Alle Beiträge von Ulrich Scharfenorth

Der Schriftsteller ist in Deutschland nichts wert

Was der NDR heute bei tagesschau.de veröffentlicht, ist eine Binsenweisheit: Fast alle deutschen hauptberuflich tätigen Autoren nagen am Hungertuch. Sie sind rund um die Uhr als Klinkenputzer unterwegs, müssen sich den Allüren der Herrschenden/der Auftraggeber/der Verlage unterwerfen und  verbringen viel Zeit damit, sich selbst und ihr Umfeld zu hassen (siehe unten stehenden Beitrag!).

Diese für Germany typische Situation scheint einmalig. Schon bei unserem Nachbarn in Frankreich ist es völlig anders. Die Franzosen achten und lieben ihre Schriftsteller/ihre Dichter – auf jeden Fall diejenigen, die brauchbare Texte zustande brachten oder bringen. Sie laden die Autoren in großzügiger Weise zu allen möglichen Veranstaltungen ein, ja es heißt sogar, dass kaum eine Hauptversammlung von Konzernen ohne Bezug auf die großen Geister vonstatten geht. Letztere werden anlässlich von Reden und Vorträgen zitiert – Texteile aus ihrem Schaffen auf Broschüren und Firmenschriften verewigt. Französosche Schriftsteller leiden nicht unter materieller Not – ihre Honorare sind keine Almosen.

Mit Aufkommen von KI dürfte sich das Schicksal der Schreibenden noch einmal verschlechtern. Wird man ihnen doch vorwerfen, dass sie ihre Gedichte, Kurzgeschichten und Romane mit Hilfe von ChatGPT erstellen – und folglich wenig Arbeit damit haben. Das Gegenteil zu beweisen, ist heute schier unmöglich. Die Folge werden weiter fallende Honorare, schwindende Achtung und Aufmerksamkeit sein – ganz gleich, ob es einem Autor irgendwann gelingt, die eigene Arbeit als solche zweifelsfrei auszuweisen.

Norddeutscher Rundfunk:

Honorare für Autoren – wie Eventisierung den Literaturbetrieb stresst 

Stand: 25.01.2026 05:06 Uhr

Während wenige Literatur-Stars von ausverkauften Hallen profitieren, kämpfen andere um Mindesthonorare. Einige aus der Branche sehen durch diese Schere die Vielfalt der Literatur bedroht.

Von Julia Hercka, NDR

Das Büchercafé „Kapitel Drei“ in Hamburg hatte schon viele prominente Gäste aus der Literatur-Szene zu Gast: Tara-Louise Wittwer, Ruth-Maria Thomas oder auch Saša Stanišić. Die beiden Inhaberinnen Nora Batinić und Helena Gerwin freuen sich über jeden Abend mit angesagten Schriftstellern. Doch finanziell lohnen sich diese Veranstaltungen für die beiden nicht.

„Am Anfang haben wir manchmal Lesungen gemacht mit den gängigen 500 Euro Honorar, aber wir haben schnell gemerkt, dass sich das für uns überhaupt nicht rentiert“, sagt Nora Batinić. Das kleine Café hat maximal 30 Plätze. Die Inhaberinnen wollen die Ticketpreise für die Lesungen niedrig halten. Maximal 18 Euro soll ein Ticket kosten, lieber acht bis 15 Euro. Um diese Ticketpreise zu halten, haben Batinić und Gerwin bei den Lesungen manchmal im Café gearbeitet, ohne sich selbst Geld auszuzahlen, erzählen sie. Ein Konzept, das auf Dauer nicht trägt.

500 Euro sind das Mindesthonorar für Lesungen, wenn es nach dem Verband deutscher Schriftsteller*innen geht. Eine angemessene Vergütung, betont „Kapitel Drei“-Inhaberin Nora Batinić, aber für kleine Läden kaum bezahlbar. „In manchen Fällen kommen uns auch die Autor*innen entgegen und sagen, sie mögen den Laden so gerne und machen das vielleicht umsonst“, sagt Batinić. Ein Privileg, das man sich in der Literaturwelt aber erst mal leisten können muss.

