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Trump kommt uns finster vor – aber niemand zwingt uns, voreilig zu reagieren

Was Donald Trump angeht, so möchte ich die unzähligen vorauseilenden Kommentare nur zum Teil unterstützen: Trump ist ein Rassist, ein Frauenverächter und homophob – das sind allesamt Haltungen, die zutiefst verabscheuungswürdig sind. Aber er deutet Unterstützung für die Unterprivillegierten in den USA und eine Verständigung mit Russland an – was Amerika und dem Planeten gut tun könnte.

Warten wir ab.

Gero Jenner hat schon mal untersucht, wie es Trumps Präsidentschaft kommen konnte. Eine interessante Analyse http://www.gerojenner.com/wp/?p=1021

 

Der teure „Wir-schaffen-das“- Wahnsinn

Merkels Trotzgeste „Wir schaffen das“ beweist einmal mehr Barbara Tuchmanns These , dass machtgeile Herrscher Fehler nicht zugeben können, sondern dazu neigen,  diese zu vertiefen/auszubauen.

Wenn  man sich vorstellt, dass das Gros der 2015 eingekommenen Flüchtlinge keine oder fast keine BRD-gerechte Ausbildung besitzt, dann ahnt man die immense Belastung des sozialen Netzes – zumindest für die erforderlichen Ausbildungszeiten. Die Rheinische Post suggeriert, dass die Flüchtlingswelle eine zusätzliche Staatsverschuldung von 900 Milliarden (!!!) Euro verursacht hat . Kann mir jemand mal erklären, warum das von unserer Kanzlerin als problemlos dargestellt wird?

Verklemmte Granaten

Einzig wirksames Mittel zur Lösung der Probleme bleibt: Fluchtursachen beseitigen

Verantwortliche Politiker für den desaströsen Polizei-Abbau abstrafen/bestrafen

Abschreckende Zeichen setzen! Missbrauchstäter, vor allem aber auch Anstifter und Organisatoren kompromisslos ausweisen; die in Frage komenden Herkunftsländer durch Anreize, notfalls auch durch Druck, zur Rücknahme der Migranten bewegen

Andere Staaten zur Aufnahme von Tätern, die bei Rückführung in ihre Heimatländer mit dem Tod bedroht würden, materiell stimulieren

Kollektiven Schuldzuweisungen gegen Migranten entschlossen entgegentreten

Sehr erhellend für die Ursachenforschung auch die Texte von Necla Kelek http://www.rp-online.de/politik/zeit-fuer-klartext-bei-zuwanderung-aid-1.5682003 , Ahmad Mansour http://www.sueddeutsche.de/politik/interview-psychologe-uebrig-bleibt-dasmacho-gehabe-1.2810369, Mely Kiyak http://kolumne.gorki.de/kolumne-46/ und Nahlah Saimeh http://www.sueddeutsche.de/wissen/terrorismus-boese-gehirne-1.2746237

Die gewaltsamen Übergriffe in Köln, Hamburg, Bremen, Stuttgart und anderen deutschen Städten sind verhängnisvolle Zeichen einer Flüchtlingspolitik, die zwischen den kulturellen Dissonanzen, aber auch an fehlendem Einfühlungsvermögen und an den dazugehörigen Auslassungen und Lügen scheitert. Wir haben es nun einmal mit jungen, vor allem männlichen Ausländern zu tun, mit Menschen, die von ihren Familien vorgeschickt worden, um im goldenen Westen Frieden zu erfahren und ein gesichertes Leben festzumachen. Diese Menschen entwickeln Bedürfnisse, über die an keiner Stelle offen berichtet wird. Sie leben monatelang unter meist unwürdigen, von Enge geprägten Verhältnissen – Männlein, Weiblein und Kindlein durcheinander. Fast alle jungen Männer sind seit Monaten unterwegs – ohne ihre Freundinnen oder Frauen. Sie erleben mit der hiesigen Gleichberechtigung von Mann und Frau, mit der akzeptierten Homosexualität, mit der europäischen Kleiderordnung eine ihnen fremde Lebenswirklichkeit, die aufreizend wirkt, aufreizend wirken muss. Hinzu kommen die extrem frauenfeindlichen, selbst von Imamen verbreiteten Wegweisungen: die Frau habe sich dem Manne hinzugeben, sobald dieser das verlange. Ganz so fremd allerdings dürfte das auch den Christen nicht sein: Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn…. (Epheser 5: http://www.bibleserver.com/text/LUT/Epheser5)

