Archiv der Kategorie: Allgemein

Litauen zündelt, Lettland legt nach

Die von Litauen verhängte teilweise Blockade des Schienenverkehrs zwischen Kaliningrad und dem russischen Kernland https://www.tagesschau.de/ausland/europa/litauen-russland-kaliningrad-101.html schafft mit Sicherheit einen zweiten Krisenherd im Osten. Bei akuter Kriegsgefahr!

Es geht hier nicht um die Umsetzung von EU-Sanktionen, sondern um reine Willkürmaßnahmen, die gegen internationales Recht verstoßen. Denn Russland transportiert Güter von Russland nach Russland und nicht etwa aus einem anderen Land nach Russland.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine solch widersinnige Aktion in der EU abgestimmt wurde. Es geht um neue Provokation, die die Gesamtlage weiter verschärfen dürfte. Nichts geschieht hier im Interesse von Diplomatie und Verhandlungen, geschweige denn für einen Waffenstillstand oder Frieden. Litauen sollte sich darüber im Klaren sein, dass ein Krieg mit Russland zuerst die Anrainer trifft – und sie im Handumdrehen auslöscht. Bevor noch ein NATOsoldat die Flinte hebt.

Lettland zieht im Kampf gegen  Russland nach. Die RP nennt es Kulturkampf, wenn russiches Kulturgut stigmatisiert und große Teile der Bevölkerung – ob sie nun gegen oder für Putin votieren – ausgegrenzt werden https://www.spiegel.de/politik/ausland/estland-und-lettland-das-problem-mit-der-russischen-minderheit-a-1169422.html. Im Lettland soll die russische Sprache in Kitas und Schulen verboten werden. Wir erinnern uns: So fing das schon mal an – im umkämpften Nachbarland.

Unerklärlich ist, warum Brüssel gegen die rechten Autokraten im Baltikum nicht vorgeht. Wo es doch Orban ständig am Wickel hat.

Warum dieser Krieg, warum diese falschen Interpretationen und Schlussfolgerungen

DIE  KOMPLEXE  ANALYSE

 

Ich habe mir vorgenommen, zum UkraineKonflikt künftig zu schweigen. Das bleibt auch so, will aber nicht heißen, dass das Thema total ausgespart wird. Was hier folgt, sind Beiträge und Analysen von Insidern/Experten, von Leuten also, die sich in der Thematik auskennen. Ja mehr noch: Es sind komplexe Vorträge und Texte, die ein Gesamtbild beschreiben – also etwas, dass die herkömmlichen, meist parteiischen Medien nicht liefern können, wollen oder sollen:

https://www.youtube.com/watch?v=XqYHb3n5KfA

https://www.youtube.com/watch?v=9DSDqTPERIU

https://www.freitag.de/autoren/jaugstein/krieg-und-frieden-in-der-ukraine-tapferkeit-vor-dem-freund

http://www.klaus-blessing.de/media/Das%20Dilemma%20der%20Linken%20im%20Ukraine.pdf

https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/der-ukraine-krieg-wird-frueher-oder-spaeter-in-ein-verhandlungsstadium-uebergehen

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-energiesanktionen-schaden-deutschland-mehr-als-russland

 

13. Mai 2022: Hallo Freunde, hier wieder die aktuellen Schlagzeilen aus dem BLOGhaus

FREE  ASSANGE!

Julian Assange ist jetzt unmittelbar von Auslieferung in die USA bedroht, wo ihn 175 Jahre Freiheitsentzug erwarten. Ich habe oft darüber berichtet und muss es nun wieder tun, weil Assanges Schicksal im allgemeinen Kriegsgeschrei zu versanden droht. Umgekehrt begünstigt die Dominanz der Scharfmacher alles, was pro USA unterwegs ist. Der Philosoph Slavoj Zizek hat das Bedenkliche dieser Lage aufgegriffen und die Doppelmoral der Amerikaner scharf kritisiert:

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/slavoj-zizek-warum-ich-weiterhin-bei-russia-today-veroeffentliche-li.226691?pid=true

Bloß nicht weitersagen! Drei US-amerikanische Astronauten und der Deutsche Mathias Maurer haben sich von ihren russischen, auf der ISS verbleibenden Kollegen per Umarmung verabschiedet. Druschba/Freundschaft riefen sie einander zu. Unglaublich!

In der Rheinischen Post trotz großflächiger Berichterstatung kein Wort dazu ….       Bild: sr.de

  Wenn wir doch

solche Politiker hätten. Stattdessen beschert uns das Schicksal blasse Blüten, Hetzer und Phrasendrescher

https://www.freitag.de/autoren/jaugstein/die-lieferung-schwerer-waffen-an-die-ukraine-wird-immer-mehr-zum-problem

Erst hieß es April, jetzt heißt es September. Kann mir mal jemand sagen, ob BionTech mit Hochdruck an einem angepassten Impfstoff forscht – oder aber nur Kohle abzieht. Vom Valneva-TotImpfstoff ist auch keine Rede mehr – obwohl viele Menschen auf ihn warten. Lohnt es etwa nicht, ihn zu produzieren?

 

  Die Daseinsfürsorge

in private Hände zu geben, sie dem freien Wettbewerb und damit dem Profitstreben von privaten Betreibern auszusetzen, ist böses Übel unserer Zeit – das in der Bundesrepublik seit Urzeiten befördert wird. Niemand muss sich über Missstände in Krankenhäusern und Pflegeheimen wundern, wenn am Patienten gespart wird. Denn darauf läuft die in der Markwirtschaft übliche Optimierung von Kosten und Erträgen hinaus. Man bedient sich billiger, zu weniger und oft schlecht ausgebildeter Arbeitskräfte, radikalisiert die Behandlungen bis zur Gewaltausübung, verwendet die einfachsten Medizinprodukte und Ausrüstungen und serviert Ernährung, die zum Himmel stinkt.

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/niemand-meldet-whistleblowerin-andrea-wuertz-ueber-gewalt-in-der-pflege

 

  Barbara Ming,

Mitglied des VS und ehemalige Vorsitzende des Literaturkreises ERA e.V., hat ein neues Buch mit beachtlicher Tragweite veröffentlicht:   Rundflug über Abstrusien. (ARACHNE-Verlag, ISBN:….). Demnächst liest sie daraus: am 18. Mai 2022, 18:30 Uhr in der Bücherei Gerresheim und am 19. Juni, 17 Uhr im Ratinger Jugend- und Kulturzentrum LUX.