Würden Autoren gern 500 Euro Honorar zahlen: Nora Batinić und Helena Gerwin vom Hamburger Literatur-Café „Kapitel Drei“

Nur zwei Prozent der Autoren können von Literatur leben

Gerade mal zwei Prozent der Autorinnen und Autoren können ausschließlich von ihrer Arbeit leben, sagt Lena Falkenhagen vom Verband deutscher Schriftsteller*innen. Das geht aus einem Datenreport hervor, den der Verband in Auftrag gegeben hat. Bei dem Report wurden Einkommenssteuer- und Umsatzsteuerdaten sowie Daten der Künstlersozialkasse ausgewertet. Um gut von der Literatur leben zu können, müsse ein Autor oder eine Autorin mittlerweile pro Jahr zwei bis vier Bücher auf den Markt bringen, sagt Falkenhagen.

Für viele in der Branche bedeutet das: Sie brauchen neben dem Bücherschreiben einen anderen Job, um ihre Miete zu bezahlen. Zuletzt hatte Schriftstellerin Bettina Wilpert für Schlagzeilen gesorgt, als sie bekannt gab, neben dem Schreiben Deutsch zu unterrichten. Den Job kündigte sie wenig später zwar wieder. Ihre Kritik blieb jedoch dieselbe: Es sei immer schwerer von der Literatur zu leben.

Auch Dinçer Güçyeter, Preisträger der Leipziger Buchmesse, hatte stets einen Brotjob: „Mal war ich als Küchenhilfe, mal als Gabelstaplerfahrer tätig, hatte meine Nebenjobs. Diese Arbeit hat mir auch eine bestimmte Sicherheit mitgegeben“, erzählt er. Anders als andere aus der Literaturbranche habe er nie ausschließlich von der Literatur leben wollen.

Der Schriftsteller Dinçer Güçyeter vereinbart flexible Honorare mit.

Eventisierung mit Stars des Buchgeschäfts

Er weiß, dass viele in der Szene keine hohen Honorare zahlen können und bleibt flexibel. „Ich gehe mit jeder Anfrage anders um. Wenn ich eine Anfrage von einem Literaturhaus bekomme oder von einer Stiftung, habe ich ein festes Honorar: im Durchschnitt sind das 1.000 bis 1.200 Euro plus Mehrwertsteuer, plus Reisekosten und Übernachtung“, sagt er. Bei Anfragen von beispielsweise kleineren Buchläden komme er den Einrichtungen oft entgegen. „Wir sitzen alle im gleichen Boot“, sagt der Schriftsteller.

Auf der anderen Seite gibt es die großen Stars im Geschäft. Laut Berechnungen des Verbands deutscher Schriftsteller*innen gibt es in Deutschland etwa 40 Buchmillionäre. Einige in der Branche scheinen sich auch für ihre Auftritte gut bezahlen zu lassen.

„Wir erleben, wie die Literaturveranstaltungen boomen. Und wir erleben diese Eventisierung“, sagt Johannes-Peter Herberhold vom Göttinger Literaturherbst. Es sei mittlerweile gang und gäbe, dass erfolgreiche Autorinnen und Autoren mit Agenturen zusammenarbeiten, die Prozente-Deals mit den Veranstaltern aushandeln.

Neben Ferdinand von Schirach, T. C. Boyle und Sebastian Fitzek gehört Caroline Wahl zu den Spitzenverdienerinnen der Branche.

Hohe Honorarforderungen an Literaturhäuser

Diese Entwicklung beobachten auch andere Literaturhäuser mit Sorge. Das Problem: Bei Prozente-Deals gibt es für den Autor oder die Autorin kein festes Honorar, sondern eine Beteiligung am Ticketpreis. Für die Literaturhäuser bedeuten diese Prozente-Deals oft, dass weniger Geld für sie übrigbleibt. Dabei sei das Geld, das durch die großen Namen eingespielt wird, dafür vorgesehen, andere Veranstaltungen mitzufinanzieren. Das werde zunehmend schwerer, sagt Stefanie Stegmann vom Literaturhaus Stuttgart.

Einige wenige Autoren rufen laut Johannes-Peter Herberhold vom Göttinger Literaturherbst auch Honorare auf, die völlig aus dem Rahmen fallen. Herberhold nennt als Beispiel Ferdinand von Schirach. Dessen Agentur Meistersinger hat laut Angaben von Herberhold für Auftritte mit seinem letzten Buch 25.000 bis 50.000 Euro verlangt. Die Agentur, die auch Lesungen von Stars wie Martin Suter oder dem US-amerikanischen Autor T.C. Boyle organisiert, reagierte weder auf Interviewanfragen noch auf einen ausführlichen Fragenkatalog.

