Archiv der Kategorie: Meine Bücher

Ein.Stein kommt selten allein

Im August 2018 ist mein neuer EssayBand Ein.Stein im ARACHNE Verlag erschienen https://www.arachne-verlag.de/querbeet.html.

 

Ein Stein kommt selten allein. Das mag für Revolten und Bergstürze gelten. In der Wissenschaft trifft eher das Gegenteil zu. Ausnahmegestalten wie der ZungeHerausstrecker sind sparsam gesät. Und so findet sich ein Exkurs zum Namensgeber auch nur einmal in dieser Mixtur – dafür aber mit galaktischer Durchschlagskraft.

Was sich erdnaher und keineswegs spärlich ausnimmt, sind meine Lagebesprechungen, meine Analysen zum Sein und Gewesensein, mein Ausleuchten der Ex-DDR, mein GlobalisierungsEkel und die Vermutung, dass wir alle ziemlich bedroht sind. Dafür – so meine These – sind vor allem Unwissen, Ignoranz, Faulheit und die Neigung verantwortlich, einfach hinzunehmen. Wir leben zwar, doch wir sehen nicht, was mit Verzögerung auf uns einschlägt.

So gesehen tut es Not, Charlie Hebdo auf Korn zu nehmen, Whistleblower zu ermutigen, die RusslandSaga bei WikiLeaks einzustellen und tief durchzuatmen, wenn Deutschland mal wieder die Klimaziele verpeilt.

Ich plädiere ambivalent für die GemeinwohlÖkonomie, suche Wege für die Neuverteilung von Arbeit, flirte mit der LINKEN, der ich verdammt wenig Chancen einräume, stehe für Germany second und kehre – eher wenig beachtet –  als Dr. Kalkwalz zu meinen Wurzeln zurück.

Wer jetzt noch Fragen hat, der blättere!

 

„Zukunft … oder keine“.

Sie wollen sicher Klartext hören, sehen oder selbst verbreiten. Ganz gleich, ob es um Migranten oder um Themen wie Zukunft geht. Und Sie wollen keineswegs in eine Schublade und schon gar nicht abwegigen Gruppierungen, Parteien oder Verschwörungen zugeordnet werden, wenn Sie Meinungen vertreten, die dem Mainstream zuwiderlaufen.

Ich kann Sie verstehen und ich habe deshalb aufgeschrieben, was ich für wahr halte, was allerdings anstoßen, Tabus brechen und Schnellschießer gegen mich aufbringen wird. Ich habe das Wahrscheinliche aufgespürt, Halbbilder zerstört und dabei ausgesprochen, was in keiner Zeitung steht, in keiner Talkshow vertalkt und auf den Altären unserer Gesellschaft ausgespart wird. Wer mich nach rechts oder ins extreme Gegenteil rücken möchte, dem drohe ich mit Standfestigkeit. Ich denke und schreibe, was ich weiß und empfinde – ganz gleich in welches Raster das passt oder nicht passt.

Flüchtlinge sind bei mir bunt, willkommen und erdrückend, dabei ungewohnt gut und schlecht. Selbstfahrende Autos und smart homes nur schlecht, weil vorgeburtlich ans Licht gezerrt. Bücher und Musik hingegen sind etwas, was ich stets suche und nie ausreichend finde, Charlie Hebdo nichts, was ich selbst sein möchte, die Ex-DDR ein vergiftetes Etwas, das nachwirkt, Fußball, der einfache Irrsinn, der schon mal Spaß macht, Whistleblower Freunde, vor denen ich den Hut ziehe, Gott etwas, das allem innewohnt und keiner Kirche bedarf und DIE LINKE gleichsam wichtig wie chancenlos.

Inhalt:

Die Flucht (alles über die Flüchtlingsbewegung von April 2015 bis Januar 2018)

Zukunft … oder keine (unsere Welt 2030)

Wenn Sie einen Fluch buchen wollen

Unikate

Auf Linie gebüchert

Pauschalurteile

Blickwechsel

Zerrbild DDR

DDR-Künstler sind Arschlöcher

Eine lästerliche Abwägung (Musik-Literatur-Bildende Kust)

Dreh‘ die Zirbeldrüse ab (Musikkritik auf die schroffe Art)

Ich bin nicht  Charlie (Hebdo)

Mensch … Weltmeister!