 

Angesichts von Aufrüstung und Energiekrise geraten sämtliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels, zum Artenschutz und zur Digitalisierung in Schräglage. Sobald das Geld für Waffen ausgegeben wird, fehlt es an anderer, zweckdienlicher Stelle. Das wird u.a. im Agrarbereich deutlich, wo die Innovations-Schraube – ähnlich wie im Kohlebergbau – zurückgedreht wird. Darüber sprechen will zunächst niemand. Aber erste Anzeichen deuten auf heftige Bremsspuren. Ottmar Ilchmann, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Niedersachsaen, bringt es auf den Punkt: Die konservativen Kräfte, die auf Beharrung setzen, erstarkten sichtlich. Und wörtlich: „Eine krisenfeste Landwirtschaft braucht regionale Kreisläufe und eine faire wertschöpfung; keine Importe aus Ländern, in denen gehungert wird; Photovoltaik auf Dächern statt Getreide im Tank; nur so viele Tiere im Stall, wie Futter auf den eigenen Flächen wächst, und eine Vielfalt in der Landwirtschaft.“

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/klimakrise-muss-warten-jetzt-ist-krieg

 

Momentan scheint Europa zusammenzustehen. Doch der Augenblick täuscht. Europa ist nach wie vor ein eher blasses, provisorisches Etwas, das immer wieder mit unzähligen, z. T. kontroversen           Stimmen auftritt. Wichtige soziale Fragen sind nach wie vor unabgestimmt (Stichwort: ILO). Zudem stellen egoistische Wirtschaftsinteressen, unterschiedliche Standpunkte zu Migration, zu Rechtssystem und bürgerlichen Freiheiten das gemeinsame Handeln immer wieder in Frage. Dessen ungeachtet versuchen  „renitente EU-Fans“ die Lage zu verbessern. Was ständig in die Hose geht. Am Nationalen führt eben oft kein Weg vorbei. Jetzt wollen die EU-Kommission, die Staats- und Regierungschefs der Länder, das EuropaParlament, nationale Abgeordnete und einhundert ausgewählte gewöhnliche Bürger ein beispielloses Projekt starten: eine in acht Arbeitsgruppen tagende Zukunftkonferenz.. Doch es gibt auch hier einen Haken: Selbst wenn die Konferenz Änderungen am „EU-Procedere“ mit überwältigender Mehrheit beschließt, hat so eine solche Vorschlagsliste nur empfehlenden Charakter. Denn für die einschneidendsten Initiativen müssten die EU-Verträge geändert werden. Fassen wir zusammen: Unter Beteiligung von zu vielen Parteien (demokratisches Gehabe, das an sich selbst erstickt, oder?) werden Vorschläge unterbreitet, die kaum oder gar nicht umsetzbar sind, weil der Wille der beteiligten Entscheidungsträger, auch umzusetzen, was vorgeschlagen wird, in Wirklichkeit kaum oder gar nicht vorhanden ist. Hinzu kommt, dass die Initiative zumindest hier zu Lande nahezu unbekannt ist und folglich nicht mitgetragen wird. Heißt auch: Man bemüht sich in einer Art RoutineVorgang, Sachlagen zu verändern ohne ihre Durchsetzung wirklich im Auge zu haben. Die konkrete Ernüchterung folgt auf dem Fuße – mit einem von Schweden initiierten „Nicht-Papier“. Darin heißt es, dass eine Vertragsänderung nie ein Ziel der Konferenz gewesen sei. Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Malta, Polen Rumänien und Slowenien sind der gleichen Meinung.

Und schon ist Klappe zu, Affe tot …

Ganz anders van der Leyen und Macron: Sie feiern die Konferenz als Erfolg. Begreifen kann das, wer will …

https://www.tagesspiegel.de/politik/zukunftskonferenz-fordert-eu-reform-europa-neu-denken/28318878.html

https://rp-online.de/politik/eu/zukunftskonferenz-eu-euphorie-muendet-in-ernuechterung_aid-69329023

  Alle Scheiße

einfach mal vergessen!

https://www.youtube.com/watch?v=y7GIvVYc_zs

 

  War es Zufall

oder Bestimmung, dass ich in der RP auf den Freischütz stieß? Keine Ahnung.

Schlägt man bei Wikipedia nach, dann findet sich viel Erkleckliches zur „deutschen Nationaloper“. Während die einen die Jungfernkränzchen bis heute anhimmeln, sind andere voller Häme. Heine z. B. konnte mit dem biederen Gedudel nichts anfangen. Sogar die Hunde auf der Straße würden den Singsang mitbellen, erklärte er genervt. Mir indes gefiel das Bild in der RP. Es verweist auf die Stuttgarter Inszenierung von Achim Freyer (1980), die wegen ihres Sarkasmus‘ (man sprach sogar vom „subversiven Kasperletheater“) ambivalente Berühmtheit erlangte, bei Wikipedia aber nicht erwähnt wird. Man schau nur auf die überfärbten Gesichter. Deutsche NationalOper – und dann die gesamte deutsche Rückwärtsgewandtheit – die militaristisch aufgezäumten, schießgeilen Jäger, ein gebeugter Befehlshaber mit Piepsstimme, fünf verblödete Lauscher am Urknall und zwei Friedenstäubchen.

Verdammt schmal die Beute, sage ich da. Fehlt nur die WildSau in der Gitterbox.

 

Am 15. Mai ist Wahl und niemand geht hin. Assoziiert da irgendwer irgendwas?

Der Ursprung mag euch pazifistisch-naiv vorkommen. Hier aber könnte das real zuschlagen. Denn wer soll den in diesen Zeiten was wählen. Ich persönlich wähle niemand, der sich anschickt, Deutschland zur Kriegspartei zu machen. Ich wähle also vier Parteien definitiv nicht. Bleiben zwei von den etwas größeren, von denen ich eine verabscheue, während die andere Null Chanchen besitzt, in den Landtag zu gelangen. Bliebe „DIE  PARTEI“, die ganz nette, zuweilen auch provokante Sprüche klopft – aber eben auch an der 5%-Klausel scheitern wird.

Tatsächlich geht diesmal gar nichts. Weil auch die SPD, für die ich mich anfangs entscheiden wollte, übelste Wahl wäre. Man trennt sich von allem, was einst wichtig schien, entschuldigt sich für eine Politik, die in den zurückliegenden Jahrzehnten durchaus zeitgemäß war (und selbst vom politischen Gegner akzeptiert wurde – oder hat die CDU unter Merkel irgendwann gegen eine zu enge Bindung an Russland protestiert?) und meint jetzt sogar, dass eine europäische Friedensordnung ohne Russland zustande kommen müsste. Eine solche Partei, die sich problemlos von Brandt und Bahr entfernt, ist in meinen Augen nichts mehr wert. Von den anderen, sich stimmgewaltig aufplusternden Parteien und ihren Protagonisten will ich nicht reden. Meine Ampel steht nimmermehr auf grün, gelb werde ich allenfalls vor Zorn und schwarz ist die Nacht.

Anders herum –

pragmatische Politik sieht so aus: Alle schreien ihn nieder – Scholz knickt ein. Er knickt nicht gleich, sondern überlegt vorher. Ein Vorgang, der lange dauert und ihm den Vorwurf der Zögerlichkeit einträgt. Dann aber ist die Sache klar: Scholz knickt. Er will weiter regieren, meint vielleicht, dass das Deutschland besser bekomme als eine CDU/CSU-Regierung. Womit er mit Blick auf kleinere Übel Recht haben könnte. Gleichzeitig aber bedeutet so ein Knick, dass Scholz den ehrenhaften Rücktritt und den ehrenhaften Eintritt in ein Misstrauensvotum zu Gunsten von Kontinuität ausgeschlagen hat. Ganz pfiffig, denkt der Eingeweihte. Was hätte Scholz und Deutschland die Ehrenhaftigkeit angesichts der allseits abgereichen Moral genutzt? Nothing! Es wäre sowieso alles so weitergegangen wie es jetzt weiter geht, oder?

