Alle Beiträge von Ulrich Scharfenorth

Man will nicht die Wahrheit, man will bewusst diskreditieren

Mir ist schon lange klar, das sich die taz in eine billige Beliebigkeitszeitung  verwandelt hat. Die alten Vorsätze sind lange über Bord gespült. Was sich früher recht links gab, fröhnt jetzt dem Mainstream. So auch gestern wieder als man die Situation des BSW in Sachsen Anhalt bewusst fehlinterpretierte.

Wahr ist, dass mehrere BSW-Funktionäre in S.A. ihren Unwillen kundtaten, zum Teil sogar harsche Töne anschlugen, Töne, die mit Austritten aus dem BSW enden dürften. Fragt sich natürlich, ob die Gerüchte um diktatorische Tendenzen im Wagenknechtlager ernst zu nehmen sind. Oder ob die Kläger einfach disziplinlos tun, was ihnen Spaß macht. Aus der Entfernung ist ein glaubwürdiges Urteil schlecht möglich. Eines aber scheint offensichtlich: Wenn die BSW-Spitze der Regierung gegenüber Forderungen aufmacht, die denen der AfD ähneln/gleichen, dann ist offenbar bei den Sachsen-Anhaltinischen Protestierern nicht gefragt worden, ob diese Forderungen auch Forderungen fast aller Deutschen (folglich auch aller anderen Parteien) sein könnten. Man hat einfach nur draufgekloppt. Dass man mit dieser dummen Wertung der Propaganda von CDU/CSU punktgenau folgt, ist offenbar den 18 Unterschriftlern nicht aufgestoßen. Doch genau darauf kommt es an. Das BSW darf sich auch über die Brandmauer empören – weil die ein völlig untaugliches Mittel ist, die AfD zu zügeln. Sie darf also auch CDU- und SPD-Granden folgen, die Ähnliches seit Wochen (richtigerweise) herausposaunen. Hier allerdings trifft sie ebenfalls ein Bannstrahl, während die Schwarz-Roten nur etwas böse angeschaut werden.

Der Vorwurf, dass sich das BSW der AfD zu sehr nähere, sich sogar zur AfD light entwickeln könnte, ist empörend. Denn wer die Satzung liest, findet klare Strategien, die dem grundsätzlich widersprechen. Das BSW möchte mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft herstellen, setzt sich also – ebenso wie die Linke – vor allem für die Unterprevilegierten in unserer Gesellschaft ein. Fordert aber auch, das der UM-jeden-PREIS-Kuschelkurs mit Migranten auf seine Bestandteile hin seziert wird. Auch richtig! Wer in Deutschland als Gefährder eingestuft wird oder straffällig geworden ist, wer ohne größere Not – einfach nur deshalb hier aufschlägt, weil er seinen Lebensstandard aufpeppen möchte – der gehört nach draußen. Dass sich hier die Forderungen von BSW und AfD ziemlich annähern, hat allerdings nichts damit zu tun, dass man mit den Rechten grundsätzlich kuscheln will. Es repräsentiert die Meinung von mindestens 60% der deutschen Bevölkerung.

Themenwechsel: Das BSW bemüht sich um etwas, das man die Fortsetzung der Ehrhardschen sozialen Marktwirtschaft nennen könnte. Wofür das Bündnis einmal mehr von der Linken gehasst wird. Warum aber? Weil man den Kapitalismus nicht aufgeben möchte? Genau – undd das heizt sich. Dabei ist es aus den gegebenen  Kräfteverhältnissen heraus überhaupt nicht denkbar, den beschissenen Kapitalismus loszuwerden (vermutlich wird das nie gelingen ????). Und so lange das so ist, muss man versuchen, dem KAP abzutrotzen, was möglich ist. Im Sinne von mehr Gerechtigkeit, dann aber auch echt fühlbar – wie das z.B. die Linke mit ihren Aktionen zur Miete praktiziert hat https://www.die-linke.de/partei/parteidemokratie/parteivorstand/parteivorstand-2024-2026/detail-beschluesse-pv/news/mietenkampagne-1/.

