einfallslosen Perspektive, aus der Sicht der waffenproduzierenden Einflüsterer nützlich schien. Den Einsatz von Bodentruppen hat er feige vermieden. So geschehen in Libyen, so geschehen und immer noch akut in Syrien. Wo quasi täglich Zivilisten sterben, über die hier zu Lande niemand nachdenkt – für die kein Europäer, Amerikaner oder Russe Lichter und Kränze bereit hält. Sorry, dass ich gegen die Totenruhe verstoße weiterlesen
RP diffamiert medienkritische Bürger
Es geschieht nicht selten, dass Journalisten der Rheinischen Post subtile Hetze gegen politisch Missliebige betreiben. Gestern fand ich diese Feststellung bestätigt – in einem Beitrag, der sogenannte Verschwörungstheoretiker und deren Thesen aufs Korn nahm http://www.rp-online.de/politik/die-grosse-verschwoerung-aid-1.5553347. Da wurden die Zwillingstürme in Manhattan herangezogen, weil besagte Mutmaßer wissen, dass sie von den USA selbst gestürzt wurden (weil man so die Kriege im Irak und in Afghanistan besser begründen konnte), da wurden Theorien über fehlgedeutete Kondensstreifen – als Mittel zur Wetterbeeinflussung – hinweggefegt und der offenbar festgenagelte Auslöser der jüngsten Flüchtlingsbewegung fertig gemacht.
Über solche Phänomene, Vermutungen und wilden Konstrukte mag richten, wer will. Jeder legt sich da seine ureigene Auffassung ins Schließfach. Was mir in diesem Zusammenhang die Wut ins Gesicht treibt, ist etwas ganz anderes, nämlich der Versuch, die Kritik an der gegenwärtigen Medienpolitik in diese, die VerschwörerKiste, mit einzubinden. So suggeriert Martin Bewerunge, dass sowohl die Beschimpfungen durch Pegida (Lügenpresse!) als auch die Kritik an der „Flüchtlingsbeschwichtigung“ der Medien auf demselben Mist gewachsen seien wie die Deutungen zum 11. September.
Statt darüber aufzuklären, warum Verschwörer ausreichend Nahrung finden, statt zuzugestehen, dass die Berichterstattung der MainstreamMedien fast nur noch schief und verzerrt daher kommt, schwingt man die Verdummungskeule. Wir alle wissen, dass sich hinter unserem Rücken, ja auch unmittelbar vor unserer Nase unzählige Verschwörungen zusammenbrauen – täglich, stündlich , minütlich. Edward Snowden, Julian Assange und Bradley Manning haben das ausführlich dokumentiert. Jeder Mensch muss heute davon ausgehen, dass er, sofern er auch nur einmal die Worte Attentat, Bombe oder Rosa-Luxemburg-Stiftung in seinen Rechner tippt, observiert wird – über seinen Computer, über seinen Fernseher, über sein Handy etc. Und wer die TTIP-Verhandlungen, respektive deren Außenwirkung verinnerlicht, wird etwas sehr ähnliches empfinden – nämlich, dass die Mächtigen dieser Welt wieder einmal dabei sind, uns Bürger dumm zu stellen/ über den Tisch zu ziehen.
Erleben wir das nicht ständig? Ist es eine Verschwörungstheorie, dass man die Rettung der Hypo Real Estate als finale Intrige der deutschen Finanzinstitute bezeichnet? Immerhin fungierten sie als deren Geldgeber http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/05/banken-rettung-kostet-deutsche-steuerzahler-236-milliarden-euro/
Sind die Mutmaßungen über Rammstein als Leitzentrale für völkerrechtswidrige US-Drohnenangriffe aus der Luft gegriffen?http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ramstein-air-base-us-drohneneinsaetze-aus-deutschland-gesteuert-a-1029264.html) . RP diffamiert medienkritische Bürger weiterlesen
Geschützt: DJT 9
Geschützt: DJT 8
Geschützt: DJT 7
Hadsch – batsch, Kuri e Knüppel !
Der religiöse Irrsinn grassiert wie eh und je. Bei der idiotischen Teufelsaustreibung sterben in Mekka jährlich hunderte Menschen. In diesem Jahr staut sich das. Ein Bin-Laden-Bau-Ingenieur behauptet, dass der zum Unternehmen gehörende Baukran, der zur Erweiterung des Moscheegeländes eingesetzt war und dann im Umsturz hundert Leute erschlug, „dem Willen Gottes gefolgt“ sei (s. Bild – zum Vergrößern bitte hineinklicken! Quelle: fiftyfifty 11/2015).
Etwas versetzt dazu erfahren wir morgen, dass das Chaos in der vatikanischen Finanzverwaltung weiter anhält und die Kurie ihre Intrigen gegen Papst Franziskus intensiviert http://www.rp-online.de/politik/dem-vatikan-droht-ein-neuer-finanzskandal-aid-1.5532615.
Mir scheint: Das Gros der Menschheit ist in Dummheit erstarrt. Dabei wird Im Dickicht religiöser Riten immer häufiger die Fratze des Bösen sichtbar – aufgesichtet von infamen Betreibern eines weltweiten Marionettentheaters.
Ost und West gibt es nicht mehr. Denkste!
All denen, die mir vorwerfen, ich würde noch immer in Ost und West unterscheiden, noch immer darauf verweisen, dass es mit der deutschen Einheit, vor allem mit der Einheit der Gefühle und Befindlichkeiten nicht weit her ist, obwohl die zwei Billionen Euro jenseits der Elbe verbraten wurden, all denen kann ich nur die Lektüre des SPIEGEL empfehlen. Da steht es schwarz auf weiß https://magazin.spiegel.de/digital/index_SP.html#SP/2015/41/139095778 :
1) im Osten ist die durchschnittliche Arbeitslosigkeit etwa 4% höher als im Westen
2) das Inlandsprodukt Ost pro Einwohner stagniert. Es liegt etwa bei 67 % des westlichen
3) die Bevölkerung im Osten schrumpft, während sie im Westen leicht zulegt
4) Das durchschnittliche Privatvermögen der Ostdeutschen ist nur etwa halb so groß wie das der Westdeutschen. Von den 500 reichsten Deutschen residieren nur 20 im Osten – wobei wir nicht wissen, ob letztere nicht auch aus dem Westen kamen
5) Ostdeutsche machen sich mehr Sorgen um die Zukunft und sehen das derzeitige Gesellschaftssystem kritisch
6) Für gleiche Arbeit bekommt man im Osten noch immer viele weniger Geld als im Westen.
Die völlige Angleichung – so Experten – dürfte weitere 25 Jahre in Anspruch nehmen. Wer es griffiger will, der schnüffle bei Blessing (s. Bild).
Weiter zum Thema http://www.stoerfall-zukunft.de/?p=485