  Boooaaah!

Lugansky und Capucon in Hochform

https://www.youtube.com/watch?v=KkcJBjuCuPY

  Dass derzeit

die Hälfte unserer Bevölkerung die militärischen Ambitionen der ScholzRegierung ablehnt und die Grünen wegen der Aufkündigung ihrer wichtigsten Prinzipien ein wenig verhasst sind, ist bekannt. Wenngleich kaum Gegenstand der wichtigsten Medien. In der Rheinischen Post z. B. ist der Brief von Alice Schwarzer nie erwähnt, geschweige denn diskutiert worden. Was aber immer öfter geschieht, sind eine Aufwertung der Rüstungsindustrie und eine Abwertung derer, die aktive Friedenspolitik betreiben. Letztere werden pauschal pazifistischer Naivität bezichtigt und zunehmend in die Reihe der Querulanten gesteckt. Um genau zu sein: in die Reihe der Querdenker. Auf subtile Weise wird die allgemeine Abneigung gegen Coronaleugner, Verschwörungstheoretiker und Nazis dazu benutzt, um die Kritik am Waffenwahnsinn zu diskreditieren. Gutes Beispiel auf beiliegendem Bild: Wenn Frauen beklagen, dass sich die Grünen von wichtigen Grundprinzipien verabschieden, sollten sie schon eine Gelbweste tragen, die sie als Impfgegner ausweist (Emblem rot umrandet).                                                                       Bild: RP vom 11. Mai 2022

https://www.emma.de/artikel/offener-brief-bundeskanzler-scholz-339463

https://www.emma.de/artikel/offener-brief-der-28-chronik-der-reaktionen-339483

Scheiß Diktatur! Doch was ist das für eine Gesellschaft, in der Menschen 200 Milliarden Dollar anhäufen, Fußballer bis zu 130 Millionen Dollar pro Jahr kassieren und Händler von Christie’s Siebdrucke für 195 Millionen Dollar verhökern können – während weltweit 811 Millionen Menschen am Verhungern sind?

Kommt mir jetzt nicht damit, dass Musk und Messi geile ErsatzGötter sind und der Warhol-Erlös an Bedürftige geht …!

https://www.google.de/search?q=Hunger+weltweit&source=hp&ei=RSl9YrfQFKiJxc8PjcKPkAY&iflsig=AJiK0e8AAAAAYn03VQjMjewYRxk-75_386vKHKzm1Om3&ved=0ahUKEwj3hvn3pNr3AhWoRPEDHQ3hA2IQ4dUDCAk&uact=5&oq=Hunger+weltweit&gs_lcp=Cgdnd3Mtd2l6EAMyBQgAEIAEMgUIABCABDIFCAAQgAQyBQgAEIAEMgUIABCABDIFCAAQgAQyBQgAEIAEMgYIABAWEB4yBggAEBYQHjIGCAAQFhAeOhEILhCABBCxAxCDARDHARCjAjoLCC4QgAQQxwEQowI6DgguEIAEEMcBEKMCENQCOhEILhCABBCxAxCDARDHARDRAzoLCAAQgAQQsQMQgwE6CAguELEDEIMBOgQIABBDOgoILhDHARCjAhBDOg4ILhCABBCxAxDHARCjAjoRCC4QsQMQgwEQxwEQowIQ1AI6DQguELEDEMcBENEDEEM6DgguEIAEELEDEMcBENEDOhIILhCxAxCDARDHARCjAhAKEEM6BAguEEM6BwgAELEDEEM6CgguEMcBENEDEEM6CgguELEDENQCEEM6BwguELEDEEM6BwgAEIAEEAo6CAguEIAEELEDOggIABCxAxCDAToLCC4QgAQQxwEQrwE6CAgAEIAEELEDOgsILhCABBCxAxDUAjoHCC4Q1AIQQzoOCAAQgAQQsQMQgwEQyQNQAFjFFWC2GGgAcAB4AIABjAGIAf0JkgEEMTIuM5gBAKABAQ&sclient=gws-wiz

Seid gespannt! Es gibt offenbar noch gute Literatur. Diesmal vertraue ich Florian Illies, der „Mary Shelley Zimmer“ von Timo Feldhaus über den grünen Klee lobt. Ich schau dann später mal rein ….

https://www.freitag.de/autoren/marlen-hobrack/lustiger-als-illies-timo-feldhaus2019-neues-buch-mary-shellys-zimmer

https://www.rowohlt.de/buch/timo-feldhaus-mary-shelleys-zimmer-9783498002367

Die Waffen nieder !

Angesichts der katastrophalen Lage, in der sich die Ukraine seit Donnerstag befindet, ist Umsicht geboten. Und obwohl in Kiew und Umgebung viel (verständlicher) Patriotismus blüht, sollte jetzt alles getan werden, um weitere Opfer zu vermeiden. Vertreter der deutschen Regierung haben Waffenlieferungen ins Kriegsgebet abgelehnt und das in einem zynisch anmutendem Satz begründet: Es mache keinen Sinn, Waffen zu liefern, wenn die Niederlage der Ukrainer kurz bevorstehe. Und tatsächlich: Jedwede militärische Unterstützung würde den Krieg nur verlängern und weitere sinnlose Opfer bringen. Angesichts der russischen Übermacht bleibt nur eine weniger blutige Option: die möglichst frühzeitige Kapitulation, besser: eine gemeinsame Übereinkunft beider Staaten. Beide Seiten haben gestern Gespräche angeboten. Die müssten jetzt unbedingt zu Stande kommen und wahrgenommen werden. Es geht jetzt nicht darum, Putin ein zehntes Mal als Aggressor zu brandmarken, sondern ausschließlich um die sofortige Herstellung von Frieden. Ob Putin wirklich bereit ist, substanzielle Verhandlungen zu führen, bleibt zunächst offen. Selenskij hat bereits die Neutralität der Ukraine angeboten. Eine Zusage, die unter Druck wenig Wert hat, aber dennoch zu beachten ist.

Wie auch immer die Lösung aussieht: Ein Waffenstillstand dürfte den Ukrainern teuer zu stehen kommen. Denn Putin wird nicht nur auf einem Sonderstatus für seine Anhänger in der Ukraine bestehen, sondern auch Gebiete annektieren. Das dürfte den gesamten Donbass – vor allem aber die Gebiete um Mariupol und den Landweg zur Krim betreffen.