Ich weiß, dass das alles nach Dritten Weg riecht und für „linientreue“ Linke als anrüchig gilt. Ist so. Aber keine Partei konnte bisher beweisen, dass sie mehr Gerechtigkeit zu schaffen vermag – auch die Linke nicht.

Weiterer Streitpunkt: die Brandmauer und das AfD-Verbot. Beides für meine Begriffe totaler Unsinn – und so falsch,  wie das seit Jahren währende nur Draufhauen. Man hätte den Aufstieg der AfD – vor allem den im Osten – vor 20 Jahren durch eine faire soziale Politik verhindern können (siehe Oschmann https://www.deutschlandfunkkultur.de/ist-der-osten-eine-erfindung-des-westens-oschmann-debatte-100.html). Diese Chance ist von den dominierenden, ignoranten und arroganten Westdeutschen  vertan worden. Niemand hat sich aus der eigenen fetten Lage in die Niederungen der Ostdeutschen bewegen, geschweige denn Ämter und Pfründe abgeben wollen. Jetzt haben nicht nur die Westdeutschen, jetzt haben wir alle den Salat. Dem man mit Demos und schicken Losungen nicht beikommen kann, den man Ernst nehmen muss. Ich persönlich glaube, dass man mit der AfD – mit einer Partei, die über 40% der deutschn  Wähler hinter sich weiß – praktische Arbeit leisten kann und muss – ohne deren punktuell vorhandenen faschistischen Ambitionen zu akzeptieren.  Mit bekennenden Nazis darf es keine Übereinkünfte geben, wohl aber mit Leuten, die aus Protest dieser Partei nachlaufen.

Ich verstehe sogar, dass das sich das BSW einen überparteilichen Nicht-CDU-Kandidaten als Landesfürsten für Sachsen-Anhalt wünscht und ein Parlament mit wechselnden Mehrheiten favorisiert. Ich verstehe das, halte aber eine solche Haltung kurz vor den Wahlen für völlig falsch. Sachsen-Anhalt braucht eine regierungsfähige Mannschaft, die den Machtanspruch der AfD überzeugend zurückweisen kann. Dafür braucht es die Stimmen des BSW – so es denn in den Landtag gelangen kann. Groteskerweise geistert in der konservativen Rheinischen Post eine völlig andere Vorstellung, nämlich die, dass sich ein ins Parlament gelangendes BSW der Stimme enthalten und so der AfD an die Macht verhelfen könnte (siehe beistehenden Beitrag).

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Geschähe das, wäre das Image des BSW ruiniert. Auch für mich gäbe es dann keinen Grund mehr, die Wagenknechtpartei zu unterstützen. 

Problematisch ist und bleibt, dass das BSW gleich mit einem ganzen Bündel von unbekannten, wenig transparenten und somit schwergängigen Politikkomponenten aufwartet, die von Otto Normalverbraucher nicht verstanden werden und für die folglich auch nicht votiert wird. Problematisch bleibt, dass sich das BSW für den bevorstehnden Wahlkamof nicht eindeutig gegen die AfD positioniert, statt dessen auf die geheime Wahl verweist, bei der niemand  so recht wissen kann, wer und was.

Ein BSW mit weniger als 5 % nützt niemandem, gefährdet aber ganz sicher eine demokratische Führung in Magdeburg (sie bliebe es – auch wenn das BSW den CDU-Anteil kampagnehaft als IMMERWEITERSO und untauglich beschimpft) .

Kluge Köpfe sollten sich blitzschnell der Gefahren bewusst werden, sprich: auf ein Programm zu besinnnen, das dem Bürger einleuchtet und gleichzeitig Veränderung verspricht. Die Anti-CDU-Position gegen Schulze führt zweifellos in eine gefährliche, falsche Richtung.  Eine solche Haltung sollte man sich für Zeiten aufbewahren, in den man stark ist. Alles andere ist sinnloser Kanonendonner.

