Kalkofe ist wirklich nicht mein Stil, aber ... Drucken
Geschrieben von: Ulrich Scharfenorth   
Montag, 14. Februar 2011 um 01:07 Uhr

...  wenn der Mann Recht hat ... , dann hat er. Vor ein paar Tagen jedenfalls sah es ganz so aus. Die Dinge schienen mal wieder auf den Punkt gebracht. Freilich in einer wenig charmanten, bisweilen fäkalen Sprache. Aber die passte diesmal. Wir wünschen uns ja immer, dass die Menschen gebildet und selbstbestimmt daher kommen. Nur klappt das selten, und wir dürfen meckern. Insgeheim scheint auch Kalkofe zu hoffen, dass alles bleibt wie es ist. Worüber sollte er sonst herziehen?

Zur Sache: Kalkofe glaubt, dass wir den Privatsendern dankbar sein sollten: "Ohne sie", meint er wörtlich, "würden wir gar nicht bemerken, wie erschreckend dämlich die Welt um uns herum geworden ist." Das bekomme man im Familienkreis oder in der U-Bahn gar nicht so mit. Und weiter im O-Ton: "Glücklicherweise zeigen uns pädagogische Bildungsformate wie ’DSD’, der Heidi-Klump-Top-Model-Gulag und das ’Dschungelcamp’ ungeschminkt und schonungslos, was für eine furchtbare Brut von Vollidioten wir uns über die Jahre herangezüchtet haben (http://www.kalkofe.de/08/docs/hoeren_und_sehen/hus_texte.html.).". So einleuchtend das scheinen könnte – bei genau der Schlussfolgerung überhebt sich unser Schauspieler, Entertainer und Regisseur. Er generalisiert nicht nur, er schiebt auch jede Entgleisung auf das, was wir humanistische Erziehung nennen. Statt Kopfnüsse zu verteilen und damit klar zu machen, wo’s langgeht, diskutiere man heute endlos. Und nickte dann noch verständnisvoll, wenn’s ab in die Hose ging. "Irgendwann", so stellt Kalkofe ungeniert fest, "begannen Eltern ihre Kinder, die lachend die Wohnzimmerwände mit Hundekot einrieben, nicht mehr zu vermöbeln, sondern in der Hochbegabtenschule anzumelden." Völlig grundlos sei dann eine neue Unterart des homo Sapiens wie Unkraut empor geschossen ... die grundlos von sich selbst überzeugte ... (nun ja, ich verschweige es lieber). Kalkofe weiter: "Als Prototyp des gemeinen modernen Anal-Egerlings (nun ist es doch heraus) tingelt derzeit das intellektuell magersüchtige Nervengerippe Sarah  aus dem Zombie-Dschungel durch die Medien. Es hat alle herausragenden Merkmale seiner Spezies wundervoll in sich vereint. Proportional zur eigenen Unfähigkeit ansteigende große Fresse, als Nächstenliebe fehl interpretierte krankhafte Egomanie, Blödigkeit biblischen Ausmaßes und fest davon überzeugt, dem Universum durch die eigene Geburt ein Geschenk gemacht zu haben." Spätestens hier entgleist Kalkofe stilistisch, hier übertreibt er erneut und ... schützt diejenigen, die den Klamauk vom Zaun brechen. Nicht immer und allein ist das Objekt schuld. Unser "Freund" wischt solcherlei Hinweise gern vom Tisch. Und bemüht stattdessen die alte RTL-Regel: Ein Publikum, dass so einen Dreck frist, hat nichts Besseres verdient.

Bon appetit!