Der Westen, der in den Konflikt nicht eingreifen wird, übt sich in Sanktionen. Die dürften auch diesmal moderat ausfallen, weil die wirklich schmerzhafte Abkopplung der Kommunikationsplattform Swift nicht zu Stande kommt. Wirtschaftliche Interessen Deutschlands, Italiens und Frankreichs stehen konsequent dagegen. Genau das aber wird die Ukrainer weiter verbittern und ihr Gespür für eine neue Ballance in Europa stärken. Russland wird dabei weiter den Teufel spielen. Es sei denn, Putin würde gestürzt – was längst überfällig ist.

Der von Putin ausgelöste Krieg hat auch bei den Mitgliedern der deutschen LINKEN Entsetzen ausgelöst. Alle führenden Politiker beeilen sich, den Überfall zu verurteilen. Und wissen dennoch ganz genau, dass es die ewig Gestrigen- die Immer-noch-PutinVersteher weiterhin gibt. Für alle Linken ist der neue Zar zum Einflussvernichter geriert. Sie werden ihre ohnehin schon prekäre Situation weitere Jahre, vielleicht auch Jahrzehnte, ausleben müssen.

Ich würde mich freuen, wenn jeder Leser die Möglichkeit nutzen würde, an Anti-Kriegsdemos teilzunehmen. Wir haben lange nichts Machtvolles auf unseren Straßen erlebt. Jetzt ist es höchste Zeit dafür!

https://www1.wdr.de/nachrichten/ukraine-russland-krieg-nrw-reaktionen-solidaritaet-100.html

https://gruene-ratingen.de/volle-solidaritaet-mit-der-ukraine/

Foto oben: Demo und Menschenkette am 27. Februar in Ratingen

 

 

 

13. November 2021: Hallo Freunde, hier wieder die aktuellen Schlagzeilen aus dem BLOGhaus!

Dieser dummdreiste Schrei nach Freiheit

Wer sagt’s denn: Es gibt kein Corona, und schon gar nicht die Verpflichtung, sich impfen zu lassen. Der Staat benutzt das erfundene Gespenst nur, um das Volk zu reglementieren – ihm die Freiheit abspenstig zu machen. Jetzt, so die Querdenker, grenze man schonungslos aus, nehme vor allem die zur Brust, die schon immer am Staat herumnörgelten – und jetzt immer heftiger auch ihren Impfboykott zum Protestschrei aufwerten. Was für ein dummes Mittel, wo doch Klassenkampf und Corona – zumindest hier zu Lande – wenig miteinander zu tun haben. Schließlich kann jeder Bürger die notwendigen medizinischen Angebote in Anspruch nehmen – ganz gleich, ob er Millionär oder arbeitslos ist. Trotzdem begehren  vor allem diejenigen, die um des Protestes willen protestieren  weiterhin auf: Man informiere zu wenig und einseitig, schiebe die Fehler der Politik den Impfgegnern in die Schuhe, reagiere sprunghaft-uneinheitlich und zwinge zu Beschränkungen, die den Menschen mehr als gängelten. Kurzum: Man schränke die Freiheit der Menschen auf unverantwortliche Weise ein. Gewiss gibt es Einschränkungen und Fehlpässe und gewiss treffen die vor allem ärmere, zugewanderte und ungebildete Menschen. Doch sich allein darin zu suhlen, statt die Dinge in ihrer Gesamtheit zu sehen, ist grundfalsch.  

So gesehen haben auch die notorischen Besserwisser, meine Lieblinge vom Freitag – Pegasus hüh! -noch immer die falschen Hosen an. Um sich mit ihren undifferenzierten Schuldzuweisungen einmal mehr reinzureiten.  Es ist fatal, dass diese Leute nach wie vor so undifferenziert daher reden,  jedes Versagen im Pandemie Zirkus der einen, der regierenden Klientel reindrücken können? Wo es doch genug Verblödete in unserem Land gibt, die ebenso Schuld tragen, die anzusprechen aber schwer fällt  ……. https://www.stoerfall-zukunft.de/das-ruecksichtslose-geschrei-um-freiheit/

Mit diesem Ergebnis werden die KlimaZiele drastisch verfehlt

In Glasgow großes Klima-Geklirre mit Obama. Viel Gerede und kaum ein konkretes Maßnahmepaket. Die Staaten bei landeseigenen Konzernen und Global Playern in Geiselhaft. Nirgendwo ist erkennbar, dass die Emissionen demnächst signifikant sinken. Das Teilbekenntnis zur Begrenzung des Methanausstoßes gibt sich angesichts der tauenden Permafrostböden, angesichts drohender Eruptionen infolge steigender Meerestemperaturen eher lächerlich. Löste sich das Kittgefüge gefrorenen Methanhydrats in den Ozeanen – und hierfür wären nur 3-5 Grad an zusätzlicher Temperatur erforderlich –  dann stürzten Hänge, dann gingen ganze Unterseelandschaften einschließlich der darauf befindlichen Inseln in die Binsen – und ebenso die Länder, die von den darauf folgenden Tsunamis getroffen werden. Dann würde so viel gasförmiges Methan aufkochen, dass es nicht mehr lohnte, über verkraftbare Gradziele der Erderwärmung zu reden. Tatsächlich ist es so, dass die Aufheizung ungebremst voranschreitet. Derzeit, sprich: im heutigen WEITERSO läuft alles auf die 2,3 – 2,7 Grad hinaus.

Es ist ein Grundversagen der Menschheit, dass Kinder und Jugendliche – Menschen wie Greta Thunberg und Luisa Neubauer – das Banner für einen Paradigmenwechsel hoch halten, während die wirklich Mächtigen am Status quo festhalten und der globale Massenprotest ausbleibt. Die Klima-Demos in Glasgow, die Gespäche Obamas mit den Aktivisten – beides macht deutlich, wohin die Reise gehen muss, vermutlich aber nicht geht  …. https://www.stoerfall-zukunft.de/3847-2/

Foto: Tagesschau

Hilfloses und heuchlerisches Gehabe – Flüchtlinge sind und bleiben Manövriermasse

Alle Parteien bis auf die AfD haben das Flüchtlingsproblem in ihren Programmen zur Bundestagswahl sorgfältig ausgespart. Oder – wie die Linke – nur peripher behandelt. Das hat offensichtlich damit zu tun, dass niemand so recht weiß, wie er mit dem Thema künftig umgehen soll. Dabei schlägt es gerade jetzt wieder hohe Wellen.

Die illegale Zuwanderung nimmt – auch dank der unterstützenden Aktivitäten durch Sea watch,  Lukaschenko und Erdogan – permanent zu. Flüchtlinge werden – weil ihnen gute Fluchtaussichten suggeriert werden – erneut und immer wieder zu gefährlichen, schleppergestützten Alleingängen animiert. Sie als Manövriermasse im naiven Multi-Kulti-Gedöns oder im politischen Machtpoker zu missbrauchen, ist schändlich und zeigt, dass zukunftstaugliche Lösungen nach wie vor in weiter Ferne liegen. Dabei müsste klar sein, dass die Zuwanderung in den kommenden Jahrzehnten ein immer währendes Problem bleibt, denn weder Kriege, ökologische Desaster noch die anhaltende Überbevölkerung scheinen abwendbar. Für Europa sind weder die illegale Einwanderung noch das „gezielte Aussieben“ geeigneter Einwanderer(Brain Drain!) taugliche Mittel, um eine neue, nachhaltige Welt zu gestalten.