Gefahr für die Vielfalt in der Literatur?

Für alle sichtbar sind die hohen Eintrittspreise, die die Superstars verlangen. Bis zu 110 Euro kosten Premium-Tickets für eine Lesung mit Ferdinand von Schirach. Der US-amerikanische Autor T.C. Boyle verlangte 2017 für seine Deutschland-Termine noch meist etwa 15 Euro bis 20 Euro. Für sein Tourprogramm 2025 hatten sich die Ticketpreise verdoppelt bis verdreifacht.

Dass große Namen mehr verdienen als kleine Namen, ist nichts Neues. Doch die Schere in der Literaturbranche ist groß – genauso wie die Angst, dass dieses Ungleichgewicht der kulturellen Vielfalt schadet. „Für die kleineren Produktionen ist es wirklich schwierig“, sagt Herberhold. „Wenn man sich das nicht mehr leisten kann, ist man irgendwann in einer Position, wo es zu kulturellen Einschränkungen kommt, weil einfach die Vielfalt nicht mehr gegeben ist. Und das wäre schade.“

PS:  die Bilder sind hier ausgespart – im Original aber unter https://www.tagesschau.de/kultur/eventisierung-stresst-literatur-betrieb-100.html … sichtbar

Quelle: Dieses Thema im Programm: NDR Kultur | NDR Kultur Der Morgen | 23.01.26 | 06:05 Uhr

Fragt sich, was noch bleibt

2. Febrauar: Erfahre soeben, dass es eine Plattform gibt, auf der KIs miteinender diskutieren, sich austauschen , Inhalte und Infos tauschen und akkumulieren – ohne, dass ein Mensch dabei ist, geschweige denn das Ganze anstößt. Die Plattform soll frei zugänglich sein

Wohin soll das bitte führen? Wer baut solche Begegnungsstätten? Wer lässt so etwas ohne öffentlichen Diskurs zu?

Ich glaube, wir haben es hier mit einem weiteren Beispiel für falsch verstandene Freiheit und Verantwortungslosigkeit zu tun, wie es sie nur im Kapitalismus geben kann. Zum K ….!!!

Und so begann es auf der ursprünglichen Seite:

Es ist nicht zu glauben. Die Experten schaffen mit Hilfe von KI virtuelle Personen, deren Reaktionen auf menschliche Ansprache täglich perfektioniert werden. Wenn Dir also in Zukunft dieses freundliche Mädchen begegnet, musst du damit rechnen, dass es künstlich „erbaut“ und anständig instruiert wurde. Flirte also nicht mit ihm, wenn du Absagen nicht verkraften kannst …

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Übrigens kann es auch total fies ausgehen – für Demente. Die dürften früher oder später nur noch mit virtuellen Personen oder Robotern zu tun haben. Was nach kapitalistischem Ermessen weitgehend schmerzfrei  und kostengünstig ausläuft – Menschenrechte mal ausgenommen. Demente würden die Fehlleistungen der künstlichen Partner  kaum oder garnicht bemerken.  Andererseits wäre es möglich, verbliebenes Wissen/Erinnern automatisch und in größerem Umfang abzuschöpfen (Rundumbetreuung+Redeschwallanalyse), was für die menschlichen Auftraggeber durchaus  von Vorteil sein könnte.

Quelle: Rheinische Post vom 22. 12. 25

Sollte sich der Ukrainekonflikt weiter verschärfen, dann sind vor allem auch die Europäer Schuld

Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass der Ukrainekrieg ausbrach. Heute verweigern sie jede diplomatische Aktivität, die den Konflikt einhegen könnte. Die Europäer sind einfach unfähig, sie selbst zu sein. Sie sind – historisch gesehen – ein sklavisch an die USA geketter Zwerg, ein Zwerg, den man kaum mehr fragen wird, wenn es um große geopolitische Entscheidungen geht.

Ich habe hier vier bemerkenswerte Beitrage aus der Wochezeitung „der Freitag“ eingefügt. Sie analysieren die politisch-militärische, wirtschaftliche und mentale Lage in der Ukraine und beweisen, dass jedes Abwarten auf (illusorische) Siege des angegriffenen Landes weiter in den Abgrund führt. 

