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Deutschland sabotiert das Pariser Klimaabkommen

Das Deutschland als viertgrößte Wirtschaftsmacht der Welt zu den größten Umweltverschmutzern auf unserem Planeten gehört, ist vielen Menschen nicht wirklich bewusst. Weil ihnen über die zurückliegenden Jahrzehnte ständig eingeblasen wurde, dass wir in Sachen Umweltschutz eine Führungsposition einnehmen. Klar, vieles wurde in diesem Bereich auf den Weg gebracht – nicht zuletzt auch die Energiewende. Und doch gehören wir, was den C02-Ausstoß angeht, zu den miesesten Kandidaten. Konnte Deutschland nach der Wende auf recht einfache Weise mit der Stilllegung zahlloser emissionsintensiver DDR-Betriebe punkten, so zieht diese Maßnahme jetzt nicht mehr. Im Gegenteil: Deutschland fällt vor allem wegen der verbliebenen Braunkohleverstromung, aber auch wegen seines hohen Verkehrsaufkommens, vor allem in der Luft, im Ranking weit zurück. Wie jetzt bekannt wurde, hat Deutschland in den ersten drei Monaten bereits so viel Kohlendioxid ausgestoßen wie es im gesamten Jahr 2017 freisetzen dürfte, um das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. Einer Studie zufolge ist diese skandalöse Ergebnis auch für die folgenden drei Jahre zu erwarten http://www.tagesschau.de/inland/deutschland-emissionen-101.html.

Frau Merkel, die einst als UmweltIkone gehandelt wurde, ist für diese Situation verantwortlich.

Umweltsünder Deutschland

Deutschland hat als Vorreiter für nachhaltiges Wirtschaften und Umweltschutz längst ausgedient. Wir gehören zu den weltweit größten Emittenten von CO2; die deutsche Regierung tut so gut wie nichts gegen die Abgasskandale bei fast allen Autofirmen, versagt beim Zertifikatehandel und verzögert die Energiewende. Konkret stützt sie unverändert die Auto-Konzerne, indem sie so gut wie nichts zur Aufklärung der Betrügereien tut, indem sie Dieselkraftstoff nach wie vor subventioniert, nichts gegen das ungezügelte Wachstum bei umweltschädlichen Monsterautos (SUVs) unternimmt, die Betreiber von Solaranlagen, wo immer das möglich ist, ausbremst, die Verlagerung des LKW-Transportes auf Bahn und Schiff behindert, den großflächigen Abbau von Braunkohle weiterhin zulässt und andererseits den Steuerbürger für einen Großteil der atomaren Altlasten aufkommen lässt. Eine jetzt veröffentlichte EU-Studie belegt große Teile dieses Befundes

 

Wenn das mit dem Autofimmel so weiter geht, erreichen wir die Klimaziele nie

AutoMonster_7_12_15Die Treibhausgasemissionen in Deutschland sind erstmals nach drei Jahren wieder gesunken. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks spricht von einer Trendwende. In der Landwirtschaft und im Verkehr geht der Trend jedoch in eine ganz andere Richtung.
Grund für die „Trendwende“ ist laut Umweltbundesamt der außergewöhnlich milde Winter. Dadurch sei weniger geheizt und damit weniger fossile Brennstoffe verbraucht worden. Besonders stark ist der Rückgang bei Erdgas und Steinkohle: Der Einsatz von Erdgas verursachte 12,9 Prozent, der Einsatz von Steinkohle 8,2 Prozent geringere Kohlendioxidemissionen. Die durch Braunkohle verursachten Kohlendioxidemissionen gingen dagegen nur um 2,2 Prozent zurück.
In der Landwirtschaft und stiegen die Emissionen des Treibhausgases Lachgas (N2O) hingegen an. Grund dafür ist der erhöhten Einsatz an mineralischem Dünger. „Die immer noch steigenden Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft und vor allem im Verkehr weisen deutlich auf die vorhandenen Defizite hin“, so UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. „Wir haben hier zusätzlichen Handlungsbedarf.“ Im Verkehr stiegen die Emissionen um mehr als drei Prozent. http://www.euractiv.de/sections/energie-und-umwelt/umweltbundesamt-deutschlands-co2-ausstoss-sinkt-deutlich-313412 . Schuld ist vor allem der Run auf die AutoMonster (SUV), deren Order um bis zu 30 % anstieg http://www.auto-motor-und-sport.de/news/suv-zulassungszahlen-april-2014-die-tops-und-flops-bei-den-suv-8361488.html