Ich habe oft genug darauf hingewiesen, dass es nur eine Strategie geben kann, um großflächige Fluchtbewegungen zu stoppen – die Verbesserung der Lebensverhältnisse in den Herkunftsländern. Derzeit läuft jedoch alles in die Gegenrichtung, was nur marginal mit Corona, sehr vielmehr aber mit der Gleichgültigkeit und dem Unwillen der reichen Industrieländer zu tun hat ….

https://www.stoerfall-zukunft.de/migration-der-druck-waechst/

Zoe Wees sorgt für Furore https://www.youtube.com/watch?v=Qf4I5cLuveA

Unser landwirtschaftliches Tun widerspricht jeder Ethik https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/landwirtschaft-154.html

  Dass es zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt, liegt daran, dass Kommunen ihre Wohnungen verkauft haben, dass Kauf und Rückkauf von Land und Wohnungen schwieriger und vor allem extrem teuer wird und der Wille, sozial und gerecht zu handeln vor allem im konservativen Lager unterentwickelt ist

https://www.swr.de/report/bezahlbarer-wohnraum-viele-aufgaben-fuer-neue-bundesregierung/-/id=233454/did=25442442/nid=233454/1195piy/index.html

Die Amis drehen nicht nur die schlechtesten, sie drehen auch die besten Filme:

https://www.youtube.com/watch?v=0nzr1NHFM5Y

https://www.youtube.com/watch?v=sQ1VPI1gH40

https://www.youtube.com/watch?v=tYQXk-rzs_o

 Weg mit der deutsch-rosa Brille! In vielen Teilen der Welt herrscht nach wie vor brutalste Sklaverei  https://www.rosalux.de/publikation/id/45336/atlas-der-versklavung?cHash=2b22333b1bfd69112e0f017fe48d06bc

Wöchentlich neue Mode, ständig Industriegüter mit eingebauten lebensverkürzenden Schwachstellen. So wird Zukunft nicht funktionieren. https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2021/Sneakerjagd-Nike-vernichtet-Neuware,nikesneaker100.html

Im Magazin „Mehrwert“ wird nachhaltiges Leben überzeugend dokumentiert. So – und nicht im WachstumsWahn – muss Zukunft gestaltet werden. BRAVO!

https://www.sonnenseite.com/de/tipps/neues-mehrwert-magazin-unter-dem-motto-die-welt-ist-voller-loesungen/

Harald Welzer: Es geht nicht um Revolution, sondern um kleine Schritte …. Doch selbst die sind schwierig. „Wir versichern uns gegenseitig, dass wir nichts verändern wollen und delegieren unsere Hoffnungen an Ingenieure und Zukunftstechnologien, die uns irgendwann die Rettung bringen werden. Das ist die große Lebenslüge unserer Gegenwart.“  https://www.freitag.de/autoren/pep/die-lebensluege-nichts-muss-sich-veraendern

Objektives Erfordernis oder Wasserstoffwahn? Diejenigen, die auch künftig auf unbegrenztes Wachstum wetten, diskutieren über gigantische Importe an grüner Energie. Wasserstoff soll vorrangig an klimatisch günstigen und politisch sicheren Orten über Wind und Sonne erzeugt, z. T. in Methan, synthetische Kraftstoffe, Ammoniak und Methanol umgewandelt und dann per Pipeline oder verflüssigt per Schiff nach Europa verfrachtet werden. Produktionsstandorte in der chilenischen Atacama-Wüste, in Australien und Saudi-Arabien werden als besonders geignet angesehen.

Foto: Wirtschaftswoche

https://www.wiwo.de/my/technologie/umwelt/energiekosten-ein-cent-je-kilowattstunde-echt-jetzt/27745030.html

Marcus Maida mit wichtigen Tipps für Fans der POPkultur

FYI

Dear All,

Kurz vor Ende des Sommer-Semesters 2021 eine Information bezüglich meiner aktuellen Lehraktivitäten an der FH Dortmund.

Im Fachbereich Design praktiziere ich aktuell das jeweils 4,5 h lange W2/3-Modul

„Die Visualität der Popkultur: Re:Act / Re:Mode / Re:Do“

Popkultur als Ästhetik und Praxis der Wiederverwertung.

Diese Thematik entwickelte ich aus verschiedenen Strängen und Ansätzen, die ich in den letzten Jahren konzipiert, kompiliert und stetig erweitert hatte, initiiert unter anderem für einen Vortrag an der AdbK-Zürich und dann für ein Abstract für die ACLA-Convention „Recycling Culture: An Aesthetics of Waste“ an der Harvard University 2016 transformiert.

Das Konzept wurde nun zum ersten Mal erfolgreich in einen W2/3-Seminarkontext transformiert und umgesetzt.

Die Visualität der Popkultur: Re:Act / Re:Mode / Re:Do

Popkultur als Ästhetik und Praxis der Wiederverwertung. Marcus Maida mit wichtigen Tipps für Fans der POPkultur weiterlesen

Sanktionen wegen Nawalny – ein bizarrer Irrtum

Wenn ich noch einmal auf Nawalny zu sprechen komme, dann hat das damit zu tun, dass die EU auf dessen Verhaftung mit neuen Sanktionen gegen Russland reagiert. Ein geradezu närrisches Verhalten. Offenbar haben die betreffenden Staatschefs – und dazu gehört auch Angela Merkel –  noch immer nicht feststellen können, wer Nawalny wirklich ist.

Jetzt gibt’s NachhilfeUnterricht. Nicht von Putin, sondern von einem seiner schärfsten Gegner: Grigori Jawlinski https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/putin-weg-ist-keine-strategie. Seine Botschaft dürfte den Brüsseler Oberlehrern kalt über die Schulter laufen: „Das demokratische Russland, die Achtung des Individuums, ein Leben ohne Angst und ohne Repression sind unvereinbar mit Nawalnys Politik“.

Jawlinski weiter: Kritik an der Korruption allein bringe überhaupt nichts. Vielmehr sei es wichtig, Wege aufzuzeigen, wie man aus der Situation herauskomme, die durch eine kriminelle Privatisierung in den 90er Jahren entstanden sei. Waleria Nowodworskaja, eine Begleitfigur des Kritikers, hatte schon damals treffend geurteilt: Nawalny könne der Anführer eines gestörten Mobs, der Anführer eines neuen Untergangs werden.

Auch seien die Menschen, die Nawalny anspricht, nicht links oder rechts. Im Gegenteil: Er fordere geradezu regellos dazu auf, die Partei zu wählen, die Putins Machtpartei die meisten Stimmen abspenstig macht. Noch wesentlicher sei allerdings, dass Nawalny  bis heute an seinen nationalistischen, tendenziell faschistischen Auftritten festhalte.  Dafür sei er bereits 2011  aus der liberalen Jabloko-Partei ausgeschlossen worden.

