Im September 2017 ist mein neues Buch “DA WAR MEHR ALS BITTER FELD” erschienen

Die deutsch-deutsche Geschichte ist in die Jahre gekommen. Was nicht heißt, dass sie zu Ende geschrieben ist. Im Gegenteil: ihre zweite, östlich der Elbe gelegene  Hälfte liegt oft noch im Nebel, im Rufmord der Klischees. Dies und ein wenig mehr zu lichten, ist ein Anliegen dieses Buches. Wobei hier keineswegs nostalgiert, wohl aber geliebt und kritisch hinterfragt wird.  Was ich erzähle, reicht weit in die DDR-Zeit zurück, spannt aber ebenso den Bogen in die unmittelbare Gegenwart. Mal wirklichkeitsnah, mal verspielt surrealistisch.

Wenn ich mein Kinderbuch aufschlage, über Tante Herta, mein Abi, meine Briefmarkenversessenheit sinniere, ist alles bunt. Auch später, als ich selbst erwachsen bin und Kinder habe, bleibt die Welt fruchtbar – zwischen Ernte und Fallobst. Immer schon fühlte ich mich dem Stahl verbunden – und den Walzwerken, die diesen Stahl platt machen. Geriet auf diese Weise in ein Vorhaben, das sich schwer tat und bis heute sinnbildlich für die Fragwürdigkeit eines ganzen Systems steht.

Ich habe lange mit der Wende gehadert, um dann doch  – der Not gehorchend – im Westen zu landen. Bin so, zum Teil geschrotet, zum Teil amüsiert, in die neue Welt eingewandert. Was hier – äußerlich frei und grundgesetztauglich oder besser gesagt: frisch, fromm und durchtrieben geschah, kam ambivalent herüber. Und war  dann bestens geeignet, satirisch verwurstet zu werden.

So werden meine Reflektionen auch dem zweiten Wunsch gerecht, nicht nur das Ernsthafte und Nachdenkenswerte zu spiegeln, sondern auch dem humorvoll Versonnenen einen Platz einzuräumen.

 

Inzwischen ist das Buch dreimal vorgestellt worden :

Am 28. September im Buchkaffee “Peter & Paula” http://www.literaturkreis-era.de/fotogalerie/28-09-2017-buchvorstellung-da-war-mehr-als-bitter-feld-ulrich-scharfenorth/, am 8. Oktober in der Ratinger KULTURkneipe und am 1. Dezember im Cafè Drüsch in Düsseldorf