Kaum Chancen für Links

Whistleblower

Mein Gott kircht nicht

Ein Stein kommt selten allein

 

Weitere Infos über das Buch unter:   https://www.buchhandel.de/buch/Zukunft-oder-keine-9783945265482

Kaufen bitte beim Autor: 0173 5329767

 

Im September 2017 ist mein neues Buch „DA WAR MEHR ALS BITTER FELD“ erschienen

Die deutsch-deutsche Geschichte ist in die Jahre gekommen. Was nicht heißt, dass sie zu Ende geschrieben ist. Im Gegenteil: ihre zweite, östlich der Elbe gelegene  Hälfte liegt oft noch im Nebel, im Rufmord der Klischees. Dies und ein wenig mehr zu lichten, ist ein Anliegen dieses Buches. Wobei hier keineswegs nostalgiert, wohl aber geliebt und kritisch hinterfragt wird.  Was ich erzähle, reicht weit in die DDR-Zeit zurück, spannt aber ebenso den Bogen in die unmittelbare Gegenwart. Mal wirklichkeitsnah, mal verspielt surrealistisch.

Wenn ich mein Kinderbuch aufschlage, über Tante Herta, mein Abi, meine Briefmarkenversessenheit sinniere, ist alles bunt. Auch später, als ich selbst erwachsen bin und Kinder habe, bleibt die Welt fruchtbar – zwischen Ernte und Fallobst. Immer schon fühlte ich mich dem Stahl verbunden – und den Walzwerken, die diesen Stahl platt machen. Geriet auf diese Weise in ein Vorhaben, das sich schwer tat und bis heute sinnbildlich für die Fragwürdigkeit eines ganzen Systems steht.

Ich habe lange mit der Wende gehadert, um dann doch  – der Not gehorchend – im Westen zu landen. Bin so, zum Teil geschrotet, zum Teil amüsiert, in die neue Welt eingewandert. Was hier – äußerlich frei und grundgesetztauglich oder besser gesagt: frisch, fromm und durchtrieben geschah, kam ambivalent herüber. Und war  dann bestens geeignet, satirisch verwurstet zu werden.

So werden meine Reflektionen auch dem zweiten Wunsch gerecht, nicht nur das Ernsthafte und Nachdenkenswerte zu spiegeln, sondern auch dem humorvoll Versonnenen einen Platz einzuräumen.

 

Inzwischen ist das Buch dreimal vorgestellt worden :

Am 28. September im Buchkaffee „Peter & Paula“ http://www.literaturkreis-era.de/fotogalerie/28-09-2017-buchvorstellung-da-war-mehr-als-bitter-feld-ulrich-scharfenorth/, am 8. Oktober in der Ratinger KULTURkneipe und am 1. Dezember im Cafè Drüsch in Düsseldorf

Weitere Lesungen unter www.literaturkreis-era.de

 

 

Störfall Zukunft – Schlussfolgerungen für einen möglichen Anfang

Wollen Sie wissen, ob wir in dreißig Jahren auf dem Mars landen, ob es eines Tages gelingt, der Multiplen Sklerose, der Demenz oder der Blindheit mit Stammzellen oder implantierten Chips beizukommen, dann schlagen Sie nach! Möchten Sie erfahren, ob sich der Mensch von morgen als Teil des erdumspannenden Ganzen empfinden oder im Wahnwitz genetischer Gaus zerfasern könnte, dann greifen Sie zu!
„Störfall Zukunft – SchlussFolgerungen für einen möglichen Anfang “gibt Ihnen Antworten – Antworten, die verständlich, provozierend und spannend zugleich sind. Dieses Buch analysiert nicht nur. Es schreibt die Welt auch facettenreich fort. Nicht immer mit dem Ergebnis, das Sie sich vorstellen, wohl aber mit dem Blick auf einen neuen, „glücklicheren“ Planeten.
Zukunft erlangen, heißt Berge besteigen, heißt innovativ sein, die Herausforderungen meistern und Niederlagen aushalten. Der Weg in neue Gefilde war stets mit Störfällen gepflastert, und so wird es auch künftig sein. Wichtig ist, dass wir Fehlstellen und Desaster als Begleiter, nicht aber als Gestalter des Lebens begreifen. Wir müssen sie vor allem dort ausmachen, wo der Mensch Macht, Raubtiergehabe und Kurzfristdenken weiter auslebt, wo der Disput um künftige Entwicklungen ausgeblendet, instrumentalisiert oder verhindert wird.
Dieses Buch sucht Ihre Aufmerksamkeit. Es ist anders als vergleichbare Vorläufer – vor allem, weil es Klischees und eindimensionale Betrachtungen ausschließt. Im Text geht es nicht nur darum, neues „Spartenwissen“ zu orten. Wichtiger ist der Versuch, die gegenseitige Beeinflussung maßgeblicher Entwicklungen auszuloten und komplex weiterzudenken. Was in Zukunft passiert, wird nicht von „Einzelkämpfern“ bestimmt, und heute prognostizierte Errungenschaften stellen sich anders dar, wenn sie mit wahrscheinlichen Reaktionen des gesamtgesellschaftlichen – auch internationalen – Umfeldes konfrontiert werden.
„Störfall Zukunft“ folgt dieser Sichtweise. Und ganz gleich, ob wir auf Weltraumprojekte, Gentechnik-Kontroversen, auf die Folgen globalisierter Wirtschaft und Finanzsysteme, auf Bildung und Arbeitsmärkte, Klima und Umwelt, auf mögliche Machtstrukturen oder ganz einfach auf die privaten Erwartungen des Menschen stoßen – immer wird verknüpft, gebündelt und sinnvoll projiziert, so, wie das sonst nur selten geschieht.
Unser Haus „Erde“ – so das Fazit – ist ausbaufähig. Doch das kleine Zeitfenster, das künftiges Glück verheißt, ist nicht grundsätzlich und schon gar nicht ewig geöffnet. Es zu erreichen, kostet Kraft – Kraft, die ein Umdenken voraussetzt. Erst wenn die Menschen fähig werden, Egoismus und Gier zu bändigen, wenn es ihnen gelingt, Handlungsvollmacht für die EINE, nachhaltige Welt zu erlangen, wird das Ziel greifbar.

