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Aufpäppeln oder radikales Ausweiden |
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... In dem Maße, wie es gelänge, unser Erbgut zu beurteilen, ja auch Einfluss auf das An und Aus der »genetischen Schalter« zu erlangen, driften wir in neue Situationen. Der Mensch würde quasi gläsern, und die, die ihn kennen, zu Sachwaltern über bislang »geheimes« Wissen – mit der Option, dieses Wissen auch auszunutzen. Gelangten unsere Daten auf Biobanken oder gar auf Chips, wären sie prinzipiell abgreifbar – im positiven wie im negativen Sinne. Da nichts auf dieser Welt wasserdicht ist, müssten wir damit rechnen, dass wichtige Informationen erhackt, verkauft oder auf andere Weise sittenwidrig verscherbelt werden. Personalchefs und Versicherungen warten nur darauf. Ein größeres Potential für Kostensenkung und Profit ist kaum denkbar. Ihre Rufe klingen bereits in den Ohren: Dich nehmen wir nicht, und du kommst nur rein … bei höheren Prämien. Noch brisanter würde es, wenn Polizei und Geheimdienste Zugriff erhielten. Mancher Dissident/»Aufrührer« könnte in der Krise dingfest gemacht, manch » Labiler« in die Psychiatrie verbracht werden. Radio Frequency Identification (RFID), die Identifizierung mit Hilfe von Hochfrequenz drohte dann weit konkreter als heute – und mit ihm der Überwachungsstaat ... Gleichwie: Der Mensch wird die Grenzbereiche ausloten, und wo Überschreitung möglich ist, wird sie stattfinden. Bereits jetzt implantiert er pflanzliche Gene in Tiere und tierische in artfremde Tiere und Pflanzen und fügt schon mal eine menschliche DNA in die entkernte tierische Eizelle. Mischwesen aus Mensch und Tier sind das Letzte, dröhnt es dann allerorten. Doch wen juckt es? Dass mit menschlichen Genen manipulierte Schweine mal zwischenzeitlich Bewegungsnot haben, ist schnell vergessen. Und die Kuh? Vielleicht lernt sie ja, Sauerstoff zu furzen statt Methan ...
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