 

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Quelle: der Freitag Nr. 48 vom 27. November 2025

Pleite-Strategie Wasserstoff

Das war alles so schön grün ausgedacht. Die Energiewende und mit dem WasserstoffBooster. Leider wurde die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn statt erwarteter 50 – 100 Euro pro Megawattstunde ist Wasserstoff derzeit allenfalls für 350 Euro pro Megawattstunde zu haben. Was sämtliche Großprojekte  für die Wasserstoffherstellung, für die Chemie- und Stahlindustrie ins Wanken bringt und Wasserstofferzeuger sogar in die Pleite treibt (H2E).  Auch dass grüner, über Wasserstoff hergestellter  Stahl mehr als 20% teurer wird als konventionell hergestellter, wurde jahrelang entweder übersehen oder nett geredet. Das Ergebnis: Arcelor und Salzgitter haben die innovativen Projekte auf Eis gelegt. Ohne Schutzzölle gegen billgen Stahl aus dem Ausland (China) ist der grüne Stahl nicht wettbewerbsfähig. Auch andere Anwendungen stehen vor großen Problemen (bitte in den beigefügten Text klicken!).

 

 

Quelle: Der Freitag  43/2025

 

 

 

Amerika auf dem Wege zur Diktatur?

Wenn man der Historikerin und zweifachen PulitzerPreisträgerin Barbara Tuchmann (https://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_Tuchman) folgt, dann findet man in einem ihrer Bücher – ich glaube, es ist „Der stolze Turm“ – die Feststellung, dass die USA bis kurz vor der Jahrhundertwende (1899/1900) die von Washington und Lincoln befestigten bürgerlichen Werte&Rechte, aber auch das Bekenntnis zu Frieden und Demokratie hochhielten. Danach aber ergriffen die Falken die Macht. Ihr erster Clou: die militärische Unterwerfung/Annektion Hawais.

Die Hardliner halten bis heute die Zügel fest in der Hand – mit dem erschreckenden Ergebnis, das alles, was dem Großteil der Welt ein Jahrhundert lang zum Vorbild gereichte, den Bach runter ging und geht.  Wie sich das aus europäischer Sicht konkret anfühlt, hat Georg Seeßlen im Freitag treffend analysiert (s. beigefügtes Original).

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Quelle: der Freitag vom 25.9.25

Statt hemmungsloser Aufrüstung … Friedensgebot

Heribert Prantl, Publizist und lange Jahre für die Süddeutsche Zeitung tätig, hat sich angesichts der Rüstungshysterie mit dem Grundgesetz beschäftigt. Und festgestellt, dass die derzeitige Regierungspolitik dem, was dessen Mütter und Väter einst vorgaben, in wichtigen Punkten zuwider läuft. In der Präambel des Grundgesetzes steht ein Friedensgebot. Was vor allem bedeutet, dass sich Deutschland um die Herstellung und Aufrechterhaltung von Frieden bemühen muss. Danach sieht es nicht aus. Kanzler Merz hat außer einer bedingungslosen Unterstützung der Ukraine (die ich ausdrücklich befürworte) nichts im Portfolio. Ohne Kompromisse in der Sache wird der Konflikt andauern. Hier mögliche Wege in Richtung Frieden auszuloten, hier alle diplomatischen Register zu ziehen, würde deutschen Politikern ganz besonders gut zu Gesicht stehen. Prantl schreibt darüber …

 

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Quelle: Süddeutsche Zeitung

Volltreffer! Es ist ein Wahnsinn, für immer weniger Erkenntnis immer mehr Geld auszugeben

FREITAG-Autor Eckard Löhr hat voll ins Schwarze gezielt und dabei den Nerv getroffen, den ich seit Jahren attackiere.

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Denn wie kann es sein, dass Milliardenprojekte wie CERN, Human Brain Projekt, das Gravitationswellenvorhaben oder  VIRGO – die so gut wie kein neues Wissen in Sachen Erde, Mensch und Weltall generieren – weiter ausufern. Es mutet geradezu höllisch an, das dem cernösen Large Hadron Collider jetzt ein neuer 500 Kilometer langer und in 2000 Meter Tiefe verlegter Future Circular Collider folgen soll. Kostenpunkt: 16 Milliarden Euro+gesicherte Verteuerung.