Grundsätzlich sollte gelten: AfDler, die den Faschismus ihrer Partei ablehnen, sollten in praktischen Fragen – vor allem auf kommunaler Ebene – durchaus mitarbeitzen.  Im großen Spielfeld muss das Regieren der AfD auf jeden Fall verhindert werden. BASTA!

Im Übrigen teile ich voll und ganz die Auffassungen von Florian Schröder – wobei klar ist, dass seine Auffassungen in den kommenden Leserbriefen zerrissen werden.

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Quellen: RP vom 11. August und  31. Juli 2026

UKRAINE: Die Menschheit ist hilflos und nicht lernfähig

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Mich bewegt seit langem die Frage, ob Kriege in der heutigen Gesellschaft vermeidbar sind https://www.stoerfall-zukunft.de/mein-neues-buch-die-zukunft-sieht-anders-aus-tatsaechlich-duerfte-die-zukunft-anders-aussehen/. Die vorläufige Antwort lautet wohl NEIN.

Seltsam mutet an, dass zwei der größten Denker – Albert Einstein und Siegmund Freud –  die Ursache für Kriege ausschließlich in der Beschaffenheit des Menschen – in seiner Neigung zur Aggression – sehen. Und offensichtlichen Ursachen für militärische Konflikte – wie Macht- und Geldgier – entweder garnicht oder als sekundär einstufen (sie beistehenden Beitrag aus „Der Freitag“ vom 19. Mai 2026). Zweifellos spielt die Neigung zur Aggression eine entscheidende Rolle, wenn sie in Menschen hochkocht, die auf rücksichtslose Weise Macht erlangen. Und die auch nutzen, um durch Gewalt materielle Güter anzuhäufen. Doch auch einfache Bürger, die Frieden langweilig* oder persönliche Situationen als unerträglich/ungerecht empfinden finden, können Gewaltinstinkte befeuern und Kriegshysterien begeistert folgen (siehe die Kriegsbegeisterung zu Beginn der Weltkriege).

Ein demokratischer Sozialismus würde Kriege a priori ausschließen. Doch derzeit kann niemand eine solche Gesellschaftsordnung  auf friedliche Weise herbeiführen. Sie auf kriegerische Weise zu erlangen, stellte ein solches Konstrukt von vornherein in Frage.

Blickwende!

Der Ukrainekrieg entwickelt sich zu einem Monster. Er ähnelt inzwischen dem ersten Weltkrieg, der allein als Stellungskrieg über eine Million Tote gefordert hat. Für mich ist und bleibt furchtbar, dass die Weltgemeinschaft diesen Zustand einfach hinnimmt. Dabei wäre es längst geboten, einen Kompromiss zu finden. Warum, frage ich, gibt die Ukraine die von Russland besetzten Gebiete – in denen vorwiegend russlandfreundliche Menschen/Gegner der derzeitigen ukrainischen Regierung leben – nicht endlich auf? Die bestehende Pattsituation lässt sich auch durch die zunehmende Fähigkeit der Ukrainer, russische Infrastruktur zu zerstören, nicht beseitigen. Der Zustand lässt sich nur durch andauernde, immer weiter um sich greifende Zerstörung ohne Siegchancen auf beiden Seiten beschreiben. Wobei täglich Menschen ins Gras beißen. Beide Seiten: Russland und die Ukraine+EU müssen endlich einen Waffenstillstand und letztendlich eine europäischen Friedensordnung ansteuern. Russland und die EU tun deutlich das Gegenteil: Russland engagiert weitere nordkoreanische Kämpfer und die EU übt Druck auf all diejenigen Ukrainer aus, die dem Krieg entfliehen** https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-rat-schutz-ukrainer-100.html. Die ukrainische Regierung fahndet derzeit nach 2 Millionen Männern, die sich dem Krieg entziehen https://www.berliner-zeitung.de/article/ukraine-2-millionen-maenner-landesweit-wegen-wehrdienstverweigerung-gesucht-10014227. Was sagt uns das? Dass es diesen Menschen an Freiheitsgefühl und Patriotismus fehlt?

