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Geschrieben von: Ulrich Scharfenorth
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Dienstag, 20. Dezember 2011 um 15:05 Uhr |
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Der Kabarettist Wilfried Schmickler bringt es auf den Punkt: Die Verdummungskampagne treibt neue Blüten ⇛ http://www.wdr.de/tv/mitternachtsspitzen/sendungsbeitraege/2011/1217/index.jsp?mid=505695. Dass es immer weniger Arbeitslose in Deutschland gibt, das wussten wir bereits. Auch, dass diese Aussage nichts wert ist - denn die Bilanz ist gefälscht. Weil es inzwischen Millionen von Menschen in unserem Land gibt, die sich und ihre Familie vom Dumpinglohn nicht ernähren können (http://www.wdr.de/tv/monitor//sendungen/2010/1209/pdf/bundestag.pdf). Darüber hinaus sind die Statistiken mit denen vergangener Jahre nicht vergleichbar. Bestimmte Personengruppen werden nicht mehr (als arbeitslos) geführt (z.B. nicht mehr Vermittelbare über 58). Und Leute, die alles andere als solide angestellt sind (in der sogenannten Qualifizierung befindliche Arbeitslose, 1-€-Jobber etc.), gelten als beschäftigt.
Jetzt versucht die Bundesagentur für Arbeit noch eins draufzusetzen – indem sie für 2012 umfangreiche Entlassungen in ihren Dienststellen ankündigt (http://hartz.info/index.php?topic=35101.0). Und damit offenbar den Eindruck erwecken möchte, dass diese Arbeitskräfte – einfach, weil es weniger Arbeitslose in Deutschland gibt – nicht mehr benötigt werden. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Die Effektivität und Kompetenz der Sachbearbeiter müsste signifikant verbessert werden. Mitarbeiter dürften folglich nicht auf die Straße gesetzt, sie müssten qualifiziert werden. Denn mit dem verbleibenden, ausgedünnten und z. T. schlecht ausgebildeten Personal ließe sich noch weniger bewegen als heute. Immerhin ist der durch "akuten ARGE-Wissensnotstand" zustande gekommenen Einspruchwelle gegen HARTZ-IV-Verfügungen nur durch mehr Sachverstand beizukommen. Bis heute werden zahllose Arbeitslose diskreditiert, was letztlich hunderte von Gerichten beschäftigt und kostenträchtige Nachbesserungen, also viel Zeit und Geld, erfordert.
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