Jetzt muss unverzüglich gehandelt werden!

Wer immer noch zögert, Besucher und Personal von Alten- und Pflegeheimen konsequent zu testen, gehört in Untersuchungshaft. Dasselbe gilt für Pflegende, die sich um allein lebende alte Menschen kümmern – auch illegale Pflegekräfte aus dem Ausland https://www.spiegel.de/politik/corona-schnelltest-pflicht-in-altenheimen-wir-versuchen-uns-selbst-hilfe-zu-holen-a-cd9b0cd3-629f-44e5-87b6-7787ba6bbf8c

  •  Am 1. März müssen sichere Schnelltest en masse verfügbar sein. Positiv getestete müssen notfalls durch Prämien bewegt werden, ihre Krankheit anzuzeigen
  • Überall dort, wo Krankenhaus- und Pflegepersonal akuten CoronaGefahren ausgesetzt sind, muss die Prävention/Prophylaxe erweitert werden. Neben hochwertigen Masken müssen ebenso hochwertige Brillen und Visiere zum Einsatz kommen
  • Um ein voraussichtliches ImpfChaos bei plötzlich massenhaft eintreffenden Impfdosen zu vermeiden, sind Abläufe – wo auch immer –„vorauseilend“ zu trainieren
  • Der Staat muss kurzfristig ein Programm zur Erforschung von Covid-19-Spätfolgen mit dem Ziel auflegen, die Krankheitsverläufe zu studieren und Betroffenen optimal zu helfen. Letzteres bedeutet auch, für die Versorgung krank Bleibender einzutreten https://www.helios-gesundheit.de/magazin/corona/news/covid-19-genesen-aber-mit-spaetfolgen/
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  • Wer glaubt, dass die Regierung selbst angesichts der Mutanten-Explosion zeitlich fixierte Öffnungspläne vorlegen kann/muss, hat die CoronaSituation auch nach einem Jahr nicht verstanden. Was wir brauchen, sind Stufenpläne, die sich unabhängig von der Art des Virus an Inzidenz, R-Wert und an der Belegung von Intensivstationen orientieren müssen – und zwar bundeseinheitlich
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  • Die Regierung sollte Geimpften Sonderrechte zugestehen (Beispiel ISRAEL!). Die noch nicht Geimpften sollten die Neiddebatte stecken lassen und mal großzügig sein, wenn Immunisierten der zugang zu mehr Freiheit ermöglicht wird. Es ist ja nur für ein paar Monate und es könnte den kleinen Gewerbetreibenden und Künstlern (Läden, Kneipen, Hotels, Kinos, Theatern etc.) vorzeitig helfen

Wer jetzt nach Öffnungsszenarien schreit, muss sich im Klaren sein, dass es Zeitpläne dafür nicht geben kann. So hilfreich das für den im Wartestand befindlichen Einzelhandel, für Kneipen, Theater und all die anderen derzeit Ausgegrenzten auch wäre. Jegliches Öffnen muss sich am Infektionsgeschehen, an der Situation auf den Intensivstationen orientieren, und da ist wieder mal nichts klar. Denn die VirusMutationen  bringen neue Unsicherheit. Allein die britische ist inzwischen bis zu 20% vertreten und treibt die Neuinfektionen empor.

Angesichts der schleppenden Versorgung mit Impfstoffen kann nur eine Revolution bei Schnelltests in Kombination mit niedriger Inzidenz Abhilfe schaffen.A Denn erst wenn Infektionen schnell und en masse erkannt werden, wenn die Verfolgung des Infektionsgeschehens wieder möglich wird, sprich: wenn die Gesundheitsämter wieder in der Lage sind, die Rück- und Nachverfolgung der Infektionen vorzunehmen, ist die Einhegung der Pest denkbar. Wir brauchen R-Werte weit unter 1, um zu normalen Verhältnissen zurückkehren zu können.

Minister Spahn hat für den 1. März Schnelltests für jeden Bürger versprochen – ein spätes Ziel, an dem sich Bürger und oppositionelle Politiker wund reiben.  Vielfach wird Spahn für Zögerlichkeiten attackiert, die es angesichts der vielen Toten nicht geben dürfe. Man fordert die Zulassung für Tests, die weder ausreichend geprüft, noch irgendwie validiert sind. Nach dem Motto: Wenn da ein paar Tests falsch ausfallen, ist das weniger schlimm als die rasante tödliche Ausbreitung der Mutanten https://www.freitag.de/autoren/wolfgang-michal/bloss-nicht-das-infektionsrisiko-senken. Dem widersprechen all diejenigen, die es sicher und sauber haben wollen. „Das Ding muss wirklich idiotensicher sein“, titelt die FAZ und verweist darauf, dass die Selbstnutzung falsch oder gar nicht erfolgen, also auch vorgetäuscht sein könnte https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/in-oesterreich-werden-corona-selbsttests-verkauft-17199578.html. Bislang war es ärztlichem oder ApothekenPersonal vorbehalten, die Schnelltests durchzuführen – was bei positiven Ergebnisse immer auch Meldevorgänge und die Aufforderung zu ergänzenden PCR-Tests nach sich zog. Was aber passiert, wenn niemand mehr zur Meldung angehalten und die Infektion – vor allem, wenn sie mild abläuft –   verschwiegen und so weiterverbreitet wird?  Zumal das Ganze noch von aufblühender Arg- und Sorglosigkeit begleitet wird (ich hab ja nichts und kann jetzt …). Keine Ahnung, wie die Regierenden das austeuern wollen.

Natürlich muss es auch mit den Impfungen weiter gehen  – und zwar in hohem Tempo. Doch nebulöse Bestellzurückhaltung, die problematische Aufstockung der Produktuionskapazitäten/Lieferketten mit daraus resultierenden Lieferengpässen stehen dem entgegen. Dabei sind die Infektionszahlen „dank“ Mutantenexplosion schon wieder aufwärts unterwegs. Droht eine dritte Welle?