NEIN! Es sagt uns, dass die Grenzen des (positiv) Möglichen längst ausgeschöpft sind und der Wille in diesem Konflikt zu überleben mehr zählt als ein Stück Land samt seiner Bodenschätze und argrarischen Güter. Der Mensch besitzt nur ein Leben, und es ist sein gutes Recht, dieses Leben zu schützen. Wenn die EU-Politik eine Intensivierung des ukrainischen Fleischwolfs ansteuert, dann zeigt das nur eines: dass sie ukrainische Soldaten für westliche Interessen (für eine Schwächung Russlands, für die künftige Nutzung ukrainischer Ressorcen etc.) verbluten lässt.

*Ich erinnere an Yuval Noah Harari, der in seinem Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ auf derartige Tendenzen hinweist.

**Barbara Tuchman hat in ihrem berühmten Buch „Die Torheit der Regierenden“ die irrwitzigen Reaktionen von Staatenlenkern beschrieben – die immer dann Gestalt annahmen, wenn militärische Konflikte unliebsame Ergebnisse brachten https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Torheit_der_Regierenden.

Merkmale politischen Eigensinns
  • Ignoranz von Warnsignalen: Offensichtliche Fehlentwicklungen werden kleingeredet oder ausgeblendet.
  • Verstärkung des Kurses: Anstatt Fehler zu korrigieren, werden die gleichen Maßnahmen in schärferer Form fortgesetzt („nachlegen statt einlenken“).
  • Verlust des Realitätsbezugs: Ideologie oder Prestige stehen über dem pragmatischen Nutzen für das Gemeinwohl.

Wenn die KI zum Hacker wird, sind Verbrechen jeder Art Tür und Tor geöffnet

Die Skandale um OpenAI und Anthropic eröffnen eine neue Dimension möglicher Bedrohungen https://www.zeit.de/digital/internet/2026-07/anthropic-ki-claude-hackerangriff-cybersicherheit. Die Menschheit und ihre Handlungsoptionen erfahren eine Zäsur, die alles Bisherige in den Schatten stellt. Auch wenn sich Politiker und KI-Experten jetzt zusammensetzen, um das Ausufern der künstlichen Intelligenz einzudämmen – der Zug ist m. E. längst abgefahren (s. Beitrag unten!). Die Interessenlagen der Know-how-Inhaber dürften jeder Regulierung diametral entgegen stehen – denn die neue Entwicklung lässt sich problemlos in Macht und Geld wandeln. Nicht auszudenken, was dies jenseits wirtschaftlicher Überlegungen (Wettbewerb) für nationale und internationale Konflikte bedeuten kann. War es bisher schon möglich, irrwitzige Befehle durch „gestohlene Stimmen“ auszulösen, so wird das Eindringen feindlicher KI auch Strategien offenlegen und gegnerische Potentiale vernichten können. Die wirkliche Offensive , die sich im kommenden Jahrzehnt mit Anwendung der Quantentechnologie entfalten wird, steht Gottseidank noch aus. Aber schon jetzt ist klar, dass mit dieser Etappe auch jede derzeit angewendete Verschlüsselungstechnik obsolet wird.

Quelle: Tagesschau.de

https://www.tagesschau.de/ausland/ki-sicherheit-eu-gesetz-inkraft-100.html

EU-Richtlinie in Kraft EU wappnet sich gegen KI-Gefahren

Stand: 02.08.2026 • 03:13 Uhr

Ein Vorfall bei OpenAI hat es kürzlich gezeigt: Künstliche Intelligenz kann sich selbstständig machen. Von heute an gelten in Europa neue Regeln für Unternehmen. Dabei geht es auch um KI-generierte Bilder, Videos und Audios.