© Heiner Labonde Verlag, Grevenbroich 2008
ISBN 978-3-937507-15-6

Satz: Antje Zerressen, Padari Werbeagentur GmbH, Essen
Cover-Foto: Michael Bulcik

Blick ins Buch: http://www.amazon.de/St%C3%B6rfall-Zukunft-SchlussFolgerungen-m%C3%B6glichen-Anfang/dp/3937507159/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1441554069&sr=8-1&keywords=st%C3%B6rfall+Zukunft#reader_B00HQ5H4ZG

abgebloggt

„abgebloggt“ stürzt sich mit Verve auf all jene Politik-, Kunst- und Unterhaltungsgetümmel, die uns 30 Monate lang begeistert oder genervt haben. Da geht es um die Finanzkrise, um Stuttgart 21, Wahldebakel und die Plagiate von Karl-Theodor, um China und Afghanistan, um Genmais, Schweinegrippe und Pandemie, um Obama und Sarkozy, um die arabische Protestbewegung und Bin Laden, um Militarismus und Waffenexporte ebenso wie um Schießübungen auf Biogemüse, verwilderte Prominente oder gute und schlechte Bücher. Die zurückliegende Zeit war reich an Missverständnissen und Verdunklungsversuchen, an Merkelschen Aussitzern, Ackermannschen Intrigen, grünen Opportunismen und fiesen Kulturschocks. Alles strotzte nur so von grotesken Verrenkungen. Da nahm sich Wallraff noch bescheiden aus – und Gysi echt bieder. Andere aber machten das Treiben verrückt. Schossen auf alles, was sich bewegte und blieben doch … ungeschoren.
Bei allem Trubel ─ irgendwo wird das Buch auch todernst, bei Fukushima etwa, bei langwierigen Diskussionen um Finanzkrise, künftiges Wirtschaften und Kernenergie. Hier wird Tacheles geredet und vertieft, was „Störfall Zukunft“ anstieß und … zeitnah zu Ende brachte.
Tatsächlich sind wir jetzt weiter, und so ist das Buch auch Einladung an den Leser, die Themen erneut aufzugreifen und gedanklich fortzusetzen.

Heiner Labonde Verlag 2011

ISBN 978-3-937507-31-6

397 S. , 24,80 €

Blick ins Buch: http://www.amazon.de/abgebloggt-Drei%C3%9Fig-Monate-zwischen-Fakten/dp/3937507310/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1441553689&sr=8-1&keywords=abgebloggt#reader_3937507310

 