Der Forscher-Ergeiz des Menschen in allen Ehren. Daran soll und muss sich nichts ändern. Doch zum einen sollte sich der Ehrgeiz auf Ziele beziehen, die dem Menschen – und hier vor allem dem in die Armut verbannten Menschen – sichtbar dienen. Sprich: Dazu beitragen, dass es unserem Planeten und den darauf lebenden Menschen künftig besser geht und dass unsere Erde vor Asteroiden/Kometen geschützt bleibt. Zum anderen muss die Wissenschaft endlich begreifen, dass die Erkenntnismöglichkeiten der menschlichen Spezies – allein aus ihrer Konstruktion heraus – begrenzt sind. Immerhin wird es unmöglich sein, selbst kleine Teile des unendlich Großen (Weltall) wie auch des unendlich Kleinen (Spaltung) faktenbasiert festzunageln. Wozu auch? Es wird Zeit, dass der Mensch seine Grenzen begreift – und so ein SchlussPunkt- Denken nicht als gottgeiferndes  Inquisitionsgehabe vom Tisch wischt. Die Bilder vom James Web können uns  – vor allem wegen der schönen Farben – tief beeindrucken. So wie es die vermutete Anzahl von Sternen in den Galaxien tun. Gleichzeitig aber müssen wir den Schuss hören: Hallo ihr da, ihr unfertigen Geschöpfe! Hallo ihr da, die ihr vermutlich auch nicht annähernd die Lebenszeit der Dinosaurier erreicht. Hallo ihr da, die ihr glaubt, euer Leben auf irgeneinem steinigen Exo-Planeten fristen zu können. Hallo ihr da, die ihr jetzt auf den Teppich zurück müsst: Begreift endlich, dass Zehntausende von hoch dotierten Wissenschaftlern (von denen keiner die oben zitierten Thesen  auszuhebeln vermag) fortlaufend in warme Sessel furzen, statt einen Beitrag dafür zu leisten, dass Milliarden von Menschen in ein würdiges Leben gelangen. 

Im Freitag Nr. 37/2025 gab es einen LeserBrief, der den Autor der Dummheit zeihte, ihm vorwarf, die Natur des Menschen zu verkennen. Diesem Leser sei gesagt, dass nicht Löhr, sondern er selbst in den Pulk der Narren gehört. Arbeitsplätze und -MikroErgebnisse aus Wahnsinnsprojekten gehören ebenso ins Verschwendungsprojekt des Kapitalismus wie alles, was sinnwidrig produziert oder vorzeitig um seine Lebensdauer gebracht wird.

Quelle:  der Freitag Nr. 36 vom 4. September 2025

Man ist plötzlich froh, dass man alt ist

Als ich den beigefügten Beitrag über die Zukunft von KI las, war mir plötzlich klar, dass es eine Gnade ist, zum alten Eisen zu gehören. Was das SPIEGEL-Team um Simon Book da servierte, lies das Blut in den Adern gefrieren. Zwar muss man nicht alles glauben, was der Irrwitz gebiert. Aber schon ein Teil dessen könnte  die Zukunft zur Hölle machen ….

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Quelle: DER  SPIEGEL Nr. 37 vom 5.9. 2025

Oper Düsseldorf – da wird Geld verschwendet, das anderswo dringend gebraucht wird

Es ist unglaublich. Die Traumtänze der Opernfanatiker nehmen irre Formen an. Inzwischen soll das neue Düsseldorfer Haus 1,5 Milliarden Euro kosten. Das muss man einfach zweimal lesen. Doch selbst nach dem Augenreiben bleibt es bei dieser Zahl.

Wir alle wissen, dass die „Operndichte“ in Deutschland gewaltig ist (5mal größer als im zweitgrößten „Opernland“ USA!) und dass die Rheinprovinz daran einen erheblichen Anteil hat (Opernhäuser in Köln, Düsseldorf, Koblenz, Aachen, Duisburg, Essen, Bonn, Trier, Wuppertal). Auf der anderen Seite gibt es immer weniger Menschen,  die in die Oper gehen. Selbst unter dem Gesichtspunkt der erweiterten Nutzung ist das Projekt gerade in Zeiten wie den heutigen völlig inakzeptabel. Aber Baulöwen und Baulobby drücken mehr denn je .. und politisch verbündete Parteien unterstützen sie oder knicken ein. Gewiss: Die zurückliegende Konjunkturflaute hat die Gewinne der Baubranche schrumpfen lassen. Das allerdings ist kein ausreichender Grund für die Weiterverfolgung des Vorhabens.

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Quelle: Rheinische Post vom 7. Juli 2025