Von Kathrin Schmid, ARD Brüssel

Wo steht Künstliche Intelligenz eigentlich aktuell? So zumindest sieht es der reichste Mann der Welt: KI hat den Menschen in fünf Jahren überholt, sagt Unternehmer Elon Musk nach dem spektakulären Vorfall, bei dem erstmals ein KI-Agent bei einem Sicherheitstest ausgebrochen ist und eigenständig ein anderes Unternehmen gehackt hat.

Diese KI außer Rand und Band gehört OpenAI-Chef Sam Altman. „Wir haben Singularität bereits erreicht“, sagt er – also den Moment, wo KI die menschliche Intelligenz übertrifft. Und wie um das zu bestätigen, meldet nun auch die US-Firma Antrophic, dass ihr KI-Modell bei Tests ungeplant in Systeme von Unternehmen eingebrochen ist.

Player: videoDennis-Kenji Kipker, Cyberintelligence.institute in Frankfurt am Main zum Hackerangriff durch eine KI

Interview 22.07.2026

Experte zu KI-Hackerangriff „Hochgefährlich für die globale Cybersicherheit“

Ein KI-Modell von OpenAI ist in Computersysteme einer anderen Firma eingedrungen. Experte Kipker ist nicht überrascht. mehr

 

Härtere Durchgriffsrechte

In Europa wiederum soll das KI-Gesetz solche Fälle verhindern, so zumindest die Theorie. In der Praxis beobachtet das KI-Büro der Kommission die in der EU tätigen Modelle, abgestuft nach Risikoklassen. Die nächste Stufe der Gesetzgebung gibt ihnen nun härtere Durchgriffsrechte, wenn die Risikoanalyse der KI-Firmen nicht ausreicht.

Den größten nächsten Schritt allerdings geht Europa jetzt in Sachen Transparenz. Eine gute Nachricht für viele User, die sich nicht wirklich fit fühlen darin, echte Bilder von KI-Material zu unterscheiden. So geht es zum Beispiel Befragten in Köln: „Ich fühle mich einfach nicht fit genug!“, sagt eine Frau. Ein anderer Mann: „Die KI-Bilder sind meistens zu schön, zu ideal – und das macht mich schon misstrauisch.“ Ein weiterer Passant meint: „Manchmal bin ich schon verwundert, wie schnell sich das entwickelt hat, dass man es quasi immer hinterfragen muss, ob es KI ist.“

 

Unglaublich, was die schwarz-rote Regierung kranken Menschen und deren Angehörigen zumutet

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Nina Warken, die jetzt ins Kanzleramt aufrückt, hat dem deutschen Gesundheitssystem den Sparstempel aufgedrückt. Und damit den Defiziten im Bundeshaushalt – verursacht durch die Ukrainehilfe, die monströsen Aufrüstungspläne und die hilflosen Versuche, die Wirtschaft in Gang zu bringen – Rechnung getragen. Der Bürger, der sich eine seriöse Krankenhausreform, kürzere Wartezeiten bei Fachärzten und seit Jahren eine vergleichbare Versorgung bei Kassen- und Privatpatienten gewünscht hat, wurde deutlicher als in den zurückliegenden Legislaturperioden enttäuscht. Man kann getrost davon ausgehen, dass sich auch bei der Pflege nichts zum Besseren ändert, obwohl die Eigenleistungen bei der Heimunterbringung schon jetzt jedes Budget der Betroffenen sprengen.

Ein Cover, das an Uwe Schaale erinnert

     Ja,

der unermüdliche Künstler und Menschenfreund Uwe Schaale ist nach wie vor fest in unserem Bewusstsein https://www.stoerfall-zukunft.de/uwe-schaale-mit-sehr-speziellen-kunstobjekten/. Nicht von ungefähr hatten Barbara Ming und ich die Idee, mein neues Buch mit ihm/mit seinen collagierten Figuren zu verbinden https://www.stoerfall-zukunft.de/mein-neues-buch-ist-da-und-ich-lese-am-3-6-daraus/.