 

„Sagen Sie mal“, fragte ein Ratinger Bürger seinen Bürgermeister, „das sind viele junge Männer, die gewisse Bedürfnisse haben. Kümmert sich die Stadt auch darum?“ http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/tiefenbroich-furcht-vor-ueberfremdung-aid-1.5676112. Der Fragende erntete einige Lacher, eine Antwort bekam er nicht.

 

Gerade hier aber beginnt das Problem. Ein Land wie Deutschland kann sich die Struktur der einkommenden Flüchtlinge nicht aussuchen. Es muss sie hinnehmen und das Beste daraus machen. Die Aufstellung von tausend Sonderbordellen könnte die Sachlage entschärfen. Niemand wagt das auch nur anzusprechen, geschweige denn zu erwägen. Denn wer sollte sich den aufgeziegelten Machos hingeben?  Solche Denke nagt geradezu irrsinnig am Frauenbild – wenngleich der Puff, wie selbstverständlich zu unserer Gesellschaft gehört. Folglich ist das Verschweigen der sexuellen Problematik in ihrer Gesamtheit, sind alle diesbezüglichen Auslassungen nicht hinnehmbar – und schon gar nicht auf die „bloße“ sexuelle Belästigung von Frauen zu reduzieren. Frauen können den sexuellen Trieb von Männern nicht einschätzen, und sie greifen zu kurz, wenn sie all die jungen Leute zum Onanieren auffordern. Wer seine Sexualität nicht ausleben kann, verbiegt sich. Allzu oft wird er kriminell. Das gilt als Binsenweisheit und passt vorzüglich in aktuelle Meinungsumfragen, die für Paare den einmal wöchentlichen Orgasmus zum Mindest- und Wohlfühlstatus erklären https://www.elitepartner.de/forum/frage/wie-lange-haelt-mann-es-aus-ohne-orgasmus.13819/. Bliebe noch die freiwillige Einnahme der Pülverchen, von solchen, die Rekruten zum Abturnen in den Tee gemischt werden. Aber wäre ein solches, den Migranten offeriertes Ansinnen nicht auch menschenverachtend? Was die fragwürdigen Mittel betrifft, so sind wir auf gutem Wege: Gerade bemüht sich eine gequälte Politik darum, den Nachzug von Familienmitgliedern auszubremsen – weil die Masse der ankommenden Flüchtlinge einfach nicht bewältigt werden kann. Gleichzeitig aber ignoriert sie das sexuelle Problem, über das sie nach wie vor schamlos hinwegschweigt.
Für mich ist klar: Übergriffe wie in Köln und anderen Städten wird es auch in Zukunft geben. Man wird sie zu verhindern suchen, aber nicht gänzlich verhindern können. Appelle an Ethik, Anstand und Rechtsbewusstsein nützen nur, wenn Zuwanderer in normalen Verhältnissen leben und die Regeln des Gastlandes erlernen können. Dafür müssen beide Seiten sorgen. Am besten, indem sie die Fluchtursachen beseitigen helfen. Wie das angesichts der verschärften Lage zwischen Saudi-Arabien und dem Iran einerseits und den Spannungen zwischen Türken und Kurden andererseits funktionieren soll, weiß niemand. Dasselbe gilt für die Beseitigung der Not in Afrika. Für diese Missstände sind in erster Linie US-Amerikaner, Franzosen und Briten verantwortlich, Völkerschaften, die vom Auffangen der Probleme nichts wissen wollen. Folglich müssen sich vor allem die Länder, die Hauptziele des Migrantenstroms sind (Deutschland, Schweden, Österreich) auf erhebliche Spannungen aus der Flüchtlingskrise heraus einstellen – auch auf sehr viel mehr RECHTS. Mit der lächerlichen Geste „Wir schaffen das“ sind diese Probleme ebenso wenig zu lösen wie mit der Seehoferschen Obergrenze von 200.000. Denn zum einen werden wir das Ganze nur in Teilen schaffen, zum anderen den Flüchtlingsstrom nicht begrenzen können. Es wird die weitere Zuwanderung mit noch mehr Problemen geben, und wir werden mit den daraus entstehenden Konflikten leben müssen. Gettos und Krawalle sind vorprogrammiert und … bleiben es.

