Buchdaten

Cover

2008 Heiner Labonde Verlag,   
ISBN 978-3-937507-15-6
632 S. ; VK: 34,00 Euro

Buchtipp
Alles in Budda Drucken

Aus dem Entree zur Buchvorstellung am 5. Februar 2009 im Museum der Stadt Ratingen:

Witzige und geistreiche Wortspielgefechte zwischen Weinrich Weine (Jürgen Preuss) und seinen ständigen Begleitern, seinen inneren Stimmen (Ralf Blaha). Die drei Figuren GIERY, HASSY und ICHY repräsetieren Gier, Hass und Verblendung oder Ich-Illusion. Wir tauchen ein in den buddistischen Kosmos der Selbstverantwortung und der Tugendregeln, die gleichermaßen religionsunabhängig ethische Werte repräsentieren. Verblüfft uns der aktuelle Bezug? Überraschen dürfte uns jedoch die Zeitlosigkeit menschlicher Schwächen nicht. Und trotzdem (nun gerade): alles in Budda. Jedem Ethik-Interessierten sei dieser anregende und humorvolle Beitrag zur Glaubwürdigkeitsdiskussion mit einem zwinkernden Budda-Auge empfohlen.

Das Buch „Alles in Budda“ wurde von der Stiftung "Buchkunst" im Wettbeweb der „schönsten deutschen Bücher 2008“ gewürdigt.

Ich kann mich diesen Worten nur anschließen und die Lektüre dieses geist- und inhaltsreichen Buches empfehlen.

Ulrich Scharfenorth

Weitere Infos zu Jürgen Preuss und seinen vielfältigen Aktivitäten unter www.weinrich-weine.de

 
Die Torheit der Regierenden Drucken

Barbara Tuchmann hat in geradezu beispielhafter Weise beschrieben, welche Vogänge ablaufen, wenn Menschen Macht erlangen - und wie politische Entscheidungen zu dem mutieren können, was jeder Logik wiederspricht - selbst dann, wenn fundamentale eigene Interessen in Frage gestellt sind.

Wörtlich formuliert sie auf S. 480: "Auf seiner ersten Stufe legt der geistige Stillstand die Grundsätze und Grenzen fest, die für ein politisches Problem maßgeblich sind. Auf der zweiten Stufe kommt es, wenn erste Dissonanzen und Unstimmigkeiten mit der Realität auftauchen, zur Erstarrung der anfänglichen Grundsätze. In dieser Phase könnte es, wenn Weisheit am Werke wäre, zu Überprüfung, Überdenken und Kursänderung kommen, aber die sind so selten wie Rubine im Hinterhof. Die Erstarrung führt zur Erhöhung des Einsatzes und bringt die Notwendikeit mit sich, das Ego des Verantwortlichen zu schützen; die Politik, die auf dem Irrtum fußt, vervielfacht sich, nie zieht sie sich zurück. Je größer der Einsatz und je stärker sich das Ich des Verantwortlichen engagiert, desto unangenehmer ist ein Disengagement (Ausstieg). Auf der dritten Stufe vergrößert das Beharren auf dem Scheitern die Schäden, bis es schließlich den Fall Trojas verursacht, die Abspaltung (der Protestanten) vom Papsttum, den Verlust eines transatlantischen Reiches (England verliert Nordamerika), die klassische Demütigung (der USA) in Vietnam ... 

Und der WDR vermerkte: "Barbara Tuchmann zeigt, dass wir aus den früheren Torheiten der Regierenden lernen müssen, weil uns nichts davor schützen wird, Opfer heutiger Torheit zu werden - nicht als Einzelne, sondern als Gattung. So gesehen ist Tuchmanns Buch pragmatische Geschichtsschreibung im besten Sinne."

Ein tiefgründiges, spannendes und hoch politisches Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite fesselte !

ulrich scharfenorth 

 

 

 
Buchtipp: Die Evolution kassiert die Kriegskultur Drucken

Für Interessierte möchte ich heute ein Buch empfehlen. Veröffentlicht wurde es von dem in Wettringen lebenden Autor Helder Yurén. Im Klappentext heißt es:

"Dieses Buch hat kein Schulhistoriker verfasst. Darum wundert es nicht, dass es in Teil 1 mit der traditionellen Geschichtsschreibung abrechnet, im 2ten Teil den Beginn der "Zivilisation" als "Fortschritt" zur Erniedrigung der Menschheit darstellt, in Teil 3 die "Urgesellschaft" ins rechte Licht rückt und im 4ten Teil die "Aufklärung" aus der Enge des tradierten Begriffs befreit. Kapitel 2 und 4 markieren das A und O der staatlichen Ära, die, generell als "Zivilisation" oder "Hochkultur" glorifiziert, doch in Wirklichkeit das Zeitalter der Kriegskultur ist."

Helder Yurén, der in den 70er Jahren mit sprach- und gesellschaftskritischen Beiträgen, aber auch mit Hörspielen im Rundfunk auf sich aufmerksam machte, widmet sich in den 80er Jahren vor allem der Kritik der Geschichte. Sehr aufschlussreich schließt das Back-Cover mit den Worten: "Was für die encyclopédistes das Ancien Régime war, das ist für ihn (Yurén) das 6.000 Jahre alte System der Macht: ein unerschöpflicher Quell der Inspiration."

Die Publikation ist unter der ISBN-Nummer 3-8334-1807-9 im Buchhandel erhältlich.

Helder Yurén betreibt außerdem zwei interessante Plattformen im Netz: http://www.weltwissen.com/ und http://www.wortplus.com

Die erste ist wichtigen Themen unserer Zeit gewidmet, so der Bevölkerungsentwicklung, dem weit verbreitete Hunger auf der Welt, der Trinkwasserproblematik, der Migration, Aids, Kriegen, der Klimaentwicklung, der Gewalt gegen Frauen, Kindesmisshandlungen, Folter, dem Unwesen der Geheimdienste etc.  Die zweite gibt "stichwortproben aus dem dicksten und teuersten deutschen wörterbuch, das sich 'das große' nennt.

Für mich sind Buch und Plattformen zu einem interessanten und spannenden Erlebnis geworden.

ulrich scharfenorth