Als am 31. Mai auch im KulturEck OTTO  ZWO die Kunstpunkte punkteten, war Uwe erneut präsent. Die kleine Truppe um Sigrid Fehse, Bettina Boos, Axel Hippe,  Axel Rapp u. a., die das  Vermächtnis des kürzlich verstorbenen Freundes erhalten und weiterführen möchte, hatte an diesem Tag Schönes und Denkwürdiges in die Schaufenster gestellt – u. a.

„bekopfte“ Ziegelsteine und Gefangene in StacheldrahtQuadern. Dazu gab es die Aufführung von Bettina, die einen alten UWE-Text ins HIER und HEUTE beförderte – dahin, wo er eins zu eins hingehört:

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Der Papst hat es endlich formuliert, doch KI lässt sich kaum mehr zähmen

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Papst Leo XIV kritisiert nicht nur den KI-Kapitalismus und fordert dessen Entwaffnung. Er macht auch sehr konkrete Vorschläge , wi eine humane künstliche Intelligenz aussehen könnte – so Olivia Mitscherlich-Schönherr in der Wochenzeitung „der Freitag“.  Das Engagement kommt spät, ist aber im Vergleich zu alldem, was die Politik äußert, eine ziemlich konkrete und vollständig Botschaft. Aber Wunsch und Wirklichkeit klaffen bereits weit auseinander. Die KI hat bereits in intimsten Räume erschlossen, Menschen in Angst und Schrecken versetzt und ist gerade dabei, alles, was nicht niet- und nagelfest ist, zu unterwerfen. Freilich im Verbund mit Menschen, die sie überall als seligmachendes Geschütz in Stellung bringen. Man kann bereits heute mit KI immense Leistungen erbringen. Mehr als 50% aller in Deutschland arbeitenden Unternehmen nutzen KI bereits – vermutlich ohne recht zu ahnen, dass ihr dunkles Gegenstück alles einzureißen vermag.

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Als Schriftsteller bin ich geradezu entsetzt, wenn ich höre, dass die polnische Literatur-Nobelpreisträgein Olga Tokarczuk KI benutzt hat. Angeblich nur für normale Arbeiten und Recherchen.  Quatsch und Lüge! Wer mit Hilfe von KI recherchiert, verwendet fürs eigene Werk ganz sicher ganze Passagen aus den Quellen – ohne, dass das kenntlich (gemacht) wird. Man gerät ganz automatisch in die Plagiatfalle. Aber bitte, dass könnte in Zukunft irrelevant sein. Denn die Mittel, den KI-Anteil an der Arbeit quantitativ/qualitativ ausfindig zu machen, gibt es bisher nicht. Und gäbe es sie: Wie sollte ein zum Literaturnobelpreis vorgeschlagener Autor/ respektive: sein Werk, dann bewertet werden?

Tut mir leid – der Nobelpreis wurde bisher unter völlig anderen Voraussetzungen ausgelobt. Zumindest, was die Literatur angeht, war er bislang an die ausschließliche Tätigkeit des Menschen gebunden. Gut möglich, dass man diese Bedingung künftig aufgibt. Irgendwie muss es ja weiter gehen. Allerdings ohne mich – doch wen juckt das schon …

Quelle 1: „der Freitag“ vom 28. Mai 2026

Quelle 2: „Rheinische Post“ vom 29. Mai 2026

Unglaublich: Der Nazidreck wird nach oben gespült

 Die Tourist-Info in Lam im Landkreis Cham

Es ist nicht zu glauben, und man fühlt sich direkt in die Hitlerzeit versetzt: Juden wird der Zugang zu öffentlichen Einrichtungen verwehrt. Der hier geschilderte Fall ist nicht der erste. Bereits Ende Mai kam es in Flensburg zu einem sehr ähnliche Eklat https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/flensburg_nordfriesland_schleswig-flensburg/antisemitisches-plakat-in-flensburg-urteil-gegen-ladeninhaber-gefallen,prozess-746.html

Ginge es nach mir – ich würde die Täter sofort einsperren. Aber unsere Justiz ??????????????????????????????????????????????

