Wir wissen um den Einfluss der USA in der Ukraine. Spätestens seit Bidens Sohn undurchsichtige Geschäfte tätigt, spätestens seit die Staatssekretärin im US-Außenministerium, Victoria Nuland, die Zusammensetzung der ukrainischen Regierung mitbestimmt, spätestens seit den Maidan-Unruhen geschieht nichts, was nicht auch durch US-Filter läuft und zu Gunsten der Amerikaner (und damit gleichzeitig zur Spaltung der EU)“zurecht“-gebogen wird. Diese Abhängigkeit ist schwerer Ballast für das Land, denn unter Donald Trump ist verlässliche Unterstützung nicht zu erwarten – wohl aber der feste Griff nach politischem Einfluss und Rohstoffen. Jetzt, da der Irankrieg tobt, wird auch Selenkij, den wir lange als noblen Freiheitskämpfer betrachtet haben, endgültig zur traurigen – sicher auch: zur kriminellen Figur. Dass er die Auseinandersetzung mit Putin weiterhin betreibt, obwohl seit mindestens zwei Jahren klar ist, dass der Krieg gegen den Agressor nicht zu gewinnen ist, konnte man noch nachvollziehen – wenngleich nicht verstehen. Klar ist zweifellos, dass schon damals das Image bröckelte – denn täglich starben in dieser Wahnsinnssituation Menschen. Schließlich dürfte klar sein, dass zum Kriegsende für die Ukraine eher mehr verloren sein wird als 2024 verloren gewesen wäre. Für diesen Umstand ist Selenskij nicht allein verantwortlich. Es sind vor allem die Europäer. Sie, die auch für die Falle MINSK II verantwortlich sind (s. Merkels Statement https://www.fr.de/politik/von-putins-luegen-und-merkels-unwahrheiten-92037711.html) haben das Kräfteverhältnis der Krieggegner von Anfang an völlig verkannt und in permanentem Blindflug die falsche Unterstützung geleistet. Statt sich massiv für die Beendigung des Krieges einzusetzen, haben sie durch abwegige und unzureichende Waffenlieferungen einem tödlichen Stellungskrieg Vorschub geleistet. Diese Schuld wird nie zu tilgen sein.
Jetzt, mitten im Irankonflikt, wird Selenskij erneut ausgebeutet. Vielleicht glaubt er auch, einen guten Deal zu machen, der ihm zu Hause Punkte beschert. Keine Ahnung, ob er da geschoben oder genötigt wird oder aus freien Stücken handelt. Fest steht, dass er mit seinem Angebot, logistische Hilfe beim Drohnenkrieg zu leisten https://www.zdfheute.de/politik/ausland/selenskyj-usa-iran-abwehr-shahed-drohnen-patriot-raketen-100.html, die Unschuld neuerlich verliert. Denn als Verbündeter von Trump und Netanjahu unterstützt er einen völkerrechtwidrigen, brutalen Einsatz – der nicht nur die Garde, sondern auch die um ihre Freiheit kämpfende Bevölkerung dezimiert.
Der Irrsinn nimmt also seinen Lauf …