Tatsächlich geht es auf dem ImpfSchlachtfeld seit Wochen furchtbar zu. Vor allem deshalb, weil die Medien jede nur erkennbare TeilNachricht zur Impfstoffsituation gnadenlos ausschlachten und bis ins Unkenntliche verzerren. Heraus kommen Hiobsbotschaften, die die Impfbereitschaft der Menschen erschüttern und Teile der schon knappen ImpfstoffVorräte „versauern“ lassen. Auch der AstraZenica-Impfstoff ist ein guter Impfstoff sagen Drosten und Spahn, und sie haben Recht, denn die wichtigste Aufgabe, nämlich die vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen, erfüllt auch das britisch-schwedische Präparat – egal, welcher Mutant da gegenwärtig um die Ecke kommt. Ungenutzter Impfstoff ist heute Teil des Verbrechens – das trifft auch auf BioNTechDosen zu, die nicht oder nur teilweise voll ausgenutzt werden. Extrem wichtig ist es jetzt, die Impfstoffe gezielt zu modifizieren, sprich: sie im Kampf gegen die Mutanten auf genau deren Veränderung auszurichten. Wenn hier nicht sofort weitere Mittel (mit den dazugehörigen Verwendungsgeboten) bereitgestellt werden, müssen wir damit rechnen, dass das passiert, was im Kapitalismus üblich ist. Dass die derzeitigen Produzenten mit den bisher entwickelten Produkten so lange weiter machen, bis sich ihre Profite verwahnsinnigt haben. Hier muss sofort und direkt über den Staat „gelöhnt“, überwacht und umgesteuert werden.  Niemand weiß zudem, warum Verhandlungen über die Erteilung von Impfstofflizenzen weiterhin ausbleiben. Wie frage ich, soll Europa, wie soll die gesamte Welt geimpft werden, wenn die Immunisierung vornehmlich den Reichen vorbehalten, ansonsten aber endlos verzögert wird. Schließlich ist Covid nur dann zu tilgen, wenn es keine Wirte mehr findet. Auch uns, die wir privilegiert vor uns hinleben, erreicht dieser Egoismus der Erfinder permanent. Denn solange der Virus außerhalb unserer Sphäre herumturnt, schleppen wir ihn über Lieferketten, Wirtschaftsgüter, Pendler, Touristen und Geschäftsreisende immer wieder ein. Worauf der Vernichtungskrieg erneut aufflammen muss. Wieder und immer wieder.

Alles in allem fehlt dem normalen Bürger die Übersicht. Er weiß nicht mehr, wie viel der (vielleicht oder doch in jedem Fall) bestellten Impfstoffe wann und wo eingehen, und wie sich der persönliche Impftermin wohin schiebt. Für die Menschen, die in beengten Verhältnissen wohnen, aber auch für Gastronomen und Hoteliers, für den Einzelhandel, für Künstler, Schulen, Kitas etc. sind das schlechte Zeichen. Vor allem, wenn  die Betroffenen die ineinandergreifenden Prozesse nicht begreifen.

In allen Bundesländern wird kraftvoll daran gearbeitet, Schulen und Kitas wieder zu öffnen. Was ich persönlich für völlig falsch, weil voreilig halte. Hier wird der Verlust einer Generation von Menschen propagandistisch in Stellung gebracht. Ganz so, als ginge die Welt unter. Aber klar, die Sache ist ernst, und viele unserer Mitbürger sind am Verzweifeln, und man wird ihnen bald helfen müssen. Andererseits darf man den Bürger nicht weiter verdummen. Man kann und darf bei Verlust eines Schuljahres nicht vom Verlust einer Generation sprechen. Ein Schuljahr ist immer auch aufholbar.

Natürlich werden sich die Mutanten bei Kita- und Schulöffnung auch auf Kinder und Jugendliche stürzen und von denen auf die dazugehörigen Familien überspringen. Mit leichten bis tödlichen Folgen. Natürlich vorausgesetzt, dass die Substanz vorhanden ist – die eine wie die andere. Doch darüber gibt es kaum Zweifel. Wie immer geht es um die Dosis (im Kleinen) und ums Maß (im Großen). Beides obliegt der künftigen Entwicklung, den Möglichkeiten der Sequenzierung und menschlicher Vorsicht. Was immer auch in Hysterie umgemünzt wird. Wir sind im Wahljahr, und da erlangt vor allem der  gute Karten, der es unkompliziert hinbekommt, der die Freiheit beschwört sowie schnell und vor allem alles öffnet. Leider behütet uns niemand vor diesen Kräften, die buchstäblich über Leichen gehen! Ich spreche hier ganz bewusst nicht von der FDP.

Man muss nicht unbedingt eine Reihung aufmachen, aber eines scheint mir schon jetzt sicher: Die gleichfalls sehr wichtige Komponente des Handelns, die Bereitstellung von Medikamenten gegen die Pest, gerät wieder mal ins Abseits. Dabei müsste gerade in der augenblicklichen Situation mit wirksamen Medikamenten und erst in zweiter Linie mit bereits vorhandenen, vielleicht funktionierendem Ersatzstoffen operiert werden. Manch Besorgter, manch Cleverr versucht jetzt, jedes Influenza- oder Krebsmittel in die CoronaTherapie zu übertragen – mit spektakulären Teilerfolgen, die schnell in sich zusammenbrechen. Niemand teilt uns heute mit, welche Gelder für die Entwicklung neuer, coronaspezifischer Medikamente bereitgestellt wurden und wer diese Gelder vereinnahmt hat. Da taucht ab zu der Begriff Formycon auf, aber offenbar nur, wenn es um die Befeuerung der Börsenkurse geht. Das hinter diesem Namen in der Pipeline befindliche Medikament dürfte erst 2022 die Zulassung erhalten. Aber was ist das denn: 2022 ????

Herr Spahn muss dringend auf die Frage antworten, ob er es nicht auch versäumt habe, ein paar Milliarden zusätzlich in die MedikamentenForschung zu stecken. Schließlich kann sich niemand mit den standardmäßig ablaufenden Forschungsgeschwindigkeiten, die bei Formycon, Regeneron, Eli Lilly und Co. erst in Monaten oder Jahren durchschlagende Erfolge zeitigen dürften, zufrieden geben. Auch auf diesem Feld muss das Tempo extrem erhöht werden. Auch hier ist vor allem Europa, genauer gesagt:  Deutschland

Hallo Autoren, der Brite Roald Dahl …

… hat versucht, die Bedürfnisse von Schriftstellern aufzulisten! Und auch Tips dafür gegeben, wie man diese Leute aufspürt und erkennt.

Solches könnt ihr – je nach Ausprägung eures Narzissmus – mit Freude aufnehmen oder auch zurückweisen ….

 

bitte hineinklicken!

 

 

Quelle: ZEIT-Magazin

 

 

Und es kommt noch besser. Denn bestimmte Leute scheuen sich geradezu, Schriftsteller zu sein oder zu werden, ja mehr noch: Sie führen glaubhafte Argumente ins Feld – dafür, dass sie nicht … Tobias Nazemi hat das faktenreich und witzig auf den Punkt gebracht https://buchrevier.com/:

1. Schreiben

„Ich hab schon immer gerne geschrieben“, sagen die meisten Autoren, wenn man sie nach dem Grund für ihre Berufswahl fragt. Das mag wohl stimmen, aber gilt das auch noch nach zehn, zwanzig Jahren im Job? Manche meinen, dass es nichts Schöneres gibt, als sein Hobby zum Beruf zu machen. Und andere wiederum behaupten das Gegenteil. Als notorischer Pessimist bin ich eher Anhänger des zweiten Lagers. Wer gerne schreibt, tut dies genau so lange, wie er nicht muss. Sobald man muss, wird das Schreiben schnell zur Qual. Man muss abliefern, es muss gut werden, es darf nicht stocken. Wenn es läuft, ist alles ok. Aber wehe, es zieht sich und will und will nicht gelingen, während Verleger, Medien und die treue Leserschaft ungeduldig auf dein nächstes Meisterwerk warten.