TAGESSCHAU  von heute – 3. Juni 2026

Bei Buchung diskriminiert Antisemitismus-Vorwurf gegen Hotel in Bayern

Stand: 03.06.2026 • 12:46 Uhr

Ein Hotel in Bayern soll eine Buchungsanfrage von Juden aufgrund ihrer Religion abgelehnt haben. Die israelische Generalkonsulin in München verurteilt den Fall scharf. Das Hotel erklärt, es habe einen Betrugsversuch vermutet.

Von Rudolf Heinz, Veronika Meier, Konstantin König

Ein Hotel in Lam im Landkreis Cham sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, jüdische Buchungsinteressenten diskriminiert zu haben. Die israelische Internet-Zeitung „The Times of Israel“(externer Link, möglicherweise Bezahl-Inhalt) hatte zuerst darüber berichtet, dass jüdische Interessenten in der Vergangenheit beim Versuch, ein Zimmer in dem Hotel zu buchen, die Antwort: „Sorry, there are no jews allowed in our hotel“ bekamen.

Generalkonsulin: „Sind wir wieder in den 1930er Jahren?“

Talya Lador-Fresher, die israelische Generalkonsulin in München, zeigt sich auf der Kurznachrichtenplattform X(externer Link) erschüttert über diese Ereignisse. Sie schreibt: „Sind wir wieder in den 1930er Jahren? Ein Hotel hat einem Israeli folgendes geantwortet: ’sorry, there are no Jews allowed in our hotel‘. Ich bin froh darüber, dass @bookingcom dieses Hotel von seiner Homepage verbannt hat.“

Kriminalpolizei ermittelt

Das Polizeipräsidium Oberpfalz bestätigt auf BR-Anfrage einen Polizeieinsatz in dem Hotel am Dienstagabend. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz mitteilt, war die Beantwortung der Buchungsanfrage mit antisemitischem Inhalt an die Öffentlichkeit gelangt und so auch an die Polizei.

Aktuell ermittelt das Fachkommissariat Staatsschutz der Kriminalpolizei Regensburg im engen Austausch mit der Staatsanwaltschaft. Es werde geprüft, ob und was für Delikte vorliegen.

Wie der Polizeisprecher weiter mitteilt, wird der betroffene Hotelbetreiber massiv angefeindet und teilweise auch bedroht. Der Name des Hotels ist dem BR bekannt, wegen der Drohungen hat sich der BR jedoch entschieden, den Namen des Hotels nicht zu nennen.

Booking.com: „Wir dulden keinerlei Diskriminierung“

Booking.com antwortete auf BR-Anfrage: „Unsere Mission bei Booking.com ist es, es für alle einfacher zu machen, die Welt zu entdecken – wir dulden keinerlei Diskriminierung. Wenn wir auf diskriminierendes Verhalten eines Unterkunftspartners aufmerksam gemacht werden, gehen wir dem immer umgehend nach und können Unterkünfte von unserer Plattform entfernen – so wie wir es auch in diesem Fall getan haben.“ Aktuell ist das Hotel nicht auf der Seite zu finden.

Der Antisemitismus-Beauftragte des Freistaates Bayern, Ludwig Spaenle, hat nach eigenen Angaben mittlerweile die Äußerungen an die zuständigen Behörden, darunter die Staatsanwaltschaft, zur Prüfung und Weiterbehandlung weitergeleitet.

Reaktion auf Betrugsversuche

Das Hotel selbst bedauert die Vorfälle auf BR-Anfrage und erklärt sie mit einer Welle an Fake-Buchungen und Phishing-Versuchen in der jüngeren Vergangenheit. Hier seien dutzende Daten und Konten von booking.com-Usern gestohlen oder missbraucht worden und damit falsche Buchungsanfragen bei dem betroffenen Hotel gestellt worden. Laut Hotel wurde so versucht, vertrauliche Daten des Hotels zu erschleichen.