Wie Staaten und Konzerne unsere Erde vermüllen

Weltraumschrott_17_10_15Das Weltraum-Lagezentrum der Bundeswehr bekommt ein Überwachungsradar, mit welchem Bürger und Satelliten vor umherfliegendem Weltraumschrott geschützt werden sollen http://www.rp-online.de/panorama/uedem-wir-haben-ein-problem-aid-1.5476139.
Nahe liegende Frage: Wie soll der Schutz erfolgen, wenn jeder Metallprügel ungehindert und ungesteuert auf der Erde aufschlagen kann. Gibt es dann, wenn ein Absturzkandidat Richtung Landmasse abkippt, ein kilometerweites Megaphon-Rotlicht-Szenario?
Der Normalbürger fliegt nicht ins All, sodass er dort befindlichen Trümmerteilen nicht ausweichen muss. Den Marsianern aber rate ich, den geplanten Flug vorzuziehen – damit die Rakete noch durch kommt.

Bereits am 3. April 2009 schrieb ich zum Thema. Der Beitrag wurde später in mein Buch „abgebloggt“ aufgenommen http://www.amazon.de/abgebloggt-Drei%C3%9Fig-Monate-zwischen-Fakten/dp/3937507310#reader_3937507310

 

Müllplatz Weltraum

Derzeit wird die Erde von ca. 6.000 Satelliten und Sonden umkreist. Hinzu kommen 400.000 bis 500.000 Schrottteile unterschiedlicher Größe, die ebenfalls ihre Bahnen ziehen. Fragt sich, wie lange dieses Beieinander gut geht. Immerhin gab es schon Kollisionen – die letzten im Februar und im März 2009. Einmal büßten die USA einen Kommunikations-Satelliten ein. Dann musste die ISS dem Bruchstück einer chinesischen Rakete ausweichen.
Obwohl die kreisenden Trümmer überwacht werden, scheint niemand ihren Zuwachs zu fürchten. Das kleine Gerümpel, so heißt es, verglühe im Flug auf die Erde. Vom Kompakteren allerdings hört man, dass es schnell mal Dächer durchschlägt – meist nach Vorwarnung. Doch wer weiß schon, ob die Info nützt? Antriebe, die man im Schrott aktivieren könnte, gibt es nicht. Und so sucht sich das Geschoss schwerkraftgemäß das genehme Bohrloch. Die Verursacher lassen grüßen.

Nachtrag vom 17. Mai 2011: Noch 2011 wird ein tonnenschwerer deutscher Forschungssatellit aus dem Weltraum abstürzen. Bisher ist unklar, ob „Rosat“ in der Atmosphäre komplett verglühen wird oder ob Trümmer die Erde erreichen – so Andreas Schütz, Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln und Oberpfaffenhofen. Im Falle eines Absturzes auf die Erde muss Deutschland für Schäden haften, die weltweit durch den Absturz entstehen könnten (http://www.sueddeutsche.de/wissen/flugkoerper-rosat-deutscher-satellit-vor-absturz-1.1065444).
Umweltschutz scheint auch im Weltraum kaum Thema zu sein − weder im erdnahen Bereich, noch weiter draußen. Möglich, dass man erst dann aufschreckt, wenn Korridore eng, herabfallende Teile bedrohlicher und Satelliten wöchentlich von Geschossen zersiebt werden. Wer indes glaubt, dass der treibende Schrott so einfach an die Hand genommen und klaglos eingesackt werden kann, irrt sich. Billigsammeln ist nicht drin, denn kaum etwas, das im Raum schwirrt, ist ferro-magnetisch.