Aus der Reihe getanzt

Gut zwei Jahre nach der Veröffentlichung von „Störfall Zukunft“ legt der Ratinger Schriftsteller Dr. Ulrich Scharfenorth seinen ersten Prosa-Band vor. Das sei – so der Autor – ein später Start. Er erklärt das mit seiner journalistischen Laufbahn in den 90er Jahren, aber auch mit dem brennenden Interesse an politischen Themen, die ihn zeitweilig in ein anderes Fahrwasser verschlugen. Erst 2008, als das, was ihn jahrelang wichtiger dünkte und auf der Seele brannte, in Buchform auf dem Tisch lag, habe er sich wieder seinen Erzählungen widmen können. Das aber schließe nicht aus, dass es auch künftig zweigleisig weiter gehe. Jetzt jedenfalls habe der Heiner Labonde Verlag den Abdruck seiner Geschichten möglich gemacht.
„Aus der Reihe getanzt“ umfasst Themen aus vierzig Jahren und füllt damit ein eher ungewöhnliches Panorama. Die siebzehn Erzählungen zielen nicht nur auf Personen und Ereignisse in der ehemaligen DDR – der alten Heimat des Autors. Sie reichen auch über Mauerfall und 90er Jahre hinweg bis in die jüngste Gegenwart. Da stößt man nördlich von Berlin auf einen Wintermorgen – mit Brikettheizung und Trabbi-„Beatmung“, erliegt einer düsteren Grenzverletzung in Eisenach, begleitet eine Mai-Demo mit „Eröffnungsbild“, findet sich in grotesken Handlungszwängen eines DDR-Häuslebauers und gibt sich den Nöten eines Schwarztaxi-Fahrers hin. Ein Spaziergang mit der dementen Mutter schließlich weist auf schlichte Einfühlsamkeit. Eng benachbart, aber diametral dazu lauern: Psychopathen, arrogante Niltouristen und Tango-Erotiker aus der Jetztzeit.
Scharfenorth begegnet menschlicher Gier und durchstreift Fresswüsten, testet die Spendenfreudigkeit seiner Mitbürger und versucht festzustellen, was Menschen für die Reihe begeistert oder aus ihr ausbrechen lässt.
Was auch immer man liest: Scharfenorth ist vorrangig scharfzüngig und provozierend, erst danach – sichtlich sparsam – auch tiefsinnig und mitfühlend. Er bemüht Themen, die vielen von uns auf den Nägeln brennen, anderen fremd sind oder der Vergessenheit anheim fielen. Er stößt auf Menschen von gegenüber, auf Leute, die normal anmuten und doch grotesk die Landschaft befeuern. Viele seiner Akteure und Begebenheiten sind autobiographisch gefärbt. Eben das aber drängt sich nicht auf. Hier lebt und geistert durcheinander, was wahr, geflunkert, aber auch repräsentativ sein könnte. Ich fügte Fantasie zur Wirklichkeit, sagt der Autor. Nur so könne die Ödnis der Begebenheit durchbrochen, das bloße Geschehnis vielschichtig werden.
Das von Barbara Ming verfasste Vorwort zum Buch ergänzt hier sinnfällig: „Wenn Scharfenorth karikiert, im Wechselspiel von Diktion und Verfremdung argumentiert, sich amüsiert oder seine Mitmenschen auf die Schippe nimmt, geht er keineswegs auf Distanz zum Umfeld. Im Gegenteil. Er selbst ist Bestandteil seiner bunten Collage, und freimütig gesteht er: Auch ich bin fehlbar, nur eben anderswo.“
„Am Sonntag, d. 20. Juni 2010, 16 Uhr, wird „Aus der Reihe getanzt“ zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben dem Autor treten zwei Musiker auf, die hier zu Lande bestens bekannt sind: Bernhard Schultz (Gesang & Gitarre) und Michael Bulcik (Gitarre). Lese- und Aktionsort ist die Ratinger KULTURkneipe im LUX, Turmstr. 5, 40878 Ratingen (Nähe Marktplatz).

Heiner Labonde Verlag, Grevenbroich 2010
ISBN: 978-3-937507-27-9
115 S. , 9,80 €

Blick ind Buch: http://www.amazon.de/Aus-Reihe-getanzt-Ulrich-Scharfenorth/dp/3937507272/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1441553960&sr=8-3&keywords=aus+der+reihe+getanzt#reader_3937507272

1993 ist mein erstes Buch „Absturz ins Paradies“ erschienen

Dieser erste Versuch, gedruckt und in Buchform präsent zu werden, war noch weit von professioneller Arbeit entfernt – weniger von den Texten her als von deren layouterischer  Umsetzung.

Ich hatte in der DDR  weder Lyrik noch Prosa veröffentlichen können. Jetzt, im Westen angelangt, war ich heiß darauf, gebunden zu werden.   Die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. Sie betraf wohl eher das Umfeld als die Resonanz auf mein Büchlein.

Im Vorspann hatte es geheißen: Die Anthologie enthält Arbeiten aus den Jahren 1963 bis 1993. Sie soll einige ganz persönliche Gedankensprünge und Erlebnisse, aber auch einen kleinen Ausschnitt aus deutsch-deutscher Befindlichkeit vermitteln.