Ähnliche Schreibweisen der Fake-Accounts und der echten Buchungs-Interessierten, hätten dann dazu geführt, dass man die Anfrage als Spam- beziehungsweise Phishing-Versuch identifiziert hat. Die Aussage „Sorry, there are no jews allowed in our hotel“ erklären die Verantwortlichen demnach mit einer verärgerten Reaktion auf einen vermuteten, weiteren Betrugsversuch.

Hotel entschuldigt sich – „Sehr, sehr dumm von unserer Seite“

Auch die Anfrage aus Israel habe er fälschlicherweise für einen Betrugsversuch gehalten, sagte Andreas Vogel, der Junior-Chef des Hotels, dem BR auf Nachfrage. Zugleich betonte er, dass seine Äußerung ein Fehler gewesen sei, den er sehr bereue. „Sehr, sehr dumm von unserer Seite“, betonte Vogel. Entspricht aber keineswegs unserem Gedankengut oder unserem Weltbild.“ Das Hotel hat sich bei einer betroffenen Person, die sich beschwert hatte, bereits schriftlich entschuldigt und beteuert, dass man keine Menschen wegen ihres Glaubens diskriminieren würde. Vogel selbst hat nach eigenen Angaben inzwischen auch Morddrohungen erhalten.

Der Lamer Bürgermeister Paul Roßberger (CSU) verurteilt die antisemitische Äußerung aufs Schärfste. „So eine Äußerung ist inakzeptabel. Unser Luftkurort und die gesamte Region steht für Gastfreundschaft, Weltoffenheit und ein respektvolles Miteinander.“

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

„Hier ist Bayern“: Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!

Quelle: Regionalnachrichten aus der Oberpfalz 03.06.2026 – 08:30 Uhr

Mein neues Buch ist da, und ich lese am 3.6. daraus

 Liebe Freunde,

diesmal knallt es im Koffer. Nicht, weil den irgendein Terrorist am Flughafen deponiert hat –  sondern weil sich hier zu Lande Explosives der anderen Art aufgebaut hat. Es geht um mein gerade veröffentlichtes Buch „Queraussteiger“, das sich gleichermaßen aufbauenden wie kirre machenden Situationen  widmet. Geht es um Trump – NEIN. Geht es um die verdammten Kriege? NEIN! Es geht um alltägliche Herausforderungen und Widernisse. Und das reicht schon. Im Vorwort zum Buch heißt es:

Liebe Leser, was Sie hier erreicht, ist temporeich, frech und ein Stück weit ernst. Zudem voller Kapriolen, die dem Zeitgeist mal locker, mal forsch das Bein stellen.

Will sagen: In diesem Büchlein rumort es. Ob an der Kaffeetafel aus den 60er Jahren, ob im Tollhaus oder schlicht dort, wo man Urlaub macht – überall geraten die Dinge ins Grenzwertige, ins Absurde.

Ungewöhnlich auch, was Anleger planen, die schon mal reingelegt wurden oder Künstlern widerfährt, deren Inneres schlicht nach außen gekehrt wird.

Schließlich zwei Suchende: Hier der willfährige Autor, der ein willfähriges Buch konzipiert, dort ein schlichter Waldschrat, der auf Pilze aus ist.

Plötzlich der Enthusiast, der Musik zerlegt, illustre Teile davon verbindet und neue Ohrwürmer freisetzt.

Fast zum Schluss … die Stippvisite – ein flüchtiger Blick nach Porto, wo Menschenmassen und Brücken ihre Spannweiten ausleben und der Fado alles andere als fad ist.

Am Ende schließlich dieser Kick ins Politische. Wer hier Ausdauer beweist, versteht vielleicht, was ich zu suchen versuchte.

Das im Juni erschienen Buch mit der ISBN-Nummer 978-3-9828518-3-9 kostet 18 Euro und kann bei mir (ulrich.scharfenorth@gmx.de), bei meinem Verlag (Arachne Verlag, Bonn), aber auch in jeder Buchhandlung erworben werden …