2. Verlage

Als junger Autor einen Verlag zu finden, ist wie einen Partner zu finden. Einen fürs Leben, so mit Heirat, Kindern, Einfamilienhaus und gemeinsam alt werden. Das kann klappen, muss aber nicht. Der ersten Verliebtheit und dem Glück, sich gefunden zu haben, folgt oft sehr schnell die Ernüchterung. Man stellt fest, dass man sich eigentlich etwas anderes unter einer Partnerschaft vorgestellt hat. Der Verlag vom Autor, dessen Bücher sich jetzt doch nicht so verkaufen wie geplant. Der Autor vom Verlag, weil er sich ja eigentlich mehr Unterstützung für seine Bücher erhofft hätte, mehr Marketing und PR auch online, mit Blogs und so. Und wie in jeder Ehe müssen sich die Partner irgendwann die Frage stellen, ob sie mit all diesen Kompromissen ewig so weiter leben wollen.

3. Lesen

Ich bin zwar keiner, aber ich kann mir vorstellen, als Schriftsteller liest man anders. So wie jeder Tischler beim Betrachten und Berühren eines Möbelstückes die Qualität von Holz und Verarbeitung prüft und bewertet, so tut dies sicherlich auch ein Autor beim Lesen eines Romans. Das hätte ich jetzt anders aufgebaut, die Figur ist noch zu blass, hier hätte ich wörtliche Rede genommen. Ganz besonders schlimm muss es sein, wenn man Werke von Autoren liest, die in der gleichen Liga spielen. Wie ist das, wenn der „sehr geschätzte Kollege“ zur Buchmesse ein gefeiertes Meisterstück präsentiert, während man selber nur ein passables Gesellenstück abgeliefert hat? Wenn auf einmal ein Nobody daher kommt und schreibt, wie ein junger Gott, ungehemmt, ausdrucksstark und kraftvoll, so wie man selber einmal geschrieben hat – vor zehn, zwanzig Jahren.

4. Rezensionen

Kaum hat ein Autor sein Werk auf den Markt gebracht, geht es auch schon los. Aus allen Ecken stürzt sich die Meute auf den Köder. Die etablierten Kritiker, die Möchtegern-Feuilletonisten, Feenstaub-Blogger, Amazon-Kunden, Lesekreise im Westerwald und all die Buchreviere dieser Welt. Das, woran man Monate und Jahre, Tag und Nacht gearbeitet hat, wo man sein ganzes Können, sein Herzblut, seine ganze Leidenschaft reingesteckt hat – in jedes Kapitel, jede Seite, jedes Wort – das alles wird zerpflückt, seziert, gedeutet und bewertet. Da braucht man als Autor ein dickes Fell, um das alles auszuhalten. Aber letztlich kann man noch froh darüber sein, denn es geht auch schlimmer. Dann nämlich, wenn noch nicht mal ein „langweilig“ oder „überflüssig“ als Wertung kommt, wenn so gar nichts passiert, einfach keine Sau, das neue literarische Werk beachtet.

5. Halbwertzeit

Nach dem großen Roman, ist vor dem noch größeren Roman. Ein Autor kommt, hat er einmal angefangen zu schreiben, nie zur Ruhe. Er muss abliefern, um im Geschäft zu bleiben. Und das im besten Fall jedes Jahr. Entweder im Frühjahr oder im Herbst. Denn wie in der Modeindustrie gibt es auch im Buchhandel das Diktat der Kollektionen. Leipzig oder Frankfurt? Klein oder Groß? Aber egal wo und wie, eines ist sicher: ein halbes Jahr nach der Premiere ist alles vorbei. Wer im März in Leipzig rauskommt, ist in Frankfurt überhaupt kein Thema mehr. Was in der Halbwertzeit von einem halben Jahr nicht passiert, an Besprechungen, Handelsmarketing und PR – das kommt auch nicht mehr. Nicht nur in den Medien, auch im Handel. Und wie heißt es dann? „Tut mir leid – das Buch haben wir nicht vorrätig, aber ich kann Ihnen das bestellen“. Na klar!

6. Lesungen

Bei Musikern kennt man das. Sie verdienen mit Plattenverkäufen kaum noch Geld. Dafür müssen sie auf Tour gehen, Konzerte geben. Auch ein Schriftsteller muss mit seinem Buch tingeln, von Stadt zu Stadt, von Buchhandlung zu Buchhandlung, von Stadtbibliothek zu Volkshochschule. Dafür gibt es ein paar hundert Euro pro Abend und die Einsicht gratis, dass eine Schriftsteller-Karriere nicht wirklich aufregend ist und mit Sex, Drugs und Rock’n Roll absolut gar nichts gemein hat. Männliche Autoren könnte interessieren, dass das Publikum überwiegend weiblich ist, die Kultur Bourgeoisie des Ortes, pensionierte Oberstudienräte/innen, Buchändler/innen, Zahnarzt-Gattinnen nebst Zahnarzt. Die Männer werden zu den Lesungen meist mitgeschleppt und nicken nicht selten nach zehn Minuten auf ihrem Klappstuhl ein.

7. E-Books

Eines ist klar. Schriftsteller zu sein, bedeutet in der Regel: viel Arbeit für wenig Geld. Wenn man es nicht in die Spiegel-Bestseller-Liste schafft oder sich anderweitig an die Sirenen des Mainstream verkauft, wird man es mit dem Schreiben nur selten zu einem Einfamilienhaus am Stadtrand bringen. Es ist also in erster Linie etwas für’s Ego. Ja, ich arbeite als Sachbearbeiter bei der Versicherung, aber eigentlich bin ich ja Schriftsteller. Guck mal, hier ist mein Buch. Wo? Na, hier auf der Festplatte. Im Belletristik-Ordner, die vierte Datei. Klick doch mal drauf! Geht nicht auf dem Kindle. Warum nicht? Weiß nicht – aber toll. Schriftsteller bist Du also? Was schreibst Du denn so für Dateien?

8. Punkt Acht

Sieben Gründe sind schnell gefunden. Sieben billige Ausflüchte, sieben Vorwände, es nicht zu tun. Anstatt sich hinzusetzen, ein weißes Blatt Papier, eine neue Datei und los! Gedanken formulieren, sein Bestes geben. Eine Idee, eine Geschichte, ein Gefühl aus Wörtern konstruieren. Kritisieren ist so leicht, selber machen dagegen schwerer als man denkt. Natürlich hab ich es auch schon versucht und bin kläglich gescheitert. Das war nichts, das würde ich selber nicht lesen wollen. Sieben Gründe müssen her, damit der Blick in den Spiegel erträglich bleibt. Und so kommen wir zu Punkt Acht: Respekt und allerhöchste Wertschätzung für all die Autoren, die die genannten Kritikpunkte natürlich alle kennen und sicherlich noch viele mehr. Die aber trotzdem immer weitermachen, wunderbare und weniger wunderbare Geschichten schreiben und so dafür sorgen, dass auch ich hier immer etwas zu schreiben habe.

8 Gründe, warum ich froh bin, kein Schriftsteller zu sein.