Nachtrag vom 21, Juli 2011, 11:56 Uhr: Soeben ist mit der Landung der US-Raumfähre Atlantis eine Ära der Weltraumfahrt zu Ende gegangen. Ab sofort können sich US-Astronauten nur noch mit ausländischen Raketen („Sojus“, Russland etc.) ins All begeben. Erst 2014/2015 werden die Amerikaner ihr Programm bemannter Weltraumflüge fortsetzen. Was dann in zwei Richtungen entwickelt werden soll. Zum einen geht es um den Transport von Privatpersonen/Raumtouristen (private Finanzierung), zum anderen um die Erkundung des außerirdischen Weltraums (staatliche Finanzierung). Ob für die zuletzt genannte Mission überhaupt Geld da sein wird, ist angesichts der augenblicklichen Haushaltslage der USA mehr als fraglich. Auch konkrete Pläne zur Ausgestaltung künftiger Fernreise-Missionen soll es bisher nicht geben.
Was das Ganze mit Weltraumschrott zu tun hat? Nun, eher wenig. Denn die Shuttles sind jeweils planmäßig zur Erde zurückgekehrt − ohne den Raum nennenswert zu „verschmutzen“. Doch abseits dieser eher nachhaltigen Experimente, wuchert das „orbitale Trümmerfeld“ weiter. Erst vor gut drei Wochen mussten die Insassen der ISS einen besonderen Schutzraum aufsuchen, als sich Weltraumtrümmer bis auf wenige hundert Meter näherten. Eine solche Situation ist nicht hinnehmbar. Alle Raumfahrtnationen sind aufgerufen, eine Konvention zu unterzeichnen, die eine gezielte Beschränkung der „All-Verschmutzung“ sowie eine teilweise Beräumung des erdnahen Raumes vorsieht. Ob es technisch möglich ist, große Schrotteile anzustoßen oder mit einem Antrieb zu versehen, um sie in eine definierte (Absturz- oder erdferne) Bahn zu lenken, wird die Zukunft zeigen. Ebenso wichtig wäre das Ausdünnen des Kleinteile-Schrotts. Beides dürfte so kostenträchtig sein, dass sich niemand freiwillig zu solchen Aktionen bereitfinden wird. Fragt sich, ob auch hier Katastrophen nötig sind, um Menschen zu vernünftigem Denken und Handeln zu bewegen.
Aber Staaten und Konzerne vermüllen nicht nur den Weltraum. Auch in den Weltmeeren geht es bestialisch zu. Es wird verkippt und verklappt, was das Zeug hält. Die Gesamtmasse des Mülls in den Weltmeeren wird auf 142 Millionen Tonnen geschätzt. Nach Angaben des UN-Umweltprogramms treiben auf jedem Quadratkilometer Ozean 13.000 Plastikteile („Süddeutsche Zeitung“, 15. April 2013). Doch das ist nicht alles: http://www.sueddeutsche.de/wissen/giftige-plastikstrudel-im-meer-die-groesste-muellhalde-der-welt-1.166232
Deutschland ist im Oktober 2015 zum Müll-Europameister gekürt worden http://www.rp-online.de/wirtschaft/deutschland-ist-muell-europameister-aid-1.5476613
Auch bei Elektroschrott führen wir die VerschwenderRiege an. Vieles davon landet auf illegalen Müllplätzen in Afrika: http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-04/elektroschrott-deutschland-produziert-so-viel-wie-kein-anderes-eu-land

Wer sich noch umfassender über die augenblickliche Situation unseres Planeten informieren möchte, sollte sich den Film „Home“ansehen. Einfach umwerfend https://www.youtube.com/watch?v=TIYikJKTyb0